Ein ganzes halbes Jahr

Buch von Jojo Moyes

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Ein ganzes halbes Jahr

Lou & Will Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird - und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will. Der Sensationserfolg: monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste - von Millionen Lesern geliebt.
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Serieninfos zu Ein ganzes halbes Jahr

Ein ganzes halbes Jahr ist der 1. Band der Louisa Clark Reihe. Sie umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2012. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2020.

Über Jojo Moyes

Jojo Moyes wurde 1969 in London geboren. Nach erfolgreichem Studium von Soziologie und Journalismus arbeitete sie zehn Jahre beim "The Independent". Im Jahr 2002 erschien das erste vieler Bücher von ihr unter dem deutschen Titel "Die Frauen von Kilcarrion". Mehr zu Jojo Moyes

Bewertungen

Ein ganzes halbes Jahr wurde insgesamt 428 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Uneingeschränkt 5 Sterne. Dieses Buch muss man gelesen/gehört haben.

    jala68

  • Hat mich sehr berührt, habe auch bis zum Schluss noch auf ein Happy End gewartet. War echt gut.

    Verri

  • Die Geschichte war sehr gut zu lesen, hat mich emotional aber nicht so berührt, wie ich es mir erhofft hatte.

    Tash98

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    Inhaltsangabe:
    von eigener Film-Rezie: Louisa Clark, von allen Lou genannt, braucht dringend einen neuen Job. Denn ihr Vater ist seit Jahren arbeitslos und die Mutter kümmert sich um den kranken Großvater.
    Sie erhält die gutbezahlte Stelle bei den Traynor’s. Will Traynor hatte vor zwei Jahren einen schweren Unfall und ist seitdem von der Brust abwärts gelähmt. Im besten Fall kann er seine Finger bewegen! Lou gibt sich alle Mühe, ihren Job richtig auszufüllen, aber Will ist verbittert und hadert mit sich selbst. Vor dem Unfall liebte er das Leben und testete stets seine Grenzen. Nichts war ihm gefährlich genug, doch nun ist er ständig auf die Hilfe anderer angewiesen und erleidet offenbar auch starke Schmerzen.
    Seine Verzweiflung und Verbitterung lässt er an Lou aus, doch sie gibt nicht so schnell auf. Sie erfährt, dass Will in die Schweiz will, um sich dort in einem Hospiz das Leben zu nehmen. Für ihn ist das Leben vollkommen sinnlos geworden und er möchte die unendlichen Qualen seiner Behinderung nicht mehr ertragen. Seine Eltern konnten ihm noch ein halbes Jahr abringen, um es sich noch einmal zu überlegen und diese Zeit sollte Lou mit ihm verbringen.
    Lou fühlt sich dazu berufen, ihn umzustimmen und zieht alle Register …
    Mein Fazit:
    Vor drei Jahren habe ich den Film zu diesem Buch im Kino gesehen. Ich fand ihn ganz reizend. Dass das Buch vor einigen Jahren so gehyped wurde, war mir hinlänglich bekannt. Irgendetwas musste ja dran sein, also kaufte ich mir das Buch und nun habe ich es endlich gelesen.
    Louisa lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt, dessen einzige Attraktion eine alte Burg ist. Mit Arbeit ist es nicht weit her und so muss sie die Arbeit annehmen, die ihr geboten wird, auch wenn sie eigentlich keine Qualifikation dazu hat. Louisa nimmt die Stelle der Pflegerin im Privathaushalt der Traynors an, ohne zu wissen, wie sehr diese Begegnung ihr Leben verändern wird.
    Louise erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, was mir tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gewährt. Sie gibt es nicht gerne zu, aber sie fühlt sich tief in ihrem Innern schon gefangen in dieser Stadt. Aber ihr Verantwortungsbewußtsein und die Liebe zur Familie gewähren ihr kaum Extravaganzen. Sie hat kaum Geld und eine Beziehung zu Patrick, der sich a) kaum um sie kümmert und b) ihr ebenfalls keine Perspektive bietet, trotz der langen Zeit, die sie zusammen sind.
    Will Traynor sieht vieles in Louisa und versucht sie ständig aus der Reserve zu locken. Er ist gefesselt an den Rollstuhl, kann gerade mal so eine Hand leicht bewegen. Er ist ständig auf Hilfe angewiesen und trotz aller Prognosen weiß er, dass es niemals besser wird. In einiger Hinsicht sind sich Louisa und Will ähnlich. Nur kann Louisa noch ein völlig normales Leben (mit vielen Abenteuern) führen, während Will seines unbedingt beenden will. Und aufgrund seines vorherigen beruflichen Erfolges hat Will ein Vermögen, aber selbst das ist ihm nicht mehr wichtig. Seine Möglichkeiten sind beschränkt.
    Wie auch bei der Film-Rezension kam die Frage auf: Wo endet die Selbstbestimmung und beginnt die von Gott gegebene Pflicht, weiter leben zu müssen, unter allen Umständen? Es ist ethisch eine sehr sensible Frage, zu der jeder Mensch eine eigene Meinung hat und sie scheinen alle richtig und doch auch falsch zu sein. Es gibt da kein schwarz oder weiß, kein gut oder schlecht. Ich weiß nicht, wie ich entscheiden würde. Dennoch wüsste ich: wer eine solche Entscheidung getroffen hat, der hat es nicht leichtfertig getan und diese Entscheidung muss man auch respektieren.
    Das Buch ist wirklich wunderbar geschrieben, hat mich mitgenommen und berührt. Mehr noch wie der Film, obwohl ich die Hauptdarsteller beim Lesen stets vor Augen hatte. Manchmal wurden Louisas Erzählungen unterbrochen durch kurze Kapiteln von anderen Mitgliedern der Geschichte. Das fand ich sehr hilfreich, weil es in der Regel Situationen waren, die Louisa nicht wissen konnte. Das finde ich ist sehr gelungen. Auch entwickeln die Figuren sich in der Geschichte, erweitern ihren Horizont, müssen Rückgrat beweisen und Entscheidungen treffen, die sie sonst nie getroffen hätten.
    Es hängt mir noch lange nach und ich hätte glatt Lust, den Film noch mal dazu zu sehen. Begeisterte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir.
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  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    2015 habe ich den ersten Anlauf unternommen "Ein ganzes halbes Jahr" zu lesen. Und bin kläglich gescheitert. Nach nicht einmal einhundert Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt. Alleine schon Lous Familie hat mich in den Wahnsinn getrieben. Dann habe ich mir vor noch nicht allzu langer Zeit die Verfilmung des Buches angesehen und war sehr berührt von dem Film. Also dachte ich mir, kann es eventuell doch nicht schaden sich das Buch doch noch einmal vorzuknöpfen. "Ein ganzes halbes Jahr" im zweiten Anlauf - und dieses Mal habe ich das Buch komplett gelesen. Und komme für mich zu dem Ergebnis, dass Buch und Zeitpunkt eben doch passen müssen, sonst wird es nichts mit dem Lesespaß.
    Ja, das Buch hat mir gefallen. Lou und Will sind zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und es war sehr spannend ihre gemeinsame Reise mitzuerleben. Dabei war der erste Teil des Buches am besten gefallen. Die Entwicklung von Lou war sehr eindrucksvoll und die Autorin hat diesen Abschnitt auch sehr schön erzählt. Wie Lou nach und nach lernt sich mehr vom Leben zu erhoffen, sich selbst und ihre Bedürfnisse besser kennenlernt. Ein Reifeprozess gepackt in ein halbes Jahr.
    Mein persönlicher Knackpunkt im ersten Anlauf war ja Lous Familie. Und, um ehrlich zu sein, die hätte ich am liebsten allesamt (ausgenommen vom Opa) verprügelt Ich habe selten erlebt, dass einer Hauptfigur eine so doofe Familie als Hintergrund verpasst wurde. Ich war aufs neue schockiert davon, wie abwertend die eigene Familie über Lou in ihrem Beisein über sie spricht und wie wenig sie sie zu achten scheinen. Das sie rein auf ihre Gehalt reduziert wird, welches die Familie benötigt. Die -vermeintlich- klügere und jüngere Schwester darf sich dagegen mehr Rechte herausnehmen. Die Diskussion um Lous Umzug in das größere Zimmer, nachdem Treena mit dem Kind ausgezogen ist, hat mich beinahe platzen lassen. Sie darf das Geld abliefern und als Spottobjekt herhalten, aber keine Ansprüche anmelden, während beide Eltern sich nicht zuständig fühlen sich in den Konflikt einzuschalten. Na, herzlichen Dank auch, ich wäre an der Stelle auch mächtig aus der Haut gefahren.
    Die Reaktion von Lous Mutter am Ende zeigt aber wiederum auf, wie gespalten das Thema in der Gesellschaft noch immer ist und wie schwierig ein vorurteilsfreier Umgang damit. Dabei kann ich Wills Entscheidung absolut nachvollziehen. Wenn die einzige Möglichkeit der Selbstbestimmung, die einem noch bleibt, darin besteht sich für den eigenen Tod und gegen ein schleichendes Dahinsiechen zu entscheiden - ich kann es verstehen.
    Fazit: Die Geschichte und die Entwicklung der beiden Figuren hat mir gut gefallen, Lous Familie hat mich auf die Palme gebracht, manchmal war das Buch etwas sehr oberflächlich gehalten um die Leichtigkeit der Geschichte nicht zu stören. Daher bekommt das Buch von mir
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  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    Da ich mich aufgrund der vielen positiven Rezensionen im BT dazu entschlossen hatte, den Roman anzugehen, möchte ich auch hier noch kurz meinen Eindruck hinterlassen.
    Ich kann einerseits gut verstehen, was vielen an diesem Buch gefallen hat. Auch ich fand es emotional, teilweise witzig und musste einfach immer weiter hören (habe die Hörbuchfassung, hervorragend von Luise Helm gelesen). Aber für mich war die Geschichte unter dem Strich irgendwann viel zu gewollt. Ein Klischee jagte das nächste (der reiche, aber intelligente Schnösel, der durch seinen Unfall zwar mürrisch, aber irgendwie in seiner weltverachtenden Ironie doch soo sexy rüberkommt, die tollpatschige Alltagsheldin mit Herz, die fleissige, aber herzliche Hausfrauenmutter vs. kratzbürstige pingelige Snobmutti, der Schlaganfall-Opi, der in seiner dekohaften Existenz noch einmal verdeutlicht, mit welch einer intakten und großherzigen Familie wir es zu tun haben, immerhin wird er nicht ins Altersheim abgeschoben, der nervige oberflächliche Freund von Louisa, den wir irgendwann endlich los sind). Natürlich ist Will nicht nur reich und schön, er war vorher auch noch superaktiv und muss deshalb extra viel leiden. Und natürlich hat Louisa auch ihre dunklen Seiten, die wegen eines einzigen Gesprächs mit Will plötzlich verschwunden sind .
    Eigentlich wollte ich gar nicht so aggressiv rüberkommen , aber ich finde das Buch sehr effekthascherisch. Klischees dürfen meiner Meinung nach sein, wenn die Autorin diese mit einem Augenzwinkern verwendet hätte. Manchmal, v.a. anfangs hat sie das auch, aber gegen Ende schlägt das Buch einen sehr ernsten Ton an und verliert sich trotzdem dabei in immer mehr Stereotypen.
    Gut ist, dass es damit viele Menschen zum Nachdenken angeregt hat und wichtige Themen wie Sterbehilfe, aber auch gesellschaftlichen Umgang mit Behinderten angesprochen hat. Gut ist auch die Grundaussage des Buches, oben habe ich es irgendwo gelesen: Lieben heisst auch loslassen.
    Ich halte es also wie Elachu:
    "Ziemlich beste Freunde" ist als Film zwar auch sehr emotional und fast kitschig, aber für mich viel erträglicher . Ich fand den autobiografischen Bericht von Philippe Pozzo di Borgo (Vorlage zum Film) dafür sehr interessant und bewegend, da eben auch authentisch.
    Leider nur von mir.
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  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    Meine Meinung:
    Die Liebesgeschichte zwischen Lou und Will ist etwas ganz Besonderes.
    Als Lou Will zum ersten Mal getroffen hat, hat es jedoch zuerst ganz und gar nicht danach ausgesehen, als würden sie jemals miteinander zurecht kommen. Da Lou aber eine von Grund auf gütige und liebevolle Frau mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Kleidungsgeschmack ist, der sie nebenbei erwähnt in meinen Augen total sympathisch gemacht hat, war mir schon klar, dass der wegen seiner Tetraplegie depressive und zornige Will für Lou bald ebenfalls eine tiefe Zuneigung empfinden wird.
    Lous unermüdliche Suche nach Dingen, die Will wieder einen Lebenswillen geben könnten, und ihre damit verbundenen Bemühungen, was zum Beispiel die schwierigen Ausflüge mit dem Rollstuhl betrifft, war für mich ein Zeichen, dass Wills Leben für Lou eine enorme Wichtigkeit bekommen hat.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich, also nachdem, was ich alles darüber gehört und gelesen habe, etwas "mehr" von Jojo Moyes Bestseller erwartet habe.
    Tetraplegie, Leben und Sterben haben darin einen so großen Stellenwert bekommen, dass das Thema Liebe für mich ein bisschen zu sehr in den Hintergrund gerückt ist. Ich meine, ich war in jeder Lesesekunde begeistert von diesem tollen Schreibstil, wo man irgendwie automatisch aufmerksam gelesen hat, und auch von den vielen einzigartig individuell beschriebenen Charakteren, die zu beiden Teilen wirklich sympathisch, aber auch echt unsympathisch waren und ich selbst würde nichts Besseres schreiben können, aber ich bin wahrscheinlich generell eher ein Mensch, der auf "Happy Ends" steht und das war, so sehr wie ich es mir bis zur letzten Seite gewünscht habe, hier ja leider nicht der Fall.
    Trotzdem ein sehr schönes, schnell und flüssig leicht zu lesendes Buch, mit einer traurig - tragischen Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich zwar gefunden haben, aber leider nicht mehr viel Zeit miteinander verbringen konnten, nämlich nur mehr ein ganzes halbes Jahr.
    5 wohlverdiente .
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  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    Wow. Ein wirklich tolles Buch, welches man schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen will. Habe binnen kurzer Zeit das Buch regelrecht verschlungen, was zum Teil am sehr peppigen Schreibstil lag, aber definitiv auch an der Geschichte. An keiner Stelle wurde das Geschehen zäh oder langweilig. Die Spannung ging bis zum Schluss - meine Meinung, wie es wohl endet, habe ist ständig geändert, nur um festzustellen, dass eigentlich alles möglich ist.
    Das Thema über Tetraplegiker ist ein schwieriges Thema. War mir nicht sicher, ob es mir gefällt, dies zu lesen ohne depressive Stimmung zu bekommen. Allerdings hat es die Autorin sehr gut geschafft, dieses Thema auszuarbeiten. Es wurden beide Sichtweisen, die von Lou als Mitmensch und die von Will als betroffene Person, sehr gut dargestellt. Vor allem die Sichtweise von Will hat mich zum nachdenken gebracht, da ich als nicht behinderter Mensch ja eher die Sichtweise von Lou bisher vertreten habe.
    Sehr gut haben mir auch die beiden Protagonisten Will und Lou gefallen. Lou, etwas schusselig und unsicher, aber ein ganz liebes und ehrliches Kerlchen. Zum Teil hat sie mir allerdings auch wegen ihrer Familie etwas leid getan. Und Will mit seinem Sarkasmus hat mir einige spontane Lacher hervorgezaubert.
    Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, welcher nicht nur zum nachdenken anregt, sondern einem zum Lachen und zum Weinen bringt.
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Ein ganzes halbes Jahr

    Inhalt
    Die Wege von Louisa Clark und Will Traynor hätten sich wohl nie gekreuzt, wenn Wills Leben so geblieben wäre, wie es vor dem Unfall war, und Louisa nicht dringend einen neuen Job gebraucht hätte. Zu unterschiedlich sind ihre Lebenswelten, die des reichen, vom Erfolg verwöhnten Will, und die der aus einfachen Verhältnissen stammenden Lou. Ohne richtige Ausbildung schlägt sich die junge Frau durchs Leben und unterstützt auch noch ihre Familie, ehe sie als Betreuungshilfe für den querschnittgelähmten Will zu arbeiten beginnt.
    Noch kann Louisa nicht ahnen, welche Herausforderungen sie an Wills Seite erwarten sollten.
    Meine Meinung
    Es beginnt wie eine vorhersehbare Liebesgeschichte zwischen einem vom Schicksal schwer getroffenen reichen jungen Mann und einem armen Mädchen, das allein Zugang zu seinem verhärteten Herzen findet.
    Fantasie- und gefühlvoll hat Jojo Moyes diese Idee zu einem der schönsten Romane ausgearbeitet, die mir jemals untergekommen sind. Sie lotet das schwierige Thema einer starken körperlichen Behinderung in allen Höhen und Tiefen aus, und zwingt den Hörer geradezu sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Unvermutet wie Louisa wird er mit dem Sinn eines Lebens konfrontiert, in dem kein Handgriff ohne fremde Unterstützung möglich ist. Wills Bewegungsradius ist auf seinen Rollstuhl reduziert, ständige Infektionen schwächen nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Lebenswillen. Immer wieder wechselt man beim Zuhören unwillkürlich die Perspektive, versetzt sich in Wills Lage und versteht seine Argumente, um im nächsten Augenblick mit Louisas Ansichten zu sympathisieren, mit ihr zu hoffen, zu bangen, zu leiden und zu verzweifeln. Zärtlich und doch leidenschaftlich beschreibt die Autorin in diesem wunderbaren Roman eine Liebe, die nur durch Berührungen, ohne Aussicht auf körperliche Erfüllung ihr Auslangen finden muss. Louisa lässt nichts unversucht, um Will ins Leben zurückzuführen, und doch bleibt bis zum Schluss unklar, ob und wie ihr dies gelingen wird.
    Aber auch auf die Situation von Wills und Lous Eltern wird eindringlich eingegangen, die in ihrer Rat- und Hilflosigkeit sehr berührend und glaubwürdig dargestellt werden.
    Jojo Moyes ist es hervorragend gelungen sämtliche Regungen der menschlichen Gefühlsskala in ihren Roman einfließen zu lassen, ohne in Sentimentalitäten abzugleiten. Wunderschön erzählt, habe ich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Minute genossen, und wollte einfach immer nur weiterhören, um zu erfahren, wie es Will und Lou ergangen ist.
    Die Sprecherin Luise Helm hat mit dem Part der Louisa den Hauptanteil am Vortrag übernommen. Eine eindrucksvollere Stimme hätte man dafür kaum finden können, obwohl mir auch Ulrike Hübschmann und Reinhard Kuhnert in ihren Rollen gut gefallen haben.
    "Ein ganzes halbes Leben" ist ein Roman von unglaublicher Intensität, gefühlvoll, tiefsinnig, humorvoll, todtraurig und doch wieder voller Hoffnung, weil der Hörer erahnen kann, was es bedeutet wirklich zu lieben.
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Ausgaben von Ein ganzes halbes Jahr

Taschenbuch

Seitenzahl: 544

E-Book

Seitenzahl: 522

Hörbuch

Laufzeit: 00:14:45h

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

Ein ganzes halbes Jahr in anderen Sprachen

  • Deutsch: Ein ganzes halbes Jahr (Details)
  • Englisch: Me Before You (Details)

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