Die Elenden von Lódz

Buch von Steve Sem-Sandberg

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Elenden von Lódz

»Die Elenden von Lódz« ist ein einzig artiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal. »Wie ein Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt.« Ilija Trojanow Steve Sem-Sandberg wurde für die »Die Elenden von Lódz« mit dem schwedischen »August-Priset« ausgezeichnet , der dem Deutschen Buchpreis entspricht.
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Elenden von Lódz

    Inhalt:
    Pragmatiker oder Monster?
    In seinem Roman über das jüdische Getto in Łódź stellt Steve Sem- Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung, dem Moment, in dem die Anpassung unerträglich wird. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski.
    »Die Elenden von Łódź« ist ein einzig artiger Roman mit vielen Stimmen. Er porträtiert neben der zentralen Figur Rumkowskis das Leben zahlreicher Gettobewohner und gibt ihnen so einen Namen und ein Schicksal.
    »Wie ein Historiker beschwört Steve Sem-Sandberg die Vergangenheit herauf, wie ein Romancier erhöht er Geschichte ins Allgemeingültige – ein dokumentarischer Roman, der auf grandiose Weise die Stärken dieses Genres aufzeigt.«
    Ilija Trojanow
    Steve Sem-Sandberg wurde für die »Die Elenden von Łódź« mit dem schwedischen »August-Priset« ausgezeichnet , der dem Deutschen Buchpreis entspricht.
    (Quelle: Verlagsseite)
    Der Autor:
    Steve Sem-Sandberg, geboren 1958, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für »Die Elenden von Lódz« hat er den schwedischen »August-Priset« verliehen bekommen. Steve Sem-Sandberg lebt in Stockholm. (Quelle: Verlagsseite)
    Originaltitel: De fattiga i Łódź
    Aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek
    Meine Meinung:
    Erzählt wird in diesem dokumentarischen Roman das Leben der Juden in dem Getto von Lodz in den Jahren 1940-1945.
    Zentrale Figur ist dabei der "Älteste der Juden" Mordechai Chaim Rumkowski. Aber nicht nur Rumkowskis Geschichte wird beleuchtet; auch andere Gettobewohner werden porträtiert.
    Rumkowski war eine kontroverse Persönlichkeit. Mit strenger Hand leitete er das Getto; er wollte beweisen, dass die Gettobewohner unentbehrlich sind und wollte sie so vor der Deportation retten.
    Einerseits rettete Rumkowski Kinder, indem er ihnen Arbeit gab, andererseits opferte er Kranke und Alte, sowie die unter Zehnjährigen, als er eine Deportationsliste vorlegen musste.
    „Ich muss die Glieder amputieren, um den Körper zu retten! Ich bin wie ein Räuber zu euch gekommen, um euch das zu nehmen, was euch am meisten am Herzen liegt." so in einer seiner Reden. Rumkowski machte sich zum Handlanger der Nazis; seine Rechnung, die Menschen durch Arbeit zu retten, ging nicht auf.
    Wie wichtig die Produktivität auch war, das Damoklesschwert des Todes durch Deportation, Hunger, Überarbeitung hing ständig über den Gettobewohnern.
    Die ihnen zur Verfügung gestellten Lebensmittel waren teilweise schon verdorben, die Suppe dünn. Informationsquellen wie Radios waren untersagt, dennoch existierten welche, die aber gut versteckt waren.
    Steve Sem-Sandbergs Roman "Die Elenden von Lodz" lehnt sich an die Getto-Chronik an und wurde 2009 mit dem August-Preis, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis ausgezeichnet.
    Am Ende des Romans befinden sich ein Anhang, ein Personenverzeichnis, Verzeichnis einiger Orte und Straßen des Gettos, Glossar und Informationen zum Buch und zum Autoren, sowie ein Nachwort des Autoren.
    Hier noch ein interessanter Artikel und ein Interview
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Ausgaben von Die Elenden von Lódz

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 651

E-Book

Seitenzahl: 632

Taschenbuch

Seitenzahl: 656

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