Die unsichtbaren Stimmen

Buch von Carolina De Robertis

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die unsichtbaren Stimmen

Ein Epos wie die großen Ströme Südamerikas: verschlungen, mitreißend, magisch Als die frisch verheiratete Pajarita zum ersten Mal vom Land nach Montevideo kommt, scheint ihr die ganze Welt offenzustehen. Doch die rauen Verhältnisse der großen Stadt trüben ihr Glück schnell. Ihr Mann verschwindet eines Tages spurlos, und Pajarita ist es, die die vier Kinder alleine großziehen muss. Sie ist es auch, die die Familie zusammenhält, als ihre Tochter Eva ihrer großen Liebe über den Río de la Plata nach Buenos Aires folgt. Und sie ist es, die ihrer Tochter zur Seite steht, als die rebellische Enkelin Salomé, die gegen die herrschende Militärdiktatur kämpft, verhaftet und eingesperrt wird. Pajarita, Eva, Salomé – drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Und doch haben sie eines gemeinsam: den Hang zur Unabhängigkeit, den Willen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – gegen alle Widerstände.
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Bewertungen

Die unsichtbaren Stimmen wurde insgesamt 8 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,9 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die unsichtbaren Stimmen

    Zur Autorin und zum Inhalt / Buchaufbau brauche ich nichts mehr zu schreiben, das hat die Erstrezensentin schon sehr gut gemacht. Also kommt hier mein Leseeindruck:
    Die erste Hälfte des Buches war ich gefesselt und sehr angetan von den erzählten Frauenschicksalen - ja, es konzentriert sich sehr auf die drei Frauen der Familie, die Männer sind oft wirklich nur im Hintergrund und erfüllen die Klischees, wie Ungeschrieben bereits erwähnt hat. Allerdings dienen diese Klischees auch dazu, die Frauen ihr Leben so zu führen wie sie es tun - hätten die Männer sich anders verhalten, wäre die Geschichte nicht mehr die gleiche, hätten die Frauen einen anderen Weg eingeschlagen. Alles soweit gut bis zur Rückkehr Evas nach Montevideo. Ab diesem Zeitpunkt begann die Geschichte für mich abzurutschen und auch die Frauen, vor allem die Enkelin Salome, sich genauso klischeehaft zu verhalten wie die Männer. Die Lebensumstände der Frauen und ihr Verhalten wurden für mich zunehmend unlogischer, teils auch sehr naiv und nicht mehr glaubwürdig. Man könnte zu recht jetzt anführen, dass ich hier aus dem bequemen Leben eines Europäers heraus die Lebensumstände in Südamerika zu den Zeiten der großen Umbrüche und Revolutionen nicht beurteilen könne - mag sein, aber trotzdem kann ich nicht aus meiner Haut und meinem Empfinden. Außerdem kam gerade Salomes Werdegang, ihre Wendung zur Revolutionärin, mir vor wie eine Nacherzählung von Passagen aus Allendes "Geisterhaus". Ich kenne nur den Film, hatte ihn letztes Jahr aber gesehen kurz bevor ich das Buch las. Vielleicht traten mir deswegen diese Ähnlichkeiten so vor Augen. Ich möchte der Autorin bestimmt kein Plagiat nachsagen, aber sind wir nicht alle beeinflusst von der Welt um uns herum? Hat sie vielleicht unbewusst doch einen Teil der Geschichte von dort mit einbezogen? Ich weiß es nicht, es kommt mir nur so vor.
    Stilistisch liest sich das Buch sehr leicht und flüssig, wirklich angenehm. Deswegen habe ich es, obwohl mir die Geschichte zunehmend weniger gefiel, problemlos beenden können ohne mich zu quälen. Es ist ja auch nicht wirklich ein schlechtes Buch, es hielt für mich nur nicht das, was es anfangs versprach.
    Mein Wissen um Südamerika im letzten Jahrhundert, im speziellen Uruguay und Argentinien, hat sich allerdings beim Lesen auch wesentlich vertieft - ich habe nebenher viel recherchiert und nachgelesen, da ich zwar manches wusste, aber vieles eben auch nicht. Argentinien war in der allgemeinen Berichterstattung der Medien eben schon immer viel präsenter als der kleine Nachbar Uruguay. Beim Recherchieren habe ich dann festgestellt, dass sich die Autorin auf jeden Fall sehr genau mit der Geschichte der beiden Länder und auch Brasiliens auseinandergesetzt hat - das passt alles.
    So bin ich insgesamt zu einer Bewertung von drei Sternen gekommen - sehr guter Anfang, leider nicht mehr ganz so gutes Ende, aber gut recherchiert und schön erzählt.
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  • Rezension zu Die unsichtbaren Stimmen

    Zur Autorin:
    Carolina De Robertis wurde 1975 geboren. Sie wuchs in England, der Schweiz und Kalifornien auf. Ihre Familie stammt aus Uruguay. Zehn Jahre lang war sie für eine Frauenrechtsorganisation tätig. Sie arbeitet als Autorin und Übersetzerin aus dem Spanischen. »Die unsichtbaren Stimmen« ist ihr Debüt. Zur Zeit schreibt sie an einem zweiten Roman.
    Kurzbeschreibung:
    Als die frisch verheiratete Pajarita zum ersten Mal vom Land nach Montevideo kommt, scheint ihr die ganze Welt offenzustehen. Doch die rauen Verhältnisse der großen Stadt trüben ihr Glück schnell. Ihr Mann verschwindet eines Tages spurlos, und Pajarita ist es, die die vier Kinder alleine großziehen muss. Sie ist es auch, die die Familie zusammenhält, als ihre Tochter Eva ihrer großen Liebe über den Río de la Plata nach Buenos Aires folgt. Und sie ist es, die ihrer Tochter zur Seite steht, als die rebellische Enkelin Salomé, die gegen die herrschende Militärdiktatur kämpft, verhaftet und eingesperrt wird.
    Pajarita, Eva, Salomé drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Und doch haben sie eines gemeinsam: den Hang zur Unabhängigkeit, den Willen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen gegen alle Widerstände.
    Handlung und Aufbau:
    Pajarita, ein Mädchen vom Land, heiratet mit 16 und folgt ihrem Mann nach Montevideo. Dieser fängt bald an zu trinken und bringt weniger Geld nach Hause,er schlägt sie, bevor er schließlich ganz verschwindet. Pajarita ist nun mit den Kindern auf sich allein gestellt.
    Pajaritas Tochter Eva muss als Mädchen die Schule abbrechen, um in einem Schuhgeschäft Geld für die Familie zu verdienen. Es wird eine schlimme und dunkle Zeit in ihrem Leben.
    Salomé wächst in der Zeit der Revolution auf. Sie entscheidet sich gegen das Studium und bringt in Leben in Gefahr, als sie sich dem Widerstand anschließt.
    Die wunderschöne, symbolreiche, poetische, gewandte und realitätsnahe Sprache macht das Lesen des 464 Seiten langen Buches zu einem Vergnügen. Die Geschichte besteht aus drei Teilen, die jeweils von der Mutter, der Tochter und der Enkelin handeln.
    Ich finde es ist ein Buch von einer Frau für andere Frauen. Leider haben Männer bis auf ein paar Ausnahmen die Funktion zu verlassen, zu betrügen, gewalttätig zu sein, zu enttäuschen und zu verletzen. Was auf mich persönlich sehr klischeehaft wirkte. Man hat teilweise den Eindruck das Buch ist ausschließlich auf den Geschmack von Emanzen abgestimmt. Oder die Autorin hat bloß versucht die Kluft zwischen den Geschlechtern darzustellen. Für mich war das uneindeutig.
    In dem letzten Teil des Buch ist sehr viel von Politik die Rede. Ich empfand den Anfang von Salomés Geschichte als etwas langweilig, dafür jedoch tragen meine Bildungslücken die Schuld.
    Die Handlung wäre spannender, wenn ich besser über die Geschichte Südamerikas, speziell Uruguays, informiert wäre. Doch das trübte den Lesegenuss nicht, denn es war nicht der Kern des Inhaltes, obwohl die Charaktere selbstverständlich durch das politische Umfeld beeinflusst wurden.
    Meine Meinung:
    Es ist ein lesenswerte, unterhaltende, bewegende, zu Tränen rührende Geschichte. Besonders die Stärke der Sprache macht das Buch zu einem großen Roman. Die Handlung ist jedoch an einigen wenigen Punkten etwas unglaubwürdig.
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Ausgaben von Die unsichtbaren Stimmen

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 704

Taschenbuch

Seitenzahl: 464

Hörbuch

Laufzeit: 00:07:32h

Besitzer des Buches 25

Update:

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