Nachtaktiv

Buch von Sophie Senoner

Bewertungen

Nachtaktiv wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Nachtaktiv

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich den Debütroman „Nachtaktiv“ der jungen Autorin Sophie Senoner kennenlernen.
    Das Buch handelt vom Single-Dasein junger Frauen, vom Partyleben in Berlin, von Freundschaft unter Frauen und der Suche nach der richtig großen Liebe. Hauptprotagonistin Heloise hat sich von ihrem Freund Philipp getrennt und feiert nun ihr Single-Dasein mit ihren beiden Freundinnen Luise und Mia in der Berliner Partyszene. Heloise will sich durch die Partygängerei von der Trennung ablenken, was ihr aber nicht so richtig gelingen will. Die Suche nach der großen Liebe führt von einer Party zur anderen, doch der
    Richtige ist nie dabei. Um sich davon zu überzeugen, dass sie keine Gefühle mehr für Philipp hat, reist sie diesem sogar noch nach Indien nach, aber es kommt alles anders, als gedacht.
    Der Schreibstil von Sophie Senoner ist recht interessant, so ein Buch habe ich bisher noch nicht gelesen. Der Klappentext des Buches hatte mich neugierig gemacht, dementsprechend hatte ich so meine Erwartungen. Der Aufbau gleicht dem eines Tagebuchs einer jungen Frau, die die wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben festhält. Auch das Thema fand ich ansprechend und war gespannt auf die Umsetzung. Hauptprotagonistin Heloise war mir aber leider überhaupt nicht sympathisch, ihre ständige Nörgelei und ihre Naivität haben mich mehr erschreckt. Auch die vielen Passagen, in denen gekifft und noch mehr getrunken wurde, waren mir zu viel.
    Schade, aus dem Thema hätte man echt was machen können, allerdings wurde das Potential nicht richtig genutzt. Da die Autorin selbst noch eine junge Frau ist, vermute ich, dass auch autobiografische Züge in dem Buch vorhanden sind. Berlin ist nicht nur eine Partystadt, etwas mehr Tiefgang hätte ich mir gewünscht, dann wäre das Buch authentischer gewesen. Als Debüt dennoch gut lesbar!
    Mehr als sind allerdings nicht drin.
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  • Rezension zu Nachtaktiv

    Erschienen bei: Ullstein
    Seitenzahl: 331
    Autorenportrait:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)
    Sophie Senoner wurde 1987 in Berlin geboren. 2009 übernahm sie neben ihrem Studium die Chefredaktion des Lifestyle-Magazins "proud magazine Berlin".
    "Nachtaktiv" ist ihr erster Roman.
    Kurzbeschreibung:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)
    "Nicht auf Männer einlassen, die ich instinktiv als Junge bezeichne." So lautet einer der guten Vorsätze, die Heloise, genannt Heli, am Ende einer durch gefeierten Silvesternacht fürs neue Jahr fasst. Heli ist Anfang zwanzig, studiert ohne großen Ehrgeiz Kulturwissenschaft und schreibt nebenher für ein Berliner Szenemagazin. Nachts macht sie mit ihren beiden Freundinnen Luise und Mia die Clubs unsicher. Doch wenn sie ehrlich ist, dienen die vielen langen Nächte und die One-Night-Stands in erster Linie dazu, ihren Exfreund zu vergessen und eine neue Liebe zu finden. Aber das ist gar nicht so einfach. denn die Jungs in Helis Umfeld sind weitestgehend unbrauchbar: Kokser mit reichen Eltern, verklemmte Stadtplanungsstudenten, Angeber oder schon vergeben. Gut, dass wenigstens auf ihre Mädchen immer Verlass ist, die dafür sorgen, dass Heli ihre guten Vorsätze im Laufe des Jahres nicht vergisst...
    Meine Meinung:
    Heloise ist über zwanzig, ihr Leben besteht hauptsächlich aus dem Studium, Feiern und Treffen mit ihren Freundinnen. Gefühlsvolle und verständnisvolle Mia und pragmatisch sachliche und vernünftige Luise sind stets an ihrer Seite - sie stehen ihr bei, hören ihr zu und sie feiern zusammen. Alle haben ihre Träume und Lebensvorstellungen, und alle drei sind auf der Suche nach dem Mr. Right. Der Leser begleitet Heloise, genannt Heli, ein Jahr lang. Nach einer heftigen Silvesterfeier nimmt sich Heli so einiges vor für das neue Jahr. Ob alles in Erfüllung geht? Ob sie ihre gute Vorsätze auch einhalten kann? Das Jahr wird auf jeden Fall turbulent. Abgesehen vom vielen Feiern, One-Night-Stands und halbherzigem Studieren, macht Heli auch eine Reise nach Indien, um Lebensweisheiten zu tanken und vor allem aber auf ihren Exfreund zu treffen....
    Die Geschichte ist genau so wie man die anhand der Kurzbeschreibung erwarten würde. Mir kam die Story als eine Mischung aus "Sex and the City" und " Bridget Jones" vor.
    Wenn man diese Art von Unterhaltung sucht, wird man an diesem Buch seine Freude haben.
    Da ich eher seltener zu dieser Sorte von Romanen greife, war ich positiv überrascht. Ich fühlte mich gut unterhalten, auf das Humor der Autorin möchte ich besonders eingehen - ganz nach meinem Geschmack: trocken und treffend. Nach dem ersten Drittel hat mich die Geschichte allerdings angefangen zu langweilen, denn es gab kaum Abwechslung in der Handlung. Zur meine Freude war das schnell vorbei, und ein neuer Schwung kam in die Story rein. Es wurde noch mal spannend und interessant.
    Der Schreibstil ist der Geschichte angepasst: unverblümt und mit einer jugendlichen Note, mit Kraftausdrücke und Slang gewürzt, allerdings in Maßen. Wie gesagt, gut passend zu den Charakteren und dem Lebensstil der Protagonistinnen.
    Ein Kompliment an die junge Autorin. Ein Erstlingswerk, das sich sehen lässt. Ich würde mir ein ernsteres Buch von ihr wünschen, denn ich kann mir vorstellen, dass sie es mit ihrem Erzählstil gut meistern könnte.
    Alles in allem unterhaltsamer und kurzweiliger Lesespaß.
    Von mir
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  • Rezension zu Nachtaktiv

    Heloise und ihre beiden Freundinnen machen zusammen das Berliner Nachtleben unsicher. Die drei sind Single und suchen zwischen One-Night-Stands, Drogen und zig Partys die große Liebe. Das Jahr fängt für alle nicht gerade viel versprechend an, doch entwickelt es sich für Mia und Luise nach und nach immer positiver. Nur Heli hat das Gefühl auf der Strecke zu bleiben und in Sachen Liebe etwas Wichtiges verpasst zu haben. Denn die Männer, an die sie im Laufe des Jahres gerät, haben eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Toiletten: Entweder sie sind besetzt – oder scheiße. Wenigstens ist der Liebeskummer um den Ex-Freund komplett vorbei und etwas Schlimmeres als ein komplett ruinierter Urlaub kann das Jahr auch nicht mehr bieten, oder etwa doch?
    Ich muss ehrlich gestehen, dass mich Nachtaktiv wirklich überrascht hat. Insgeheim hatte ich ein bisschen Angst gehabt, dass ich mich irgendwann in einer unglaublich schmalzigen Liebesgeschichte wieder finden werde. Und diese schmalzige Liebesgeschichte wäre zu allem Überfluss auch noch in dem Neudeutsch verfasst, mit dem man mittlerweile tagtäglich genervt wird. Aber nein. „Nachtaktiv“ ist weder schmalziger Schund noch ein sprachliches Grauen. Es ist witzig und hat mich unglaublich gut unterhalten.
    Das Einzige, was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand, war der Schreibstil. In Tagebucheinträgen erfährt man in jugendlicher Umgangssprache von Heloises (Liebes)Leben. Teilweise sind die Sätze also ziemlich schräg, mit (absichtlich) fehlenden Artikeln (wie das mittlerweile ja scheinbar Mode ist) und eingebauten Englisch. Sophie Senoner hat es trotzdem so clever verpackt, dass es einfach nicht nervig wird, sondern am Ende fast schon etwas Künstlerisches hat. Alles ist sehr realitätsnah und läuft unter dem Motto „Wie das Leben nun mal so spielt…“
    Heloise wird also nicht als Dummchen präsentiert, dass sich einfach wahllos durch die Gegend schläft. Sie ist eine intelligente, junge Frau, die trotz zahlreicher Tiefschläge versucht, in Berlin endlich ihre große Liebe zu finden. Das klappt allerdings nicht ohne ziemlich viel Selbstironie und dem ein oder anderen Schimpfwort. Mir war sie von Anfang an sympathisch und wurde mit jeder Seite noch sympathischer. Auch wenn ich sie manchmal einfach greifen, schütteln und anschreien wollte.
    Auch ihre beiden besten Freundinnen, Mia und Luise, muss man einfach gern haben. Zusammen mit Heli können die drei Mädels nämlich nicht unterschiedlicher sein. Dennoch passen sie gut zusammen und ergänzen sich mit ihren Macken und Eigenarten einfach großartig.
    Bei den Männern habe ich zwischendurch etwas den Überblick verloren. War aber nicht schlimm. Es sind glücklicherweise meist kleine Anspielungen versteckt, die einem dabei helfen, wieder eine Verbindung zu den Herren zu kriegen.
    Fand das Buch jedenfalls klasse und finde, dass „Nachtaktiv“ sich seine vier Sterne verdient hat.
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Ausgaben von Nachtaktiv

Taschenbuch

Seitenzahl: 336

Besitzer des Buches 6

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