Schwarzer Schmetterling

Buch von Bernard Minier

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Schwarzer Schmetterling

Eisiger Winter in den französischen Pyrenäen. Ein abgeschiedenes Dorf. Eine geschlossene Anstalt. Ein hochintelligenter Psychopath mit einem teuflischen Plan. In 2000 Meter Höhe machen Arbeiter eine verstörende Entdeckung: ein grauenvoll inszenierter Tierkadaver auf schnee- und blutbedeckten Felsen. Das Werk eines Wahnsinnigen? Am Tatort werden Spuren eines gefährlichen Serienmörders gefunden, doch dieser sitzt seit Jahren im hermetisch abgeriegelten Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Anstalt. Während Commandant Servaz und die junge Anstaltspsychologin Diane Berg verzweifelt versuchen, das Rätsel zu lösen, wird der kleine französische Ort Saint-Martin von einer kaltblütig inszenierten Mordserie erschüttert …
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Serieninfos zu Schwarzer Schmetterling

Schwarzer Schmetterling ist der 1. Band der Commandant Martin Servaz Reihe. Sie umfasst 7 Teile und startete im Jahr 2011. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Bewertungen

Schwarzer Schmetterling wurde insgesamt 45 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Schwarzer Schmetterling

    Auf S. 12 (es geht um die Auffindung des Pferdes) steht: "Es glich einem riesigen schwarzen Schmetterling, einem düsteren, unheilbringenden Schmetterling, der sich scharf gegen den weißen Hintergrund aus Schnee und Wolken abhob."
    Finde ich auch ein bisschen wenig, um für den Titel zu stehen, "Glacé" trifft es einfach besser.
    Die einzig spannenden Krimis der letzten Jahre, die sich vom Einheitsbrei abhoben, war für mich die Sebastian-Bergmann-Reihe von Hjorth & Rosenfeldt. Bis ich auf dieses Buch traf.
    Da ist vor allem der Ermittler Servaz, der, wie @Kapo schon oben schrieb, ein Mensch mit Ecken und Kanten ist, etwas intelligenter als die meisten anderen Leute, aber dennoch nicht vor Irrtümern gefeit, geschieden und Vater einer halbwüchsigen Tochter, um die er sich Sorgen macht.
    Als Leser steht man ebenso ratlos vor den Verbrechen wie die Ermittler, denn das Besondere daran ist: Egal wie man den Fall dreht und wendet und wen man für den Mörder hält, ein Puzzlestein liegt immer falsch und kann nicht einsortiert werden. Normalerweise rate ich bei Krimis gerne mit (und ärgere mich, wenn ich Recht hatte), aber das Rätsel dieser Morde war zu hoch für mich.
    Die Passagen, in denen Minier den Winter in den Pyrenäen beschreibt, immer wieder neue Nebel und Schneefälle aufziehen lässt und glatte Straßen mit Rutschgefahr dort einbaut, wo sie hinein passen, habe ich nicht als langweilige Abschnitte empfunden, sondern als Stellen, in denen ich Luft holen konnte, ehe es wieder unerträglich fesselnd wurde.
    Den zweiten Band werde ich beim nächsten Büchereibesuch ins Wunschbuch schreiben, auf den dritten, der im August erscheint, freue ich mich.
    Ein besonderer Gruß an @€nigma: Ich weiß, dass französische Bücher nicht zu Deinen Favoriten zählen, aber hier solltest Du Dich überwinden, sonst entgeht Dir ein wirklich spannender Krimi. - Wenn Du es aushältst, dass zwischendurch immer wieder die französische Pyrenäenlandschaft im Winter beschrieben wird. - Vielleicht findest Du das Buch in Deiner gut sortierten Bücherei.
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  • Rezension zu Schwarzer Schmetterling

    Inhalt in meinen Worten
    Die an sich malerische Region in den französischen Pyrenäen ist fest in den Krallen eines eisigen Winters. Vor dieser ungemütlichen Kulisse finden eine Reihe skurriler Verbrechen statt. Die Serie beginnt mit einem Pferd, dessen Kadaver an einen Seilbahnmast gehängt wird. Danach findet man die Leiche des Dorfapothekers mit einem schwarzen Regencapes drapiert wie ein schwarzer Schmetterling. Bei jeder Leiche findet man die DNA eines brutalen Serienkillers, der in einem Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Klinik für Schwerverbrecher im nahen Gebirge untergebracht ist. Wie kann er die Morde verübt haben?
    Meine Leseerfahrung
    Der Prolog führt einem direkt mitten in die Geschichte. Eine Gruppe Arbeiter eines Kraftwerks muss mit der Seilbahn auf die Bergstation fahren und findet dort ein totes Pferd, das in den Seilen hängt. Diese unwirkliche Szene brannte sich so richtig in meinem inneren Auge ein. Die düstere Stimmung, die dadurch heraufbeschworen wird, bleibt das ganze Buch hinweg bestehen. Die Beweislage deutet darauf hin, dass der Schwerverbrecher Hirtmann zumindest etwas mit den Morden zu tun hat. Er ist in einer Spezialklinik untergebracht, wo die junge Psychologin Diane Berg ein praktisches Jahr absolvieren möchte. Die Gespräche, die sie mit Hirtmann führt erinnern einem sehr an das Schweigen der Lämmer, vielleicht etwas zu sehr. Auch die Polizei muss sich mit Hirtmann unterhalten, was dem Klinikleiter, aber auch gewissen oberen Instanzen nicht wirklich behagt. Die Ermittler Martin Servaz, Irène Ziegler und Vincent Espérendieu sind sehr glaubhaft charakterisiert und anschaulich beschrieben. Ihr Privatleben ist eher nonkonformistisch, was sie sehr sympathisch erscheinen lässt. Die anderen Mitglieder der Gendarmerie sind mir etwas fremd geblieben, sie haben aber auch keine wichtigere Rolle gespielt.
    Die Ermittlungen führen, wie so oft zu Verbrechen, die in der Vergangenheit verübt worden sind und niemals angezeigt wurden, so dass die Täter ungeschoren davon kamen. Auch unter den Ermittlern und anderen Behördenmitgliedern gibt es Beteiligte, was den Verlauf der Handlung immer wieder unerwartete Wendungen verleiht.
    Sprachlich ist das Buch sehr flüssig und größtenteils angenehm zu lesen. An einigen Stellen hätte man an der Ausdrucksweise noch etwas feilen können, aber ich weiß nicht, ob das dem Original oder der Übersetzung geschuldet ist. Eine kleinere logische Schwäche im Zusammenhang mit einem Handy ist mir aufgefallen, die allerdings den Verlauf der Handlung nicht weiter beeinflusst.
    Der Spannung ist anfangs sehr hoch, dann lässt sie etwas nach, um gegen Ende konstant zu steigen. Alle losen Fäden werden dabei aufgelöst und ein Cliffhänger lässt möglicherweise eine spannende Fortsetzung vermuten.
    Mein Fazit
    Insgesamt hat mir dieser Thriller spannende Unterhaltung geboten. Den einen oder anderen Schlenker in der Handlung hätte man von mir aus weglassen können, ohne dass der Plot darunter gelitten hätte. Das Buch ist originell von den Ermittlern her. Vom Inhalt her bietet es Spannung pur.
    Ich vergebe diesem Buch
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  • Rezension zu Schwarzer Schmetterling

    Kurzbeschreibung von Amazon.de:
    Bei eisiger Dezemberkälte schweben zwei Arbeiter in einer Seilbahn zu einem Wasserkraftwerk in 2000 Meter Höhe. An der Bergstation machen sie eine verstörende Entdeckung: Ein riesiger, bedrohlich schwarzer Schmetterling scheint sich von den schnee- und blutbedeckten Felsen abzuheben. Ein Tierkadaver, grauenvoll inszeniert. Das Werk eines Wahnsinnigen? Am Tatort werden DNA-Spuren des hochintelligenten Serienmörders Julian Hirtmann gefunden. Doch dieser sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt einer hermetisch abgeriegelten psychiatrischen Anstalt. Wie konnte der gefährlichste Serientäter Europas am Tatort seine Spuren hinterlassen, obwohl er nie seine Zelle verlassen hat? Noch während Commandant Servaz und die junge Anstaltspsychologin Diane Berg versuchen, das Rätsel um den schwarzen Schmetterling zu lösen, wird der kleine französische Ort von einer kaltblütig inszenierten Mordserie erschüttert, die die Ermittler an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit bringt …
    Über den Autor (dem Buch entnommen):
    Bernard Minier, Jahrgang 1960, ist im Südwesten Frankreichs, in den Ausläufern der Pyrenäen, aufgewachsen. Für seine Kurzgeschichten wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. "Schwarzer Schmetterling" ist sein erster Roman, mit dem er nicht nur unterhalten, sondern auch ein Bild unserer Zeit zeichnen möchte. Bernard Minier lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in der Nähe von Paris.
    Inhaltsangabe:
    Commandant Servas von der Mordkommission ist zunächst gar nicht begeistert als er zu einem ungewöhnlichen Mordfall hinzugerufen wird: Ein Pferd wurde geköpft und der Körper auf einer Plattform, die sehr umständlich nur über einen Sessellift zu erreichen ist, der zu einem alten Wasserkraftwerk führt, auf skurrile Art und Weise aufgehängt. Dem Tier wurde die Haut abgezogen und zur Seite gespannt. Es war ein sehr teueres Pferd aus dem Stall des Großindustriellen Lombard, der zu den reichsten Männern Frankreichs gehört und der gleichzeitig auch der Besitzer dieses Kraftwerks ist. Es scheint als ob jemand eine Rechnung mit ihm offen hat und ihm Schaden zufügen wollte. Nur wo fängt man bei einem Menschen, der in nahezu allen Ländern auf der Weltkarte Geschäfte führt, an, Feinde zu suchen? Servas und seine Kollegin Irene Ziegler stoßen auf einen bedeutenden Hinweis: Am Tatort wurde der Speichel des gerissenen Serienmörders Julian Hirtmann gefunden, der in höchster Sicherheitsstufe in der außergewöhnlichen psychatrischen Klinik Wargnier ganz in der Nähe untergebracht ist. In dieser Einrichtung, ein teueres Projekt, das als Prototyp dient, befinden sich ähnliche schwere Fälle aus ganz Europa: Es sind ausschließlich Mörder und Psychopathen, die hier sicher verwahrt sind und betreut werden. Es wäre eigentlich unmöglich gewesen von hier zu fliehen, das Pferd zu töten und ungesehen wieder aufzutauchen. Doch bald geschieht ein weiterer Mord und dieses Mal ist es nicht nur ein Tier…
    Meine Meinung:
    Bisher hatte ich nur wenig Berührungspunkte mit französischen Autoren. Im Laufe der letzten Jahre hat sich allerdings Jean-Christophe Grangé, welcher hervorragende Psychothriller zu Papier bringt, sogar zu einem meiner Lieblingsautoren entwickelt. Gerade deswegen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden als ich es entdeckt habe und das wunderschöne, sehr auffällige Cover hat auch noch seinen Anteil daran gehabt. Mit "Schwarzer Schmetterling" wurde ich alles andere als enttäuscht, im Gegenteil. Dieser Thriller schlägt in die gleiche Kerbe wie oben erwähnter Grangé, und das ohne zu einer bloßen Kopie von diesem zu verkommen. Auch hier wird eine Dunkelheit, eine Düsternis und eine traurige, kranke, brutale Vergangenheit, die gewisse Menschen einholt, übermittelt, die sehr im Gegensatz zur allgemeinen Meinung über Frankreich steht. Ist das Land ansonsten ein Sinnbild für Schönheit, Liebe und Ästhetik, wird hier eine ganz andere Seite gezeigt.
    Der Schauplatz in den Pyrenäen ist überwältigend. Von Anfang an hatte man ein klares Bild vor Augen. Die wunderschönen Berge und dazu die gigantischen Bauwerke, die in dieser Geschichte vorkommen wie z.B. das riesige Wasserkraftwerk oder die psychatrische Klinik. Von Anfang an spürt man hier schon das Unheil. Das Leben in den umliegenden Dörfern wirkt einerseits verschlafen und sogar idyllisch, andererseits merkt man, dass irgendetwas nicht stimmig ist und dass es viele dunkle Geheimnisse gibt, die wohl besser nicht ans Licht kommen sollten.
    Ich konnte die Finger von Anfang nicht von dem Buch lassen. Es beginnt wahnsinnig spannend, denn wer hängt bitteschön ein Pferd mitten in der Nacht bei Eiseskälte auf eine nur sehr schwer zu erreichende Stelle? Soll das ein Sinnbild sein? Denn wenn jemand dem Großindustriellen und Pferdeliebhaber Lombard schaden hätte wollen, hätte derjenige das doch leichter haben können, oder? Warum dann also diese Anstrengung? Zudem gibt es mehrere Handlungsstränge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, dessen Zusammenhang man als Leser aber unbedingt wissen möchte. Was hat der Schweizer Psychopath in der Klinik damit zu tun und wie kam seine DNA an die Tatorte? Bisher hatte er doch fast ausschließlich weibliche Opfer und Tiere und Männer schienen uninteressant für ihn zu sein. Welche Rolle spielt die Psychologin Diane Berg aus der Schweiz, die zum Zeitpunkt des Mordes an der Psychiatrischen Klinik dort ihre Arbeit beginnt? Im Laufe der Ermittlungen kommen dann noch eine rätselhafte Selbstmordserie unter Jugendlichen dazu, die schon mehrere Jahre zurückliegt und eine undurchsichtige Clique von Männern, die schon seit Kindheitsbeinen existiert und von denen nun ein Mitglied das erste menschliche Opfer war. Fragen über Fragen, die völlig zusammenhanglos scheinen und nach und nach zu einem grauenvollen Puzzle zusammengelegt werden.
    Der Ermittler Servaz schien anfangs noch etwas blass zu sein, entwickelte sich aber im Laufe der Geschichte zu einem absoluten Sympathieträger für mich. Bernard Minier hat hier einen gute Zwischenlösung gefunden. Servaz ist sehr geradlinig und zielstrebig, macht einen guten Job, aber er ist nicht unbedingt der perfekte Supercop, der einem oft in amerikanischen Thrillern begegnet. Er macht auch mal einen Fehler bei den Ermittlungen und seine Fähigkeiten mit Schusswaffen sind eher unterdurchschnittlich. Sein Charakter wirkt zwar einsam und hat einen irgendwie traurigen Touch, er ist aber weder ein Alkoholiker noch ein Depressiver und kann durchaus auch mal Freude empfinden. Dieser Mittelweg hat mir sehr gut gefallen und mit ihm dunkle Geheimnisse aufzudecken und immer tiefer in die Vergangenheit einzutauchen war einfach toll. Auch die weiteren Personen wie seine Kollegin Irene Ziegler, sein Stellvertreter Esperandieu oder der sich im Ruhestand befindende Richter Saint-Cyr, der ihm bei den Ermittlungen hilft, waren ausgezeichnete und eigenständige Charaktere.
    Fazit: Bernard Minier hat überaus geschickt ein Puzzle aus verworrenen Einzelteilen für den Leser bereitgelegt, das es zu lösen gilt. "Schwarzer Schmetterling" ist ein hochspannender, düsterer Thriller ohne Schwachpunkte, der von seiner Atmosphäre und seinen Charakteren lebt und den Thriller-Freund in die Schlaflosigkeit treibt, und das ohne allzu viele Grausamkeiten und explizit aufgeführte Gewalttaten. Von diesem Autoren wird man sicherlich noch viel hören.
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Ausgaben von Schwarzer Schmetterling

Taschenbuch

Seitenzahl: 688

E-Book

Seitenzahl: 689

Hörbuch

Laufzeit: 00:19:07h

Schwarzer Schmetterling in anderen Sprachen

  • Deutsch: Schwarzer Schmetterling (Details)
  • Französisch: Glacé (Details)

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