Frostgras

Buch von Angelika Lauriel

Bewertungen

Frostgras wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Frostgras

    Der Inhalt (in meinen Worten):
    Die 18-jährige Julia Sonn hat eigentlich ein ganz angenehmes Leben. Gerade erst hat sie ihr Abitur gemacht, Paul, den sie schon seit Sandkastentagen kennt und mit dem sie seit frühester Schulzeit ein Paar ist, ist der Traumpartner schlechthin und ihre Mutter liebt sie über alles. Ihr einziges Problem dürfte zur Zeit eigentlich nur die Frage nach der Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft sein. Und doch beschäftigt Julia seit dem Tag, an dem ihr dieser dunkelhaarige Junge im Zug begegnet ist und sie seitdem sein Tage- und Notizbuch mit sich herumträgt, irgendetwas. Ein Gefühl der inneren Unvollständigkeit macht sich bei ihr breit. Julia hinterfragt ihre Beziehung zu Paul und auch zwischen ihr und ihrer Mutter Grete tun sich Schwierigkeiten auf. Hat es etwas mit dem Jungen zu tun, den sie von irgendwoher zu kennen scheint?
    Meine Meinung:
    Ich konnte leider nicht wirklich schnell in die Geschichte eintauchen. Anfangs habe ich mich durch die Seiten geschleppt. Zu der jungen Protagonistin Julia habe ich erst einen Draht bekommen, als ich schon ein Drittel des Buches hinter mir hatte und man erfahren hat, dass in ihrem Leben wohl irgendwas "im Busch" ist. Die Tatsache, dass ihr, in meinen Augen, perfekter "Überfreund" Paul, mit dem sie scheinbar nie Streit hat, und dieses schwarze Notizbuch, das für sie plötzlich so eine Bedeutung bekommt, dass sie es kaum noch aus den Augen lässt, war für mich etwas unwirklich.
    Sodann ist es aber trotzdem immer spannender geworden, weil ich ja schon immer wissen wollte, was da los ist/war, wie es weitergeht, was Julia für Geheimnisse aufdeckt und von ihrer Mutter (Mutsch), also Gretes Vergangenheit, sonst noch in Erfahrung bringt.
    Grete hat Julia schon einiges verheimlicht, und zuerst dachte ich mir nur, es ginge um Julias leiblichen Vater, aber wie auch Julia, hatte auch ich das Gefühl, dass da noch was kommt und Grete noch nicht die ganze Wahrheit preisgegeben hat...
    Das Rätsel um den ominösen Dunkelhaarigen im Zug, hat die Autorin fast ganz bis zum Schluss aufrecht erhalten, auch wenn ich da schon etwas erahnen konnte. ;-)
    Durch die Spannung, die sich für mich kontinuierlich ab dem zweiten Drittel des Buches aufgebaut hat, durch die vielen Geheimnisse und Wendungen, bis hin zur großen Auflösung am Ende, habe ich mich, trotz des für mich "unguten" Einstiegs in die Geschichte, dazu entschlossen 4 , mit einer Tendenz zum 5., zu vergeben.
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  • Rezension zu Frostgras

    "Frostgras" ist ein gelungenes Jugendbuch, das über Freundschaft wie auch Liebe erzählt und von Geheimnissen, denen man auf den Grund gehen sollte?!
    Das Buch ist sehr durchdacht und strebt eine gerade Linie an, die man als Leser schon früh bemerkt. Das zeigt sich in den Charakteren und in der Story selber wieder. Die Charaktere sind durchweg erfrischend und haben mich durch ihre Art immer wieder bezaubert. Obwohl es ein Jugendbuch ist, merkt man den Protagonisten ihr junges Alter nicht an und verhalten sich oft sogar reifer als erwartet. Die Story glänzt mit ihrem bildlichen Erzählstil, sodass die Tagebucheinträge mit ihren dargebotenen Texten und Zeichnungen nur noch das i-Tüpfelchen sind.
    Große und auffällige Frostgraszahlen zeigen dem Leser das neue Kapitel an, von dem es insgesamt 20 gibt, die alle kurz gehalten worden sind und sich flüssig lesen lassen. Die Sicht wechselt zwischen Julia und Paul hin und her. Dieser Erzählstil wurde nicht bis aufs Bersten ausgenutzt, sondern dosiert verabreicht, dass es dem Leser immer noch leicht viel, dem Geschehen zu folgen.
    Das Buch bekommt von mir Sterne
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  • Rezension zu Frostgras

    Als Julia im Zug ein Notizbuch an sich nimmt, dass ein ihr unbekannter junger Mann dort aus Versehen liegen gelassen hat, ahnt sie nicht, wie sehr dieses Buch ihr Leben verändern wird. Es enthält poetische Texte und Zeichnungen, die Julia nicht mehr loslassen. Sie verliert sich ihn diesen Aufzeichnungen, spürt eine Verbindung zu dem Jungen und versucht verzweifelt ihn ausfindig zu machen. Zeitgleich kommt sie auf die Spur eines Familiengeheimnisses, dass scheinbar auch sie betrifft. Ihre Neugier steigt stetig, aber sie stößt nur auf eine Mauer des Schweigens.
    Julia hat gerade die Schule erfolgreich beendet, einen Studiumsplatz in Trier erhalten, ihre Mutter akzeptiert langsam, dass sie sich abnabelt und ihr Langzeitfreund Paul unterstützt sie bei allem. Auch wenn sie sich in dem neuen Lebensabschnitt erst neu orientieren muss, läuft eigentlich alles ganz gut. Doch dann platzt das Notizbuch eines unbekannten jungen Mannes in ihr Leben und je mehr sie darin liest, umso mehr gerät ihr bisheriges Leben ins Wanken. Die Geschichte um die Protagonistin Julia ist sehr emotionsgeladen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Angelika Lauriel ihre Figuren ständig weinen oder übertrieben reagieren lässt, sondern dass sie sehr ausgefeilte Charaktere erschaffen hat und durch die wechselnde Erzählperspektive zwischen Jan und ihrem Freund Paul, deren Gefühlswelt authentisch präsentiert. Im Roman wird deren Vergangenheit beleuchtet, der Beginn ihrer Freundschaft, die Entwicklung zu einer Liebesbeziehung und deren aktuelle Gefühle. Die Figuren Julia und Paul wirken oft sehr reif für ihr Alter, wobei ich manchmal bei Paul das Gefühl hatte, dass Männer so nicht reden würden, dass es eher so klang, wie Frauen sich ein Gespräch mit ihrem Freund wünschen würden.
    Die Idee mit dem Notizbuch fand ich sehr interessant und man spürt beim Lesen förmlich, wie die Texte und Zeichnungen Julia bewegen, wie sie ihr immer wichtiger werden und ihr keine Ruhe lassen. Wem das Buch gehört und wie sich die zwischenmenschlichen Beziehungen im Laufe des Romans entwickeln würden, war mir leider von Anfang an klar, aber vielleicht sollte dieses auch gar nicht im Verborgenen bleiben. Das Familiengeheimnis hingegen bleibt etwas länger ungewiss, ist interessant und die schwierige Thematik wurde von der Autorin einfühlsam behandelt.
    Leider gab es jedoch auch ein paar Dinge, die mir persönlich nicht besonders gut gefallen haben. Ich hatte gedacht, dass im Notizbuch gezielt etwas über Julias Familiengeheimnis drin stehen würde. Es ist aber eher so, dass sie sich in diese Texte hineinsteigert und plötzlich eine Art Eingebung oder Traum hat und dadurch auf diese Spur gelenkt wird. Des Weiteren beginnt sie plötzlich farbliche Auren um Menschen zu sehen und beginnt Monologe mit ihrer inneren Stimme zu führen, die zwar zum Teil zeigen, welche Zerrissenheit in Julia herrscht, aber diese Art der Präsentation hat mich weniger gefallen. Ich scheine mit dieser Meinung aber ziemlich allein zu sein, wenn man sich andere Rezensionen dazu anschaut. Vielleicht sind solche emotional-poetischen Geschichten nichts für mich? Auf jeden Fall möchte ich nicht von dem Buch abraten, denn es ist wirklich nicht schlecht, nur für mich war es manchmal einfach "too much", aber das muss ja nicht jedem so gehen.
    Leseprobe
    Fazit: Ein einfühlsamer Roman über Liebe, Trauer und Lügen, der auch vor den dunklen Seiten im Leben nicht halt macht. Die Geschichte bewegt, aber leider haben mich die o.g. Kritikpunkte etwas ums Lesevergnügen gebracht. 3/5 Sterne.
    [list=][*]Broschiert: 240 Seiten
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Ausgaben von Frostgras

Taschenbuch

Seitenzahl: 240

Besitzer des Buches 5

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