Die unendliche Geschichte

Buch von Michael Ende

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die unendliche Geschichte

Bastian Balthasar Bux entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: „Die unendliche Geschichte“. Er liest vom Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Schuld daran ist die geheimnisvolle Krankheit der Kindlichen Kaiserin, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Sollte Bastian selbst jenes Kind sein, das Phantásien zu retten vermag? Zusammen mit dem jungen Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur begibt er sich auf eine Reise durch Phantásien, in der bald jede Minute zählt. Der Klassiker der deutschen Phantastik über die Macht der Phantasie, jetzt mit ausdrucksstarken Bildern des Künstlers Sebastian Meschenmoser.
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Serieninfos zu Die unendliche Geschichte

Die unendliche Geschichte ist der 1. Band der Legenden von Phantásien Reihe. Sie umfasst 7 Teile und startete im Jahr 1979. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2004.

Über Michael Ende

Michael Ende war einer von Deutschlands größten Autoren der Kinderbuch- und Fantasyliteratur. Der 1929 in Garmisch geborene Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende erlebte seine Kindheit zur Zeit des Nationalsozialismus. Mehr zu Michael Ende

Bewertungen

Die unendliche Geschichte wurde insgesamt 308 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Würde am liebesten doppelte Sterne geben. 5 für die Geschichte und 5 für Gert Heidenreich. Einfach wunderbar.

    Hirilvorgul

  • Ich mochte es schon als Kind. Wunderbares Buch zum Träumen.

    Lesemumny

  • Eines der besten Fantasy-Bücher, die je geschrieben wurden!

    M. Rose-Everly

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Ich habe noch die uralte (1979) rote HC-Ausgabe mit grauem Schutzumschlag mit der roten und grünen Schrift und den Originalillustrationen. Die fällt zwar buchstäblich schon auseinander, aber ich liebe sie über alles.
    "Nach Lektüre des Drehbuchs im Oktober 1982 bezeichnete Michael Ende dieses als „Micky-Maus-Version“ und dümmliches Fantasyspektakel. Petersen gelang es, Ende zu überzeugen und zusammen mit ihm ein neues Drehbuch zu verfassen. Dieses stieß jedoch auf Vorbehalte Bernd Eichingers, der einen internationalen Film beabsichtigte, der sich speziell auf dem amerikanischen Markt bewähren sollte. Nach einer Presseerklärung im März 1983, in der sich Ende deutlich vom Film distanzierte, wurde er mittels Androhung einer ruinösen Schadenersatzklage zur Unterzeichnung einer Erklärung genötigt, in der er sich verpflichtete, nichts mehr gegen den Film zu unternehmen." bei Wikipedia kopiert
    Wenn Du die Beschreibungen der Figuren im Buch liest und mit den Filmfiguren vergleichst, dann muss man bei einigen von ihnen die Ähnlichkeit suchen, v.a. Fuchur.
    Meine illustrierte Ausgabe liegt auf einem kleinen Tisch in meinem Arbeitszimmer, und wenn ich Lust habe, gehe ich vorbei und lese ein bisschen drin. Was mir bei den Illustrationen bisher besonders auffällt: Meschenmoser verwendet nicht die Farben, die Ende vorgibt. Für Atrejus Hautfarbe, die der Autor "oivgrün" nennt, verwendet er ein rötliches Braun mit grünlichen Schatten (ähnlich wie man die Hautfarbe der Indianer aus Karl May u.a. kennt), und der Wolf, der den Jungen verfolgt, ist statt schwarz nur braun. Jetzt kommt die erste Begegnung mit Fuchur, und ich bin gespannt.
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  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Es ist schon lange her, dass ich dieses Buch gelesen hab - und es hat mir wieder riesig viel Spaß gemacht! Es ist eine Hommage an die Fantasie, an die Träume und Wünsche, an die Fähigkeit, neues zu erfinden, neue Welten zu erschaffen, Abenteuer zu erleben, das Kind in sich zu bewahren, und sich in Geschichten zu verlieren - aber auch, wieder aus seiner Traumwelt herauszufinden.
    Bastian Balthasar Bux, der kleine Held der Geschichte, ist ein dicklicher, blasser Junge, der unbeliebt, ängstlich und schlecht in der Schule ist. Er fühlt sich sehr einsam und auch durch seinen Vater, der sich durch den Tod der Mutter immer mehr zurückzieht, erhält er keine Aufmerksamkeit.
    Es ist wunderschön zu verfolgen, wie Bastian während dem Lesen in die Welt Phantasiéns eintaucht, mit dem jungen Krieger Atréju zu einer Suche aufbricht, mit dem Glücksdrachen Fuchur reist und schließlich am Ziel seiner Träume anlangt. Aber das Ziel ist nicht immer das Ende und sich in seiner Traumwelt zu verlieren hat fatale Folgen...
    Die Botschaft ist dabei eindeutig: natürlich fühlt es sich toll an, schön zu sein, mutig, stark, anerkannt, weise, ja, unbesiegbar und voller Macht, und dennoch, wo bleibt man dabei selbst? Inmitten all dieser glänzenden Schichten, die die anderen blenden, strecken irgendwo wir selbst.
    Michael Ende hat hier wirklich eine wunderschöne Geschichte geschaffen mit einer unglaublichen Fülle an Ideen und Details, die mich beim Lesen vollkommen in diese andere Welt gesaugt haben. Während dem Lesen kann man alles um sich herum vergessen und erlebt hautnah alle Abenteuer.
    Auch die zweifarbige Schrift finde ich eine geniale Idee, die zum einen in rot Bastians Wirklichkeit beschreibt, während in grün die Passagen aus dem "Buch im Buch" zu lesen sind. Die Anfangsbuchstaben der Kapitel sind illustriert und nehmen jeweils eine ganze Seite ein und fangen bei A an und hören bei Z auf. Ebenfalls eine besondere und originelle Idee!
    Man merkt ja immer wieder, dass das Unglaubliche, das nicht Erklärbare, sofort abgewiesen wird, ohne sich einen Moment dafür zu nehmen, zu glauben, zu hoffen, oder es sich zumindest anzuhören. Gab es Feen und Elfen im alten Irland? Einhörner in den Wäldern? Böse Druden in den Alpen oder wunscherfüllende Dschinn im Morgenland? Wer weiß ... und selbst wenn nicht, ist alleine die Vorstellung ein Wunder, die Kraft, sich Welten zu erträumen und Abenteuer zu spinnen, dem Pfad des Helden zu folgen und mit seinem Schicksal zu bangen.
    Mein Fazit: 5 Sterne
    Weltenwanderer
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  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des Helden Atréju und seinem gefährlichen Auftrag: Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Zunächst nur Zuschauer, findet er sich unversehens selbst in Phantásien wieder. TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt. Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach einer langen Suche. Denn seine wahre Aufgabe ist es nicht, Phantásien zu beherrschen, sondern wieder herauszufinden. Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat? ... (Klappentext)
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    "Die Kronen der anderen Bäume, die noch ganz in der Nähe standen, waren grün, doch das Laub der Bäume, die dahinter lagen, schien jede Farbe verloren zu haben, es war grau. Und noch ein wenig weiter entfernt schien es auf eine seltsame Art durchsichtig, nebelhaft, oder besser gesagt, einfach immer unwirklicher zu werden.
    Und dahinter lag nichts mehr, absolut nichts. Es war keine kahle Stelle, keine Dunkelheit, es war auch keine Helle, es war etwas, das den Augen unerträglich war und einem das Gefühl gab, blind geworden zu sein. Denn kein Auge kann es aushalten, ins völlige Nichts zu blicken."
    (S. 60)
    Bastian, ein Junge von zehn oder elf Jahren, ist ein stiller Junge, dicklich, ungeschickt, ängstlich und somit ein Außenseiter. In der Schule wird er gemobbt und zu Hause hat er einen Vater, der ihn nicht zu sehen scheint. Seit dem Tod seiner Mutter hat sich alles verändert und zwar zum Schlechten. Seine einzigen Freunde sind seine Bücher und deren Abenteuergeschichten.
    Eines Tages läuft er, wieder einmal, vor seinen Schulkameraden davon und landet auf seiner Flucht in einem antiquarischen Buchladen. Der Besitzer hält von Kindern allgemein nicht viel und brummelt vor sich hin. Doch Bastian hat nur Augen für das eine Buch, welches dieser Herr Koriander in seinen Händen hält. Ohne zu wissen, welche Geschichte sich darin verbirgt, zieht es ihn magisch an und dann tut er etwas, was er selbst nie für möglich gehalten hat. Als Herr Koriander abgelenkt ist, stiehlt er das Buch und macht sich aus dem Staub. Er flüchtet auf den Speicher der Schule, macht es sich gemütlich und schlägt das Buch auf ... und gemeinsam mit Sebastian taucht man ein in "Die Unendliche Geschichte".
    In dieser wird die Geschichte von dem Land Phantásien erzählt, welches dem Untergang geweiht ist.
    Die kindliche Kaiserin leidet an einer rätselhaften Krankheit, die selbst fünfhundert Ärzte nicht heilen können. Ausgerechnet jetzt greift überall das Nichts um sich und fängt an Phantásien stückchenweise zu verschlingen. Boten von nah und fern eilen zum Elfenbeinturm, dem Sitz der kindlichen Kaiserin, um ihr davon zu berichten und sie um Hilfe zu bitten.
    Zwei Katastrophen bedrohen also Phantásien, oder hängt doch alles zusammen? Wie kann man Phantásien retten und was hat das alles mit Bastian zu tun? Wieso soll gerade er, der Außenseiter, dieses Land retten und wie?
    Lange liest Bastian nur von Phantásien, doch plötzlich IST er in Phantásien. Zum Glück ist er nicht alleine und es stehen im Freunde bei, die ihm helfen und unterstützen. Freunde wie der junge Krieger Atréju und der Glücksdrache Fuchur, doch wird Bastian je wieder nach Hause und in seine Welt finden?
    "Was da erzählt wurde, war seine eigene Geschichte! Und die war in der Unendlichen Geschichte. Er, Bastian, kam als Person in dem Buch vor, für dessen Leser er sich bis jetzt gehalten hatte!
    Und wer weiß. welcher andere Leser ihn jetzt gerade las, der auch wieder nur glaubte, ein Leser zu sein - und so immer weiter bis ins Unendliche!"
    (S. 207)
    Ich habe das Buch bereits mit zwölf Jahren gelesen und auch den Film gesehen. Obwohl der Film wirklich wunderschön gemacht ist, so ist das Buch um Längen besser, denn erst beim Lesen springt diese ganz eigene Magie auf einen über. Zudem wird im Buch die gesamte Geschichte erzählt und die geht noch viel, viel weiter, während der Film nur die Hälfte des Buches enthält.
    Man taucht gemeinsam mit Bastian in diese Buchwelt ein, erlebt Abenteuer, begegnet wunderlichen Wesen, wie z.B. dem Steinbeißer, Atréjus sprechenden Pferd Artax und zankenden Gnomen. Man klettert auf Berge, durchschreitet einen singenden Wald und das trauernde Moor. Man gewinnt neue Freunde, stellt sich Herausforderungen und erleidet Verluste.
    Dies alles auf so wunderbare und märchenhafte Weise, sodass man, wie Bastian, mitfiebert, mitleidet und mitfreut.
    "Am zweiten Tag kamen sie durch das Land der singenden Bäume. Jeder von ihnen hatte eine andere Gestalt, andere Blätter, eine andere Rinde, aber der Grund, warum man dieses Land so nannte, war, dass man ihr Wachstum hören konnte wie eine sanfte Musik, die von nah und fern erklang und sich zu einem mächtigen Ganzen vereinte, das an Schönheit mit nichts sonst in Phantásien zu vergleichen war."
    (S. 50)
    Der Schreibstil ist flüssig und übt einen ganz speziellen Sog auf einen aus, den man das letzte Mal als Kind beim Lesen eines Buches verspürt hat. Die Figuren sind fantastisch gezeichnet und jede einzelne schließt man ins Herz und die Settingbeschreibungen sind atmosphärisch und wunderschön.
    Es ist ein Märchen für Jugendliche, wie auch Erwachsene, welches in einem das ganz eigene und spezielle Lesegefühl aufkommen lässt, bei dem man in einer Geschichte nahezu versinkt, alles andere um einen herum vergessen lässt und nicht mehr darauf auftauchen möchte.
    Zugleich ist es eine Hommage an Bücher und deren Geschichten und an die Phantasie selbst, die man im Laufe des Erwachsenwerdens nur allzu leicht verliert. Dieses Buch schafft es, diese wieder zu erwecken und die Geschichte zu genießen, wie man es als Kind getan hat.
    "Fuchur, der weiße Glücksdrache, sang. Hoch am nächtlichen Himmel zog er über der Silberstadt und dem Tränensee Kreise und ließ seine Glockenstimme ertönen.
    Es war ein Lied ohne Worte, die große, einfache Melodie des reinen Glücks. Und wer sie hörte, dem öffnete sich weit das Herz."
    (S. 281)
    Auch die Optik ist bei dieser Ausgabe nicht zu verachten.
    Wie auch im Buch geschrieben steht, so sieht man auf dem Cover die beiden Schlangen und auch die Schrift ist in Grün und Rot mit wunderschönen großen Buchstaben am Kapitelanfang.
    "Bei flüchtigem Durchblättern sah er, dass die Schrift in zwei verschiedene Farben gedruckt war. Bilder schien es keine zu geben, aber wunderschöne große Anfangsbuchstaben. Als er den Einband noch einmal genauer betrachtete, entdeckte er darauf zwei Schlangen, eine helle und eine dunkle, die sich gegenseitig in den Schwanz bissen und so ein Oval bildeten. Und in diesem Oval stand in eigentümlich verschlungenen Buchstaben der Titel:
    DIE UNENDLICHE GESCHICHTE"
    (S. 11)
    Dies trägt ebenso zu dieser märchenhaften "wahren" Stimmung während des Lesens bei und man hat fast das Gefühl, als wäre das Buch für einen selbst geschrieben worden.
    Fazit:
    Dieses Jugendbuch enthält eine wunderschöne Story und ist eine Hommage an die kindliche Phantasie und Bücher.
    Ich habe es schon als 12-jährige geliebt und nun, beim neuerlichen Lesen, ist die Magie sofort wieder übergesprungen. Wie damals versank ich in dieser Geschichte, welche mich nach Phantásien führte und allerhand Abenteuer erleben ließ. Zudem hat es eine wichtige und schöne Message an all die unsicheren und stillen Kinder und Jugendlichen dort draußen.
    Für alle die in fantastische Welten tauchen und Abenteuer erleben wollen, für alle, die Bücher lieben und die Phantasie in einem wiedererwecken möchten, ist dieses Buch ans Herz zu legen. Und falls Ihr den Film kennt und dieser Euch gefallen hat, dann werder Ihr das Buch lieben!
    Ein Hoch auf die Pahntasie und die Bücher!
    © Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack, Leseprobe und Filmtrailer)
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  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Die unendliche Geschichte - Michael Ende
    Thienemann Esslinger
    480 Seiten
    Fantasy
    Einzelband/Jubiläumsausgabe
    15. Januar 2019
    Inhalt:
    Bastian Balthasar Bux entdeckt in einer Buchhandlung ein geheimnisvolles Buch, „Die unendliche Geschichte“. Begeistert liest er von den Abenteuern des Helden Atréju und seinem gefährlichen Auftrag: Phantásien und seine Herrscherin, die Kindliche Kaiserin, zu retten. Zunächst nur Zuschauer, findet er sich unversehens selbst in Phantásien wieder.
    TU WAS DU WILLST lautet die Inschrift auf dem Symbol der unumschränkten Herrschaftsgewalt.
    Doch was dieser Satz in Wirklichkeit bedeutet, erfährt Bastian erst nach einer langen Suche. Denn seine wahre Aufgabe ist es nicht, Phantásien zu beherrschen, sondern wieder herauszufinden.
    Wie aber verlässt man ein Reich, das keine Grenzen hat?
    Meinung:
    Mein erstes Mal Phantásien.
    Mein erstes Mal Fuchur, Atréju und Bastian.
    Mein erstes Mal, weil ich weder den Film kenne, noch das Buch anderweitig vorher gelesen habe. Und so konnte ich ganz ungefiltert und die großen Gefilde Phantásiens eintauchen und alles mit der eigenen Vorstellungskraft erleben.
    Einzig den Trailer zum Film hatte ich damals gesehen und ich glaube, das hat mir auch ein wenig durch die Geschichte geholfen, denn sie ist aufgrund des Schreibstils von Michael Ende für mich nicht leicht verdaulich gewesen.
    Aber von vorn.
    Michael Ende ist nicht ohne Grund einer der bekanntesten, deutschen Kinderbuchautoren. Seine Werke sind legendär, seine Fantasie und wie er sie zu moralisch angehauchten, ich möchte fast schon sagen „Lehrgeschichten“ umsetzt, ist einzigartig.
    Ob Momo, Jim Knopf oder der Wunschpunsch, buchbegeisterte Leseratten in jedem Alter kennen zumindest eins seiner Werke beim Namen. Ich bin wahrlich kein Fan von Kinderbüchern, aber Bastian Balthasar Bux konnte ich mir nicht entgehen lassen.
    Und so begab ich mich in Bastians Welt. Eine Welt, in der er ein kleiner, dicklicher, schüchterner, ja fast unsichtbarer Junge ist, dem niemand Glauben schenken will.
    Doch dann fällt ihm „die Unendliche Geschichte“ in die Hände und er nahm mich mit auf ein unglaubliches Abenteuer.
    Ich will hier nichts beschönigen und sag euch wie es ist: „Die Unendliche Geschichte“ teilt sich für mich in drei Sparten auf. Den Part, den ich sehr mochte, nämlich den Anfang, bei dem der Leser Bastian kennenlernt. Seine Liebe zu Büchern spricht mir aus der Seele.
    Die vielen kleinen Begebenheiten in denen er an Geschichten denkt, wie er mit Atréju und Fuchur mitfiebert, hofft, bangt und Tränen vergießt. Das alles hat mich gefangen genommen und ich wollte die Geschichte in der Geschichte schnellstmöglich beenden, weil sie aufregend und spannend war und ich mir das Abenteuer gut vorstellen konnte.
    Atréjus Suche nach Antworten. Die Atmosphäre.
    Die Geschöpfe, die er dort trifft und Phantásien im Allgemeinen waren wundervoll beschrieben und gestaltet.
    Doch irgendwann im Mittelteil, als Bastian beginnt sich zu verändern, als er nach Wünschen sucht, wo keine sein sollten, wurde der Schreibstil immer verschachtelter und altertümlicher, wenn man das so sagen kann.
    Klar, das Buch ist schon etwas älter und damit hätte man rechnen können, aber es hat mich wirklich teilweise gehemmt in meiner Fantasie.
    Dadurch wurde alles schwerfälliger, ich kam nicht mehr so gut vorwärts und auch Bastians Reise durch Phantásien konnte mich nicht mehr über die Maßen begeistern.
    Die Charaktere, die der Autor geschaffen hat, sind durchaus sehr vielfältig, aber irgendwann gab es so viel zu sehen und zu entdecken, dass ich nicht mehr wusste was ich mir denn nun vorstellen soll und wohin mit meinen Gedanken.
    Erst zum Ende hin, als Bastian in den letzten Abschnitt seines Abenteuers eintritt, wurde es wieder besser. Der Schreibstil blieb der Gleiche, aber die Geschichte schmeckte nicht mehr so schwer und wurde durch kindliches Denken entwirrt und entschleunigt.
    Der Ausgang des Ganzen, der Wandel, den Bastian durchlebt, die Moral, die der Autor mit eingebaut hat, all das sind wirklich schöne Monumente für Vielleser. Für Fantasiebegeisterte. Für Geschichtenerzähler. Für klein und groß.
    Doch der Weg dorthin, durch die „Unendliche Geschichte“ und wieder zurück, war für mich nicht so phänomenal wie erhofft.
    Fazit:
    Eigentlich ist „Die Unendliche Geschichte“ das perfekte Buch für Buchliebhaber und Menschen, die gern und oft ihre Fantasie benutzen.
    Es erzählt von Abenteuern, von Rätseln, von fernen Welten in denen alles möglich ist und in denen doch alle gleich sind. Es beflügelt und fördert, es hilft und tröstet und ist, wie der Name schon sagt: gefühlt unendlich.
    Unendlich wertvoll für die Welt der Träumer, Denker, Kinder und Narren.
    Mir persönlich hat einzig und allein der Schreibstil ein paar Schwierigkeiten bereitet und die Entwicklung Bastians hat mir ebenfalls Bauchschmerzen beschert, aber das muss jeder selbst beurteilen. Eine Leseempfehlung kann ich auf jeden Fall geben!
    Bewertung:
    ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)
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  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Hallo, ich melde mich auch noch mal zu dem Thema, weil ich die unendliche Geschichte zufälligerweise Ende letzten Monats (zum ersten mal) gelesen habe.
    Die Geschichte mit Atreju und Fuchur kannte ich noch grob aus dem Film (auf den wollen wir hier mal nicht näher eingehen...), aber mehr war mir gänzlich unbekannt. Wenn man es genau nimmt besteht das Buch ja aus 2-Teilen, der erste Teil ist mMn eine reine Fantasy-Story und Teil 2 wird dann wahrlich Fantastisch, mehr in Richtung Fantasy/Märchen, aber keinrswegs schlechter oder besser...einfach anders.
    Dabei muss ich sagen, dass die ganzen neuen Namen, die kurzen und langen Beschreibungen verschiedenster Orte/Personen/Wesen/etc. hat mir gut gefallen und es kam mir nicht so unglaubwürdig vor wie z.B. bei Eragon (gute Bücher keine Frage) wo man das Gefühl hat, es ist zu viel und der Autor will ums Verrecken seine "eigene" Welt erschaffen.
    Bis zum Ende der "unendlichen Geschichte" wusste ich nun nicht, wie Sebastian wieder zurückkommen könnte bzw. was er nun eigentlich sucht - Da war die Lösung zwar irgendwie klischeehaft, aber trotzdem rührend und passte einfach zu 1000% zu Sebastians "Geschichte" / zu seinem Charakter.
    Jedenfalls kann man viel darüber schreiben und fachsimpeln (wahrscheinlich mehr als das Buch Wörter hat), aber abschließend möchte ich sagen, dass es eines der besten Bücher ist, die ich je gelesen habe und wenn ich mir alles noch mal so durch den Kopf gehen lasse, ist dieses Buch einfach ein Meisterwerk... (man kann es nicht in Worte fassen^^)
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Kurzbeschreibung:
    Phantásien ist in Gefahr. Das Nichts droht alles zu verschlingen, denn die Kindliche Kaiserin ist krank. Wenn ihr nicht geholfen wird, muss Phantásien sich auflösen. Bastian möchte helfen - aber wie? Phantásien ist doch nur eine fiktive Welt, in die er sich durch ein Buch hineinflüchtet. Schließlich findet er einen Weg, um in der Geschichte zu bleiben. Gemeinsam mit dem jungen Krieger Atréju muss er nun etliche Abenteuer bestehen, um die Kindliche Kaiserin und seine neue Wirklichkeit zu retten. (Quelle: Verlagswebsite)
    Autor:
    Michael Ende (1929-1995) zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten deutschen Schriftstellern. Neben Kinder- und Jugendbüchern schrieb er poetische Bilderbuchtexte, Bücher für Erwachsene, Theaterstücke und Gedichte. Viele seiner Bücher wurden verfilmt oder für Funk und Fernsehen bearbeitet. Sie wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von über 35 Millionen Exemplaren erreicht. (Quelle: Verlagswebsite)
    Sprecher:
    Gert Heidenreich, 1944 in Eberswalde geboren, ist Schriftsteller und Sprecher für TV, Radio und Hörbücher. Neben seinen Romanen, Gedichten und Theaterstücken verfasste er Reportagen über die Sahara, die Länder Schwarzafrikas, Indien und Zentralasien für Merian. Der ehemalige Vorsitzende des P.E.N.-Clubs wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 1986 den Grimme-Preis, 1998 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2019 den Deutschen Hörbuchpreis. (Quelle: Verlagswebsite)
    Allgemeines:
    Produziert von Hörbuch Hamburg, erschienen im März 2013
    Ungekürzte Lesung, Länge: 15 Std. und 6 Min.
    Meine Meinung:
    Wer kennt sie nicht, diese wunderbare Geschichte um die Rettung Phantásiens, oder hat doch zumindest von ihr gehört? Das Buch ist längst ein Klassiker, Lesemuffel wurden durch den Film auf die Geschichte aufmerksam (der zwar nicht schlecht ist, aber leider nur einen winzigen Bruchteil von Endes Geschichte erzählt und dadurch viel von ihrem Zauber verschenkt) und mit dieser ungekürzten Hörbuch-Version ist sie noch ein bisschen unsterblicher geworden (ja, ich weiß, das geht eigentlich nicht, aber mir fällt keine bessere Formulierung ein). Gert Heidenreich liest so faszettenreich und einfühlsam, dass man gar nicht anders kann, als tief in die Geschichte einzutauchen und auf Abenteuerreise zu gehen. Egal ob Bastian oder Engywuck, uralte Morla oder Graograman - er findet stets den richtigen Tonfall und erzeugt mit seiner Stimme die wunderbarsten Bilder im Kopf. Für mich eins der besten Hörbücher, die ich bisher gehört habe (und das sind schon eine ganze Menge).
    Fazit:
    Pures Hörvergnügen und eine Geschichte, die es wert ist, immer und immer wieder gelesen, gehört und erzählt zu werden. und dazu ein .
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Ausgaben von Die unendliche Geschichte

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 416

Taschenbuch

Seitenzahl: 480

Hörbuch

Laufzeit: 00:04:46h

E-Book

Seitenzahl: 430

Die unendliche Geschichte in anderen Sprachen

  • Deutsch: Die unendliche Geschichte (Details)
  • Englisch: Neverending Story (Details)
  • Italienisch: La storia infinita (Details)
  • Spanisch: LA Historia Interminable (Details)

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