Mary, Tansey und die Reise in die Nacht

Buch von Roddy Doyle, Andreas Steinhöfel

Bewertungen

Mary, Tansey und die Reise in die Nacht wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Mary, Tansey und die Reise in die Nacht

    ab 12 jahre
    Verlagstext
    Im Moment findet Mary alles gar nicht leicht: Ihre liebe, witzige, wunderbare Großmutter Emer liegt im Sterben. Deshalb hat Mary überhaupt keinen Nerv, sich mit der altmodisch wirkenden Fremden zu unterhalten, die sie eines Tages einfach so anspricht. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese Tansey niemand Geringeres als die Mutter von Emer ist – also Marys seit langem tote Urgroßmutter. Als Geist ist sie gekommen, um zusammen mit ihrer sterbenden Tochter sowie Mary und deren Mutter Scarlett ein letztes großes Abenteuer zu erleben. Gesagt – getan! Mit Scarlett am Steuer begeben sich die vier Frauen aus vier Generationen auf eine unvergessliche, letzte gemeinsame Reise in die Nacht
    Der Autor
    Roddy Doyle, 1958 in Dublin geboren, ist einer der bekanntesten Vertreter der neueren irischen Literatur. Für seinen Roman „Paddy Clarke Ha Ha Ha“ erhielt er den renommierten Booker Prize, sein Jugendroman „Wildnis“ wurde mit dem Luchs des Monats sowie dem Irish Book Award ausgezeichnet und stand auf der Focus-Liste der „Besten 7 Bücher für junge Leser“. Roddy Doyle lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Dublin.
    Inhalt
    Die zwölfjährige Mary leidet gerade darunter, dass ihre Freundin Ava in einen anderen Stadtteil Dublins umziehen musste. Marys Großmutter, die dem Mädchen so gern Märchen vorlas, liegt im Sterben. Da taucht eine sonderbar altmodisch wirkende Frau auf, die sich als Tansey, die Mutter der sterbenden Großmutter vorstellt. Tansey musste nach ihrem frühen Tod in der Figur eines Geistes zurückkehren, um sich zu vergewissern, dass es ihrer kleinen Tochter Emer gut geht. Vier Generationen von Frauen treffen aufeinander und begeben sich gemeinsam auf eine tollkühne Spritztour: Urgroßmutter Tansey, Großmutter Emer (das mutterlos aufgewachsene kleine Mädchen), deren Tochter Scarlett (Marys Mutter) und Mary selbst. Mary wird durch die Begegnung mit Tansey klar, dass ein sterbender Angehöriger dann loslassen kann, wenn er sich überzeugt hat, dass seine Liebsten gut versorgt sind. Wahrscheinlich braucht Mary diese Begegnung, um sich selbst in der Familientraditon des Geschichtenerzählens wahrzunehmen. Großmutter Emer konnte nämlich nur so fesselnd von ihrer Kindheit erzählen, weil ihre Großmutter ihr die Ereignisse aus ihrem dritten Lebensjahr mit nicht endender Geduld immer wieder erzählte. Schon in Emers Kindheit lebte die Familie mit den Erinnerungen an ihre Toten und hielt den Stuhl des verstorbenen Großvaters in Ehren. Wenn Mary zu ihrer Großmutter aufs Krankenhausbett hüpft, wünschen sich wahrscheinlich beide, Mary würde immer ein kleines Mädchen bleiben. Doch Mary spürt schon, dass sie sich bald verändern wird. Sie hofft, dass sie dann nicht so sein wird wie ihre pubertierenden Brüder, deren Rüpelhaftigkeit die Familie so gelassen erträgt wie alles andere.
    Fazit
    Roddy Doyle stellt in seiner kurzen Geschichte in einfacher Sprache eine Familie vor, die einen besonders liebevollen Umgang und einen sehr speziellen Humor pflegt. Marys Mutter allein verbraucht beim Sprechen mehr Ausrufezeichen als mehrere andere Menschen zusammen. Die Begegnung mit Tansey verdeutlicht Mary die für ihre Familie charakteristische Prägung der Tochter durch die Mutter und erleichtert ihr den Abschied von der sterbenden Großmutter. Marys Geschichte sehe ich nicht allein als Jugendroman, sondern als Buch für jeden, den das Thema Abschied bewegt
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Ausgaben von Mary, Tansey und die Reise in die Nacht

Hardcover

Seitenzahl: 240

Taschenbuch

Seitenzahl: 240

E-Book

Seitenzahl: 240

Mary, Tansey und die Reise in die Nacht in anderen Sprachen

  • Deutsch: Mary, Tansey und die Reise in die Nacht (Details)
  • Englisch: A Greyhound of a Girl (Details)

Besitzer des Buches 13

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