Herr Mozart wacht auf

Buch von Eva Baronsky

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Herr Mozart wacht auf

Am Vorabend noch hat er auf dem Sterbebett gelegen. Nun erwacht Wolfgang Amadé Mozart an einem unbekannten Ort und - wie ihm nach und nach klar wird - in einer fremden Zeit. Die Ungeheuerlichkeit seiner Zeitreise ins Jahr 2006 kann er sich nur mit einem göttlichen Auftrag erklären: Er soll endlich sein Requiem beenden.Als wunderlicher Kauz und lebender Anachronismus irrt Wolfgang durch das moderne Wien, scheitert an U-Bahntüren und fehlenden Ausweisen. Einzig die Musik dient ihm als Kompaß, um sich in der erschreckend veränderten Welt zu orientieren. Zur Seite stehen ihm ein polnischer Stehgeiger, das Mädchen Anju und seine Lust, hergebrachte Harmonien auf den Kopf zu stellen. Doch je länger sich Wolfgang in der fremden Zeit aufhält, desto drängender wird die Frage, was ihn erwartet, wenn er das Requiem vollendet hat. 'Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen.'
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Serieninfos zu Herr Mozart wacht auf

Herr Mozart wacht auf ist der 1. Band der Herr Mozart Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2009. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2017.

Bewertungen

Herr Mozart wacht auf wurde insgesamt 41 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Wolfgang Amadeus Mozart liegt todkrank in seinem Bett . Um ihn herum wird es dunkel ...
    Er wacht auf , in einem viel weicheren Bett und sein Gemach sieht auch anders aus ! Ein kleiner schwarzer Kasten steht auf der einen Seite , ein kleines blindes Fenster , oder ein Bilderrahmen ohne Bild . Das sind die ersten Eindrücke von Mozart der zwar in Wien aber in unserer heutigen Zeit aufwacht . Mittlerweile sind 200 Jahre vergangen . Wie ging es seiner Constanze ? Ach , vermodert ist sie und längst zu Staub verfallen . Er lernt Piotr kennen einem Straßenmusiker . Als dieser mitbekommt dass Wolfgang Klavier spielen kann , engagiert er ihn kurzerhand .
    Es ist Advent , kurz vor Weihnachten . Das macht sich auch im Schreibstil bemerkbar . Er ist ruhig geschrieben , zwischendurch wird es immer mal wieder spannend . Die Story ist zeigt ist interessant und au h gut umgesetzt .
    Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen . Sie sind liebenswert und passen zur Geschichte .
    Fazit : Wolfgang Mozart denkt und redet noch wie vor 200 Jahren . Ich finde es toll , wie die Autorin es umgesetzt hat . Am Anfang war das Buch lustig zum Schluss hin aber doch irgendwie melancholisch , es hat mich auch etwas traurig gemacht . Das Cover ist jetzt nicht ganz so mein Fall , aber zum Buch passt es . Dieser Roman erinnert mich an ein schönes Märchen . Dies ist der erste von zwei Teilen .
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  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Wolfgang Amadé Mozart erwacht im Jahre 2006 - und hat nicht die geringste Ahnung, wo und in welcher Zeit er sich befindet. So stellen sich ihm Probleme ganz alltäglicher Art in den Weg: Wo ist der Nachttopf? Und wo die Kerzen? Was sind das für mechanische Gerätschaften, die wie Zauberdinge Musik von sich geben? Doch Musik verbindet und so findet Mozart in dem polnischen Straßenmusiker Piotr einen Freund, der ihn bei sich aufnimmt ohne zu ahnen, wen er da nun an seiner Seite hat.
    Ich tat mich schwer zu Beginn mit dem Schreibstil der Autorin, die konsequent die altertümliche Sprech- und Schreibweise, wie sie zu Mozarts Zeiten wohl üblich war, verwendet. Doch nach 60 bis 70 Seiten hatte ich mich daran gewöhnt, sodass ich mir dieses Buch überhaupt nicht anders vorstellen kann als in diesem Stil. Mozart scheint wirklich zu neuem Leben zu erwachen und wer den etwas älteren Film Amadeus schon mal gesehen hat, wird ihn so, wie damals gezeigt, ständig vor Augen haben. Zumindest ging es mir so :-) Seine unbändige Freude am Leben und der Liebe; seine Besessenheit von Musik, alles um ihn herum in Kompositionen zu verwandeln; nichts ernst zu nehmen, seine Unbeschwertheit auch in Gelddingen, die schon früher zu großen Problemen führte. Ja, das wurde nach meinem Empfinden wirklich gut von der Autorin vermittelt.
    Bewundernswert empfand ich die Darstellung von Mozarts Empfindungen und Gedanken beim Komponieren und Spielen - ob all dies tatsächlich so fundiert ist wie es klingt, kann ich nicht beurteilen. Aber es wirkte überzeugend :-)
    Leider fehlt es mir auch an Lateinkenntnissen, so dass sämtliche kurzen 'Vorworte' zu den einzelnen Kapiteln für mich unverständlich blieben. Schade, dass hier keine Übersetzung angeboten wird.
    Alles in allem: Wolfgang Amadé Mozart ist hier in unterhaltender Form wirklich zu neuem Leben erwacht.
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  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Eben noch auf dem Totenbett und dann plötzlich 200 Jahre durch die Zukunft gereist und in einem fremden Bett aufgewacht? Das soll einer verstehen - selbst ein Genie wie Mozart hat da so seine Probleme! Aber egal, ob so unbekannte Dinge wie die U-Bahn, Autos, CD's oder die modernen Frauen - Mozart geht mit so einer fast schon unbekümmerten Art duch die neue Zeit, dass man ihn einfach mögen muss. Schnell findet er heraus, dass es besser ist, seine Identität geheim zu halten (wer würde eine solche Geschichte schon glauben) und verzaubert als Wolfgang Mustermann alle mit seiner Musik.
    Besonders gut fand ich die Beschreibungen, wie Mozart die Welt um sich herum wahrnimmt, alles ist Musik, hat seine eigenen Töne. Er ist so erfüllt von dieser Musik, sie bestimmt sein Leben und fast schon zwanghaft bringt er diese Töne der neuen Welt als Kompositionen zu Papier. Mustermann ist eine zwiespältige Figur, auf der einen Seite euphorisch und albern, dann wieder einsam, depressiv und völlig zerrissen in seinen Gefühlen.
    Zum Glück findet Freunde, die ihm helfen, sich in der völlig veränderten Welt zurecht zu finden. Aber auch die haben es nicht leicht, Mozart zu verstehen und das nicht nur wegen seiner herrlichen altmodischen Ausdrucksweise. Mustermann / Mozart scheint nichts ernst zu nehmen, und seine oftmals alberne Art nervt machmal ziemlich!
    Mir hat " Herr Mozart wacht auf" trotzdem gut gefallen. Es ist ein Buch, das mich oftmals zum Lachen gebracht hat, das an vielen Stellen aber auch hintergründig war und mich nachdenklich gemacht hat.
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  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Nach den tollen Rezis hier habe ich es meinem Freund zum Nikolaus geschenkt und anschließend mit Begeisterung selbst verschlungen.
    Am 5. Dezember 1791 liegt Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Wiener Wohnung im Sterben ... und findet sich plötzlich an einem völlig fremden Ort wieder. Er trägt seltsame Kleidung und entdeckt ziemlich viele andere Merkwürdigkeiten wie Musik, die ohne Orchester aus kleinen Kästen kommt, Fahrzeuge, die sich ohne Pferde fortbewegen, freizügig bekleidete Frauen und Menschen, die komisch reden. Soll das etwa der Himmel sein?
    Bald stellt er fest, dass es sich bei dem unbekannten Ort um Wien handelt und dass man das Jahr 2006 schreibt. Das kann nur eines bedeuten: es ist ihm bestimmt, sein großes Requiem zu Ende zu komponieren, bevor er wirklich ins Jenseits eingehen darf.
    Und so macht er sich daran, sich in dieser total veränderten Welt zurechtzufinden. Er nennt sich vorsichtshalber Wolfgang Mustermann (den Mozart würde ihm sicher niemand glauben!), findet Freunde, komponiert wie ein Weltmeister und lässt ansonsten kaum ein Fettnäpfchen aus. Woher soll er auch wissen, wie ein modernes Bad funktioniert oder wie man U-Bahn fährt?
    Ein wunderschönes, warmherziges Buch!
    Die Idee der Zeitreise ist ja wahrlich nichts Neues in der Literatur, aber das macht überhaupt nichts, weil es Eva Baronsky aufs Beste gelingt, Mozart in der heutigen Zeit auferstehen zu lassen als einen Traumtänzer, der ganz in seiner Musik aufgeht und sich um die praktischen Dinge des Lebens eher wenig schert und bei aller Vorliebe für derbe Ausdrücke und alberne Wortspielereien doch ein ganz feinfühliger und tiefsinniger Mensch ist - so wie man ihn aus vielen Biographien und Zeitdokumenten kennt.
    Die Autorin schafft mühelos den Spagat zwischen den vielen komischen Szenen, in denen Mozart mit den Errungenschaften der modernen Welt ringt, und der Ernsthaftigkeit, mit der er komponiert, sinniert, musiziert - und liebt. Zudem hat sie einige wunderschöne Musikbeschreibungen gezaubert, bei denen man nur bedauern kann, dass es Mozart nicht tatsächlich vergönnt war, viele weitere Stücke zu schreiben.
    Auch die Nebenfiguren sind liebevoll und lebensecht gezeichnet, so dass man sich am Ende des Buches kaum von ihnen - und natürlich von Wolfgang Moza ... äh ... Mustermann - trennen möchte.
    Nicht nur, aber besonders für Mozartfans eine Empfehlung!
    Der Satz mit "kleine Bruder von liebe Gott" hat mir auch so gut gefallen
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  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Auch ich möchte mich in die Jubelrufe einreihen. Welch großartiges Buch! Ich mag Mozart, aber diesen Mozart im Jetzt und Heute liebe ich. Eva Baronski verstand es ganz wunderbar sich in die Person Mozart einzufühlen, der ständig Musik in sich hörte, das größte Glück empfand Neues zu komponieren, zu experimentieren, aber auch die Bürde seines Könnens verkraften musste. Er, der oftmals hilflos, verwirrt, verzweifelt dieser fremden Welt gegenüber stand, für den Geld nur Nebensache ist und der häufig unfreiwillig in die unmöglichsten Situationen gerät, die mir Tränen in die Augen treiben vor Erheiterung. Man lebt und leidet mit ihm, fühlt seine Qualen, spürt seine Trauer und auch den Drang die Töne in ihm zu Papier zu bringen, sein Werk zu vollenden als heilige Pflicht.
    Nicht weniger liebenswert sind die Personen um ihn, ganz besonders sein Freund, der Pole Pjotr.
    Ein Roman, grotesk, absurd und doch real, stets nachvollziehbar und mit fühlbarer Begeisterung geschrieben. Ein Bravo an die Autorin Eva Baronski und auch von mir mit bewertet.
    Liebe Grüsse
    Wirbelwind
    Jürgen Petschull, Der letzte Tanz im Paradies
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  • Rezension zu Herr Mozart wacht auf

    Wien 1791. Wolfgang Amadé Mozart liegt auf dem Sterbebett. So das Präludium dieses Romans.
    Am nächsten Tag jedoch erwacht Mozart unversehens in einer WG im Jahr 2006. Noch sehr verwirrt ob seiner Umgebung hat Mozart nur eine Erklärung für diese Ungeheuerlichkeit: es ist seine Bestimmung, das Requiem zu beenden, während dessen Komposition er gestorben ist.
    Mit Leichtigkeit beschreibt Eva Baronsky, wie Mozart Wien 2006 in Staunen versetzt, verwirrt, aber auch inspiriert: Musik aus einem schwarzen Kasten, Fuhrwerke ohne Pferde, reden ohne Gesprächspartner im Raum. Der Leser schaut mit Mozarts Augen, ist fasziniert und amüsiert. Mozart hört überall Musik, das Quietschen von Autoreifen ein „es“, die Betätigung einer Telefontaste ein hohes „gis“.
    Die Musik ist es auch, die Mozart hilft, sich ein wenig in der neuen Welt zurechtzufinden. So lernt er den polnischen Straßenmusiker Piotr kenne, der sein bester Freund wird und bei dem er wohnen kann.
    Denn eins ist auch klar: Planungen, Termine einhalten, mit Geld umgehen ist Mozarts Sache nicht. Dafür hat er einen köstlichen, fürs 21. Jahrhundert manchmal etwas derben, Humor, er ist ein liebenswerter Spaßvogel.
    Eva Baronsky geht es aber nicht nur um die skurrilen Situationen, in die Mozart zwangsläufig immer wieder gerät, ohne Papiere, wer sollte schon glauben, er sei Wolfgang Mozart – ihr geht es um Mozarts inneres Wesen.
    Mozart ist ständig von Musik umgeben, komponiert permanent, alle Musikrichtungen inspirieren ihn. So spielt er Piano in einer Jazz-Bar. Mozart lebt Musik, er ist Musik. Die schöpferische Kreativität lässt ihn atemlos, spritzig und sprunghaft wirken, aus allen Richtungen springt ihn die Musik an.
    Eva Baronskys Roman besticht durch eine gradlinige und glaubwürdige Handlungsführung. Man spürt ihre Liebe zu ihren Protagonisten, nicht nur Mozart, auch sein Freund Piotr und Anju, die Frau in die Mozart sich verliebt, sind liebevoll und facettenreich gezeichnet. Besonders gelungen ist die nuancierte Sprache. Mit seiner verschnörkelten, umständlichen und altmodischen Ausdrucksweise ist Mozart nicht selten unfreiwillig komisch.
    Das Buch regt aber auch zum Nachdenken an, insbesondere darüber, wie wir mit Menschen umgehen, die „aus dem Rahmen“ fallen, welche Bürde es sein kann, ein Genie zu sein.
    Dieser tragikomische Roman ist eine Hommage Eva Baronskys an Mozart und seine genialen Kompositionen, an die universelle Sprache und Unvergänglichkeit von Musik.
    Unbedingt von mir .
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Ausgaben von Herr Mozart wacht auf

Taschenbuch

Seitenzahl: 320

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 319

E-Book

Seitenzahl: 323

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