Jerusalem
Buch von Hans Kneifel
Titel: Jerusalem
Hans Kneifel (Autor)
Verlag: Bastei-Lübbe
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 720
ISBN: 9783404165339
Termin: Juni 2011
Aktion
-
Kurzmeinung
Grimmwart Für mich eindeutig zu viel des Guten...
Bewertungen
Meinungen
-
Für mich eindeutig zu viel des Guten...
Rezensionen zum Buch
-
Rezension zu Jerusalem
- Grimmwart
-
21. September 2025 um 09:14
Im Jahr 1095 schließt sich Jean-Rudger aus Les Baux dem Pilgerzug des Predigers „Peter, der Eremit“ an. Dieser stellte ein frommes Pilgerheer zusammen, um dem Aufruf Papst Urban II zu folgen, und das Grabmal Christis in Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Nach einem entbehrungsreichen Marsch erreichen Sie endlich Konstantinopel und setzen über in die nördliche Türkei. Hier will man warten bis das „Große Heer“ der westlichen Herrscher eintrifft um mit Ihnen gemeinsam nach Jerusalem zu ziehen. Nur hat in Peters Zug Niemand mit der Gier und Einfalt (Sündenerlass durch die Kirche), der fahrenden Ritter gerechnet, denn diese fallen plündernd und mordend über die Siedlungen der Einheimischen her und ziehen so den Zorn des Sultans der Sarazenen auf sich. Es kommt zum offen Krieg zwischen Pilgern und Sarazenen…Weiterlesen
Ich muss gestehen, dass ich das Buch nur bis Seite 380 (von über 700) gelesen habe! Ich kann mich einfach nicht mit dem Schreibstil von Hans Kneifel anfreunden. In der Zeit, die ich investiert habe, hätte ich 2-3 andere Bücher lesen können, habe aber immer wieder versuch weiter zu kommen. Hr. Kneifel hat extrem gut recherchiert, und ist dem Weg des ersten Kreuzzuges aufs Genaueste gefolgt. Genau da liegt für mich das Problem. Bis ins kleinste Detail werden die Strapazen der Wanderungen berichtet, jede Landschaftsänderung, jede Unterhaltung, mit Beteiligten, die (zwar geschichtlich wichtig) für den Verlauf der Geschichte so nebensächlich sind genau wiedergegeben. Das Leben in den Dörfern, im Palast im Treck – man wird mit Informationen erschlagen und das bei einem fortlaufenden, eher sehr ruhigen Geschehen. Zwar sind die beschriebenen Schlachten sehr blutig und detailliert, aber sie bilden die einzigen Spannungsspitzen! Der Hauptprotagonist geht so ins Detail, dass er sogar in Selbstgesprächen an sich selbst und seinen Handlungen zweifelt. Nach 380 Seiten sind 2 Jahre nach dem Aufbruch vergangen und Jean-Rudger hängt in einem kleinen Fischerdorf am Schwarzen Meer fest. Peter (der Eremit) lässt es sich in Konstantinopel gut gehen und vom „Großen Heer“ hat der Leser so gut, wie Nichts erfahren… Sorry, ich gebe auf! All die vielen Informationen, hätte ich (in geraffter Form) auch einem Geschichtsbuch entnehmen können…
Fazit: Mehr detailliertes Geschichtsbuch, als historischer (unterhaltungs) Roman- (für mich) Zuviel des Guten…
Ausgaben von Jerusalem
Besitzer des Buches 7
Update: 21. September 2025 um 09:14



