Der Augensammler

Buch von Sebastian Fitzek

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Augensammler

Interview mit Sebastian Fitzek zu 'Der Augensammler' 1. Herr Fitzek, haben Sie eigentlich Angst im Dunkeln? Kommt drauf an, was ich vorher gemacht habe. Wenn ich gerade einen spannenden Thriller gesehen oder gelesen habe, dann sind dunkle Keller nicht gerade mein bevorzugter Aufenthaltsort. Allerdings habe ich (unter anderem) die Macke, dass ich nur bei kompletter Dunkelheit einschlafen kann - selbst ein Standbylämpchen des Fernsehers kann mich da schon stören. 2. Da Sie Ihren Lesern quasi Alpträume auf dem literarischen Silbertablett servieren - verraten Sie uns, ob Sie selber einen Alptraum haben, der Sie nachts einholt? Ja - und den habe ich natürlich gleich verbraten, damals schon in meinem Erstling 'Die Therapie'. Ich fahre nachts mit meiner Freundin im Auto und wir können die Küste nicht finden, zu der wir eigentlich wollen. Die Straße ist sehr eng und führt durch einen dunklen, dichten Wald. Ich denke mir: 'Mensch, wir müssten doch schon längst am Meer sein, so lange, wie wir schon unterwegs sind', da lichtet sich auf einmal der Wald und ich erkenne, dass wir die gesamte Zeit nicht auf einer Straße sondern auf einem Steg gefahren sind. Der Steg führt weit über das offene Meer und hört plötzlich auf - ich sehe das Ende und kann nicht bremsen. Sobald das Auto abhebt und in den tosenden Wellen zu versinken droht, wache ich auf. Das ist so in etwa der Alptraum, der Viktor Larenz auf Parkum heimsucht. 3. Im 'Augensammler' geht es um einen mörderischen Wettlauf gegen einen Mann, der ritualisierte Morde an Frauen und Kindern vollzieht. Auf den ersten Blick wirkt das ausschließlich grausam, auf den zweiten zeigt sich ein krankhaftes, aber logisches System. Wie kommen Sie zu so einem Motiv - legen Sie diese Plots an reale Fälle an oder fallen Sie Ihnen einfach ein? In diesem Fall entspringt das Szenario meiner Phantasie und ich hoffe, dass es dafür keine Parallele in der Realität gibt. Aber meine Erfahrung zeigt, dass die Wirklichkeit die Fiktion an Grausamkeit leider oftmals um Längen schlägt. 4. Ebenso beeindruckend wie beklemmend ist Ihr medizinisches Wissen, zum Beispiel in der Szene mit der eingeschweißten Frau. Wie recherchieren Sie diese Details? Zuerst einmal habe ich eine bestimme Szene in meinem Kopf. Ich weiß genau, wie es in diesem Keller aussieht und was mit der eingeschweißten Frau geschieht. Dann versuche ich dieses Bild in meinem Kopf zu 'zeichnen', indem ich es anfangs ohne Recherche herunter schreibe. Ich gestehe, das Schreiben hat auch den Effekt, dass ich das schreckliche Bild (für eine kurze Zeit) aus meinem Kopf bekomme. Dann erst beginne ich in Büchern und im Internet zu recherchieren, ob ein solcher oder ähnlicher Zustand zuvor schon einmal dokumentiert wurde. Ich gebe das Kapitel dann Ärzten zu lesen und nehme am Ende die notwendigen Korrekturen vor. Viele gehen sicher andersherum vor - aber ich persönlich mag keine Bücher und Filme, denen man anmerkt, dass sich da jemand durch gerichtsmedizinische Literatur gewälzt hat, auf der Suche nach möglichst grausamen Todesarten. Das kennt man zum Beispiel von den späteren SAW-Folgen (die erste hat mir noch sehr gefallen). Wenn ich explizite Gewalt schildere, (meist seelische), dann ergibt die an dieser Stelle einen übergeordneten Sinn im Gesamtgefüge. Ich baue meine Geschichten nicht um derartige Stellen herum, sondern sie entwickeln sich während des Schreibens von alleine. Deswegen steht bei mir in der Regel erst die Phantasie und dann die Recherche. Aber das ist keine starre Regel. Selbstverständlich stoße ich auch während meiner Recherche auf interessante Fakten, die mich dann wieder inspirieren - meist für ein neues Buch ;) 5. Die Seitennummerierung des Buches verläuft entgegengesetzt. Stand das von Anfang an fest oder haben Sie das unterwegs entschieden? Das stand von Anfang an fest, nachdem ich den Prolog schrieb und dachte, dass könnte ebenso gut ein Epilog sein. Nicht nur die Seitenzahlen laufen daher rückwärts, auch die Kapitelnummerierungen. 6. Sie schreiben über seelische Abgründe, perfide Verbrechen und strauchelnde Menschen - wie schreibt man so etwas, ohne sich selbst darin zu verlieren? Abgedunkelte Schreibhöhle oder lichtdurchflutetes Arbeitszimmer? Gute Frage! Erst
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Serieninfos zu Der Augensammler

Der Augensammler ist der 1. Band der Alina Gregoriev Reihe. Sie umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2010. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Über Sebastian Fitzek

Der Schriftsteller und Journalist Sebastian David Fitzek hat sich durch seine Bücher zu einem der bekanntesten Thrillerautoren in Deutschland entwickelt. Er wurde im Jahr 1971 in Berlin geboren. Mehr zu Sebastian Fitzek

Bewertungen

Der Augensammler wurde insgesamt 330 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Meinungen

  • Welch bittersüße Lektüre kam denn da in meine unschuldigen Sphären?

    SirPleasant

  • Wow da ist mir allerdings ein sehr toller Thriller von Fitzek ins Bett gesprungen, bin traurig hab es ausgelesen

    Gaymax

  • Das Buch hat sich sehr gezogen, bis auf das Ende war die ganze Geschichte ziemlich langweilig.

    Scalymausi

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Augensammler

    Der ehemalige Kommissar Alexander Zorbach wird in einen Serienmord hineingezogen. Er wird zur Spielfigur des Augensammlers und außerdem zum Hauptverdächtigen seiner ehemaligen Kollegen. Eine Mutter wird mit Genickbruch gefunden. In ihrer Hand hält sie eine Stoppuhr, die 45 min und 7 sek anzeigt. Das ist das Ultimatum, in dem ihre beiden Kinder Tobias und Lea gefunden werden müssen. Ansonsten sind sie tot... Der Countdown läuft und Alexander sieht sich gezwungen die Hilfe der blinden Therapeutin Alina anzunehmen, die scheinbar Visionen hat, wie der Augensammler gehandelt hat. Schaffen sie es vor Ablauf des Ultimatums die beiden Kinder zu befreien?
    Das Buch ist wie ein Countdown geschrieben. Es ist also entgegengesetzt von anderen Büchern aufgebaut. Man liest also vom Ende bis Anfang. Das fand ich genial und es ist etwas, was Fitzek ausmacht. Er hebt sich von anderen ab.
    Je weiter der Countdown runterzählte, desto spannender wurde es und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl ich fand, dass es sich in der Mitte ein wenig gezogen hat. Trotzdem war es weiter interessant zu lesen.
    Fitzek versteht es seine Leser zu verwirren mit immer wieder unerwarteten Wendungen. Man dachte, man wäre endlich auf dem richtigen Weg und wüsste wer der Augensammler ist, doch dann war es doch nicht so. Erst im vorletzten Kapitel erfährt man wer der Augensammler ist und das hat mich überrascht, den damit hab ich nicht gerechnet, auch wenn es zwischenzeitlich schonmal einen kleinen Hinweis darauf gab.
    Gut gefallen haben mir auch die Cliffhänger an den Kapitelenden. Doch an einigen Stellen waren Alexander und Alina gerade eine Gefahrenzone und man dachte es wird gleich richtig spannend, aber dann war das Kapitel vorbei und im nächsten Kapitel war sie wieder in Sicherheit und man hat erst im Nachhinein erfahren, wie sie rausgekommen sind. Das habe ich ein bisschen schade gefunden und es hat ein wenig die Spannung genommen.
    Trotzdem war es wieder ein klasse Fitzek-Thriller, in dem er vorher eine super Recherchearbeit geleistet hat. Mir hat "der Augensammler" sehr gefallen und ich werde so schnell wie möglich auch "Der Augenjäger" lesen. Von mir bekommt er 4,5 Sterne.
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  • Rezension zu Der Augensammler

    Alexander Zorbach hat vor einiger Zeit wegen eines Zwischenfalls seinen Job als Vermittler bei der Polizei aufgegeben und arbeitet nun als Reporter bei der Zeitung. Hier schreibt er nun eine Story über den "Augensammler". Seit ein paar Monaten entführt dieser Kinder, nachdem er die Mutter getötet hat und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit, sein Kind zu retten. Bisher ist das Kind jedes Mal in seinem Versteck gestorben, den Opfern fehlte jeweils das linke Auge. Die Polizei tappt im Dunkeln, denn es gibt keine brauchbaren Spuren.
    Dann taucht bei Zorbach die Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf und behauptet, sie habe den "Augensammler" in ihrer Praxis behandelt und gesehen, was er getan hat, als sie ihn berührt hat. Diese Gabe hat sie seit Jahren. Es gibt nur ein Problem, das Zorbach zweifeln lässt: Alina ist blind...
    Ungewöhnlich an dem Buch ist die umgekehrte Nummerierung der Seiten, denn es endet quasi am Anfang. Wenn man das Buch gelesen hat, macht das auch Sinn. Der Anfang ist das Ende...oder das Ende der Anfang?
    Wie man bei einem Thriller von Fitzek gewohnt ist, hat mich auch "Der Augensammler" gut unterhalten. Man ist direkt in der Geschichte drin, denn der Erzähler spricht den Leser direkt an. Daneben gibt es auch Kapitel, die aus der Sicht von Alina, der Polizei und des entführten Tobias erzählen. Dadurch bleibt die Spannung erhalten. Diese wird im Laufe der Geschichte immer weiter aufgebaut, es gibt überraschende Wendungen und dann zum Schluss...nein, das verrate ich nicht. ;-)
    Auch wenn mit der Zeit klar wurde, dass der Täter jemand sein muss, der Zorbach kennt, wäre ich nicht auf diese Person gekommen.
    Alexander Zorbach ist nicht von Anfang an ein Sympathieträger für mich, aber das ändert sich mit der Zeit und zum Schluss mochte ich ihn eigentlich doch.
    Alina Gregoriev dagegen mochte ich dagegen gleich von Beginn an. Und TomTom. Witzige Idee, einen Blindenhund nach einem Navigationsgerät zu benennen.
    Das Ende ist jedenfalls offen bzw. bietet Potential für eine Fortsetzung. Ich denke, als nächstes werde ich wohl "Der Augenjäger" lesen.
    Fazit: Dies ist jetzt mein dritter Fitzek-Roman. "Der Augensammler" ist auf jeden Fall ein routinierter und spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat und bei dem ich zwischendurch auch mal schmunzeln musste. Aber ich würde ich ihn jetzt nicht als Thriller-Highlight bezeichnen, auch wenn die Idee des Aufbaus ungewöhnlich ist.
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  • Rezension zu Der Augensammler

    Ein typischer Fitzek!
    Klappentext:
    Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …
    Meine Meinung:
    Ich bin vom Augensammler total begeistert. Die Spannung lässt im ganzen Buch einem nicht im Stich und man ist gebannt auf das was noch folgen wird. Begeistert war ich, dass die Kapitel und die Seiten alle Rückwärts laufen. Dachte erst das es wirklich ein Druckfehler war, aber nachdem der Herr Fitzek es im Buch gleich klargestellt hatte mußte ich Anfangen zu schmunzeln.
    Seine Prologe genau wie seine Danksagungen sind auch einfach nur genial. Ich will vom Augensammler garnicht so viel erzählen, weil ich die Story an sich nicht kaputt machen möchte, aber umso mehr freue ich mich jetzt auf den zweiten Teil..."Der Augenjäger" Ich gebe den Augensammler ganze ★★★★ Sterne. ;-)
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  • Rezension zu Der Augensammler

    Erster Satz:
    Es gibt Geschichten, die sind wie tödliche Spiralen und graben sich mit rostigen Widerhaken tiefer und tiefer in das Bewusstsein dessen, der sie sich anhören muss.
    Meine Meinung:
    Der Liebestester
    Der Klappentext und auch die ersten paar Seiten vom Augensammler lasen sich wirklich vielversprechend. Der Expolizist und heutige Journalist Alexander Zorbach wird auf perfide Art und Weise in die Gräueltaten des Augensammlers verstrickt - und da er keine Lust hat, für etwas büßen zu müssen, was er nicht getan hat, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Verrückten. Hilfe dabei bekommt er von der blinden Physiotherapeutin Alina, die meines Erachtens etwas zu esoterisch "ans Werk geht".
    Witzig dabei ist, dass die Seitenzahlen des Buches nicht von 0-439 laufen, sondern von 439-0. - Also genau verkehrt herum.
    Das Buch ist auch in sehr viele, recht kurze Kapitel unterteilt, wo immer wieder andere Leute "ans Wort kommen". Zumeist liest man aber aus Alexander Zorbachs Sicht. - Diese Warte war mir eh noch die liebste.
    Spannung sollte wohl auch damit aufgebaut werden, dass bei jedem Kapitel als Überschrift bspw. "Noch 6 Stunden und 20 Minuten bis zum Ablauf des Ultimatums" steht. Leider konnte das bei mir nicht wirklich Spannung erzeugen. Das fand ich etwas schade. Zugegeben, eine gewisse Grundspannung war schon da, aber da sich Fitzek ja als DER Spannungsmeister einen Namen gemacht hat, habe ich mir, ehrlich gesagt, etwas mehr erwartet.
    Um dem Augensammler auf die Schliche zu kommen, hat man hier das Thema Esoterik gewählt, das für meinen Geschmack doch etwas zu sehr ausgereizt wurde und mir nicht realistisch erschien. - Das war leider nichts für mich.
    Die vorkommenden Protagonisten sind wirklich gut beschrieben und skizziert, leider aber allesamt unsympathisch, teils egoistisch und kalt rübergekommen. - Ich bin mit niemandem so richtig warm geworden.
    Allgemein kann ich aber sagen, dass die Story bzw. der Augensammlerfall total raffiniert und abwechslungsreich geschrieben worden ist und mir trotz nicht immer vorhandener Spannung gut gefallen hat. Vor allem die Aufdeckung, wer der Augensammler nun tatsächlich ist, hat mich sehr überrascht.
    Das Ende hat es in sich. Der Schluss ist unglaublich (und) traurig und stellt sowohl das Ende als auch den Anfang dar...
    4 !
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  • Rezension zu Der Augensammler

    Kurzbeschreibung:
    Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt... *Quelle*
    Zum Autor:
    Sebastian Fitzek hat sich mit bislang acht Bestsellern – zuletzt "Abgeschnitten" zusammen mit Michael Tsokos – längst seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers erschrieben. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt.
    Meinung:
    In Berlin geht der sogenannte Augensammler um: Ein Täter, der Kinder entführt, ihnen das linke Auge nimmt und deren Mütter ermordet. Er gibt den Vätern genau 45 Stunden und 7 Minuten Zeit, die Kinder wiederzufinden, doch bisher lief dieses Ultimatum immer ab, ohne die Kinder retten zu können. Der ehemalige Polizeipsychologe Alexander Zorbach, der nun als Zeitungsredakteur arbeitet, wird vermeintlich zufällig in diesen Fall involviert und das nicht nur durch seine Berichterstattung.
    Zusammen mit der blinden Physiotherapeutin Alina Gregoriev macht er sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Augensammler und gerät bald schon ins Visier seines ehemaligen Kollegen Stoya, der ihn mehr und mehr für den Täter hält, da er durch Alina, die eine Seherinnengabe besitzt und in die Vergangenheit schauen kann, brisante Details weiß, die sonst niemand kennt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt, denn das nächste Ultimatum läuft bereits...
    Der Augensammler ist ein weiterer spannungsgeladener Psychothriller aus der Feder von Sebastian Fitzek, der lange ungelesen in meinem Regal stand. Nun war es aber an der Zeit, diese Geschichte zu lesen und der Autor hat mich auch mit diesem Werk nicht enttäuscht. Sebastian Fitzek gehört zu meinen eindeutigen Lieblingsautoren im deutschsprachigen Thriller-Genre und das zu Recht.
    Allein das bemerkenswerte Detail, die Geschichte mit dem Epilog zu beginnen und die Kapitel rückwärts als Countdown nach unten zu zählen, ebenso die Seitenzahlen, fand ich innovativ und neu. Dies mag zwar den ein oder anderen Leser etwas verwirren, aber tut der spannenden und actionreichen Geschichte keinen Abbruch, die wiederum mit vielen gekonnten Irrwegen und Wendungen gespickt ist.
    Die beiden Hauptcharaktere Alexander Zorbach und Alina Gregoriev harmonieren sehr gut miteinander. Zorbach, der durch einen Unglücksfall nicht mehr für die Polizei sondern nun als Redakteur arbeitet und seit diesem getrennt von seiner Frau lebt, ist ein hartnäckiger Mann, der dem Augensammler-Fall unbedingt auf die Spur kommen will, koste es was es wolle. Die Physiotherapeutin Alina, die seit ihrem 3. Lebensjahr blind ist, ist ebenfalls eine recht unkonventionelle Person, die sich nie durch ihr Handicap hat unterkriegen lassen und zusammen mit ihrem Blindenhund TomTom ein eingespieltes Team bildet. Ihre hellseherische Gabe ist ein weiterer interessanter Charakterzug, der sie außerdem etwas mysteriös erscheinen lässt.
    Spannung und Gänsehaut ist mit Der Augensammler von Anfang bis Ende garantiert, denn in diesem Roman ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint. Wer gut und wer böse ist, ist nicht sofort zu erkennen und einige eingebaute Wendungen, die den Leser überraschen, tun ihr weiteres hinzu. Das Ende bleibt ein wenig offen, zwar wird die Identität des Augensammlers gelüftet, das Motiv ebenfalls, doch bleiben auch ein paar Fragen, die nicht ganz beantwortet werden. Ob diese in der Fortsetzung Der Augenjäger nochmals zur Sprache kommen, wird sich nach dessen Lektüre erweisen. Man kann dies aber auch seiner eigenen Fantasie überlassen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die Fortsetzung, die mit Sicherheit zügig gelesen wird!
    Fazit:
    Der Augensammler konnte mich wiederum von Sebastian Fitzeks Thriller-Qualitäten überzeugen. Spannend, rasant, mysteriös, mit zahlreichen Wendungen - so soll ein Psychothriller sein!
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  • Rezension zu Der Augensammler

    Anfangs habe ich immer hin und her überlegt, ob das Buch lesen soll oder nicht. Beim Thema Augen bin ich etwas empfindlich. Schlussendlich habe ich mich doch dafür entschieden. Zum Thema Augen hatte ich keine Probleme. Dafür wird es in anderer Hinsicht sehr genau, aber damit habe ich wiederum keine Probleme.
    Gelungen fand ich die Rückwärtspaginierung, das war mal was anderes. Und nach und nach habe ich aus verstanden, warum. So wie es mit gefallen hat, hat es mich aber auch irritiert. Wenn das Buch mich nicht völlig in seinen Bann zieht, schaue ich immer auf die Seitenzahl. Ich wusste zwar immer, wie viel noch vor mir liegt, aber nicht so genau, wie viel ich schon gelesen hatte.
    Ein Pluspunkt gibt es dafür, dass es bei mir erst ganz zum Schluss Klick gemacht hat, wer der Augensammler ist. Das Ende lässt mich aber irgendwie ratlos zurück.
    Spannung habe ich hier etwas vermisst. Gut, auf den letzten Seiten wurde es spannender, aber zwischendurch: Fehlanzeige.
    Zu 100 % konnte mich Sebastian Fitzek mit Der Augensammler nicht überzeugen. Amokspiel gefällt mir bis jetzt immer noch am besten von ihm.
    Meine Bewertung:
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Ausgaben von Der Augensammler

Taschenbuch

Seitenzahl: 464

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 200

Hörbuch

Laufzeit: 00:05:10h

E-Book

Seitenzahl: 465

Der Augensammler in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Augensammler (Details)
  • Englisch: The Eye Collector (Details)

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