Tagebuch

Buch von Anne Frank

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Tagebuch

Die weltweit gültige und verbindliche Fassung des Tagebuchs der Anne Frank, autorisiert vom Anne Frank Fonds Basel. Das Tagebuch von Anne Frank ist Symbol und Dokument zugleich. Symbol für den Völkermord an den Juden durch die Nazi-Verbrecher und Dokument der Lebenswelt einer einzigartig begabten jungen Schriftstellerin. Die vorliegende Ausgabe ist die einzige vom Anne Frank Fonds in Basel autorisierte Fassung des Tagebuchs, von dem es eine erste und eine zweite, spätere Version gibt, die beide von Anne Frank selbst stammen. Sie hatte das von ihr über mehr als zwei Jahre geführte Tagebuch zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet, weil die erste Fassung ihren schriftstellerischen Ansprüchen nicht mehr genügte. Diese Ausgabe enthält den von Anne Frank überarbeiteten Tagebuchtext samt den unverändert aus der ersten Fassung übernommenen Teilen, ohne jene Auslassungen, die Annes Vater Otto Frank aus Diskretion vorgenommen hatte. Mirjam Pressler hat dafür eine neue, dem ungekünstelten Stil des Originals adäquate Übersetzung erarbeitet. Dieser vollständige Text, dessen Authentizität seit der kompletten Wiedergabe aller Werkfassungen in der kritischen Ausgabe der ›Tagebücher der Anne Frank‹ (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1988) unbestritten ist, vermittelt ein eindrucksvolles Bild von Anne Franks Gefühls- und Gedankenwelt und nicht zuletzt von ihren Fortschritten als Schriftstellerin. »…werde ich jemals Journalistin und Schriftstellerin werden? Ich hoffe es, ich hoffe es so sehr! Mit Schreiben kann ich alles ausdrücken, meine Gedanken, meine Ideale und meine Phantasien.« Anne Frank, 5. April 1944 Überblick über die Versionen der Tagebücher: Anne Frank hat zwei fragmentarische Tagebuchversionen hinterlassen: Version a und Version b Version a ist der ursprüngliche Tagebuchtext von Anne Frank. Version b ist Anne Franks unvollendete Bearbeitung der Tagebuch-Texte, mit der sie eine etwaige Publikation vorbereitet hat. Version b wurde 1986 erstmals publiziert. Seit kurzem wird dieses Fragment als Romanentwurf bezeichnet. Version c war die erste Fassung des Tagebuchs, die Otto Frank nach dem Krieg 1947 veröffentlichte. Otto Frank, der seine gesamte Familie verloren hatte, bereinigte den Text von Stellen, die für ihn das Andenken an seine Familie schmälerten. Die Version c ist seit 1990 nicht mehr lieferbar. Version d ist die so genannte Leseausgabe der Tagebücher, die vom Anne Frank Fonds autorisiert wurde und die Versionen a und b in eine Fassung überführt, so dass die Tagebuchtexte ungekürzt zur Verfügung stehen. Diese Version hat die Version c abgelöst und ist seit 1991 die weltweit verbindliche Grundlage für die Übersetzungen des Tagebuchs in über 80 Sprachen, in über 100 Ländern. Alle Versionen der Tagebücher – außer der Version c – sind in verschiedenen Ausgaben in der Übersetzung von Mirjam Pressler im S. Fischer Verlag lieferbar.
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Bewertungen

Tagebuch wurde insgesamt 231 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Ich finde es seltsam, das Tagebuch eines Mädchens mit solchem Schicksal zu bewerten, aber die 5 Sterne sind verdient!

    Tash98

  • wichtiges Zeitzeugendokument, diesmal hat mich tief berührt, wie erwachsen Anne im Geiste im Hinterhaus doch geworden is

    ManuH

  • Berührende Zeilen, besonders im Hinblick auf das Schicksal der Akteure. Ein wertvolles Glied zum Gesamtverständnis.

    SirPleasant

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Tagebuch

    Die vorliegende Neuausgabe des Anne-Frank-Tagebuches ist gleichsam eine "Jubiläumsausgabe". Vor 75 Jahren, also im Jahre 1947, erschien die durch den Vater freigegebene Erstversion des Tagebuches in niederländischer Sprache unter dem Titel "Het Achterhuis". Diese Erstausgabe erfuhr mehrere Überarbeitungen und es machte sich Verwirrung breit, welche der Versionen denn nun dem Original am Nächsten kommt.
    Die vorliegende Neuerscheinung entspricht der weltweit gültigen und verbindlichen Fassung (Version D), die aus dem Niederländischen durch Mirjam Pressler übersetzt und im Jahre 1991 erstmals aufgelegt wurde.
    Der vorliegenden Jubiläumsausgabe wurde ein schickes Äußeres (Cover) zuteil, von der Gestaltung ähnlich dem Einband, den Anne Frank seinerzeit 1942 zu ihrem 13. Geburtstag erhalten hatte. Inhaltlich hingegen entspricht es (selbstverständlich) der o.g. verbindlichen Leseausgabe des Tagebuchs von Anne Frank.
    Die Tagebuchaufzeichnungen der Anne Frank beginnen demzufolge am 12. Juni 1942, kurz bevor Anne Frank gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot in einem Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht untertauchen und gemeinsam mit weiteren 4 Personen (3 Erwachsenen und einem Jugendlichen) vor den Nationalsozialisten ein Versteck beziehen.
    Mit acht Personen über etwas mehr als zwei Jahre hinweg auf engstem Raum leben, stets im Versteck, ohne die Möglichkeit nach Draußen zu gehen und dementsprechend wenig Raum für Privatsphäre.
    Anne Frank beschreibt diesen Alltag und hierdurch kann die Leserschaft Anteil nehmen , wie Anne vom Kind zu einer jungen Frau heranreift. Ihre Erlebnisse, Sorgen, Nöte und Sehnsüchte verrät sie nur ihrem Tagebuch, worin sie Briefe an eine fiktive Freundin namens "Kitty" schreibt.
    Es ist davon auszugehen, dass die Allermeisten schon vom Tagebuch der Anne Frank zumindest gehört haben. Es zu lesen geht einen deutlichen Schritt weiter. Eine anrührende und berührende Lektüre, für alle Altersklassen vom Jugendlichen zum Erwachsenen eine absolute Leseempfehlung!
    Die vorgelagerten und nachgeschalteten Erläuterungen zu den widrigen Umständen der Familie Frank (und deren Mitbewohnern) ergänzen das Tagebuch in einer besonderen und durchweg gelungenen Form.
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  • Rezension zu Tagebuch

    Meine Meinung:
    Schreiben als Überlebensnotwendigkeit
    Das Tagebuch der Anne Frank zählt zur Weltliteratur und wird als eines der eindringlichsten Dokumente über die Judenverfolgung während des 2. Weltkrieges beschrieben. Alleine durch diese Beschreibung wollte ich zu dem Buch greifen und mir selbst ein Bild von den Gedanken eines jungen jüdischen Mädchens über ihr Leben im Amsterdamer Hinterhaus-Versteck machen. Gelesen habe ich das Buch schlussendlich mit zwei Bloggerinnen in einer gemeinsamen Leserunde, denn dass es zu der Thematik viel zu besprechen gibt, davon war auszugehen ...
    ~ Es ist für jemanden wie mich ein eigenartiges Gefühl, Tagebuch zu schreiben. Nicht nur, dass ich noch nie geschrieben habe, sondern ich denke auch, dass sich später keiner, weder ich noch ein anderer, für die Herzensergüsse eines dreizehnjährigen Schulmädchens interessieren wird. ~
    (S. 18)
    Als ich dieses Zitat gelesen habe, habe ich mir gedacht: Anne, wenn du damals nur gewusst hättest, dass dein Tagebuch eines Tages millionenfach verkauft und gelesen wird ...
    Das Schicksal der Anne Frank dürfte vielen wahrscheinlich schon bekannt sein: Sie starb im Frühjahr 1945 im KZ Bergen-Belsen, nachdem das Versteck, in dem sie und die anderen sieben Untergetauchten lebten, im Jahr davor von einem Lagerarbeiter an die Nazis verraten wurde. Diese Tatsache, die mir während dem Lesen natürlich ständig bewusst war, macht es schwer zu lesen, dass sich Anne Gedanken über die Zeit nach dem Krieg macht, Hoffnung hat und versucht, das beste aus der Situation im Hinterhaus zu machen. Wenn man weiß, dass sie nicht überleben wird, hinterlässt das einen trüben und traurigen Beigeschmack ...
    ~ Der Krieg stört sich nicht an unseren Streitereien, an unserer Sehnsucht nach Freiheit und
    Luft, und darum müssen wir versuchen, das Beste aus unserem Aufenthalt hier zu machen. ~
    (S. 169)
    Jedoch muss man sagen, dass derartige Gedanken nicht vorherrschend sind. Anne schreibt zwar hin und wieder in ihr Tagebuch, dass sie alle Angst haben und besorgt sind wegen dem, was draußen vor sich geht, aber die grundsätzlichen Themen sind eher die alltäglichen Probleme eines 13 bis 15-jährigen Mädchens mit ihrer Mutter, ihrer Schwester Margot oder den anderen im Hinterhaus lebenden Menschen. Anne verwendet auch viel Raum, um den ewig ähnlichen Tagesablauf zu beschreiben, über ihre Helfer zu sprechen, oder dass sie oft still sein mussten, wenig abwechslungsreiches Essen zur Verfügung hatten und dergleichen. Das habe ich so nicht ganz erwartet und fand ich manchmal etwas trocken zu lesen. Generell hätte es mich mehr interessiert, wenn Anne mehr über die derzeitige politische Lage, die derzeitige Kriegssituation bzw. das, was das in ihr ausgelöst hat, geschrieben hätte.
    ~ Aber das Lachen haben wir fast verlernt. Manchmal habe ich Angst, dass ich vor lauter Ernst ein starres Gesicht und Falten um den Mund bekommen werde. ~
    (S. 137)
    Anne ist ein charakterstarkes, lebensmutiges Mädchen mit ausgedehnter Energie. Sie kann ihren Willen durchsetzen und ist unbeeinflussbar, weswegen sie im Hinterhaus auch immer wieder angeeckt hat. Und da genau das das war, was sie am meisten beschäftigt hat, wurde es auch lang und breit thematisiert.
    In meiner Taschenbuchausgabe kam durch die vielen Fotos, die immer wieder zwischendrin abgebildet waren, aber glücklicherweise etwas Abwechslung zustande. Und dann gab es von Zeit zu Zeit auch mal Situationen, in denen es für Anne und ihre Familie brenzlig wurde, weil sie beispielsweise unvorsichtig im Hinblick auf die Lautstärke waren - also, es war auch Spannung und Aufregung beim Lesen vorhanden, keine Frage!
    ~ Dieses Gerede höre ich den ganzen Tag. Invasion vorne, Invasion hinten. Dispute über Hungern, Sterben,
    Bomben, Feuerspritzen, Schlafsäcke, Judenausweise, Giftgase und so weiter. Alles nicht erheiternd. ~
    (S. 179)
    Es ist am Ende des Buches erschreckend, dass die Tagebucheinträge so plötzlich aufhören, ohne Vorwarnung. Man weiß zwar, dass die acht Hinterhäusler nun gefasst wurden, aber es lässt einen doch irgendwie fassungslos zurück, weil es von Anne ja nun keine Einträge mehr gibt und von ihr nicht mehr erfährt, wie es ihr weiterhin ergangen ist, was sie persönlich noch alles bis zu ihrem Tod durchstehen musste ... Ich war aber trotzdem sehr dankbar für das Nachwort in dieser Ausgabe, das zwei Seiten umfasst und die Schicksale von den acht Untergetauchten thematisiert - die wirklich alles andere als rosig sind! Besonders lesenswert empfand ich im Anschluss darauf dann noch Mirjam Presslers Text über Anne Franks Leben und die Geschichte der Familie von Anne Frank, der insgesamt etwa 24 Seiten lang war. Ein äußerst interessanter Abschluss, wie ich finde!
    (Weitere lesenswerte Buchzitate findet ihr HIER!)
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  • Rezension zu Tagebuch

    Wenn man es so betrachtet, müsste das Lesen des Tagebuchs die gleichen Gefühle verursachen. Auch glaube ich nicht, dass die Verwalter des Anne Frank Huis es als Attraktion "betreiben" wollen; eher machen die vielen Touristen eine Attraktion daraus. So nach dem Motto "Ich war in Amsterdam und im Anne Frank Haus", ohne dass eigentlich die geschichtliche Bedeutung klar bzw. bewusst ist.
    Als ich das Anne Frank Haus besichtigte kam auch bei mir ein beklemmendes Gefühl auf. Das lag vor allem am Wissen um das Schicksal der ehemaligen Bewohner. Es waren nur irrsinnig viele Leute dort und man wurde regelrecht "durchgeschoben". Das fand ich sehr schade, denn für so einen Besuch hätte ich einfach mehr Zeit für mich gebraucht.
    Ich habe mir dort das Tagebuch in der Fassung von Otto H. Frank und Mirjam Pressler gekauft und gerade angefangen zu lesen (zum zweiten Mal). In der Bücherei habe ich untenstehendes Buch entdeckt und ausgeborgt. Klingt interessant, vielleicht hat es schon jemand gelesen? Eine Anmerkung: In der amazon-Beschreibung steht, dass das wahre Schicksal von Peter van Pels nicht dokumentiert ist und sich seine Spur nach dem Zweiten Weltkrieg verliert. Ich meine im Anne Frank Haus gelesen zu haben, Peter sei im KZ Mauthausen gestorben
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Ausgaben von Tagebuch

Taschenbuch

Seitenzahl: 368

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 323

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