Der Assistent der Sterne

Buch von Linus Reichlin

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Assistent der Sterne

»›Der Assistent der Sterne‹ ist spannend, geistreich und manchmal fast philosophisch.« Brigitte In seinem zweiten Buch sprengt der Krimipreisträger 2009 erneut die Genre-Grenzen! Hannes Jensen, ehemaliger Inspecteur der Polizei von Brügge, hat einen fatalen Fehler gemacht: Während eines Seminars in Island schläft er mit einer Frau, die er kaum kennt. Als er nach Brügge zurückkehrt, zu Annick, die er liebt, trägt er am Hals noch die Spuren jener Nacht in Island: Die Frau hat ihn gebissen, und dieser Liebesbiss entzündet sich. Jensen versucht, ihn mit einem Kaschmirschal zu verdecken. Annick den Fehltritt zu gestehen, hält er für schädlich: Es würde nur die Beziehung gefährden, die ohnehin auf wackligen Füßen steht. Außerdem hat Annick im Augenblick andere Probleme, in die sie Jensen nach seiner Rückkehr einweiht: Ihrer besten Freundin geht es nicht gut. Ein Féticheur, ein afrikanischer Wahrsager, hat ihr prophezeit, dass ihre einzige Tochter von einem Mann getötet werden wird, der ein Mal am Hals trägt. Jensen, ein leidenschaftlicher Hobby-Physiker, glaubt nicht ans Schicksal. Seiner Meinung nach ist das Leben eine Abfolge von Zufällen, nichts ist vorbestimmt. Aber die Ereignisse der nächsten Tage lassen ihn an seinem Weltbild zweifeln. Es scheint, als bekomme der Féticheur mit seiner Prophezeiung recht. Je mehr sich Jensen gegen die schicksalhaften Verstrickungen wehrt, in die er gerät, desto weniger kann er ihnen entfliehen. Ein Roman über Schicksal und Zufall, über Liebe und Betrug – spannend bis zum Schluss.
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Serieninfos zu Der Assistent der Sterne

Der Assistent der Sterne ist der 2. Band der Hannes Jensen Reihe. Diese umfasst 3 Teile und startete im Jahr 2008. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2012.

Bewertungen

Der Assistent der Sterne wurde insgesamt 6 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Assistent der Sterne

    Hannes Jensen, Anfang 50, hat seinen Dienst bei der belgischen Polizei quittiert und widmet sich jetzt voll und ganz seinem großen Hobby, der Physik. Eifrig besucht er Kurse und ist nicht abgeneigt, als sein Dozent ihn auf eine Exkursion nach Island einlädt, wo es zwei Wochen lang um spannende Fachthemen gehen soll.
    Kurz vor seiner Abreise ereignet sich eine merkwürdige Begegnung - ein Mann warnt Jensen vor der Begegnung mit einer Frau, deren Namen er noch nie gehört hat. Und merkwürdig geht es weiter. Die Islandreise wird zum Höllentrip, bei dem neben Jensen und einem einzigen weiteren Kursteilnehmer lediglich der irgendwie irre scheinende Dozent und dessen äußerst rätselhafte Assistentin mit von der Partie sind.
    Kaum diesem Schrecken entronnen und wieder zu Hause, wird Jensen erneut mit einer diesmal ziemlic heftigen Wahrsagerprophezeiung konfrontiert. Als streng rational denkender Mensch glaubt er nicht an solchen Quatsch, aber erschreckenderweise scheint sich die Vorhersage tatsächlich zu erfüllen, und Jensen versucht zu ergründen, was da wirklich läuft, bevor Schlimmeres geschieht.
    Mal wieder: nette Idee, aber an der Umsetzung hapert's. Die Frage, was es mit der Prophezeiung auf sich hat und warum sie sich zu bewahrheiten scheint, ließ mich bis zum Schluss am Ball bleiben und wurde dann auch tatsächlich gelöst, und zumindest stellenweise mochte ich auch Jensens physikalische Philosophierereien, aber ansonsten war mir vieles zu abstrus und konstruiert in diesem Krimi.
    Angefangen bei Jensens persönlicher Situation - von was lebt der denn, wenn er mit Anfang 50 den Job bei der Polizei geschmissen hat, um Hobbyphysiker zu werden? Seine Beziehung zu einer blinden Witwe, die natürlich umwerfend aussieht, wirkt seltsam sachlich (auf beiden Seiten), woher da genau die große Anziehung kommt, wird nie so richtig greifbar.
    Völlig überzeichnet erschien mir der durchgeknallte Dozententyp, der so von sich eingenommen ist, dass er ewig über seine eigenen größenwahnsinnigen Taten salbadert und sich so merkwürdig benimmt, dass er selbst für einen narzisstischen Psychopathen unglaubwürdig daherkommt, und auch die restlichen Figuren wirkten sehr gewollt auf schroff und seltsam gebürstet.
    Nicht unspannend, aber leider auch nicht überzeugend, mit fast durch die Bank wenig sympathischem Personal.
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  • Rezension zu Der Assistent der Sterne

    Zum Inhalt
    (Achtung Spoiler zu Band 1)
    7 Monate später - Hannes Jensen ist in seinem Vorruhestand, doch so wirklich glücklich scheint er nicht. Annick O´Hara, die er durch den letzten Fall kennengelernt hat, erwartet von ihm ein Kind, doch sie bleibt immer noch unnahbar und sieht ihre Zukunft nicht in einem trauten Heim.
    Als Jensen zu einem Privatseminar über Physik in Island eingeladen wird, nimmt er gerne an, obwohl sein Hobby durch die neuen Ereignisse in seinem Leben etwas in den Hintergrund geraten ist. Die Chance will er sich trotzdem nicht entgehen lassen. Schweren Herzens lässt er Annick in Brügge zurück. Hätte er gewusst, welche unerwarteten Wendungen ihn in Rejkjavik erwarten, hätte er sicher anders entschieden ...
    Meine Meinung
    Ich hab mich wirklich geärgert, weil hier der Klappentext mal wieder extrem spoilert. Die Hälfte der grundlegenden Handlung wurde verraten und hat mir somit komplett die Überraschungsmomente geklaut. Dadurch bin ich mit anderen Erwartungen an das Buch rangegangen, dachte, der Klappentext wird kurz abgehandelt und hab immer drauf gewartet, wann jetzt denn etwas neues passiert. Das hat sich leider ganz schön hingezogen.
    Im Nachhinein fand ich auch die Ereignisse zu Beginn etwas unglücklich gewählt.
    Der Schreibstil ist allerdings wieder sehr fesselnd und es entwickelt sich auch hier eine ganz besondere Atmosphäre. Auch die kleinen Gedankenspielchen von Hannes Jensen über physikalische Reaktionen und ihr Bezug auf philosophische Fragen fand ich sehr interessant! In diesem Band spricht der Autor damit hauptsächlich das Schicksal an, den Zufall und ob die Zukunft wirklich vorausschaubar ist oder nicht. Es gibt einen kleinen Einstieg in die Relativitätstheorie - kurz, knapp und präzise zusammen gefasst, was bei mir wieder das Interesse geweckt hat. Ich finde solche physikalischen Gesetzmäßigkeiten und ihr Bezugauf die Philosophie ja extrem spannend!
    Das Leben von Hannes Jensen scheint sich in eine sehr verfahrene Situation zu entwickeln. Auch die Beziehung zu Annick ist äußerst kompliziert, dabei möchte er einfach nur eine Familie, für die er da sein kann. Annick ist allerdings hin- und hergerissen zwischen persönlicher Freiheit und Eigenständigkeit entgegen der sich aus der Situation ergebenden Abhängigkeit; auf andere Rücksicht zu nehmen, zumindest was Hannes betrifft, ist nicht gerade ihre Stärke.
    Der Fall selbst ist verstrickt und wieder mit etwas Übersinnlichem verwoben, bei dem selbst Hannes Jensen zweifelt, was er denn nun glauben soll.
    Am Ende zieht es sich ein bisschen, aber die Aufklärung war dann für mich doch überraschend.
    Fazit
    Da der Klappentext sehr gespoilert hat, war das Lesevergnügen am Anfang etwas gebremst. Das ungewöhnliche und überraschende hat mich dann aber doch fasziniert, trotzdem konnte es mich nicht ganz so begeistern wie bei Band 1.
    © Aleshanee
    Weltenwanderer
    Hannes Jensen
    1 - Die Sehnsucht der Atome
    2 - Der Assistent der Sterne
    3 - Er
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  • Rezension zu Der Assistent der Sterne

    Sein Kriminalromandebüt „Die Sehnsucht der Atome“ war ein sensationeller Erfolg, für den der ehemaligen Journalist Linus Reichlin 2009 den Deutschen Krimipreis erhalten hat.
    Auch in dem vorliegenden neuen Roman begegnet der Leser wieder Hannes Jensen, einen ehemaligen Polizeiinspektor in Brügge. Seien Leidenschaft für Quantenphysik hat ihn seinen Job an Nagel hängen lassen, doch auch in der Pension wird er mit einem neuen Fall konfroniert.
    Das Buch beginnt mit einem Fehler, den Jensen gemacht hat. Während eines gründlich schiefgegangenen Physikseminars in Island hat er mit einer Frau geschlafen, die er eigentlich gar nicht mochte. Wieder zu Hause, wird er mit einem seltsamen Fall konfrontiert. Die Haushälterin seiner Freundin war bei einem afrikanischen Wahrsager, der ihr mitteilte, dass ihre Tochter im nächsten Sommer sterben wird. Der gleiche Afrikaner hatte Jensen bereits vor seiner Islandreise gewarnt, er solle sich vor einer Frau namens Vera Lachaert in Acht nehmen. Und genauso heißt die unglückliche Tochter. Zufall? Jensen, Hobbyphysiker, mag das nicht glauben.
    Immer wieder gespickt, mit wissenschaftlichen Kommentaren, die man auch überlesen kann, führt Reichlin seinen Protagonisten durch einen spannenden Fall, in dem er sogar selbst unter Mordverdacht gerät.
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Ausgaben von Der Assistent der Sterne

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Hardcover

Seitenzahl: 320

Besitzer des Buches 12

Update: