Liberty 9. Sicherheitszone

Buch von Rainer M. Schröder

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Zusammenfassung

Serieninfos zu Liberty 9. Sicherheitszone

Liberty 9. Sicherheitszone ist der 1. Band der Liberty 9 Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2012. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2013.

Bewertungen

Liberty 9. Sicherheitszone wurde insgesamt 20 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Liberty 9. Sicherheitszone

    Inhalt
    Kendira lebt in der Sicherheitszone, in Liberty 9. Sie glaubt an die Moral und die Regeln, die dort herrschen. Doch dann beobachtet sie den Servanten Dante bei einer verbotenen Tat, anstatt ihn zu melden, schweigt sie. Obwohl sie eine Schwäche für Carson hat, trifft sie sich immer wieder mit Dante. Die Gespräche mit ihm bringen sie zum Nachdenken, denn Dante sieht das Leben in der Sicherheitszone ganz anders als sie. Er bringt sie dazu die Regeln zu hinterfragen und nach der Wahrheit zu suchen. Doch will sie die Wahrheit tatsächlich kennen? Was, wenn Liberty 9 bloß eine Lüge ist? Ist Kendira bereit sich dem zu stellen?
    Meine Meinung
    Liberty 9, ein Ort der Sicherheit. Die Schüler, die hier leben, haben die Aussicht auf ein schönes Leben, die Aussicht auf den Dienst im Lichttempel. Doch was es damit auf sich hat, kann keiner von ihnen wirklich sagen.
    Kendira ist gerade mal 16 Jahre alt und schon in den Alpha-Level aufgestiegen. Sie kennt die Regeln von Liberty 9 und ist immer darauf bedacht diesen zu folgen, schließlich wird jeder Verstoß hart bestraft. Erst als sie den Servanten Dante bei einem Verbot erwischt und sich mit ihm unterhält, wird die Saat des Zweifels in ihr geweckt. Obwohl sie alles versucht um nicht zu zweifeln, muss sie doch eingestehen, dass es zu viele Dinge gibt, von denen sie nichts weiß. Doch nicht nur die Zweifel bringen ihr fest verankertes Leben ins Schwanken, auch gefühlstechnisch wird es ordentlich durcheinander gewirbelt. Gleich zwei Jungen buhlen um ihre Aufmerksamkeit, doch so sehr deren Gefühle für sie ähneln mögen, so sehr unterscheiden sie sich. Deren unterschiedlicher Status macht es ihr schwer zu entscheiden, für wen ihr Herz nun schlägt. Genau deswegen kehrt sie in ihren zurückhaltenden Zustand zurück. So muss sie keine Emotionen interpretieren und damit keine Entscheidung treffen, doch das Herz lässt sich nicht gerne einsperren.
    Carson ist wie Kendira ein Elector und ebenfalls auf dem höchsten Level. Er sieht gut aus und ist körperlich sehr anziehend, was nicht nur Kendira auffällt. Seit längerer Zeit schwärmt er schon für sie und möchte alles tun, damit sie ihn an sich ran lässt. Auch wenn sie ihn immer wieder abblockt, lässt er nicht locker. Carson ist jemand, der voll und ganz hinter dem System steht. Für ihn gibt es nichts zu hinterfragen, schließlich ist das System gerecht und damit perfekt.
    Dante hat da ein ganz anderes Leben. Als Servant hat er einen ganz anderen Blick auf Liberty 9. Da den Servanten sehr viel verboten ist, hat er früh gelernt nach Auswegen zu suchen. Dante möchte sich nicht mit dem Anfreunden, was ihnen Tag für Tag eingebläut wird. Er hinterfragt die Dinge und sucht nach Schlupfwinkeln. Da er Kendira mag, versucht er ihr die Augen zu öffnen. Vielleicht kann er ihr aufzeigen, dass es auch ein anderes Leben geben kann. Ein Leben außerhalb der Mauern, vor dem immer gewarnt wird.
    Mit Liberty 9 hat Rainer M. Schröder eine interessante dystopische Geschichte geschaffen.
    Liberty 9 ist ein Ort der Abschottung. Die Jugendlichen, die dort leben, werden trainiert und unterrichtet. Ihr Leben folgt einem strengen Plan. Das System sagt ihnen an was sie glauben und worüber sie reden sollen. Ihr Leben ist bereits von anderen Menschen verplant worden und sie ahnen nicht einmal etwas davon. Es scheint beinahe, dass ihnen der freie Wille genommen wurde. Immer wieder wird ihnen klar gemacht, dass es nur in Liberty 9 Sicherheit gibt, außerhalb herrschen die Nightraider und sie greifen ja schon oft genug an.
    Der Autor hat mit diesem ersten Band eine grausige Zukunftsvision eingeführt. Jugendliche werden in ein Leben gesperrt, von dem sie nicht einmal ahnen, dass sie darin Gefangene sind. Es werden so viele Andeutungen gemacht, dass der Gedanke auftaucht, diese Jugendlichen seien das Vieh, dass darauf wartet auf die Schlachtbank geführt zu werden.
    Rainer M. Schröder wirft mit diesem Band jede Menge Fragen auf. So vieles ist verborgen geblieben, so vieles unbeantwortet. Mit seinem Schreibstil stattet er die Geschichte mit einer gewissen Spannung aus. Doch ich muss sagen, dass es auch oft Stellen gab, die sich wirklich gezogen haben und die Spannung abflachte. Trotz allem hat die Geschichte an sich überzeigt.
    Fazit
    Der erste Band von Liberty erzählt von einer interessanten und in gewisser Weise grausigen Zukunftsvision. Eine Gruppe von Jugendlichen sucht nach Antworten, findet aber nur noch mehr Fragen. Frei oder doch gefangen? Die Frage ist wichtig, doch die Antwort darauf will vielleicht nicht jeder kennen.
    Gut erzählt macht das Buch neugierig auf die Fortsetzung.
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  • Rezension zu Liberty 9. Sicherheitszone

    Liberty 9 ist das Zuhause von Kendira und ihren Freunden. Das Tal ist umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, die die Bewohner vor den rebellischen Nightraidern schützen soll. Als Electorin verbringt sie hier ihre Teenagerzeit und untersteht dabei einem harten Training. Aber die Jugendlichen werden nicht nur körperlich geschult, sondern erhalten eine grundlegende Ausbildung, die sie auf ihren Einsatz im Lichttempel vorbereiten soll. Des Weiteren leben dort neben dem Aufsichtspersonal noch die Servanten, junge Menschen, die nicht zum Elector berufen worden sind und nun die ungeliebten Arbeiten für die Auserwählten tätigen. Gemeinsame Kontakte sind eher verpönt, kommen jedoch auch selten vor, da das gegenseitige Misstrauen eh viel zu groß ist.
    Alles könnte ganz schön sein, gäbe es da nicht die sehr strengen Regeln. Den Servanten sind viele Dinge verboten, ebenso den Electoren. Die kleinsten Verstöße führen bereits zu harter Bestrafung, dem sogenannten Cleansing, bei dem das Gehirn durch elektronische Impulse mehr oder weniger lahmgelegt wird, oder gar dem Tod. Als Kendira den Servanten Dante bei einem solchen Verstoß erwischt, hat sie jedoch Mitleid und meldet ihn nicht. Hieraus entwickelt sich nach und nach eine Freundschaft, die von gegenseitig anwachsender Zuneigung gespeist wird. Als Benachteiligter hinterfragt Dante viele Dinge des Systems und nährt auch in Kendira stetig die Zweifel an der Richtigkeit des Geschehens und ihrer möglichen Zukunft. Weitere mysteriöse Ereignisse führen dazu, dass Kendira ihr Leben mehr und mehr in Frage stellt und letzten Endes auch ihre Freunde mit ihren Ängsten ansteckt.
    Der Schreibstil von Rainer M. Schröder ist angenehm zu lesen und er versteht es, den Leser an seine Charaktere zu binden. Dabei wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Kendira in der dritten Person erzählt. Nur gelegentlich wechselt der Erzählstrang hin zu einem mysteriösen Oberen in Liberty 9, der ebenfalls mit dem System hadert und im Begriff ist, daraus seine Konsequenzen zu ziehen.
    Kendira ist nicht nur hübsch und intelligent, sondern auch eine ausgezeichnete Soldatin, die es bereits in das oberste Level der Electoren geschafft hat. Zum Anfang ist ihre Welt noch in Ordnung; sie hat gelernt zu gehorchen und das System und ihr Leben nicht zu hinterfragen. Gefühlstechnisch ist sie eher zurückhaltend, was auch an ihren schlechten Erfahrungen liegen mag. Im Laufe der Geschichte interessieren sich sogar zwei Jungen für sie und buhlen um ihre Aufmerksamkeit. Deren unterschiedlicher Status machen Kendira eine Entscheidung nicht einfach und so greift sie auf ihr bewährtes Verhalten zurück und versagt sich zunächst eindeutig emotionale Reaktionen.
    Auch Carson ist ein Elector, ebenfalls sehr intelligent und körperlich sehr anziehend, so dass auch Kendira sich seiner Ausstrahlung nicht verschließen kann. Er fühlt sich bereits seit längerem zu ihr hingezogen, doch bisher hat sie ihn nicht näher an sich herangelassen. Dies versucht Carson jedoch vehement zu ändern. Er steht voll und ganz hinter dem System und kann mit Kendiras Zweifeln zunächst nichts anfangen.
    Währenddessen Dante schon allein aus seiner sozialen Position heraus bereits seit längerem alles hinterfragt. Gemeinsam mit seinem besten Freund macht er sich auf die Suche nach Beweisen für seine Thesen. Augrund seiner ständig wachsenden Zuneigung für Kendira versucht er, sie von seiner Auffassung zu überzeugen. Da er sich schon früh behaupten musste, hat er ein ganz anderes Auftreten als Carson und übt eine geheimnisvolle Faszination auf Kendira aus.
    Ich fand "Liberty 9 - Sicherheitszone" ungeheuer spannend. Die Charaktere sind sehr ansprechend und auch die Beschreibung dieses dystopischen Zukunftsszenarios war sehr bildreich und ausführlich. Insbesondere der Vergleich mit der christlichen Religion, die ja bereits auch einige dunkle Zeiten in der Vergangenheit erlebt hat, fand ich sehr interessant. Gut gefallen hat mir auch, dass das Ende zwar offen, mit Blick auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung war, aber dennoch einen gewissen Teilabschluss hatte, so dass man nicht mittendrin herausgerissen wird und rastlos auf den Folgeband warten muss.
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  • Rezension zu Liberty 9. Sicherheitszone

    Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.
    "Sicherheitszone" ist der erste Band der neuen Trilogie von Rainer M.Schröder mit Namen "Liberty 9".
    Rainer M. Schröder geht das Thema der Dystopie einmal komplett anders an, sodass man als Leser positiv überrascht ist, nicht mit gängigen Klischees überhäuft zu werden. Zwar spielen die wichtigsten Themen dieses Genre eine elementare Rolle, werden aber anders aufgerollt.
    Auf den ersten Blick erscheinen die vielen technisierten Ausdrücke zu viel, jedoch gewöhnt man sich daran rasch, denn auch diese bilden ein wichtiges Grundgerüst für den Verlauf der Handlung, wobei ihr Hintergrund noch nicht zur Gänze erschlossen ist und wahrscheinlich in den nächsten Bänden komplett enthüllt wird.
    "Sicherheitszone" ist ein Buch der Gegensätze; auf der einen Seite findet man dort die hochtechnisierten Errungenschaften und das totalitäre System, auf der anderen Seite aber steht die unberührte Natur und das klosterähnliche Leben der Charaktere von "Liberty 9". Auch hier wurden Fragen aufgeworfen, die hoffentlich in den Folgebänden geklärt werden.
    Weiterhin lässt sich dieses Buch nicht komplett in ein Genre einteilen, denn es finden sich nicht nur Elemente aus dem Bereich der Dystopie, sondern auch aus dem Social Fiction und Thriller Bereich. Gerade diese Mischung schafft das gewisse Etwas, das zusätzlich zum Nachdenken anregt und tolle Unterhaltung bietet.
    Die Handlung ist dabei stets spannend und unergründlich. Durch viele überraschende Wendungen weiß der Leser nie, was als nächstes passiert und gerät in einen Strudel dunkler Machenschaften.
    Das Ende schafft ein vielversprechendes Grundgerüst für den Verlauf des nächsten Bandes und kommt auch ohne Cliffhanger aus.
    Kendira ist der Hauptprotagonist von "Liberty 9- Sicherheitszone" und wird von vielen Nebencharakteren begleitet, die eine unterschiedliche Wichtigkeit für die Handlung besitzen und daher einen größeren oder auch kleineren Teil zu der Geschichte beitragen.
    Dabei werden die Charaktere der innerhalb von "Liberty 9" lebenden Personen dem System entsprechend skizziert und spiegeln die dortige Form der Gehirnwäsche gut wieder und wirken authentisch.
    Rainer M. Schröder hat schon in vielen seiner Werke einen einzigartigen Schreibstil bewiesen. So auch hier. Er schreibt packend, unergründlich und mit viel Fantasie für die von ihm erdachten Welten. Seine Worte werden lebendig und bringen dem Leser die Handlung näher. Unterstrichen wird dabei alles von seiner flüssigen Art zu schreiben, die ebenso angenehm wie gewählt zu lesen ist.
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Ausgaben von Liberty 9. Sicherheitszone

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 496

Taschenbuch

Seitenzahl: 496

E-Book

Seitenzahl: 497

Besitzer des Buches 49

Update: