Das Lächeln der Fortuna

Buch von Rebecca Gablé

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Lächeln der Fortuna

Die Geschichte des Robin of Waringham - das erste große Historienepos der 'Königin des historischen Romans' ( Welt am Sonntag) und der Auftakt der Kultserie.
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Serieninfos zu Das Lächeln der Fortuna

Das Lächeln der Fortuna ist der 3. Band der Waringham Saga Reihe. Sie umfasst 7 Teile und startete im Jahr 1997. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2022.

Über Rebecca Gablé

Ingrid Krane-Müschen machte sich unter ihrem Pseudonym Rebecca Gablé einen Namen als Schriftstellerin. Die 1964 in Wickrath in Deutschland geborene Autorin wurde einem größeren Publikum durch ihre historischen Romane bekannt. Mehr zu Rebecca Gablé

Bewertungen

Das Lächeln der Fortuna wurde insgesamt 190 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Ich hätte bis vor ein paar Monaten niemals gedacht, dass ich irgendwann einmal zu historischen Romanen greifen würde. Die doch meist sehr hohe Seitenzahl schreckt mich immer wieder ab. Auch das ist nach wie vor der Grund, weshalb ich mir Outlander von Birgitta Assheuer vorlesen lasse.
    Eigentlich wollte ich das auch bei der Waringham-Saga so handhaben, allerdings gibt es Das Lächeln der Fortuna nur in gekürzter Form, weshalb mir sozusagen nichts anderes übrig blieb, als dieses Buch tatsächlich selbst zu lesen.
    Umso größer war die Überraschung, dass der Schreibstil mir keinerlei Schwierigkeiten machte. Er war und ist lediglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, wenn man selten mit historischen Geschichten zu tun hat, sonst aber recht flüssig.
    Oft fiel mir gar nicht auf, dass ich in einem Rutsch gleich 60, 70 oder auch mal 150 Seiten weggelesen habe. Dadurch hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich ein knapp 1200-Seiten-Buch in der Hand halte.
    Auf nahezu jeder Seite findet eine Handlung statt, die die Geschichte auch vorantreibt. Die Autorin hält sich zudem auch nicht mit ewigen Be- und Umschreibungen auf, obwohl dennoch stellenweise Längen vorhanden sind, die man hätte vermeiden können. Allerdings ist das eher selten der Fall.
    Anfangs war ich von dieser Geschichte wirklich begeistert und ich freue mich auch schon sehr auf die nachfolgenden Teile, die ich gemeinsam mit einem guten Bekannten lesen werde.
    Allerdings sammelten sich mit der Zeit Punkte an, die die Begeisterung verringerten - die ich hier einmal aufführen möchte.
    Kapitel gibt es keine, lediglich nur Absätze und Zeitsprünge, die mehrere Jahre umfassen, wodurch man Robins und das Alter der anderen Figuren leicht aus den Augen verliert.
    Rebecca Gablé nutzt des Öfteren die gleichen Namen, wodurch man vor allem zum Ende hin vielleicht ein wenig den Überblick verliert. So wie es bei den Namen wenig Spielraum gibt, nutzt Gablé bestimmte Vokabeln, die sich auffällig oft wiederholen.
    So ausführlich die Autorin auch schreiben kann, gibt es trotzdem zwei, drei Stellen, an denen die Handlung derart verkürzt ist bzw. sprunghaft beschrieben wird, dass man beim Lesen das Gefühl hat, wichtige Informationen verpasst zu haben. Informationen, die auch tatsächlich gar nicht vorhanden sind. Was einen - jedenfalls mich - sehr irritieren kann.
    Meiner Meinung nach passte Robin nicht wirklich in diese Zeit, da er in vielen Dingen und Situationen eine zu tolerante Ansicht hat. Aber davon muss sich jeder Leser ein eigenes Bild machen.
    Abgesehen davon aber eine gelungene und vor allem unterhaltsame Geschichte!
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  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Das Lächeln der Fortuna ist ein sehr gutes Buch. Obwohl es umfangreich ist, gibt es keinerlei Längen und keine Stelle, an der ich das Gefühl hatte, dass die Autorin versucht, Lücken in der Handlung zu stopfen. Und trotz der komplexen Geschichte kann man das Buch problemlos (und auch relativ rasch) lesen. Der Schreibstil ist sehr gut und scheint, vor allem in der Wortwahl, an die damalige Zeit angepasst zu sein; die Beschreibungen sind sehr detailliert, aber die Handlung ist dennoch fast durchgängig spannend. Ich wollte immer wissen, wie es den Charakteren - die mir doch sehr ans Herz gewachsen sind - weiterhin ergehen würde.
    Die Figuren selbst sind ein bisschen schwarz/weiß gezeichnet, aber dennoch gut ausgearbeitet. Robin of Waringham, der Protagonist, war mir sehr sympathisch. Er hat durchaus Ecken und Kanten und macht Fehler, aber er ist ein guter Mann mit Prinzipien. Mich hat nur ein wenig gestört, wie gut und mitfühlend er dargestellt wurde... er schien so gut wie immer recht zu haben oder zumindest gegen jedes Unrecht vorgehen zu wollen. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der meinen Lesespaß nicht wirklich getrübt hat.
    Nebenfiguren gibt es sehr viele, aber mir ist es dennoch leicht gefallen, einen Überblick über die wichtigsten Charaktere zu behalten, ohne im Personenverzeichnis nachzuschauen. Das liegt vermutlich zumindest teilweise daran, dass ich einmal ein Seminar zur Peasants' Revolt (die in diesem Buch auch kurz angeschnitten wird) belegt habe und viele der historischen Persönlichkeiten, mit denen Gablé arbeitet, in irgendeiner Form daran beteiligt waren.
    Gerade dies war für mich interessant - das Buch hat mir quasi einen anderen Blickwinkel auf Ereignisse, mit denen ich mich bereits recht ausgiebig beschäftigt hatte, gegeben. Da ich vielen der 'realen Menschen' nur im Zusammenhang mit dem Bauernaufstand begegnet war, war ich bisher hauptsächlich mit Bildern konfrontiert worden, die die Autorin in ihrem Buch auf den Kopf gestellt hat. So war mir gerade John of Gaunt, der von den Aufständischen verachtet und sehr negativ dargestellt wurde, sehr sympathisch. Er wird nicht als perfekt dargestellt oder romantisiert, aber gerade dadurch ist er ein sehr faszinierender Charakter und Gablé hat mich definitiv dazu angeregt, mich weiter mit seinem Leben und allgemein der damaligen Zeit zu beschäftigen. Positiv zu erwähnen ist auch, dass die Autorin das Haus Waringham so geschickt in die realen Ereignisse eingearbeitet hat, dass man wirklich glauben könnte, dass es sie gab und dass sie eine wichtige Rolle gespielt haben.
    Man merkt, wie gut Rebecca Gablé recherchiert hat. Meiner Meinung nach hat sie das England des 14. Jahrhunderts sehr gut und realistisch dargestellt und man erfährt viel über das Leben der Zeit, Probleme wie die Pest oder auch die Umstände der Bauernunruhen und die verschiedenen politischen Verstrickungen und genealogischen Verbindungen. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin verschiedene Blickwinkel bietet. Ihr Protagonist Robin hat zwar seine Meinungen, von denen er nicht wirklich abweicht, aber sie führt immer wieder Nebenfiguren ein, die ihm widersprechen und so alternative Meinungen präsentieren.
    Insgesamt kann ich (abgesehen von der etwas zu klaren Einteilung der Figuren in gut und böse) eigentlich nichts kritisieren; Das Lächeln der Fortuna bietet eine spannende und komplexe, trotz der Länge keinesfalls langatmige Geschichte, gut ausgearbeitete Figuren und eine Fülle an historischen Fakten, die gut mit den fiktiven Ereignissen verknüpft wurden. Ich kann das Buch sehr empfehlen.
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  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Die Geschichte beginnt in England im Jahr 1360. Der zwölfjährige Robert of Waringham, genannt Robin, erfährt vom Abt seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates hingerichtet wurde. Nun ohne Rechte, Besitz und Titel, reißt Robin aus und findet schließlich Arbeit als einfacher Stallbursche auf dem Gestüt von Waringham. Die Pferdezucht hatte seine Familie begonnen und er hat eine ganz besondere Gabe, mit störrischen Tieren umzugehen. Mit der Zeit wird Conrad, der Verwalter des Gestüts, eine Art Vaterersatz für ihn. Und einer der anderen Stallknechte, Isaac, wird sein bester Freund und diese Freundschaft hält ihr Leben lang. Aber es gibt auch jede Menge Probleme, denn Mortimer, der Sohn des neu ernannten Earl of Waringham, ist ein besonderes Ekel und schikaniert Robin wo er nur kann.
    Im Laufe der Jahre führt das Schicksal Robin nach London und vom Knappen wird er schließlich zum Ritter und trifft auf König Edward III. sowie seine Söhne Edward, genannt "Der Schwarze Prinz" und John of Gaunt, den Duke of Lancaster. An der Seite des charismatischen Lancaster erlebt er blutige Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe und Intrigen. Trotz aller Machenschaften in der Welt des Adels und am Königshof bemüht er sich immer, sein aufrechtes und loyales Wesen beizubehalten, zum Schutz seiner Familie, Freunde und zum Wohle Englands. Aber Mortimer hat nichts vergessen und schließlich stehen sich die beiden Todfeinde wieder gegenüber...
    Mehr will ich nicht verraten, aber ihr könnt euch vorstellen, dass auf fast 1300 Seiten so einiges passiert. Und Rebecca Gablé gelingt es durch Überraschungen und Wendungen immer wieder die Spannung aufrecht zu erhalten. Ich finde hier die Mischung aus historischen und erfundenen Ereignissen sehr gelungen. Ebenso die Verknüpfung von realen und fiktiven Charakteren. Lancaster hat sicher einen Berater gehabt und warum soll es nicht jemand wie Robin of Waringham gewesen sein?
    Robin war mir von Anfang an sympathisch. Trotz der bösen Gerüchte über seinen Vater ist er stolz auf ihn und seinen Titel und verliert nie aus den Augen, sich diesen irgendwann zurückzuholen. Auch John of Gaunt, der Duke of Lancaster, mochte ich sehr. Er bewies großes Geschick, die politischen Tretminen zu umgehen und hat manches auf sich genommen zum Wohle seines Landes und seines Sohnes Henry, in der Hoffnung, dass dieser eines Tages die Krone Englands tragen würde und der zu junge, unfähige König Richard abgesetzt würde.
    Keine Figur im Roman bleibt blass. Neben Robin und Lancaster mochte ich Agnes, Conrad, Isaac, Leofric, Anne, Elinor, Blanche und jungen Henry of Lancaster. Zum Ende dann erhielt die jüngere Generation etwas mehr Raum und Raymond und der junge Mortimer werden sicher in den weiteren Teilen der Reihe einige Abenteuer bestehen.
    Die Geschichte hat alles, was ein guter historischer Roman braucht: eine spannende, gut erzählte Geschichte, interessante Charaktere und die richtige Dosis Herz und Humor. Nur ein paar Sätze und man taucht ein in die Welt der Rittergeschichten von König Artus und den Rittern der Tafelrunde. Und doch bietet das Buch so viel mehr.
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  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Robin von Waringham - seinen Weg von dem zwölfjährigen Pferdeknecht zu einem ehrenhaften Ritter. Und das tut es in einer Form, die wohl auch den kritischsten Leser historischer Romane begeistern wird - bei mir zumindest hat es das geschafft und ist damit in den Olymp meiner absoluten Lieblingsbücher aufgestiegen.
    Schon gleich von Beginn an lernt man Robin kennen und begleitet ihn und seine Lieben von da an auf ihren verschlungenen und zum Teil extrem gefährlichen Leben. Der Roman erzählt die Geschichte von runden 40 Jahren, in denen Robin mal ober- und mal unterhalb von Fortunas Glücksrad sitzt und dennoch in seinen Grundsätzen niemals erschüttert wird. Die große Stärke dieses Buches ist es, realhistorische Personen und fiktive Charaktere so in der Handlung zu verbinden, dass man den Eindruck hat, auch die fiktiven Figuren gehörten damals wirklich dazu und haben die politischen Entwicklungen im England des Mittelalters maßgeblich mitgestaltet. Von den real existenten Personen sind natürlich die der Königsfamilie und deren Abkömmlinge besonders relevant. Das Haus Lancaster spielt eine wichtige Rolle, und der Leser ist bei allen prägnanten Ereignissen dieser Familie anwesend. Generell erfährt man unglaublich viel über die englische Geschichte, über das Rittertum an sich mit all seinen bindenen Treueschwüren, der komplexen Hochzeitspolitik und den zum Teil lebensgefährlichen Intrigen bei Hofe. Sehr interessant, lehrreich und unterhaltsam sind auch die Referenzen auf mittelalterliche Sagentraditionen, die zwar meistens nur angerissen werden, mir aber trotzdem immer ein freudiges Lächeln entlockt haben.
    Eine weitere Besonderheit des Romans sind die ausgearbeiteten Charaktere. In verschiedenen anderen Rezensionen habe ich immer wieder von schwarz/weiß-Malerei bei der Gestaltung der Figuren gelesen, kann mich dieser Kritik aber nicht anschließen - und das, obwohl ich in der Beziehung ebenfalls sehr empfindlich und äußerst kritisch bin. Natürlich sind die Rollen des Protagonisten Robin und seines Gegenspielers Mortimer klar verteilt und Robin ist eindeutig der Gute in dieser Konstellation. Aber er ist durchaus nicht als erhabener, besonnener Moralapostel dargestellt, dem alles gelingt; er hat eine ziemlich große Klappe und eine scharfe Zunge, die er oftmals nicht in Zaum halten kann und dadurch sich und andere in große Schwierigkeiten bringt. Und auch Mortimer ist nicht bloß auf die Rolle des despotischen Tyrannen zu reduzieren, sondern hat durchaus auch eine angreifbare, menschliche Seite. Die versteckt er halt nur gut.
    Und auch die übrigen Figuren sind so ausgearbeitet, dass sie über eine bloße Funktionserfüllung weit hinausgehen, in ihrem Verhalten oder zumindest ihren Gedanken durchaus wanken und auf jeden Fall Ecken, Kanten und Fehler haben, die sie auszeichnen.
    Insgesamt habe ich mich in Waringham sehr heimisch gefühlt und mich bei diesem gut 1000-Seiten schweren Wälzer wirklich sehr an die Figuren gewöhnt. Das Lesestündchen jeden Abend war immer ein bisschen wie nach Hause kommen, weil man viele Figuren von Geburt an begleitet und ihre Entwicklungen beobachten kann. Deshalb war ich auch ein bisschen traurig, als das Buch dann doch irgendwann dem Ende zuging. Einen so gut recherchierten historischen Roman habe ich lange nicht mehr gelesen und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzungen. und ein von mir!
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  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Kaum zu glauben, dass es so lange gedauert hat, bis ich auch zu diesem Schmöker gegriffen habe, aber nun kann ich endlich mitreden.
    Gut gefallen hat mir Gablés Fähigkeit, Figuren mit wenigen Sätzen vor dem inneren Auge auferstehen zu lassen. Verwechslungen und Verwirrungen kamen erst im letzten Drittel vor, als die Menge der Charaktere schier unüberschaubar wurde. Da hätte ich mir wie @Petra Lustig entweder mehr Namen im Namensverzeichnis oder weitere Stammbäume gewünscht. Mich hat es übrigens überhaupt nicht gestört, dass Robin so ein Gutmensch ist, wobei ich einige seiner Verhaltensweisen durchaus bemängeln würde. Dafür habe ich mich ein paar Mal gefragt, ob ein Mensch damals tatsächlich derart fortschrittlich denken konnte, aber warum eigentlich nicht? Widerlegen kann man es ja nicht und es ist durchaus vorstellbar, dass nicht alle Adeligen nur darauf aus waren, Bauern auszubeuten.
    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch ließ sich zügig lesen. Dennoch empfand ich es ab und zu als langatmig, vor allem, wenn es hauptsächlich um Politik ging (im letzten Drittel oft der Fall). Deswegen haben mir die ersten zwei Drittel besser gefallen. Entweder interessieren mich die historischen Ereignisse in dieser Zeit nicht so sehr oder ich habe den richtigen Zugang noch nicht gefunden. Sehr gut hat mir der Rest gefallen: Vom Leben auf dem Gestüt über die Organisation eines Lehens bis zum Verbleib im Kerker - Gablé vermittelt historisches Wissen mühelos.
    Zuerst habe ich dem Roman vier Sterne geben wollen, aber ich möchte Gablés großartige Leistung noch besser würdigen und vergebe deshalb einen halben Stern mehr. Nach ihren Romanen werde ich künftig Ausschau halten.
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  • Rezension zu Das Lächeln der Fortuna

    Ich bin eigentlich kein Fan von historischen Romanen und nachdem Ken Follett mich mit "Fall of Giants" so gar nicht begeistern konnte, hatte ich mir auch vorgenommen, nie wieder einen historischen Roman anzurühren . Dann habe ich in der Bibliothek "Das Lächeln der Fortuna" gesehen und ich erinnerte mich, dass diese Autorin doch ganz schön oft positiv im BT erwähnt wird. Ich bin erst einmal weitergegangen und bin dann doch noch einmal umgekehrt um das Buch mitzunehmen. Beim persönlichen Losentscheid über das nächste zu lesende Buch gewann dann ausgerechnet der 1200-Seiten-Schmöker .
    Aber was soll ich sagen? Es hat sich sehr gelohnt - Rebecca Gablé versöhnt mich wieder mit dem historischen Roman und ich kann mir durchaus vorstellen, einige mehr zu lesen (auf jeden Fall die Fortsetzung). Zum Inhalt will auch ich nicht viel sagen und auch nicht darüber, ob der historische Hintergrund gut recherchiert ist oder nicht, denn das kann ich wirklich nicht einschätzen. Hier glaube ich einfach einmal den fundierten Kenntnissen anderer Leser/innen des BT.
    Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht - eigentlich war ich von Beginn an begeistert. Vom Schreibstil, von den Charakteren - es liest sich sofort wie eine Abenteuergeschichte und eine sehr detaillierte "Coming-of-Age"-Handlung. Der Hauptprotagonist war sofort interessant und sympathisch, die historischen Handlungen stehen erst einmal im Hintergrund. Schon früh kristallisiert sich der "böse Bube" des Romans heraus - aber einen bösen Buben benötigt so eine Geschichte einfach. Auch die vielen Nebencharaktere waren sehr gut herausgearbeitet und ich habe mit einigen von ihnen gefiebert und gelitten (z.B. Leofric, Isaac, Agnes, M2).
    Ich fand, dass die Autorin die Geschichte von Robin und der tatsächlichen englischen Geschichte sehr gut verwoben hat. Immer wieder musste ich im Personenverzeichnis nachschauen, ob diese oder jene Person tatsächlich historisch oder nur erfunden war. Ich hatte jedenfalls häufig das Gefühl, dass Robin tatsächlich "dazu" gehört hat.
    Allerdings beginnt hier mein erster Einwand: Robin wirkte häufig sehr fortschrittlich - bisweilen zu übertrieben fortschrittlich.
    Außerdem stimme ich etwas in die Schwarz-Weiß-Diskussion ein. Dass ein Schurke richtig schurkig sein muss ist klar . Aber der Hauptprotagonist war mir doch manchmal zu weiß.
    Zum Ende hin hat mich leider auch die Zahl der Personen etwas verwirrt. Immer mehr Nachkommen, die ich kaum noch in Verbindung mit den Vorfahren bringen konnte und die im Personenverzeichnis fehlten (betrifft einige Nebencharaktere). Hier hätte ich mir doch öfter mal einen Nebensatz mehr gewünscht.
    Nichtsdestotrotz habe ich die Geschichte des Robin of Waringham mit viel Begeisterung gelesen und war immer gespannt, wie es weitergeht. Die Geschichte war sehr abwechslungsreich und immer wieder voller Überraschungen. Vom historischen Hintergrund wusste ich zum Glück sehr wenig ( ), denn so konnte mich die ein oder andere Wendung doch überraschen. (Was eigentlich mein größtes Problem mir historischen Romanen ist: eigentlich weiß man doch, was am Ende passieren wird ...). Von mir gibt es 4,5 Sterne:
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Ausgaben von Das Lächeln der Fortuna

Taschenbuch

Seitenzahl: 1200

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 1024

E-Book

Seitenzahl: 1025

Hörbuch

Laufzeit: 00:12:28h

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