Retrum

Buch von Francesc Miralles

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Zusammenfassung

Serieninfos zu Retrum

Retrum ist der 1. Band der Retrum Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2011. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2011.

Bewertungen

Retrum wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Retrum

    Retrum - Francesc Miralles
    Christians Zwillingsbruder Julián ist bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Dass Christian diesen Unfall verschuldet hat, belastet den Jungen stark. Die Familie bricht auseinander und Christian zieht sich immer weiter zurück. Er wird zum Außenseiter, für den die Trauer um den Bruder und die damit verbundenen Selbstvorwürfe allgegenwärtig sind. Seine Gedanken kreisen oft darum, dass es besser wäre, wenn er selbst nicht mehr leben würde oder gleich an Stelle seines Bruders gestorben wäre. Christian kapselt sich ab und verbietet sich alles, was auch nur im Entferntesten mit Spaß und Freude in Verbindung gebracht werden kann.
    Als er auf dem örtlichen Friedhof umherstreift, trifft er auf drei dunkel gekleidete Gestalten, die durch ihre blass geschminkten Gesichter sofort seine Aufmerksamkeit wecken. Alexia, Lorena und Robert übernachten oft auf Friedhöfen, um mit den Verstorbenen in Kontakt zu treten. Sie nennen sich "Retrum" und faszinieren Christian mit ihren Erzählungen. Besonders angetan hat es ihm die schöne und rätselhafte Alexia. Christian sucht die Nähe von "Retrum". Ein gefährliches Spiel mit dem Tod beginnt....
    Durch den schwarzen Buchschnitt und das dunkle Coverbild macht das Buch einen sehr düsteren Eindruck. Auch im Innern setzt sich dieser Eindruck fort, denn es wirkt so, als wäre die Farbe des schwarzen Buchschnitts verschmiert, da sich an den Rändern der einzelnen Seiten schwarze Farbreste befinden. Die Erzählung ist in fünf Hauptteile gegliedert, die nochmals in einzelne Kapitel unterteilt sind. Am Anfang der Hautpteile befindet sich eine schwarze Zeichnung, die den düsteren Eindruck des Buchs noch verstärkt. Die einzelnen Kapitel tragen Überschriften und meist findet man dort noch zum Abschnitt passende Zitate. Der Jugenthriller ist also ziemlich aufwendig gestaltet. Diese Gestaltung liefert den perfekten Hintergrund für die düstere Geschichte, die der Hauptprotagonist Christian zu erzählen hat.
    Christian schildert das Geschehen in der Ich-Form, sodass man quasi in seine Haut schlüpft. Man kann dabei seine Schuldgefühle und die Trauer um den verstorbenen Zwillingsbruder hautnah nachempfinden. Es gelingt dem Autor hervorragend eine schwermütige und düstere Atmosphäre zu erschaffen und diese glaubhaft zu vermitteln. Das passt zwar sehr gut zur Erzählung, doch der Einstieg in die Handlung fällt dadurch nicht ganz leicht, da man einen Moment braucht, um sich an die düstere Grundstimmung zu gewöhnen. Danach fällt es allerdings schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar und die kurzen Kapitel verführen zum Weiterlesen.
    Gemeinsam mit Christian lernt man Alexia, Lorena und Robert kennen und lässt sich in die Geheimnisse und Besonderheiten von "Retrum" einführen. Die drei Charaktere wirken allerdings nicht greifbar. Sie bleiben auf Distanz und es fällt schwer, sich mit ihnen und ihrer Art zu identifizieren. Das mag aber vielleicht Lesern der jugendlichen Zielgruppe ganz anders ergehen. Den Gegenpart zu diesem düsteren Trio bildet Christians Mitschülerin Alba. Im direkten Vergleich wirkt Alba geradezu wohltuend sonnig und normal. Sie schwärmt schon lange für Christian, ahnt allerdings nicht, dass der sich in die rätselhafte Alexia verliebt hat. Neben all den düsteren Aspekten des Romans, kommt also auch die Liebe nicht zu kurz. Dennoch braucht man keine hochromantischen Verwicklungen zu befürchten. Man bekommt zwar einen Eindruck von dem Zwiespalt, in dem Christian steckt, da er beide Mädchen mag, doch zu einem schwülstigen Liebesroman verwandelt sich die Geschichte nicht. Deshalb dürfte sie sicher männliche und weibliche Leser gleichermaßen ansprechen.
    Zu Beginn der Handlung sucht man die Spannung leider vergeblich. Die Erzählung plätschert eher gemächlich vor sich hin. Ab dem zweiten Drittel ändert sich dieser Eindruck dann komplett. Die Handlung nimmt deutlich an Fahrt auf und man kann sich nicht mehr sicher sein, wer welches Ziel verfolgt und wem man in diesem Buch vertrauen kann. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint und nebelige Friedhofsszenen sorgen für Gänsehautfeeling. Am relativ abrupten Ende ergeben die verschiedenen Handlungsfäden ein Muster, das man kaum erahnen kann. Einige Fragen bleiben offen, es bleibt abzuwarten, ob sie in einer Fortsetzung beantwortet werden.
    Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dieses Jugendbuchs gut unterhalten. Leider nicht mehr - aber auch nicht weniger. Es kam durchaus zu spannenden Szenen, doch für meinen Geschmack kamen diese deutlich zu kurz. Das Ende konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen, da es sehr abrupt und schnell kam und auf mich außerdem nicht besonders glaubwürdig wirkte. Die düstere und unheimliche Atmosphäre fand ich allerdings sehr gelungen und die Aufmachung des Buchs einfach perfekt.
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Retrum

    Durch den Tod seines Zwillingsbruders ist Christians Leben etwas aus der Bahn geraten. Er wird zum Einzelgänger, zieht sich in seine Welt zurück und verbringt immer mehr Zeit auf Friedhöfen. Dort lernt er Alexia, Robert und Lorena kennen, die sich "Retrum" nennen und sich ebenfalls gerne auf Friedhöfen aufhalten. Christian schließt sich dieser Gruppe an ohne die wahre Bedeutung von Retrum und die damit verbundene Gefahr zu kennen.
    Obwohl ich mich auf das Hörbuch aus dem Bereich Jugendthriller gefreut hatte, konnte ich mich gar nicht damit anfreunden. Der Einstieg gelingt sehr einfach, was sicherlich auch am Sprecher liegt, zu dem ich gleich noch ein oder zwei Wörter verlieren möchte, aber es ist der Einstieg zu einer großen Langeweile. In dem Hörbuch passiert fast gar nichts. Die erste CD habe ich komplett nur als Einführung aufgefasst, ohne jegliche Handlung und auch danach geht es nur schleppend voran. Den Thrill aus Jugend"thrill"er sucht man vergebens. Selbst als die Story inhaltlich hätte spannend werden können, setzt es der Autor einfach nicht entsprechend um. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist zum Teil sehr melancholisch, versucht vergebens düster zu sein und bietet keine ausgearbeiteten Charaktere. Alle bleiben etwas unscheinbar und handeln zwischendurch nicht nachvollziehbar. Für mich gab es in dem Hörbuch eine einzige Überraschung, alles andere war vorhersehbar, und das Ende des Romans mit der präsentierten Auflösung halte ich für unrealistisch, denn die Erklärung dazu ist etwas, was zumindest der Polizei, die vorher eine Rolle gespielt hat, auf jeden Fall aufgefallen wäre. Aber sie tappt im Dunkeln bzw. verschwindet auch recht schnell wieder von der Bildfläche und alle anderen spielen das Spiel scheinbar mit.
    Die einzigen Aspekte, die mich bei diesem Hörbuch überzeugen konnten, waren die Herleitung des Wortes "Retrum" und Robert Köhler, der das Hörbuch gesprochen hat. Er hat die ruhige Art des Romans gut präsentiert, besitzt eine angenehme Stimme, versteht es das Melancholische umzusetzen und gibt sein Bestes, um dem Roman etwas Düsteres oder Spannendes zu verleihen. Ich würde jedenfalls gerne wieder etwas von ihm hören, am liebsten ein Hörbuch, das nicht so eintönig ist und bei dem er aus diesem ruhigen Gefilde ausbrechen kann. Es wäre jedenfalls interessant zu wissen, wie er einen lebhaften Roman sprechen würde.
    Hörprobe
    Leseprobe
    Fazit: Retrum ist für mich leider eine große, langweilige Enttäuschung gewesen. 2/5 Sterne.
    Audio CD: 3 CDs - 234 Minuten Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 17 Jahre
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Ausgaben von Retrum

Taschenbuch

Seitenzahl: 368

Hörbuch

Laufzeit: 00:03:54h

Besitzer des Buches 27

Update:

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