Der Puppendoktor
Buch von Brigitte Aubert, Eliane Hagedorn
Titel: Der Puppendoktor
Brigitte Aubert (Autor) , Eliane Hagedorn (Übersetzer)
Band 1 der Mortelle Riviera / Marcel Blanc-Reihe
Verlag: btb Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 220
ISBN: 9783442728022
Termin: Dezember 2001
Aktion
Zusammenfassung
Serieninfos zu Der Puppendoktor
Der Puppendoktor ist der 1. Band der Mortelle Riviera / Marcel Blanc Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2000. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2001.
Bewertungen
Der Puppendoktor wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 1,3 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Der Puppendoktor
- Marie
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3. Januar 2013 um 15:57
Klappentext:Weiterlesen
Jeden Tag steht der Polizeibeamte Marcel Blanc auf dem verkehrsreichen Hauptplatz seiner kleinen Stadt und regelt den Verkehr. Er führt ein beschauliches Dasein, ist befreundet mit dem Betreiber des Tabakladens und der Bar am Platz, der das Herzstück seines kleinen Kosmos ist. Es ist ein heißer Sommer, die Ferien nahen, und manchmal träumt Marcel von einem aufregenderen Leben, vor allem seit er sich mit seiner Frau gründlich auseinandergelebt hat.
Da wird seine Routine eines Tages brutaler erschüttert, als es ihm lieb ist, denn er entdeckt unter einem Haufen Abfall eine grotesk zugerichtete Leiche. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Fund, in rascher Folge sind weitere Opfer zu verzeichnen - und sie alle tragen die schockierende Handschrift desselben Mörders. Die Identifizierung der Toten ergibt, dass sie alle im engen Umfeld des Platzes gelebt haben, aber ein Täterprofil oder Motiv läßt sich nicht erkennen. Als Marcels Vorgesetzter Jeanneaux an seinem Geburtstag auch noch eine Leiche samt makaberer Widmung in seinem ordnungsgemäß verschlossenen Wagen vorfindet, wird allen klar, mit welch gefährlichem Gegner man es hier zu tun hat. Er scheint über die Aktivitäten der Polizei genau Bescheid zu wissen, doch so sehr sich Jeanneaux' Leute und Marcel auch bemühen, bruchstückhaft Erkenntnisse und Hinweise zu sammeln, tappen sie weiter im Dunklen. Und sie wissen - es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Wahnsinnige sein nächstes Opfer im Visier hat und sich das Karussell des Todes einmal mehr um den Platz drehen wird. (von Amazon kopiert, Klappentext wimmelt von Fehlern)
Zur Autorin:
Brigitte Aubert, 1956 geboren, zählt zu den profiliertesten Krimiautorinnen Frankreichs. Sie schreibt neben Romanen auch Drehbücher und ist Produzentin der erfolgreichen "Serie noire", einer Koproduktion von Gallimard und dem französischen Fernsehen TF1. 1996 wurde sie für "Im Dunkel der Wälder" mit dem französischen Krimipreis ausgezeichnet. Brigitte Aubert lebt heute in Cannes. (von Amazon kopiert)
Allgemeine Informationen:
Originaltitel: Le Courturier de la Mort
Erstmals erschienen 2000 bei Éditions du Seuil, Paris
Aus dem Französischen übersetzt von Eliane Hagedorn und Bettina Runge
Man fragt sich, warum nicht der Originaltitel für die deutsche Übersetzung übernommen wurde, denn der Mörder näht Kopf, Gliedmaßen und Leiber verschiedener Opfer aneinander.
Die Geschichte wird vor allem aus der personalen Perspektive Marcels erzählt und eines Mannes, der vorerst „der kleine Mann“ genannt wird. Klar ist: Dieser ist der Mörder.
15 Kapitel auf 221 Seiten
Inhalt:
Kein Wunder, dass Polizisten sich reihenweise erbrechen, wenn sie an einen der Fundorte gerufen werden. Der Anblick der zusammengestückelten, vernähten Leichen – manche mit Biss-Spuren – ist grauenhaft. Nirgends ist ein Hinweis zu entdecken, wer die Verbrechen verübt und warum. Parallel dazu erfährt man, wen sich der Mörder als nächstes aussucht bzw. vornimmt. Nur mit Hilfe von Zufall und Beobachtungen der Passanten kommt die Polizei weiter.
Recht schnell weiß der Leser, wo er den Mörder zu suchen hat, ihm bleiben drei Personen zur Auswahl.
Eigene Meinung / Bewertung:
Marcel ist Verkehrspolizist, der die Gegend um „seinen“ Platz im Auge behalten und auf die vielen Touristen beschützend und beruhigend wirken soll. Die einzigen Verbrechen, mit denen er zu tun hat, sind Bagatelldelikte wie Taschendiebstähle oder Verkehrsverstöße. Dummerweise legt der Mörder seine Opfer in Marcels Revier ab, so dass der Polizist auch ohne es zu wollen, in die Aufklärung verwickelt wird.
Die gestaltet sich kompliziert und geht nur sehr langsam vorwärts, zumal jeder, auch Ermittler, der auf eine heiße Spur stößt, zum Opfer wird.
Währenddessen kann der kleine Mann unbeschwert und ungestört seinem grausigen Hobby nachgehen. Der Leser erfährt jeweils von vorneherein, wen er diesmal auserwählt und verfolgt und aus wessen Gliedmaßen er die nächste Leiche bastelt. Warum er mordet, warum er auf diese Weise mordet und auch das Fleisch seiner Opfer verspeist, erklärt sich erst am Ende. Gibt es noch einen Leser auf der Welt, der nicht sofort eine gestörte Mutter-Sohn-Beziehung wittert?
Von Anfang an weiß der Leser, in welchem Kreis er den Täter findet. Wer es von den Personen, die zur Auswahl stehen, letztlich ist, spielt keine Rolle, denn sämtliche in Frage kommende Männer sind gleich gezeichnet und dem Leser gleich bekannt oder unbekannt.
Spannung bezieht das Buch nur aus einem Handlungsstrang: Marcels neue Freundin, eine alleinerziehende Mutter, und ihr Sohn geraten ins Visier des Täters, und er nähert sich ihnen auf perfide Weise. Diese beiden Figuren sind die einzigen, die beim Leser Sympathie wecken.
Die Ermittlung folgt zwar logisch den Spuren, aber eine zwingende, temporeiche Handlung wird damit nicht aufgebaut. Das Ende ist mit Verfolgungsjagd und Schießerei nach bekanntem Krimi-Schluss-Schema aufgebaut.
Fazit:
Wieder ein Krimi der Autorin, der nach ihrem furiosen „Im Dunkel der Wälder“ nicht über Mittelmaß hinaus kommt.
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Update: 4. März 2023 um 16:04




