Das Mädchen mit den Teufelsaugen

Buch von Ines Thorn

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Mädchen mit den Teufelsaugen

Sie trägt das Zeichen des Bösen ...Die Frauen erschrecken und bekreuzigen sich, die Männer fliehen, wenn sie Rosamund sehen. Denn sie hat «Teufelsaugen», ein blaues und ein braunes. Ihr einziger Zufluchtsort: die Malerwerkstatt des Vaters. Dort lernt sie schnell, mit Pinseln und Pigmenten zu arbeiten. Doch dann geschieht ein Unglück in der Werkstatt – und alle erinnern sich an das Mädchen, das nur Unheil bringt ...
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Über Ines Thorn

Die Leidenschaft für Bücher wurde der 1964 in Leipzig geborenen Ines Thorn in die Wiege gelegt: Laut eigener Aussage schrieben die meisten Männer in ihrer Familie Romane und so war es nicht verwunderlich, dass sie sich zur Buchhändlerin ausbilden ließ. Mehr zu Ines Thorn

Bewertungen

Das Mädchen mit den Teufelsaugen wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Mädchen mit den Teufelsaugen

    Inhalt (Klappentext)
    Die Frauen erschrecken und bekreuzigen sich, die Männer fliehen, wenn sie Rosamund sehen. "Das Mädchen mit den Teufelsaugen" wird sie genannt.
    Ist es wirklich ein Makel, ein Unglück gar, dass sie ein blaues und ein braunes Auge hat?
    Die Mutter versteckt Rosamund im Haus. Nur bei Dunkelheit darf sie auf die Strasse hinaus. Die Tage verbringt
    Rosamund in der Malerwerkstatt ihres Vaters. Vom Altgesellen Justus lernt sie, wie man Farben anreibt, Pigmente aus Bleiweiss, Pferdeurin oder Blattläusen herstellt. Da geschieht ein Unglück in der Werkstatt, und jeder gibt Rosamund die Schuld daran. Sie soll das Haus verlassen.
    In einem Kloster findet sie Zuflucht, doch ein Feuer zerstört ihre Heimat.
    Rosamund steht vor dem Nichts. Ales alles verloren scheint, ist die Malerei ihre Rettung...
    Eigene Beurteilung
    Die Handlung des Romans spielt um die Mitte des 16.Jahrhunderts in Frankfurt. Rosamund wird als Tochter eines Weißbinders (=Maler und Lackierer) in eine Familie hineingeboren, in der die herrische und verwöhnte Mutter - und später auch die jüngere Schwester Ursel - das Sagen haben, während der gutmütige, schwache Vater unter deren Pantoffel steht. Er bringt kaum den Mut auf, seine Tochter Rosamund, die wegen ihrer zwei verschiedenfarbigen Augen im Verdacht steht, des Teufels zu sein, gegen die Boshaftigkeit von Mutter und Schwester zu verteidigen. Auch den Frankfurter Bürgern ist Rosamund nicht geheuer und alle sind erleichtert, als sie ins Kloster Mariahilf einzieht. Nachdem sie den Brand im Kloster überlebt und eine Weile allein in den Ruinen gelebt hat, wird sie für eine Heilige gehalten und darf nach Frankfurt zurückkehren. Rosamunds Mutter und Schwester versuchen zunächst, aus der Heiligen in ihrer Familie Kapital zu schlagen. Sobald Rosamund aber verheiratet ist und sich damit in die Rolle einer "normalen" Frau begeben hat, beginnen die Eifersüchteleien und Verleumdungen von Neuem. Durch den beruflichen Neid von Ursels Mann Michael, der die väterliche Werkstatt übernommen hat, geraten Rosamund und ihr Mann mehr als einmal in Gefahr.
    Bei diesem Roman handelt es sich um einen unterhaltsamen und schnell lesbaren Historienschmöker, in dessen Mittelpunkt das Leben und Leid einer Frau stehen, die in einer von Religion und Aberglauben geprägten Zeit anders - und damit verdächtig -ist. Es werden zwar einige historische Persönlichkeiten der Zeit erwähnt, sie spielen jedoch weiter keine Rolle. Das Buch dient nicht der Vermittlung geschichtlichen Wissens, sondern ausschließlich der leichten Unterhaltung. Wie bei vielen Romanen dieses Genres ist auch hier bei der Charakterzeichnung der Figuren eine auffällige Schwarz-Weiß-Malerei festzustellen: den bösen, intriganten Personen stehen die guten, unschuldigen Figuren gegenüber. Bei den Szenen in Rosamunds Familie hat die Autorin wohl gewisse Anleihen bei "Aschenputtel" genommen, hier sind es die leibliche Mutter und Schwester, die der Protagonistin das Leben schwer machen. Angenehm unterscheidet das Buch sich allerdings in Bezug auf die Sprache von gängigen historischen Romanen: der Erzählstil ist anschaulich, flüssig und dezent gleichzeitig, vor allem gibt es keine derben Sex-Szenen.
    Interessant ist die Darstellung der (lange auf dem Index stehenden )Werke des Abtes Johannes Trithemius und die Erörterung der daraus folgenden religionsphilosophischen Fragestellungen, davon hätte ich gern ausführlicher gelesen.
    Fazit
    "Das Mädchen mit den Teufelsaugen" ist kein historischer Roman für Leser, die hohe Ansprüche an Wissensvermittlung in Romanform stellen, aber er bietet gute Unterhaltung, ohne je in Geschmacklosigkeiten abzugleiten. Wer Unterhaltung und Entspannung sucht, kann hier unbesorgt zugreifen. (Der halbe Extra-Stern ist Herrn Trithemius zu verdanken .)
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Ausgaben von Das Mädchen mit den Teufelsaugen

Hardcover

Seitenzahl: 384

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 384

Besitzer des Buches 14

Update: