Vorsicht, bissiger Gott: Fiese Storys
Buch von Shalom Auslander, Robin Detje
Titel: Vorsicht, bissiger Gott: Fiese Storys
Shalom Auslander (Autor) , Robin Detje (Übersetzer)
Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 160
ISBN: 9783833308314
Termin: Juni 2012
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Bewertungen
Vorsicht, bissiger Gott: Fiese Storys wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Vorsicht, bissiger Gott: Fiese Storys
- Klappentext
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11. Januar 2010 um 16:51
Der Klappentext:Weiterlesen
Sie heißen Chaim Yankel Rosenberg, Stanley Fisher oder Rabbi Pearlstein. Sie leben in Brooklyn oder in der Upper West Sinde von Manhattan, genau 5693 Meilen entfernt von Jerusalem und Tel Aviv. Und sie alle haben ein Problem mit Gott. Oder er mit ihnen, je nachdem.
Bloom zum Beispiel hätte bei einem Autounfall ums Leben kommen sollen, aber sein Volvo war sicherer als der Plan, den Gott für ihn vorgesehen hatte. In gutem Glauben dankt er Gott für sein Glück, was diesen so rasend macht, dass er auf direktem Wege nach New York fährt, um Blooms Leben mit einer stahlgrauen .45er ein garantiertes Ende zu setzen.
Bernstein studiert seit mehr als 45 Jahren die Torah, um Gott zu gefallen, und er lebt strikt nach den Vorgaben der heiligen Schrift. Gerade ist er fünfzig geworden. Unter seinem Ehebett steht der Koffer bereit für die Reise in die kommende Welt. Aber Bernstein hat über all seinen Vorbereitungen seine Frau vergessen. Als er sich an sie erinnert, ist sie längst weg – mit ihrem eigenen Koffer.
Oder Schlomo: Der steht auf Blondinen aus Hochglanzmagazinen und hat ein schlechtes Gewissen, weil Heimisch, sein Hund, ihm immer vorwurfsvoll zuguckt, wenn er Hand an sich legt. Verzweifelt jagt Schlomo den Hund eines Tages auf die Straße. Die Frau im Auto ist blond, auf ihrem T-Shirt steht PORNOSTAR, und natürlich bremst sie zu spät.
Meine Meinung:
Allein das der Anthologie vorangestellte Zitat Georg Christoph Lichtenbergs: „Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.“, ist Einstimmung auf und Warnung vor seinem Inhalt zugleich. Einstimmung für alle, die organisierte Religion für überschätzt halten und Warnung vor Auslanders Texten für alle, die sich selbst als gläubige Anhänger einer Weltreligion betrachten, obwohl im wesentlichen das Judentum (pars pro toto) im Fadenkreuz des Autors steht. Die Ursachen dafür sind in Shalom Auslanders, als qualvoll erlebten, Vergangenheit als Sohn jüdisch orthodoxer Eltern zu suchen, die der Journalist mit seinen Büchern (jüngst erschien der autobiographische Roman „Eine Vorhaut klagt an: Erinnerungen“) auf nachdenkliche, wie humoristische Art verarbeitet.
Ich jedenfalls konnte (durch eine Lesung im Radio aufmerksam geworden) dem Buch viel abgewinnen. Nicht nur viele, zum Teil neue, Erkenntnisse über streng regelkonforme Religiosität, sondern auch jede Menge Lacher! Überspitzt, bisweilen makaber und garantiert dazu geeignet religiöse Gefühle en masse zu verletzen. All dies aber für diese wichtige Erkenntnis: Niemand hat die Wahrheit gepachtet – überhaupt niemand!
Für diese 14 Kurzgeschichten (von denen ich bei einer nicht sicher bin, ob man von einer Geschichte reden kann ).
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Besitzer des Buches 5
Update: 27. März 2018 um 04:08



