Tschick

Buch von Wolfgang Herrndorf

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Tschick

Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland. Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Assi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn. Reingelesen: »Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte.'Ah', sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. 'Macht das Spaß?'«
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Bewertungen

Tschick wurde insgesamt 203 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Meinungen

  • Ein Roman voll Utopien und Mut, verkleidet in Humor. Ich habe es genossen, ihn zu lesen. Sehr empfehlenswert.

    SirPleasant

  • Hab einige Male gelacht, was bei mir bei Büchern selten vorkommt. Sehr unterhaltsam!

    dYna

  • Lebhafte und reale Darstellung/Gedanken zu unserer Welt mit viel Situationskomik. Nettes Buch für Zwischendurch.

    Schneehase13

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Tschick

    Kurzbeschreibung:
    Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.
    Was bei „Tschick“ als erstes auffällt, ist die flapsige, jugendliche Sprache und im ersten Moment war ich mir nicht ganz sicher, ob ich das mag. Nach wenigen Seiten jedoch war ich eingelesen und habe mich damit nicht nur abgefunden, sondern angefreundet.
    „Tschick“ erzählt die Geschichte von zwei 14jährigen Außenseitern, die durch Umwege zueinander finden.
    Maik, der in einer zwar reichen, aber nicht gerade glücklichen Familie aufwächst, unglücklich in die Klassenschöne, Tatjana, verliebt ist, keine richtigen Freunde hat und nicht so recht weiß, was er mit seinem jungen Leben anfangen soll, muss zwei Wochen der Sommerferien alleine zuHause verbringen.
    Tschick, neuerdings Maiks Schulkollege, ist unnahbar, asozial und kommt regelmäßig betrunken zum Unterricht.
    Als er an einem heißen Tag an Maiks Haus vorbeikommt, beschließen die beiden, Tschicks Onkel zu besuchen. Sie machen sich mit einem geklauten („geliehenen“) Auto auf den Weg und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Sie erleben tausend verrückte Abenteuer: landen auf einer Müllkippe, im Krankenhaus und beim Esstisch einer Bilderbuchfamilie; es wird auf sie geschossen; sie treffen ein sehr schräges Mädchen, dass sich ihnen für kurze Zeit anschließt und sie sehen viele schöne und weniger schöne Teile Deutschlands auf ihrer plan- und kartenlosen Reise.
    Die ganze Geschichte ist aus der Sicht Maiks (des Icherzählers) geschrieben und auch in genau der Sprache, die dieser anwenden würde. Sehr authentisch, sehe humorvoll aber durchaus auch tiefgründig. Für mich ein echtes Überraschungshighlight.
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  • Rezension zu Tschick

    Maik gehört zu den Unauffälligen in seiner Klasse, zu denen, die man nie so bewusst wahrnimmt - er hat nicht mal einen Spitznamen und auch keine richtigen Freunde. Somit ist er nicht gerade böse, als die Sommerferien anfangen, höchstens vielleicht wegen Tatjana, in die er total verknallt ist, die ihn aber kaum wahrzunehmen scheint. Seine Mutter entschwindet über die Ferien mal wieder auf die Schönheitsfarm (sprich, in den x-ten Alkoholentzug), sein Vater verreist alleine (sprich, mit seiner hübschen jungen Assistentin), und Maik darf/soll aufs Haus aufpassen, eine schicke Villa mit Pool und allem Drum und Dran.
    Als er eines Sommertages in stolzer Hausbesitzerpose den Rasen sprengt, taucht plötzlich Tschick auf, der Typ, der kurz vor den Ferien neu in seine Klasse gekommen ist, ein Russe mit einem unaussprechlichen Namen (weshalb ihn alle nur schlicht "Tschick" nennen), komischen Klamotten und einer Neigung, angesäuselt zum Unterricht zu erscheinen. Was man hier noch wissen sollte: er ist nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad da, sondern mit einem geklauten, äh, geliehenen uralten Lada. Und er schlägt Maik vor, mit dieser Klapperkiste in die Walachei zu fahren und dort seine Verwandtschaft zu besuchen.
    Nachdem endlich klar ist, dass es die Walachei nicht nur als Synonym für den AdW, sondern auch wirklich irgendwo in Rumänien gibt, ziehen die beiden los, so ungefähr in Richtung Osten, und natürlich haben sie sich innerhalb weniger Kilometer gnadenlos verfranst ... und beschließen, die Dinge von da an einfach mal auf sich zukommen zu lassen.
    Was für eine irrwitzige Räuberpistole! Der gesunde Menschenverstand des erwachsenen Lesers will die Hände überm Kopf zusammenschlagen angesichts der kriminellen Energie, die Tschick an den Tag legt, der verletzten Aufsichtspflicht sämtlicher Eltern und der totalen Naivität der beiden Nachwuchstouristen, lehnt sich dann aber doch mit einem nachsichtigen Grinsen zurück und lässt dem abenteuerlustigen Leser-Ich den Vortritt, das sich natürlich bestens unterhält und köstlich amüsiert. Ausreißergeschichten habe ich schon als Kind geliebt, obwohl (oder gerade weil?) ich mich das selber nie getraut hätte, und bin hier voll auf meine Kosten gekommen. (Spätestens bei der Erwähnung eines Pappkartons namens Karl-Heinz hatte Wolfgang Herrndorf mein Herz erobert.)
    Auch Maiks Perspektive hat mir sehr gut gefallen. Herrndorf findet genau den richtigen Ton für seinen vierzehnjährigen Erzähler, ohne dass es pseudojugendlich oder anbiedernd wirkt - mal rotzig, mal nachdenklich, mal lustig, mal rüpelhaft. Maiks Sicht der Dinge mochte ich sehr, und eine Passage hat mir so gut gefallen, dass ich sie einfach zitieren muss:
    Das ist für mich die Botschaft dieses Buches (wenn man denn unbedingt eine finden will). Das, und die Erkenntnis, dass sich ein Blick hinter die Fassade ganz häufig lohnt, wie Maik und Tschick bei vielen Begegnungen auf ihrer Reise feststellen.
    Schön, wenn sich ein einigermaßen "gehyptes" Buch als des Hypes würdig erweist!
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  • Rezension zu Tschick

    Achtung, vielleicht nur lesen, wer das Buch kennt!
    So, am Dienstag war ich im Theaterstück von "Tschick" und ich kann sagen: Es war super !
    Die Bühne bilden zwei schräge Wände, die man hier gut sieht. In der Szene auf dem Bild wird ein Gespräch von Maiks Eltern dargestellt. Die Eltern sind auf die Wände projiziert und sind riesig. Das soll die Übermacht der Eltern darstellen und wirkt sehr bedrückend. Insgesamt sind nur 3 Schauspieler auf der Bühne, also Maik, Tschick und Isa. Die Eltern werden nur durch Projektionen dargestellt.
    Die Geschichte beginnt mit Isa und Maik, die sich 10 Jahre später an dem Berg treffen, an dem sie damals ihre Kürzel eingeritzt haben. Maik erzählt die Geschichte, von seiner Reise mit Tschick. Während der Schauspieler erzählt, werden die Erinnerungen von den Schauspielern gespielt. Immer wieder wird zwischen der Erinnerung und der Gegenwart gewechselt. Im Laufe des Gesprächs kommt heraus, dass Tschick nicht kommen wird, weil er in der Zwischenzeit gestorben ist, doch Maik will das nicht akzeptieren.
    Die Badeszene im See fand ich sehr witzig umgesetzt. Auf der Bühne war es nur eine kleine Plastikwanne, aber die drei Schauspieler haben sich richtig reingeschmissen, mit dem Wasser gespritzt und alles sehr überzeugend dargestellt. Die Wände werden immer wieder eingesetzt: Mit Kreide werden Bilder darauf gemalt oder Dinge geschrieben.
    Richtig begeistert war ich von Tschick! Er war genauso, wie ich ihn mir im Buch vorgestellt habe! Nur Isa wurde meiner Meinung nach nicht sooo gut getroffen.
    Hier ist noch ein Trailer von dem Theaterstück aus Stuttgart. Im Trailer ist eine andere Schauspielerin für Isa dabei.
    Ich kann es allen nur wärmstens weiterempfehlen. Ein Besuch lohnt sich !
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  • Rezension zu Tschick

    "Tschick" ist ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Roman. Da ich zur Zeit weniger Lust auf Schmöker mit tausend Seiten habe, war das Buch also genau das Richtige um das Lesejahr 2015 einzuläuten. Zudem habe ich es vor zwei Jahren von meinem Deutsch-Lehrer empfohlen bekommen, der uns im Unterricht bereits das erste Kapitel vorgelesen hat.
    Man beginnt das Buch zu lesen und ist sofort in der Geschichte drin. Es gibt nicht viel Vorgeplänkel, stattdessen erfährt man die Vorgeschichte erst im Nachhinein. Fast das ganze Buch besteht aus einer Rückblende, in der erzählt wird, wie es zu dem Szenario, das im ersten Kapitel beschrieben ist, gekommen ist. Der Aufbau hat mir sehr gut gefallen und hat auch keinerlei Spannung genommen. Während der Reise der 14-jährigen Schüler Maik und Tschick geschieht vieles, worüber man Schmunzeln und auch mal laut auflachen kann, aber auch einiges, was zum Nachdenken anregt oder sogar traurig ist.
    In jedem Fall nimmt einen das Buch von Anfang an mit, was vor allem an dem wunderbaren Schreibstil von Wolfgang Herrndorf liegt. Man hat wirklich das Gefühl, dass das Buch von einem 14-jährigen Jungen geschrieben sein könnte. Wörter wie "irgendwo", "irgendwie", "irgendwann", "oder so" oder auch "eigentlich wollte ich ja was ganz Anderes erzählen" kommen in dem Buch häufiger vor, sind aber alles andere als störend. Die Sprache ist direkt und verschönigt nichts. Es ist wunderbar erfrischend und einem Jungen in dem Alter des Ich-Erzählers angemessen.
    Da musste ich so lachen! Die Szene war wirklich wunderbar, sowohl wie der Mann am Ende der Leitung sich verhalten hat, als auch wie Maik darauf reagiert hat.
    Mir hat "Tschick" sehr gut gefallen. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass noch ein wenig direkter darauf eingegangen wird, was denn nun die Botschaft bzw. das Fazit des Buches sein soll. Hier wird etwas Freiheit zur Interpretation gelassen, was aber wohl so gewollt war. Von mir gibt es Sterne.
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  • Rezension zu Tschick

    Nachdem ich "Tschick" gestern beendet habe, hier wie immer meine Meinung dazu.
    Als die Cousine meines Lebensgefährten mir das Buch in die Hand drückte, meinte sie nur: "Ich habe es von Freundinnen geschenkt bekommen, aber das ist so gar nicht meins." Schon nach den ersten Seiten konnte ich mir das sehr gut vorstellen und mir wurde klar: "Tschick" ist anders.
    Zunächst lernt man Maik kennen, den kleinen unscheinbaren Langweiler. Zumindest sieht er selbst sich gern so, was mir unverständlich war, nachdem mir schon der erste Satz des Buches mit diesem Gesicht zurückließ: . Man begleitet Maik also eine Runde, bevor der Namensgeber des Buches auftaucht: Tschick. Ich wusste lange Zeit nicht, ob ich ihn sympatisch finden sollte oder nicht. Tschick ist ein Charakter, wie er mir noch nie begegnet ist, weder im wahren Leben noch in einem anderen Buch. Der kommt auf der einen so ruhig und auf der anderen so rotzefrech daher, dass ich mal den Kopf geschüttelt und mal gegrinst hab. Was eine Type!
    Als die Reise von Maik und Tschick begann wusste ich gleich, dass das äußerst spannend werden konnte. Und das wurde es auch. Sehr bildhaft schildert Herrndorf das seltsame Pärchen in verschiedensten skurilen Situationen. Mein Kopfkino lief jedenfalls die ganze Zeit über auf Hochtouren und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, den Jungens zuzusehen, wie sie die eine oder andere Lage meisterten.
    Die Art und Weise wie Herrndorf die Geschichte um Maik, Tschick und ihren Lada erzählt, erinnert mich so ein bisschen an einen verrückten Professor. Genie und Wahnsinn lagen hier mehr als dicht beieinander und mehr als einmal war ich mir unschlüssig, ob ich jetzt etwas gut oder total grausig finden sollte. Ich habe mich aber in den meisten Fällen für ersteres entschieden. Maik ist irgendwie charmant. Ich mag ihn. Vielleicht liegt es daran, dass er doch ziemlich natürlich rüberkommt, vielleicht aber auch daran, dass seine Gefühlswelt und Gedankengänge mich einfach oft zum Nachdenken gebracht haben. Ich hätte ihn manchmal einfach nur gern in den Arm genommen und gesagt: "Mensch, Junge! Komm, einmal drücken und dann machst du weiter." Mal hat er mit leid getan und mal hat er mich in den Wahnsinn getrieben. Auf jeden Fall aber waren er und Tschick immer wieder für eine Überraschung gut.
    Was ich persönlich aber gar nicht leiden konnte, waren die doch sehr oft benutzten Kraftausdrücke. Mag sein, dass solch eine Wortwahl heute bei vielen genauso verwendet wird. Dennoch bin ich da irgendwie altmodisch und finde, dass man Kindern/Jugendlichen sowas dann nicht auch noch als "normal" anbieten muss. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
    Alles in allem habe ich "Tschick" ganz gern gelesen und vergebe . Es war mal was anderes und obwohl die Geschichte recht kurz ist, ist sie doch aber auch sehr facettenreich. Dank Tschick und Maik weiß ich jetzt auf jeden Fall, dass Beige keine Farbe, sondern eine Lebenseinstellung ist und ich lieber bunt bleiben möchte.
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  • Rezension zu Tschick

    Tschick habe ich schon vor geraumer Zeit gelesen, möchte euch aber meine Meinung nicht vorenthalten.
    Tschick ist ein nettes kleine Buch, dass sich um zwei Jungs dreht, welche den Sommer ihres Lebens erleben, wenn der auch am Anfang nicht so geplant war.
    Das Buch fängt recht unspektakulär mir einer Einleitung an, in der der Protagonist sich erst mal vorstellt und reichlich viel erklärt.
    Irgendwann kommt dann auch Tschick dazu und die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf. Die beiden erleben eine ungewöhnliche Reise, auf der sie einen kleinen, recht eindrucksvollen Teil der 'Welt' sehen, die verschiedensten Leute kennenlernen und insgesamt ein großes Abenteuer erleben.
    Im Großen und Ganzen wohl eine Geschichte über den Wunsch etwas zu erleben, dem Ausbruch aus dem normalem, das Erwachsenwerden und auch ein bisschen über die Liebe und natürlich, dass es nicht so leicht ist mit einem geklauten Lada in die Walachei zu kommen, wie es sich zu Beginn noch anhört ;)
    Von mir aber dennoch nur 3 Sterne. Es ist zwar ein gutes Buch, dass sich schnell und flüssig liest, aber wirklich Eindruck hinterlässt es bei mir. Wer aber Spaß am Lesen von Geschichten hat, die nicht in einer fantastischen Welt spielen, in denen es nicht Mord und Totschlag gibt und in denen keine Geister vorkommen, hat, darf hier gern 'aufschlagen'.
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Ausgaben von Tschick

Taschenbuch

Seitenzahl: 256

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 288

E-Book

Seitenzahl: 257

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