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Der andere Tod

Buch von Anja Jonuleit

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der andere Tod

Ein Mann ohne Erinnerung  »Sie werden nun beginnen, die eine Hälfte meines Gesichts wiederherzustellen. Danach würde ich fast wieder der Alte sein. Aber kann ich das, wenn mir jegliche Erinnerung fehlt?« Nach einem Unfall hängt das Leben des deutschen Unternehmers Max Winther am seidenen Faden, sein Gesicht wurde völlig zerstört. Zwei Jahre und zahlreiche plastische Operationen später kann er die Spezialklinik in Kalifornien verlassen. Eines scheint allerdings nicht zurückzukehren: sein Gedächtnis. Sowenig er sich auch an seine Vergangenheit erinnert – seine Vergangenheit erinnert sich an ihn. Immer wieder tauchen blitzlichtartig Bilder aus seinem Unterbewusstsein auf, die ihn zutiefst beunruhigen. Eine dramatische Spurensuche beginnt ...
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Bewertungen

Der andere Tod wurde insgesamt 12 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der andere Tod

    Klappentext:
    "Sie werden nun beginnen, die rechte Hälfte meines Gesichts wiederherzustellen, und vielleicht werde ich dann wieder sein wie früher. Aber kann ich das?"
    Max Winthers Gesicht wurde bei einem schweren Brandunfall nahezu zerstört. Zwei Jahre und zahlreiche plastische Operationen später kann er die Rosenberg Clinic in Kalifornien an der Seite seiner geliebten Frau Anouk verlassen. Doch eines scheint nicht zurückzukehren: sein Gedächtnis. Schreckliche Bilder tauchen aus seinem Unbewussten wieder auf. Und was verbirgt Anouk vor ihm?
    Meine Meinung:
    Anja Jonuleit überzeugte mich schon mit ihrem Roman „Herbstvergessene“ und so freute ich mich umso mehr, über den neuen Kriminalroman von ihr.
    In dieser Handlung geht es um den Protagonisten Max Winther der einen schweren Brandunfall überlebt hat und dessen Gesicht zwei Jahre lang in einer Klinik in Kalifornien, rekonstruiert wird. Während seine Wunden heilen und er in sein Leben zurückkehren, kann will sein Gedächtnis allerdings einige Lücken nicht schließen.
    Jedoch sollte man manchmal die Vergangenheit lieber ruhen lassen …
    Max erlebt Erinnerungsfetzen mitten im Alltag und merkt, dass es einige Geheimnisse um ihn und seiner Frau Anouk gibt. Dieses Wissen lässt ihn nicht in Ruhe und er versucht auf eigene Faust diese Lücken mit diesen Erinnerungssplittern zu schließen. Dabei stellt er fest, dass vieles ganz anders in seinem Leben verlief, als er vermutet hätte.
    Anja Jonuleit verwendet wieder einen derart leichten und spannenden Schreibstil, dass man diesen Kriminalroman einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte.
    Der Leser wird quasi gemeinsam mit dem Protagonisten in Geheimnisse und Ereignisse gezogen, sodass man gemeinsam versucht, die Erinnerungsfetzen zu erforschen. Max Frau Anouk spielt in diesem Krimi immer wieder die zentrale Rolle. Sie versteckt irgendetwas von ihrem Mann und dem Leser bleibt es überlassen, gemeinsam mit Max herauszufinden warum und wieso.
    Seite für Seite fügt sich das Puzzle zusammen und man glaubt zu ahnen, was geschehen ist. Doch von wegen, es wäre nicht Anja Jonuleit, hielte sie nicht dem Leser noch eine große Überraschung bereit.
    Und genau damit begeistert mich die Autorin. Sie baut einen guten qualitativen Kriminalroman Stück für Stück auf, ohne Ermittler selbst drin spielen zu lassen. Diese Geschichte wirkt so real und lebendig und wird quasi nur von Max Winther in der Ich-Perspektive erzählt. Der Leser liest über sein Leben, seine Träume, seine Gedanken und Erinnerungen. Es passiert nicht von Beginn an etwas, obwohl man schon zu Anfang auf kleinere Ungereimtheiten stößt.
    Nein, die Autorin baut die Spannung nach und nach auf, sodass sich der Lesefluss auch noch steigert und man spätestens ab Mitte der Handlung, dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen will.
    Die Figuren sind hier sehr klar und emotional gezeichnet. Man kann während des Lesens deutlich die Gefühle spüren, die Angst, die Frustration und auch die Neugierde in ein altes Leben zurückzufinden.
    Der Krimi ist in mehreren Kapiteln unterteilt. Er hat mit 335 Seiten eine gute und angenehme Länge. Durch den lockeren und einfachen Schreibstil mitsamt seiner spannenden Handlung lässt er sich auch sehr schnell lesen.
    Das Cover gefiel mir auch sehr gut. Es wirkt etwas abgegriffen mit einer roten Tulpe auf schwarz-schattierten Hintergrund. Diese Gestaltung passt perfekt zu diesem Kriminalroman, wie der Leser recht schnell bemerken kann.
    Fazit:
    Wiedermal hat Anja Jonuleit einen großartigen Kriminalroman geschrieben. Sie lockt den Leser auf die richtigen Fährten,, um ihn am Ende, dennoch zu überraschen. Ich würde diesen Kriminalroman wirklich jedem Empfehlen der Lust hat auf eine gute und spannende Handlung hat. In diesem Krimi mag zwar wenig Blut fließen aber eine tolle Spannung!
    Anja Jonuleit wurde 1965 geboren. Sie ist Dolmetscherin, Autorin und Übersetzerin. Bisher erschienene Romane: „Der andere Tod“, „Herbstvergessene“, „Novemberasche“ und „Neunerlei“ (Quelle: der andere Tod und dtv.de)
    © Michaela Gutowsky
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  • Rezension zu Der andere Tod

    Inhalt:
    Es ist unglaublich, aber Max Winther kann sich einfach an nichts erinnern. Der erfolgreiche Geschäftsmann wacht eines Tages in einer Klinik in den USA auf und stellt fest, dass er alles über sich selbst erst neu lernen muss. Er erfährt, dass er bei einem Brand in seiner eigenen Firma fast ums Leben gekommen wäre – zum Glück war seine Ehefrau da, die ihn in letzter Sekunde aus den Flammen zog und ihm damit das Leben rettete. Ein Obdachloser, der zur selben Zeit in der Halle gewesen war, hatte nicht so viel Glück. Ein Feuer? Ein Obdachloser? Ein Unfall? Max Winther erinnert sich einfach an nichts. Und eigentlich könnte er nun in den USA mit seiner Frau Anouk, die sich Tag und Nacht um ihn kümmert, einfach ganz neu anfangen und alles hinter sich lassen. Doch das will Winther einfach nicht gelingen, denn immer wieder tauchen Bilder in seinem Kopf auf, Erinnerungsfetzen, nahezu kryptische Botschaften, die er einfach nicht einordnen kann und die ihm Angst machen, weil sie oft so gewalttätig auf den Mann wirken. Was ist er eigentlich für ein Mensch? Was hat er getan?
    Anouk ist dann auch ganz und gar nicht begeistert von der Idee, mit ihrem Mann in die Heimat zurückzukehren, gibt aber schließlich nach und ermöglicht es Max so, sich den wenigen Erinnerungen, die er überhaupt noch hat, zu stellen. Doch schnell merkt Winther dort, dass Anouk ihm scheinbar nicht immer die Wahrheit gesagt hat und dass auch andere Menschen, die er aus der Vergangenheit kennen müsste, ihm gegenüber nicht immer offen und ehrlich sind. Was ist los gewesen, bevor er sein Gedächtnis verlor? War er wirklich so ein schlechter Mensch, wie es nun immer wieder scheint? Max Winther macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und bekommt dabei ganz unerwartete Hilfe…
    Meine Meinung:
    Ich bin unschlüssig, was meine abschließende Meinung zu diesem Buch betrifft. Denn fast alles, was mir einerseits gut gefallen hat, fand ich auf der anderen Seite ausbaufähig. Ich werde mal versuchen, das etwas deutlicher zu machen:
    Der Erzählstil Jonuleits hat mir eigentlich ganz gut gefallen, Max Winther ist ein Erzähler, dem man gut folgen kann und der alles, was er erlebt, klar auf den Punkt bringt. An vielen Stellen war das genau passend und stimmig, aber gerade in den Szenen, in denen Winther Ungeheuerliches über seine Vergangenheit enthüllt oder Schreckliches erlebt, war er mir oft zu emotionslos. Gerade am Ende, das man zwar vorhersehen konnte, das aber dennoch stimmig war, hatte ich einfach etwas mehr erwartet.
    Und Letzteres ging mir mit vielen Handlungssträngen so: Wenn man einen solchen Roman liest, versuch man als Leser ja automatisch, das Puzzle zusammenzusetzen, das der Autor gebastelt hat. Am Ende des Romans muss man dann aber feststellen, dass viele der Handlungsstränge, die man beim Lesen irgendwie für bedeutsam gehalten hat, ganz schnell abgehandelt werden oder im Sande verlaufen. Für einige durchaus spannend angelegte Ideen hätte ich mir eine spektakulärere Auflösung gewümscht. Diese blieb leider aus.
    Was ich noch schwierig fand, war Anouks Rolle. Natürlich ist sie einerseits gut beschrieben, und Winthers Zweifel an ihr, gleichzeitig aber die gegenseitige Liebe zwischen den beiden, kann man gut herauslesen. Aber auch hier hätte ich mir beim Lesen etwas mehr Einblicke in die Gefühlswelt Winthers erhofft. Immerhin muss es schon eine ziemlich schlimme Situation sein, sich an den eigenen Ehepartner nicht zu erinnern, mit ihm dann eine vorsichtige „neue“ Beziehung aufzubauen um dann plötzlich Zweifel an der Ehrlichkeit des Partners zu haben…
    Zum Teil ein richtiger Pageturner, den ich unbedingt weiterlesen wollte, manchmal dann wieder lange Passagen, in denen ich das Gefühl hatte, dass nicht so viel passiert… zurück bleibt, dass „Der andere Tod“ ein durchaus guter Roman ist, der an der ein oder anderen Stelle noch mehr in die Tiefe hätte gehen können.
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  • Rezension zu Der andere Tod

    Klappentext:
    »Sie werden nun beginnen, die eine Hälfte meines Gesichts wiederherzustellen. Danach würde ich fast wieder der Alte sein. Aber kann ich das, wenn mir jegliche Erinnerung fehlt?«
    Nach einem Unfall hängt das Leben des deutschen Unternehmers Max Winther am seidenen Faden. Sein Gesicht wurde völlig zerstört. Zwei Jahre und zahlreiche plastische Operationen später kann er die Spezialklinik in Kalifornien verlassen. Eines scheint allerdings nicht zurückzukehren: sein Gedächtnis. Sowenig er sich auch an seine Vergangenheit erinnert - seine Vergangenheit erinnert sich an ihn. Immer wieder tauchen blitzlichtartig Bilder aus seinem Unterbewusstsein auf, die ihn zutiefst beunruhigen. Eine dramatische Spurensuche beginnt ...
    Über die Autorin:
    Anja Jonuleit wurde in Bonn geboren, wuchs am Bodensee auf und lebte einige Jahre im Ausland. Sie studierte Italienisch und Englisch und arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin, bis sie anfing, Romane und Geschichten zu schreiben. Sie hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Friedrichshafen.
    Allgemeines zum Buch:
    „Der andere Tod“ umfasst 336 Seiten und gliedert sich in mehrere Kapitel, die zum bequemeren Lesen und zum Spannungsaufbau in Abschnitte unterteilt sind. Als Überschrift tragen die Kapitel interessante Titel, die jeweils im Zusammenhang mit den Geschehnissen der einzelnen Kapitel stehen. Manche Kapitel werden durch Gedichtzeilen eingeleitet.
    Geschrieben ist das Buch aus der Sicht des Ich-Erzählers Max Winther. Dieser erzählt größtenteils in der Vergangenheitsform, denn er hält eine Art Rückschau auf sein früheres Leben, das durch die im Klappentext beschriebenen Ereignisse beherrscht wurde. Stellenweise finden sich aber auch Einschübe wie „heute weiß ich, ...“ oder „erst viel später sollte ich erkennen, ...“. Dadurch wird deutlich, dass die im Buch beschriebenen Ereignisse bereits hinter dem Protagonisten liegen und er sich nun für den Leser noch einmal rückschauend daran erinnert.
    Handlungsort des Buches ist Bregenz in Österreich. Das Buch spielt stellenweise aber auch in Deutschland und der Schweiz.
    Abgerundet wird das Buch durch eine Danksagung der Autorin sowie ein Quellenverzeichnis der verwendeten Gedichtzeilen.
    Das Cover ist übrigens nicht nur sehr auffällig und mysteriös gestaltet, sondern passt darüber hinaus auch super zum Inhalt des Buches.
    Meine Meinung zum Buch:
    Mit „Der andere Tod“ begibt sich der Leser zusammen mit dem männlichen Hauptcharakter Max Winther auf eine Spurensuche in die Vergangenheit. Das Leben von Winther hat sich nach einem schrecklichen Unfall entscheidend verändert, denn er kann sich nicht mehr an sein Leben vor dem Unfall erinnern. Statt dessen ist er auf die Hilfe seiner Frau angewiesen, die ihm Stück für Stück sein früheres Leben in Erinnerung ruft. Dabei helfen Fotoalben, Anekdoten, das erneute Aufsuchen gemeinsam erkundeter Orte. Manchmal gelingt es Winther, eine Erinnerung zu fassen, doch vieles bleibt im Dunkeln verborgen.
    Wären da nicht diese Bilder, die Max Winther plötzlich überfallen und Erinnerungen mit sich bringen, für die er keine Erklärung hat. Bruchstückhaft und wie die Teile eines Puzzles erhält Winther Einblicke in sein früheres Leben, doch kann er damit nicht viel anfangen. Und plötzlich ist auch seine Frau dabei keine große Hilfe mehr. Im Gegenteil: Sie verhält sich plötzlich sehr merkwürdig. Und auch das Verhalten gemeinsamer Freunde gibt Max Rätsel auf. Schließlich macht er eine Entdeckung, die ihn dazu bringt, die Unfallgeschehnisse neu aufzuarbeiten. Und dabei lernt er nicht nur sich selbst neu kennen, sondern vor allem seine Frau.
    Da das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, weiß der Leser praktisch genau so viel wie der Protagonist Winther. Hier heißt es: Geduldig sein. Denn nur mühsam erfährt der Leser Neues und ist dabei stets von den Nachforschungen durch Max abhängig.
    Geübten Krimi- und Thrillerlesern könnte es unter Umständen recht leicht fallen, auf die Auflösung des Buches zu kommen. Zwar bemüht sich die Autorin darum, den Leser recht lange im Dunkeln zu halten, doch finden sich einige gut versteckte Andeutungen, die auf des Rätsels Lösung schließen lassen.
    Die Auflösung erscheint durchaus plausibel und nachvollziehbar, allerdings hatte ich mir wesentlich mehr erhofft. Die Autorin strickt mühsam ein Netz aus Geheimnissen, Lügen, Rätseln und Ungereimtheiten. Und mit wenigen Worten bringt sie dieses Netz letztlich zu Fall. Hier fehlte es an Ausführlichkeit und insbesondere die Bedeutung einzelner Handlungsstränge wird am Ende zu wenig erklärt. Dadurch erscheinen sie überflüssig und bedeutungslos.
    Max Winther ist ein Charakter, mit dem der Leser durchaus mitfühlt, der aber kein großer Sympathieträger ist. Dafür bleibt er doch zu blass, auch wenn er als Ich-Erzähler viel von sich und seinen Gedanken preisgibt. Auch alle anderen Charaktere werden nicht ausführlich genug beschrieben, um für sie Partei zu ergreifen oder im Gegenteil Abneigung ihnen gegenüber zu verspüren.
    Vereinzelt wird die Handlung durch zu konstruiert wirkende Dialoge vorangetrieben. Diese erschienen oft zu gestellt und sollten stellenweise tatsächlich allein dazu zu dienen, der Handlung eine neue Richtung zu verleihen.
    Der Schreibstil der Autorin wirkt vor allem in den ersten Kapiteln sehr poetisch. Dies nimmt aber im Verlauf des Buches ab und macht statt dessen mehr Handlung und vor allem mehr Dialogen Platz. Diese fehlen in den ersten Kapiteln völlig, die Autorin beschränkt sich hier mehr auf indirekte Rede.
    Das Buch wird vom Verlag als Roman eingeordnet und es ist tatsächlich auch kein Krimi oder Thriller. Dazu fehlt eindeutig die Spannung. Diese ist zwar in Form von mysteriösen Anrufen, verdächtigen Personen und vor allem den blitzlichtartigen Erinnerungen, die Max Winther ständig überfallen, durchaus vorhanden. Doch zwischendurch gibt es lange Szenen, in denen die Handlung kaum vorangetrieben wird, der Leser vielmehr allein den Gedanken des Protagonisten lauscht.
    Mit ihrem Buch „Der andere Tod“ geht Anja Jonuleit der Frage auf den Grund, welchen Platz und welche Bedeutung Erinnerungen im Leben der Menschen einnehmen. Ist der Mensch auf Kenntnisse über seine Vergangenheit angewiesen oder ist er in der Lage ein Leben zu führen, das allein von täglichen Ereignissen bestimmt wird? Oder wird der Charakter eines Menschen auch und gerade durch Erinnerungen an seine Vergangenheit geprägt? Antworten auf diese Fragen sind in Jonuleits neuestem Werk nicht ausdrücklich nachzulesen, ergeben sich aber zwischen den Zeilen und können von Leser zu Leser durchaus unterschiedlich ausfallen.
    Mein Fazit:
    „Der andere Tod“ ist ein solider Roman, der einer interessanten Fragestellung nachgeht und durchaus spannende Szenen enthält.
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Ausgaben von Der andere Tod

Taschenbuch

Seitenzahl: 336

E-Book

Seitenzahl: 329

Besitzer des Buches 24

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