Hexe sucht Besen
Buch von Simone Dietze
Titel: Hexe sucht Besen
Simone Dietze (Autor)
Verlag: keiner
Format: E-Book
Seitenzahl: 187
ISBN: B00FXY5MBK
Termin: Oktober 2013
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Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Hexe sucht Besen
- Divina
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26. Februar 2013 um 12:38
Kurzbeschreibung:Weiterlesen
Alte Besen kehren gut – neue noch viel besser! So denkt sich das Anna, die ihren untreuen Ehemann Paroli bieten möchte. Mit dem Zeitungsinserat „Hexe sucht Besen“ erhofft sich Anna eine Luxusausführung mit Turboantrieb zu ergattern. Stattdessen fallen ihr nur Batterie betriebene Handstaubsauger in den Schoß.
Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit Annas 37. Geburtstag, an dem sie am Fenster steht und missgünstig die glücklichen Gesichter draußen betrachtet. Es folgt ein Rückblick auf das letzte Jahr, in dem sie ihrem Mann fremdgegangen ist, ihr Mann mit einer anderen Frau durchbrennt, sie mehrere Affairen hat, die sie mal mehr oder weniger für ihre große Liebe hält und sie noch sonstigen Mist verzapft. Zwischendurch engagiert sie einen Detektiv, um herauszufinden, wer die Frau ist, mit der ihr Mann abgehauen ist, und fährt mal eben aus Versehen einen Hund tot.
Der Schreibstil:
Frau Dietze scheint einen merkwürdigen Sinn für Humor zu haben, jedenfalls ist es nicht meiner. Das, was am Anfang noch krampfhaft lustig wirkte, wurde von Seite zu Seite nur noch verkrampft. Sie schreibt um alles und jeden herum und belastet die Geschichte mit dermaßen unbedeutenden Dingen, dass es kein Spaß ist, das noch zu lesen. Dass sie dann noch mit merkwürdigen Reimen und Gedichten meint, ihre Geschichte erweitern zu müssen, macht sie auf keinen Fall attraktiver. Es gibt Menschen, die sollten das Reimen einfach anderen überlassen.
Außerdem wirkt die Geschichte absolut nicht homogen (außer was die zunehmende Langeweile betrifft). Frau Dietze lässt die Protagonistin erst ganz normal über das andere Geschlecht herziehen und wechselt dann plötzlich zu einem Vergleich mit Pferden, wovon sie dann allerdings bald wieder abkommt. Plötzlich sind es Hexen, die Thema sind, dann wieder Alphaweibchen oder Vögel. Das alles wirkt auf mich so, als versuche die Autorin, möglichst viel "Witziges" in ihrem Buch unterzubringen, ohne das Talent, das vernünftig in Zusammenhang bringen zu können. Wieder zeigt sich: Weniger wäre mehr gewesen.
Weiterhin hat Frau Dietze zwar eine nicht allzu schlimme Rechtschreibung (ich hab schon Schlimmeres gelesen, auch wenn einige Dinge in den Augen einfach nur wehtun), allerdings scheint sie mit der Zeichensetzung auf Kriegsfuß zu stehen. Ich behaupte nicht, dass ich diese beherrsche, aber ein paar einfache Grundregeln sollten in meinen Augen schon verfügbar sein. So macht sie zwischen Aufzählungen Punkte, setzt Kommas, wo keine hingehören, vergisst sie dafür an anderen Stellen (gut, das könnte mir auch passieren), und weiß offensichtlich nicht, wo Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen bei einer wörtlichen Rede hingehören. Anstatt vernünftige Anführungszeichen zu setzen, oder wenigstens >>...<< zu schreiben, ist ihre wörtliche Rede mit >...< gekennzeichnet. Ist zwar wenigstens etwas, an dem man das vom normalen Text unterscheiden kann, aber richtig ist es auch nicht.
Zeit scheint für Frau Dietze auch ein Fremdwort zu sein. Mal schreibt sie in der Vergangenheitsform, dann wieder in der Gegenwart. Dass es mal passieren kann, in eine andere Zeitform zu rutschen, sehe ich ja noch ein, aber permanent über den gesamten Roman verteilt, wirkt sich das arg negativ auf das Lesen aus.
Personen:
Zuerst einmal ist da die Protagonistin Anna, die sich ständig nur selbst bemitleidet. Sie ist oberflächlich, selbstbezogen und arrogant, also kaum jemand, der in meinen Augen Sympathieträger ist. Sie raucht, sie säuft (und wenn ich einer anderen Rezension Glauben schenken darf, sogar in der Schwangerschaft ), behandelt ihre beste Freundin von oben herab und alle anderen auch nur dann gut, wenn sie etwas von ihnen will.
Dann gibt es ihren Mann, mit dem sie 15 Jahre verheiratet war, der aber durch eine andere Frau erkannt hat, was Leidenschaft ist.
Weiter kommen noch diverse Männer, die alle in Annas Augen Macken haben (sie selbst ist natürlich über allem erhaben) und ihre "Freundinnen", die wenig zu diesem Roman beitragen, außer mit ihren Eigenheiten durch die Augen von Anna gesehen das Buch zu füllen.
Mein Eindruck:
Schade, das Cover, das in meinen Augen wirklich gut gestaltet ist, sowie der Titel als auch die Kurzbeschreibung machten mir den Eindruck, dass sich dahinter etwas Lesbares verbergen könnte. Das alles war leider nur Vortäuschung falscher Tatsachen.
Die erste Hälfte hab ich mich tatsächlich noch Seite für Seite durch das Buch gekämpft, schließlich möchte ich nicht ungerecht über ein Buch urteilen, dass ich nicht ganz gelesen habe. Allerdings habe ich danach festgestellt, dass es der Geschichte keinerlei Abbruch tut, wenn man zwischendurch mal ein paar Seiten auslässt - man verpasst nichts, da die Autorin über unwichtige Begebenheiten einen seitenlangen Sermon schreibt, der in ihren Augen wohl lustig sein soll. Nach zwei Dritteln habe ich endlich aufgegeben. Als sie den Hund überfahren hat und wie sie damit umgegangen ist, das hätte sich die Autorin sparen können. Und wenn ich andere Rezensionen lese, wird es nur noch schlimmer, also habe ich beschlossen, mir das nicht mehr anzutun.
Letztendlich war ich von dem Buch nur genervt und ich bereue kein bisschen, dass ich es jetzt wieder gelöscht habe. Ich werde mir jedenfalls kein Buch von der Autorin mehr antun.
Den einen Stern bekommt das Buch von mir für das Cover. Mehr ist da nicht drin.
Ausgaben von Hexe sucht Besen
Besitzer des Buches 4
Update: 29. März 2018 um 07:02


