Der Weg zurück
Buch von E. M. Remarque, Thomas F. Schneider
Titel: Der Weg zurück
E. M. Remarque (Autor) , Thomas F. Schneider (Herausgeber)
Verlag: KiWi-Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783462046304
Termin: März 2014
Aktion
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Kurzmeinung
Studentine Sehr vielseitiges und facettenreiches Buch über die verlorene und betrogene Generation der Soldaten des 1. Weltkriegs.
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Der Weg zurück
Der Weg zurück - Erich Maria Remarques bewegende Fortsetzung des Welterfolgs Im Westen nichts Neues Ende 1918 kehrt eine Handvoll Soldaten von der Westfront zurück. Doch statt der einstigen Kriegsbegeisterung schlägt ihnen nur noch Verachtung entgegen. Die traumatisierten Männer fühlen sich verloren in der Nachkriegsgesellschaft und können nicht in ihr altes Leben zurückfinden. Remarque schildert eindrucksvoll die seelischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs und die Schwierigkeiten der Soldaten, sich nach den Gräueln des Krieges wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Mit großer Ausdruckskraft und in einem klaren, verständlichen Stil erzählt Remarque vom Schicksal einer verlorenen Generation. Der Weg zurück ist eine eindringliche Anklage gegen den Krieg und zeigt, wie tief die Wunden sind, die er in der Seele der Menschen hinterlässt. Ein zutiefst bewegender Antikriegsroman, der nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
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Über E. M. Remarque
Erich Maria Remarque wurde 1898 in Osnabrück geboren und durch seine pazifistisch-antimilitaristischen Werke weltberühmt. In seinem bekanntesten Werk "Im Westen nichts Neues" verarbeitete er nicht nur seine eigenen Erfahrungen an der Front des Ersten Weltkrieges, sondern auch ihm zugetragene Berichte verletzter Soldaten. Mehr zu E. M. Remarque
Bewertungen
Der Weg zurück wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.
Meinungen
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Sehr vielseitiges und facettenreiches Buch über die verlorene und betrogene Generation der Soldaten des 1. Weltkriegs.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Der Weg zurück
- Studentine
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18. Januar 2019 um 20:46
Inhalt (Quelle: ebook-Inhaltsbeschreibung)Weiterlesen
Ende 1918: Eine Handvoll Soldaten kehrt von der Westfront in die Heimat zurück. Doch aus den Helden sind Bettler geworden, für die es keine Verwendung mehr gibt. Die einstige Kriegsbegeisterung ist in Verachtung und Feindseligkeit umgeschlagen… Die Fortsetzung des Klassikers Im Westen nichts Neues.
Über den Autor
Erich Maria Remarque, geboren 1898 in Osnabrück, war deutscher Schriftsteller, der vor allem durch seinen 1929 erschienenen Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ weltberühmt wurde. Seine Bücher wurden 1933 in Deutschland öffentlich verbrannt und 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er emigrierte 1932 ins Ausland, wo er auch nach dem 2. Weltkrieg lebte und 1970 in Locarno, Schweiz, starb.
Mein Leseeindruck:
Das Buch erzählt über die Heimkehr einiger überlebender Soldaten, die blutjung, mit „fliegenden Fahnen, mit Begeisterung und Marschmusik“ an die Front komplimentiert wurden und den ersten Weltkrieg mit all seinen Schrecken, aber auch tiefer Kameradschaft, erlebt haben.
Nahezu auf jeder Seite stellt der Autor die Frage nach dem Sinn des Krieges und seine Figuren müssen erkennen, wie sinnlos dieser war und dass sie betrogen und verraten wurden: Sinnlos starb in den letzten Kriegstagen der Kamerad, der so viele Pläne für seine Zukunft mit Familie und Hof hatte. Bei der kameradschaftlichen Begegnung mit amerikanischen Soldaten entdecken sie Gemeinsamkeiten und fragen sich, wieso sie sich eigentlich bekämpft haben. Sie erleben tiefe Enttäuschung und fühlen sich verraten, als der Kaiser flieht, denn für ihn und Vaterland haben sie gekämpft und gelitten, und nun verlieren sie ihren Halt der letzten Jahre. Alles, was sie während der Kämpfe aufrecht hielt und ihnen Hoffnung gab, existiert nicht mehr: ein Soldat freut sich auf seine Frau und muss erfahren, dass sie ihm untreu war; andere erkennen, dass sie sich im Feld die Heimat, Personen, Orte oder die Vergangenheit schöner gemalt haben, als sie eigentlich sind und dass der Zauber der Jugend für immer verloren ist.
Das Zurechtfinden in Alltag, Familie und Frieden ist kaum möglich - sie fühlen sich verloren, nirgendwo richtig zugehörig und haben Schwierigkeiten, zurechtzukommen. Die politische Situation ist instabil, geprägt von Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Militär und Bevölkerung („Soldaten schießen auf Soldaten, Kameraden auf Kameraden“). Es herrschen Hunger, Arbeitslosigkeit, staatliche Misswirtschaft und blühendes Schiebertum. Die nachwachsenden Generationen werden bereits wieder beherrscht von Militarismus und Kriegsverherrlichung.
Remarque rechnet ganz schön ab mit den Daheimgebliebenen und legt den Finger angesichts der Scheinheiligkeit genau dahin, wo es wehtut. Er beschreibt die Schreibtischhengste, die keine Ahnung aber die größte Klappe haben und in Paradeuniform herumstolzieren; Heldentum wird verehrt aber von Läusen und Ruhr will keiner etwas hören; der schmutzige und grausame Tod der jungen Soldaten wird geradezu lächerlich glorifiziert; die Ansichten sind geprägt von Snobismus und Arroganz und „…alle wissen es natürlich besser als die Leute, die damit wirklich zu tun haben.“ Der Autor klagt durch seine Figuren an: „Was habt ihr denn getan, als wir wiedergekommen sind? Nichts! Nichts! Ihr habt euch um die Siege gestritten, ihr habt Kriegerdenkmäler eingeweiht, ihr habt von Heldentum geredet und euch gedrückt vor der Verantwortung! Ihr hättet uns helfen müssen! Aber ihr habt uns alleingelassen in der schwersten Zeit, als wir uns zurückfinden mussten!“
Die feste Kameradschaft, die ihnen im Feld beim Überleben half, überlebt im Alltag kaum. Nach und nach beherrschen soziale Stellung, Bildung, Standesdünkel oder der Beruf das Miteinander und so verlieren sie einmal mehr einen wichtigen Halt. Die Toten begleiten sie im Alltag - die gefallenen (Schul-)Kameraden ebenso wie die von ihnen getöteten Menschen. Sie haben mit ihren Erinnerungen, Verlusten und Taten zu kämpfen und fertig zu werden. Die einen schaffen es weiterzumachen – einige sogar leicht als wäre nichts geschehen, andere mit vielen Kämpfen und Rückschlägen. Und einige von ihnen verlieren sie auf ihrem Weg zurück…
Dennoch endet das Buch positiv, denn diejenigen die es geschafft haben, wollen es besser machen für die Zukunft. Sie haben wieder gelernt, was es heißt zu leben und sehen der Zukunft versehrt aber hoffnungsvoll entgegen. Hier ist meiner Meinung nach spürbar, dass auch der Autor noch Zuversicht und Hoffnung hatte, dass sich dergleichen nicht wiederholen wird/darf (die Handlung spielt 1918/1919, geschrieben wurde es vom Autor 1930/1931). Seine späteren Werke haben dagegen einen viel melancholischeren Unterton. Sehr interessant war auch das Nachwort des Herausgebers Tilman Westphalen, der sich inhaltlich mit dem Buch auseinandersetzt und einiges über Entstehung und internationale Resonanz auf das Werk schreibt.
Mit diesem Roman hat Erich Maria Remarque ein sehr vielseitiges, facettenreiches und eindringliches Werk über eine ganze verlorene und betrogene Generation geschaffen. Es hinterlässt bei mir einen tiefen Eindruck mit guten Figuren, mit denen ich mitgefühlt, manches Mal sogar gelacht und ihnen nach dem Erlebten nur Gutes gewünscht habe. Von mir eine klare Leseempfehlung und .
Ausgaben von Der Weg zurück
Besitzer des Buches 37
Update: 27. Januar 2026 um 16:32





