Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

Buch von Leena Lander

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

Eine namenlose Insel in den Schären, irgendwo vor der Küste Finnlands: Hier ist nichts als das Erziehungsheim, in das der junge Juhani geschickt wird. Schnell bekommt er die strengen Regeln des Heimleiters zu spüren. Denn dieser will seinen Zöglingen zeigen, dass das Unmögliche möglich ist, und züchtet zu diesem Zweck und trotz des rauen, kalten Klimas in einem Treibhaus Seidenraupen. Doch dann geschieht ein Mord im Schmetterlingshaus, eine verhängnisvolle Affäre kommt ans Licht, und aus den Raupen schlüpfen keine weißen Falter, sondern schwarze ...
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Bewertungen

Die Insel der schwarzen Schmetterlinge wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 2,6 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

    Ich habe mich anfangs geärgert, dass ich vorab ein paar Rezis gelesen habe. Da waren die Leser nämlich ziemlich beeindruckt von dem Buch und fanden es so toll.
    Bis über die Hälfte des Buches weiß ich noch nicht, warum die so begeistert sind.
    Das Buch wurde 2014 zur Frankfurter Buchmesse, wo Finnland Ehrengast war, neu aufgelegt.
    Bis über die Hälfte des Buches weiß ich noch nicht, wie ich es einordnen kann - als Familiengeschichte? Als Krimi? Bisher kommt mir beides zu kurz.
    Ich kann auch die Sprünge nicht richtig einordnen und die Personen mit den fremd klingenden Namen bzw. die nur "der Mann" und "die Frau" genannt werden.
    Was ich weiß, ist, dass ich in einer Rückblende den Jungen Juhani Johansson kennenlerne. Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter leidet wohl unter Depressionen. Nachdem sie das jüngste Kind ins Wasser fallen ließ und Juhani es wieder rausgeholt hat, kommt er auf eine kleine Insel vor der Küste Finnlands in ein Erziehungsheim für Jungen. Dort ist er anfangs allerlei Schikanen ausgesetzt. Doch er lebt sich mit der Zeit ein.
    Kurz nach einem Besuch seines Vaters, der dem Heimleiter etwas von Seidenraupen erzählt, ereilt Juhani die Nachricht, dass seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Deren Unterlagen und ein bisschen Geld sollte er bekommen, wenn er das Heim mal verlässt...
    Die Frau des Heimerziehers lebt in einer absolut unglücklichen Ehe. Sie fragt sich, ob und wie es sein kann, dass von dieser Ehe nichts mehr vorhanden ist. Der Mann hat zwar Kinder mit ihr in die Welt gesetzt - allerdings nur Mädchen - einen Jungen hat er durch einen Seitensprung.
    Das Paar hat ansonsten nichts gemeinsam. Die Frau möchte unbedingt runter von der Insel, doch ihr Mann will die Arbeit nicht lassen. Und so beginnt sie eine Affäre mit einem der Zöglinge.
    Die sie aber schnell wieder beendet, als sie sich draußen in den Dünen mit ihrem Liebhaber rumtrieb und auf einmal sah, wie eine ihrer Töchter in Richtung Wasser schlafwandelte.
    Und dann überstürzen sich die Dinge und ich will nur noch wissen, wie es weitergeht und rase durch die letzten Seiten, die mich atemlos und wie vor den Kopf geschlagen zurücklassen.
    Fazit: Nach meinem etwas holperigen Einstieg ins Buch bin ich doch jetzt rückblickend ganz begeistert.
    Und das nicht nur von der Handlung. Auch der Schreibstil von Leena Lander gefällt mir sehr gut. Ohne Schnörkel und doch bildreich. Auch die Figuren sind sehr gut gezeichnet und besonders Juhani Johansson ist mir sehr ans Herz gewachsen.
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  • Rezension zu Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

    Klappentext (Quelle Amazon)
    Die Finnin Leena Lander gehört zu den großen literarischen Entdeckungen der letzten Jahre.
    In ihrem Roman "Die Insel der schwarzen Schmetterlinge" erzählt sie von einer kleinen Insel irgendwo vor der finnischen Küste. Auf dem öden Flecken Erde gibt es nichts außer einem Erziehungsheim für Jungen, das der Direktor mit eiserner Hand regiert. Um seinen Zöglingen zu zeigen, dass das Unmögliche möglich ist, versucht er trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse Seidenraupen im Treibhaus zu züchten.
    Doch dann liegt eines Tages eine Tote im Schmetterlingshaus. Und aus den Seidenraupen schlüpfen keine weißen Falter, sondern schwarze...
    Eine mitreißende Geschichte über Angst und Haß, aber auch über den Eigensinn des Lebens und die Kraft der Liebe. Ein kraftvoller Frauenroman vor exotischer Kulisse, der sich einem mitten ins Herz bohrt.
    Wie es mir gefallen hat
    Die Autorin hat in ihrem Roman unterschiedlichste Probleme aufzugreifen versucht - und nichts damit anzufangen gewusst. Alkoholprobleme in einem akademischen Haushalt mit Kindern klingen an, der Versuch, aus den Zöglingen eines Erziehungsheimes trotz fehlender Elternliebe mit Strenge (und einer Seidenraupenzucht) doch noch nützliche Mitglieder der Gesellschaft zu machen, und auch das moralische Fehlverhalten von Autoritätspersonen gegenüber ihren Schützlingen wird thematisiert.
    Diese losen Fäden sollten sich wohl zu einer geheimnisvollen und spannenden Geschichte verknüpfen, geworden ist leider nicht mehr daraus als ein wirres Konstrukt, das mir keine Botschaft zu vermitteln vermochte. Die Protagonisten fand ich allesamt sehr schwach dargestellt, während die Handlung im weiteren Verlauf mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt, und auch bis zum Ende hin keine für mich akzeptablen Lösungen bietet.
    Stilistisch fand ich das Buch nicht ganz so schlecht, und sicher wäre die Autorin in der Lage, bessere Literatur zu schaffen, wenn sie ihre Gedanken in geordneter Reihenfolge zu Papier bringen könnte.
    ... fand ich auch ganz fürchterlich und dazu vollkommen unnötig (fast hätte sie mich dazu gebracht, das Buch noch im letzten Drittel abzubrechen).
    Über den Eigensinn des Lebens und die Kraft der Liebe, wie es im Klappentext so schön heißt, habe ich absolut nichts erfahren, und ich wäre auch nicht auf die Idee gekommen, dass ich es mit einer exotischen Kulisse zu tun habe.
    Ins Herz gebohrt hat sich mir bei dieser Geschichte nichts, außer dem qualvollen Sterben eines armen tauben Katers.
    "Leena Lander hat ihren gelungensten Roman geschrieben!" - teilt die "Helsingin Sanomat" (laut Wikipedia die einflussreichste und auflagenstärkste Tageszeitung Finnlands) auf der Ausgabe meines Taschenbuches den Lesern mit.
    Wenn das schon das Beste war, dann habe ich einen weiteren guten Grund meine Finger von allem zu lassen, was aus der Feder dieser Autorin stammt.
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  • Rezension zu Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

    Klappentext:
    Auf einer kleinen, namenlosen Insel in den Schären irgendwo vor Finnlands Küste: Hier befindet sich nichts als ein Erziehungsheim für Jungen, das der Direktor mit eiserner Hand regiert. Um seinen Zöglingen zu zeigen, dass das Unmögliche möglich ist, versucht er trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse Seidenraupen im Treibhaus zu züchten. Doch dann geschieht ein Mord im "Schmetterlingshaus" und aus den Seidenraupen schlüpofen keine weißen Falter, sondern schwarze.
    Die mitreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Schicksalsgemeinschaft auf einer abgeschiedenen Insel, die von persönlichen Tragödien und moralischen Konflikten erzählt - aber auch vom ungebrochenen Lebenswillen einzelner Menschen und ihrer wachsenden Liebesfähigkeit.
    Meine Meinung:
    Eins gleich vorweg: ich fand das Buch absolut schrecklich. Die trostlose Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht, die seitenlange Beschreibung eines Katers im Todeskampf , die Brutalität der Jungen und die ständige Lüsternheit etlicher Figuren - das alles machte aus dem Buch kein Lesevergnügen.
    Positiv empfand ich lediglich die Charakterisierung einzelner Personen, die sehr in die Tiefe geht. Die Autorin beschreibt sehr schön, wie sich die Hauptfigur entwickelt und warum sie so wurde, wie sie ist, und was letztendlich zu dem Mord an der Magd geführt hat. Auch die Vorgschichte der Hauptfigur sowie ihr weiteres Leben nach dem Aufenthalt auf der Insel werden beleuchtet, oft nur kurz oder in Andeutungen, was aber genügt. Doch erst gegen Schluß schließen sich alle Lücken in der Biographie des Jungen.
    Die Handlung an sich wird in zeitlichen Sprüngen erzählt, beginnt in der Vergangenheit, kommt kurz in die Gegenwart, kehrt in die Vergangenheit zurück, überspringt ein paar Jahre und verweilt dann lange Zeit auf den Ereignissen vor dem Mord. Danach kehrt er in die Gegenwart zurück, mit kleinen gedanklichen Ausflügen in die Zeit nach dem Mord.
    Dieser Mord wird dabei zur Nebensache, er passiert einfach, fast schon nebenbei.
    Fazit:
    Mir gefielen weder Schreibstil noch Stimmung, auch mit der Handlung und den Figuren wurde ich nicht recht warm für gute Charakterisierung und Lebensgeschichten.
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Ausgaben von Die Insel der schwarzen Schmetterlinge

Taschenbuch

Seitenzahl: 288

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 286

E-Book

Seitenzahl: 288

Besitzer des Buches 14

Update:

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