Zusammenfassung

Serieninfos zu Emma

Emma ist der 3. Band der Jane Austen Projekt Reihe. Diese umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2013. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2016.

Über Jane Austen

Nur 41 Jahre alt wurde die 1775 in Steventon geborene britische Schriftstellerin Jane Austen. Ihre Bücher "Stolz und Vorurteil" und "Emma" gehören zu den Klassikern der englischen Literatur und wurden mehrfach erfolgreich verfilmt. Mehr zu Jane Austen

Bewertungen

Emma wurde insgesamt 125 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Meinungen

  • Klatsch, Kuppelei und Charakterentwicklung.

    Feuerstuhl

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Emma

    Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen, selbst unter der Berücksichtigung, dass es vor 200 Jahren verfasst wurde. Einmal hatte ich es bereits abgebrochen, weil dieses Getue kaum auszuhalten war, dann habe ich es aber doch wieder hervorgekramt und unter Qualen zu Ende gelesen.
    Die Protagonisten fand ich allesamt oberflächlich, die Gespräche kann ich nur als sinnentleertes Geschwätz bezeichnen. Es wird zwar viel geredet, aber wenig gesagt und dieses Wenige auch noch furchtbar umständlich formuliert. Die ständigen Entschuldigungen, wobei man als Leser den Grund oft gar nicht nachvollziehen kann, haben mich genauso wie die vielen Zimperlichkeiten zunehmend genervt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die "noble" Gesellschaft Anfang des 19. Jahrhunderts in der Realität nicht auch so dämlich aufgeführt hat.
    Es hat mir auch an Handlung gefehlt, genau genommen passiert nämlich über beinahe 600 Seiten so gut wie nichts. Einmal schwärmt dieser Herr für jene Dame und dann diese Dame für jenen Herrn, wobei alles konzeptlos, ohne Raffinesse und Spannung abläuft. Mit solchen Charakteren kann man auch nicht mitfühlen, hier fehlt Leben und Leidenschaft.
    Schwer verständlich ist für mich, dass dieser Roman ein Klassiker der Weltliteratur sein soll und immer noch gedruckt wird. Mehr als einen einsamen kann ich dafür leider nicht vergeben.
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  • Rezension zu Emma

    Handlung
    Emma Woodhouse ist vom Schicksal eindeutig gesegnet: nicht nur gehört sie zur wohlhabendsten Familie im Umkreis und ist deshalb in der gehobenen Gesellschaft tonangebend, sie ist auch noch süße 21 Jahre jung, von blendendem Äußeren und unverheiratet. Wenn es nach ihr und ihrem Vater Mr. Woodhouse geht, sollte sich auch an letzterem nichts ändern. Mrs. Woodhouse ist schon lange nicht mehr unter ihnen und seit Emmas Schwester Isabella gut verheiratet ist, ist sie mit ihrem Vater alleine in Hartfield, ihrem Anwesen. Ihr Vater hasst Veränderungen wie nichts sonst und ist noch lange nicht darüber hinweg, dass Isabella nicht mehr mit ihnen allen zusammen wohnt und verheiratet ist, sodass Emma sich dazu entschließt, selbst immer an der Seite ihres Vaters zu bleiben und sich nicht an einen Mann zu binden. Überhaupt ist auch gar nicht der richtige Kandidat im näheren Umfeld. Stattdessen spielt sie lieber Ehestifterin und versucht, zwischen den Menschen in ihrem Bekanntenkreis Beziehungen heraufzubeschwören und gute Partien einzufädeln. Für ihre Freundin Harriet Smith, einer unehelichen Tochter eines Kaufmanns, etwa hat sich Emma Mr. Elton, den Geistlichen der Gemeinde, als perfekten Ehemann ausgesucht und manipuliert nun Harriert und ihrer Meinung nach auch Mr. Elton so, dass sie ebenfalls in diese Richtung denken. Es gibt nur einen Menschen, von dem Emma jemals Tadel für ihre Aktionen erhält - Mr. Knightley, ein alter Freund der Familie. Dieser scheut sich nicht, Emma darauf hinzuweisen, dass Mr. Elton mit Harriet keine ihm vom Stande her angemessene Frau hätte und er auch nicht vorhat, sich unter Wert zu verheiraten. Dennoch spielt Emma weiterhin Kupplerin - und belässt es auch nicht bei diesem einen Paar.
    Meine Meinung
    Irgendwie sind Jane-Austen-Bücher doch alle ein bisschen ähnlich. Es wird eine bestimmte Zeitspanne in einer englischen Grafschaft des 19. Jahrhunderts erzählt. Diese Erzählung spielt sich ausschließlich in dem kleinen Mikrokosmos der höheren Gesellschaft dieser Grafschaft ab, die aus sieben, acht Familien besteht und deren Beziehungsgeflecht im Roman ausgebreitet und entwickelt wird.
    Auch bei "Emma" greift dieses Grundkonzept. Und gleich zu Anfang muss ich sagen, dass mich Beziehungskonstellationen und vertretene Wertvorstellungen ein bisschen an GZSZ erinnert haben. Nur ein vornehmer. Wir sind schließlich in England, Sir.
    Die Handlung kann man deshalb auf jeden Fall sehr leicht und sehr knapp zusammenfassen: auf der einen Seite sind die heiratsfähigen jungen Damen und die etwas älteren heiratsfähigen Herren und auf der anderen Seite die ehrenwerten verheirateten Paare oder alleinstehenden Erwachsenen, die sich zwar nicht für sich selbst, aber doch für ihre jungen Freunde fleißig an der Heiratsvermittlerei beteiligen. Zumindest abgesehen von Mr. Woodhouse, der vehement gegen Hochzeiten ist, weil diese immer Veränderungen in seinen gewohnten Sozialstrukturen bedeuten.
    Wenn also die Handlung eher ein bisschen vorhersehbar ist, was macht dann dieses Buch zu etwas besonderem? Die Charaktere. Für mich haben diese der stereotypen Rahmenhandlung das Leben eingehaucht, das ich von Jane Austens Romanen gewohnt bin.
    Emma, die Protagonistin, ist eindeutig ein reiches und verwöhntes Mädchen, das sich mit einer gewissen Arroganz über die Schicksale ihrer Mitmenschen verfügen möchte und lernen muss, dass sie im Ehestiften vielleicht doch kein so gutes Händchen hat, wie sie glaubt. Dennoch kann man ihr zugute halten, dass sämtliche ihrer Manipulationen dazu führen sollen, den Mensch in ihrem Umfeld zum größtmöglichen Glück zu verhelfen. Oder zumindest was Emma dafür hält. Es braucht verschiedene Lektionen, die nicht eines feinen Humors und ironischer Wendungen entbehren, damit Emma damit aufhört, sich auf Gedeih und Verderb in die Liebesangelegenheiten anderer Leute zu mischen. Da sie natürlich von Anfang an die vollkommenen Anlagen einer perfekten Dame besitzt und im Grunde ihres Herzens gutartig, respektvoll, höflich und freundlich gegen jedermann ist, entwickelt sich ihr Charakter im Laufe des Romans in genau diese Richtung und wird ein Paradebeispiel an englischer Vornehmheit.
    Aus ihrem Vater Mr. Woodhouse bin ich den gesamten Roman über nicht wirklich schlau geworden - er stellt sich gegen jede Veränderung und ist immer sorgsam um die Gesundheit seider Freunde und Familie bemüht. Warum er allerdings - bei allem Hang zum Gewohnten - seine Tochter unverheiratet sehen möchte, ist mir bei den Grundsätzen dieser Gesellschaft ein Rätsel. Zwar ist er reich genug, um Emma auch nach seinem Tod ein angemessenes Leben zu ermöglichen, aber dieses Leben wäre wohl wenig erfüllt für die offene Emma, die sich gerne an der Spitze einer jeden Gemeinschaft sieht und der diese Rolle als ältere unverheiratete Dame wohl kaum weiterhin zukommen würde. Ich interpretiere Mr. Woodhouse deshalb, und weil er nie eine nachvollziehbare Begründung für sein Anit-Haltung liefert, als personifizierte Kritik an dem sich ewig wiederholenden Modell der Heiratswirtschaft: dass es jungen Leuten augenscheinlich nur darauf ankommt, eine gute Partie zu machen und sich möglichst vorteilhaft zu verheiraten.
    Es gibt noch ein paar andere Figuren, die der Geschichte Leben verleihen, weil man entweder die ganze Zeit darauf wartet, dass ein schockierendes Geheimnis um diese Figur gelüftet wird (irgendwo ist immer ein Skandal - ich sag ja: GZSZ), weil man so sehr mit ihnen mitfühlt oder sie auch leidenschaftlich unsympathsich finden kann.
    Im Übrigen wird natürlich sehr viel wert auf Manieren, Höflichkeit und das soziale Reglement gelegt; da werden kleinste Haltungsveränderungen groß gedeutet, die Wortwahl wird genaustens analysiert und zu den 1.000 Arten, jemandem auf die Füße zu treten, kommen mindestens genauso viele Möglichkeiten, jemandem ganz subtil seine Zuneigung zu gestehen. Da die Figuren deshalb oft in ihrer Rede an vornehme Zurückhaltung und höfliche Vorsicht gebunden sind, redet niemand mal Klartext redet und deshalb kann immer nur über die Gefühle und Gedanken der anderen spekuliert werden. Dies führt zu diversen Missverständnissen, deren Auflösung Ewigkeiten dauern. Teilweise zog sich die Geschichte wirklich unnötig hin; dabei ist aber wenigstens der Schreibstil sehr schön. Geprägt von den typischen Kettensätzen und dem sehr ausgewählten Vokabular, das dem Leser die Stimmungen dieser Zeit deutlich vor Augen führt, kann man sich in das England des 19. Jahrhunderts fallen lassen.
    Zusammenfassend betrachtet war dieses Buch wohl der schwächste Roman, den ich von Jane Austen gelesen habe. Daher kann ich eure Kritikpunkte in diesem Thread sehr gut verstehen. Aber für mich ist das Meckern auf hohem Niveau und insgesamt hat mir das Buch doch immernoch sehr gut gefallen, weshalb es nur einen leichten Punktabzug und immernoch von mir gibt.
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  • Rezension zu Emma

    Ich habe "Emma” in der Mini-Leserunde gelesen und es hat mir mal wieder gut gefallen. Es ist ein sehr schöner Roman um die Irrungen und Wirrungen der
    Liebe.
    Jane Austen ist es mal wieder gelungen ihren Charakteren ein Gesicht zu geben, auch wenn ich manche Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte und mir auch am Ende alles etwas zu schnell ging. Andererseits weiß man ja, wenn man einen Austen-Roman liest das er immer gut ausgeht.
    Die Titelheldin Emma Woodhouse macht nichts lieber als Ehen zu stiften, sehr zum
    Leidwesen ihres Vaters, der vom Heiraten nichts hält, da er so all seine
    Lieben verliert, erst seine älteste Tochter und dann noch die geliebte Gouvernante. Emma kann es allerdings nicht lassen und versucht auch die junge Harriet Smith zu verkuppeln, wodurch es zu einigen Missverständnissen kommt. Wer Jane Austen kennt, weiß dass es bei ihr nie ohne Komplikationen, Irrungen, Wirrungen und viel
    Geplänkel und Klatsch abgeht. Und ja es wird viel geklatscht in “Emma”, sei es über Neuankömmlinge wie Mrs. Elton, die mir seit ihres ersten
    Auftritts, sehr missfallen hat oder über die junge Jane Fairfax oder auch Frank Churchill.
    Der Roman ist in drei Teile aufgeteilt. Die ersten beiden Teil sind jeweils 18 Kapitel lang und der letzte Teil sind dann 19 Kapitel.
    Insgesamt hat mich "Emma" sehr gut unterhalten und werde sicher auch ihre anderen Romane lesen.
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  • Rezension zu Emma

    Ich habe "Emma" letztens in einer Mini-Leserunde gelesen und war mal wieder hin und weg von Miss Austen!!
    Jane Austen schafft es immer wieder, einem aus dem grauen Alltag zu holen. Man befindet sich mit Aufklappen des Buches sofort im damaligen England, in besserer Gesellschaft. Austen schreibt ja immer eher über die gehobene Klasse. Und genau darum geht es auch in desem Roman.
    Man ist bei Bällen und Ausritten dabei, nimmt an Diskussionen teil, wer wen als nächstes einläd und warum und man bekommt den Klatsch eines kleines Dorfes hautnah mit. Aber das ist natürlich noch nicht alles. Es geht auch um Freundschaft, Liebe, Missverständnisse und Geheimnisse.
    So schön die Bücher auch immer wieder sind, aber ich glaube, ich könnte es nicht lange in solch einer Gesellschaft aushalten. Die "Benimm-Regeln" von damals wären mir einfach zu anstrengend.
    Ich habe ich wie immer köstlich mit Jane Austen amüsieren können, nur die Gestalltung des Endes hat mir nicht ganz so gefallen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich vorbringen kann.
    Es gibt einfach nichts besseres, als sich nach der Arbeit aufs Sofa zu lümmeln, eine Kanne Earl Grey Tea vor sich und ein Austen-Buch in der Hand!!! Entspannung pur!
    Sorry, dass meine Bewertung so kurz ausfällt und es auch an einer genauen Inhaltsangabe mangelt, aber für mich sind die Austen Romane mehr als ein Buch, was man rezensieren kann - sie sind ein Erlebnis, welches man nur spüren kann, indem man die Bücher selber liest!
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  • Rezension zu Emma

    Kurze Beschreibung:
    *****************************
    Emma Woodhouse eine eigenwillige, selbstsichere junge und sehr hübsche Dame gehört zu den Besseren Kreisen Highburys. Da Emma selbst nicht vorhat zu heiraten spielt sie zugern die Kupplerin für ihre Freunde. Ganz zu Beginn des Romans ist es ihr gelungen ihre Guvernante Miss Taylor mit dem angesehenen Mr. Weston zusammenzubringen. Mr. Woodhouse ist ein älterer Herr der seine Tochter Isabella die kürzlich geheiratet hat und Miss Taylor bemittleidet da sie Highbury verlassen mussten lebt jetzt ganz allein mit seiner über alles geliebten Tochter Emma. Ein guter Freund und Gentleman, Mr. Knightley leistet ihnen öfters Gesellschaft. Emma hat bald eine neue Freundin Miss Smith gefunden, und setzt sich bald in den Kopf ihre neue Freundin an einen stattlichen jungen Mann zu bringen. Als die Harriet Smith einen Heiratsantrag von Mr. Martin bekommt, rät Emma ihr davon ab da Mr. Martin gesallschaftlich unter ihr steht. Zumindest sieht Emma das so, sie möchte ihre neue Freundin aus unbekanntem Hause nicht gleich wieder verlieren. Emma sieht schon einen ganz anderen für Harriet vor, sie versucht sie mit Mr. Elton bekannt zu machen. Alles scheint glatt zu laufen doch bei ihrer ganzen Kuppelei bemerkt sie nicht wie Mr. Elton sich in sie statt in Hariett verliebt. Bei einem gemeinsamen Weihnachtsessen auf Randalls wird Mr. Elton gegenüber Emma jedoch deutlich und gesteht ihr seine Zuneigung. Emma lehnt diese jedoch strikt ab so das Mr. Elton bald darauf nach Bath abreist. Als Harriet getröstet ist kommen gute Neuigkeiten ins Haus geflattert, denn der Sohn von Mr. Weston wird bald in Highbury erwartet. Emma die sich sonst keine Heiratspläne in den Kopf gesetzt hat könnte sich vorstellen vielleicht in diesen jungen Mr. Frank Churchill zu verlieben. Zur gleichen Zeit kommt Jane Fairfax in Highbury an, Emma war ihr schon immer abgeneigt da sie in ihr die vollendete junge Dame entdeckt die sie selbst gerne sein möchte. Als dann noch bekannt wird das Mr. Elton geheiratet hat und mit Mrs. Elton nach Highbury kommt beginnt das gesellschaftliche Leben in Highbury aufzublühen.
    Mein Fazit:
    ***************
    Mit "Emma" schafft Jane Austen eine verzwickte Story rund um die Liebe und die Gesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts auf's Papier zu bringen. Sie gestaltet ihre Protagonisten so liebevoll und schmückt jeden mit einem Ideenreichtum an Charaktereigenschaften, dass einem die Protagonisten einfach ans Herz wachsen müssen. Auch wenn ich zu Anfang immer wieder hin und hergeschwankt bin was ich denn von Emma denken soll da sie wirklich sehr auf sich selbstbezogen ist und gerne fehlerfrei wäre beginnt sie mir im Verlauf des Buches jedoch symphatisch zu werden. Man fiebert mit ihr mit und kann ihren Gedankengängen schön folgen. Aber nicht nur Emma ist wunderbar geschildert auch Mr. Woodhouse den ich in der Tat erheiternd fand mit seiner ständigen Besorgtheit um die Gesundheit und das Wohlergehen anderer hat die Geschichte lebendig werden lassen. Den Gentleman Mr. Knightley fiel es mir ab und zu schwer zu durchschauen, er war nämlich der einzige der Emma auf ihre Fehltritte hingewiesen hat und so auch des öftern mit ihr einen Zwist hatte. Teilweise hatte ich so gedacht wie Mrs. Weston, dass er evt. eine Zuneigung für Jane Fairfax hat aber zum Schluss erweist sich alles mal wieder ganz anders. Ich kann wirklich jedem empfehlen das Buch zu lesen.
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  • Rezension zu Emma

    Das Buch ist der reinste Heiratsmarkt!
    „Emma“, die Protagonistin, ist wohl geboren, von hohem Rang also, und hat in ihrer jüngsten Vergangenheit ihre Gouvernante an den rechten Mann gebracht. So denkt sie es sich, und diese hervorragenden Kupplereigenschaften möchte sie gerne fortführen. Zu ihrem nächsten Opfer wird Harriet auserkoren. Sie wird nicht müde, dieses bescheidene Mädchen an einen wahren Gentleman zu reichen. Die Zuneigung derer und ihren Stand wird dabei äußerst löblich übersehen, denn Emma hat ein Bild im Kopf, welches sie wahrhaben möchte.
    Diese Bilder von Emma setzen sich in dieser Beziehung das ein oder andere Mal über alle Konventionen hinweg, obwohl sie selber zwanghaft ihrem Standesdünkel unterworfen ist, so dass ihre Bemühungen ziemlich paradox wirken.
    Durch ihre unbändige Phantasie bringt sie die ganze Gesellschaft durcheinander. Nur der werte Knightley und der Leser durchschauen ihr Werken und Tun.
    Zum Schluss des Romans, nach Emmas gescheiterten Versuchen, bricht dann, man möchte fast sagen endlich!, die Liebe über die Protagonistin ein, und ihr Spiel nimmt ein Ende!
    Der Roman beschreibt zum größten Teil den Standesdünkel im 19. Jahrhundert, und dies mit so einer Hingabe, dass er oft an seine Grenzen stößt.
    Über zahlreiche Seiten wird da beispielsweise vom Verschenken von Äpfel erzählt, obwohl es die letzten Äpfel des Schenkers sind. Das darüber entstehende peinliche Annehmen, die Demut, und die Reinheit des Herzens wird ganz ausführlich beschrieben.
    Die Gesellschaft tuschelt fortwährend wer zu wem passt; sie zu ihm oder die zu dem. Ob die Verbindung vom Rang her zueinander passt, ob es eine glorreiche Tat sein könnte, edle Seelen zu befreien, alles wird abgewägt und lange diskutiert. Und die Gerüchteküche ist ständig geöffnet!
    All dies führt dazu, dass der Roman über weite Strecken ziemlich langatmig und eintönig ist.
    Da das Werk weitestgehend im Dialogform geschrieben ist, nimmt man die Figuren nur oberflächlich wahr. Dadurch gelingt es zwar der Autorin ein authentisches Zeitbild zu liefern, aber die Akteure werden nicht wirklich lebendig. Denn was jemand denkt und fühlt, darüber wird sowieso nicht gesprochen, denn nur die gesellschaftlichen Konventionen zählen.
    Dies ist nun mein zweiter Austen Roman und ich denke, dass es dabei bleiben wird! Mir ist bewusst, dass man in dieser Zeit so dachte und wirkte, aber diese Ausführlichkeit bezüglich der Thematik: Standesdünkel und gesellschaftlichen Konventionen ist mir bei aller Liebe zu dieser Epoche einfach zu viel, um nicht zu sagen fast unerträglich. Zum Glück versöhnt dann das Ende ein wenig.
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Ausgaben von Emma

Taschenbuch

Seitenzahl: 600

Hardcover

Seitenzahl: 576

E-Book

Seitenzahl: 541

Hörbuch

Laufzeit: 00:17:02h

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