Das Lied der Dunkelheit

Buch von Peter V. Brett

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das Lied der Dunkelheit

„Weit ist die Welt – und dunkel …“ … und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben. „Das Lied der Dunkelheit“ ist ein eindringliches, fantastisches Epos voller Magie und Abenteuer. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen hohen Preis bezahlt, um ein Held zu werden. Und es erzählt die Geschichte des größten Kampfes der Menschheit – der Kampf gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht. Episch und düster – die faszinierendste Weltenschöpfung der letzten Jahre.
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Serieninfos zu Das Lied der Dunkelheit

Das Lied der Dunkelheit ist der 1. Band der Dämonenzyklus Reihe. Sie umfasst 12 Teile und startete im Jahr 2008. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Über Peter V. Brett

Schon als Kind begeisterte sich Peter V. Brett für Fantasy Bücher. Der US-amerikanische Schriftsteller wurde 1973 in New Rochelle im Bundesstaat New York geboren. Mehr zu Peter V. Brett

Bewertungen

Das Lied der Dunkelheit wurde insgesamt 137 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • klischeehaft: z. B.Frauenfigur dient hauptsächlich dazu, das patriarchalische System aufzuzeigen, sonst eindimensional.

    Enigmae

  • Auch als Hörbuch ein Genuss. Spannende Geschichte.

    solis1505

  • düsterer Fantasyroman, 3 Charaktere, 1 Geschichte

    frettchen81

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Ich habe auch vor ein paar Wochen das Buch beendet und möchte nochmal eine kleine Rezension schreiben.
    Kurz ein paar Infos vorweg: Es handelt sich bei dem "Lied der Dunkelheit" um den ersten Teil eines Fantasy Epos, der sich bereits jetzt über 6 Teile erstreckt und dazu noch 4 "Kurz"geschichten hat. Und jedes dieser Bücher ist nicht gerade schmal, also man lässt sich hier schon auf eine ganze Menge Zeit ein
    Als erstes etwas zu der Story: Ich möchte nicht zu viel der Story "verraten", aber wenn man es komplett runterbricht beginnt es wie eine klassische Heldengeschichte. Naja, wie drei klassische Heldengeschichten. Der erste, geschockt von der Ängstlichkeit der Menschheit und des Versagens seines Vaters will sich dem nicht beugen, läuft weg und will alles besser machen. Der nächsten wird übel mitgespielt und fühlt sich allein gelassen und wird von einer gutherzigen Mentorin aufgenommen und den dritten ereilt das Schicksal, seine Familie im Kindesalter zu verlieren und als Waise unter einem schwierigen Ziehvater aufzuwachsen. Ist nicht weiter schlimm, denn die Geschichten entspinnen sich herrlich man lernt die Charaktere richtig gut kennen und man merkt auch von vorne herein, dass da mehr als ein Buch warten wird. Die Geschichte erzählt hauptsächlich von der Kindheit, der Ausbildung und den Anfängen des Epos und stellt vor allem die (von Dämonen heimgesuchte) Welt dar. Ich möchte schon fast sagen, das es ein gemütliches Buch ist. Es nimmt langsam Fahrt auf.
    In diesem Fall ist ganz besonders der Schreibstil wichtig: Herr Brett schreibt in einer dermaßen fluffigen Art, dass die Bilder, die er im Kopf des Lesers erzeugt, lebendig werden, bunt und schillernd (selbst die finsteren und bösen). Er hat ein unglaubliches Talent dafür, dass man sich sehr gut einen vollen Marktplatz vorstellen kann, auf dem die Jongleure auftreten und vor allem wie! Er schreibt nicht einfach, dass die Jongleure ihre Show abziehen, sondern genau wie sie sich drehen oder die Messer werfen oder die Regungen im Publikum - das habe ich so in noch keinem anderem Buch erlebt. Auch wie er den Leser in die Welt einführt - durch Arlens Augen, der noch nie außerhalb seines Dorfes war durch die Erzählungen eines Kuriers. Es wirkt einfach stimmig und entführt nach und nach in die Welt. Er beschreibt, wie sich Tag für Tag die Menschheit vor den Dämonen versteckt und wie die Stimmung ist. Er gibt einfach so unglaublich viel von der Welt an den Leser. Dafür hält er sich wenig damit auf, Funktionsweisen zu erklären, wie es andere Autoren machen (siehe die grandiose Königsmörder Chroniken von Patrick Rothfuss). Hier und da erklärt er, wie das tätowieren vonstatten geht oder wie sich auf einen Kampf vorbereitet wird, aber eine genaue Funktionsweise der Siegel ist zum Beispiel unbekannt (aber auch der Welt mittlerweile vollständig unbekannt). Das ist einfach ein anderer Fokus .
    Den weitaus größten Teil in Geschichte nehmen wie schon gesagt die Charaktere ein: Hauptcharaktere sind Arlen, Leesha und Rojer, und sie hätten nicht unterschiedlicher sein können. Jeder hat stark ausgeprägte Charakterzüge und man lernt sehr viel über sie - und auch über ihre Umfeld und die damit verbundenen Charaktere. Und es waren bei mir sehr häufig die Aufeinandertreffen unterschiedlicher Charaktere, die bei mir die größte Emotionsflut ausgelöst haben - und meistens war es Verzweiflung und Wut. Den Hauptcharakteren wird sehr häufig gerade von anderen Charakteren übel mitgespielt, dagegen wirken die Dämonen der Welt als das kleinere Übel. Leider hat hier Herr Brett meiner Meinung nach häufiger geschlampt... Er baut eben durch diese Konfrontationen sehr häufig Spannungen auf, die die Charaktere auf lange Sicht schädigen (könnten) und nimmt den Charakteren so viel, wenn es aber darum geht, diesen Schmerz auch darzustellen oder als Teil des Charakters verwachsen zu lassen, wird plötzlich das Kapitel gewechselt. Oder in einem speziellen Fall - handelt der Charakter aus meiner Sicht vollkommen irrational! Die Sachen werden dadurch stark heruntergespielt und man bekommt das Gefühl von Übermenschen...
    Noch ein oder zwei Sätze zur Welt und einigen Anschauungen gesagt: Brett "leiht" sich viel aus unserer tatsächlichen Welt bzw. verbaut Dinge, die einem beim lesen bekannt vorkommen (abseits der Standardsachen) wie zum Beispiel Beton, oder die Bezeichnung einer technologisch weit entwickelten Zeit namens "Zeitalter der Wissenschaft" - das lädt zum Grübel ein, ob es "unsere" Welt nach einer Katastrophe sein könnte, so ein bisschen apokalyptisch. Außerdem könnte vielen durchaus der Umgang mit Frauen sauer aufstoßen, gerade wenn es um Krasia geht. Ich empfand es nicht als störend, weil ich Bretts Beschreibungen nicht als wertend empfand, sondern einfach als Gegebenheiten der Welt.
    Alles in allem fand ich das Buch äußerst gut, eben gerade die Welt ist dermaßen facettenreich dargestellt und so fließend beschrieben wurde, dass es mir gerade am Anfang stark zugesagt hat. Als dann die ersten Aufreger wegen den Charakteren gab, wurde meine Stimmung etwas gedämpft ...
    Es gab dann Sterne, einen Stern Abzug wegen dem Ärger mit den Charakteren!
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  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Inhalt:
    "Das Lied der Dunkelheit" von Peter v. Brett ist der erste von fünf Bänden der Roman-Reihe "Dämonenzyklus". Er ist erstmals 2009 vom HEYNE-Verlag veröffentlicht worden.
    Die Handlung spielt in der Welt Thesa, die seit Generationen von Dämonen heimgesucht wird, welche "Horclinge" genannt werden und in großer Artenvielfalt vorkommen. Jede Nacht, wenn die Sonne untergeht, beginnen diese aus ihrem "Horc" aufzusteigen um sich an der Oberfläche zu manifestieren und Jagd auf Menschen zu machen. Diese versuchen sich jedoch durch verschiedene Siegel zu schützen, welche an Oberflächen angebracht ihre Häuser durch eine Art magisches Feld gegen die Dämonen abschirmen. Dieser Schutz ist jedoch nicht immer erfolgreich, denn ab und zu entdecken Horclinge eine Schwachstelle im Siegelnetz - nur noch das Licht der aufgehenden Sonne verspricht dann noch Rettung. Selbst Waffen wie Äxte scheinen den Dämonen nichts anhaben zu können. Auch der 11-jährige Arlen und seine Familie aus dem Dorf Tibbets Bach teilen dieses Schicksaal. Als durch unglückliche Begebenheiten Arlens Mutter den Horclingen zum Opfer fällt, während sein Vater nichts unternimmt, kann er seinem Vater nicht verzeihen und reißt aus. Von da an beginnt sein Abenteuer, welches ihn durch die freien Städte bis in die krasianische Wüste treibt, dessen Bewohner die einzigen verbliebenen sind, die den Dämonen im Kampf begegnen.
    Leesha und Rojer wachsen in jeweils anderen Gebieten Thesas ebenfalls in Angst und Schrecken auf, wo sie ähnlich dramatisches erleben.
    Zentrales Thema in diesem Roman ist Arlens Weg der Selbstfindung und sein Rachezug gegen die Horclinge, für den er alles Aufzugeben bereit sein scheint. Er schlägt einen Weg als Bannzeichner und Kurier ein und begibt sich auf die Suche nach den alten Kampfsiegeln, welche der Legende nach Dämonen bezwingen können. Alles arbeitet auf ein Zusammentreffen von Rojer, Leesha und Arlen hin.
    Buchkritik:
    Das zugrunde liegende magische Hintergrund ist in sich nicht vollkommen Schlüssig. Auch wenn der Leser erfährt, dass Siegel sich zu einem geometrischen Netz ergänzen, so ist dies nur schwer vorstellbar geschweige denn nachvollziehbar. Es wird oft erwähnt, dass Arlen, der Hauptprotagonist, intuitiv bestimmte Symmetrien in den Siegeln sieht und sie dadurch nach Gefühl anordnen kann. Nach mehrfachem betrachten der Zeichnungen zu den Siegeln ist man als Leser etwas verwirrt. Bei Rojers Fidel-Magie ist es hingegen verständlich, dass nicht wirklich versucht wird diese zu erklären, da er sie selbst nicht wirklich zu verstehen scheint. Geometrische Muster dagegen sollte man dagegen wenigstens ein bisschen näher erklären können.
    Auch Beschreibungen lassen in mancherlei Hinsicht zu wünschen übrig, sind im Allgemeinen jedoch in Ordnung. Beispielsweise bezüglich der Beschreibung der Dämonen wären etwas mehr Details möglich gewesen. Der Fokus wird hier eindeutig mehr ausführliche Darstellung von Handlungen gelegt, kurze Action-Szenen werden Schritt für Schritt umfassend geschildert. Bewegungsabläufe werden mit vielen Adjektiven ausgeschmückt, wordurch eine Art Slow-Motion Effekt erziehlt wird.
    Dafür sind die beiden konkurrierenden Religionen der Thesaner und Krasianer gut durchdacht. Auch politische Probleme, die Gesellschaft und das Leben in den freien Städten sind gut ausgearbeitet, sodass sich der Leser schnell in das Geschehen reindenken kann. Im Großen und Ganzen erinnert alles an das Mittelalter, wobei Brett sich im Bezug auf Berufe, Sprache, Legenden, Namen und andere Elemente sehr einfallsreich zeigt. Besonders im Bezug auf das krasianische Volk hat der Autor sich hier viel Mühe gegeben.
    Fazit:
    An sich ist das Lied der Dunkelheit ein spannender Dark Fantasy Roman, mit dem man sich gut die Zeit vertreiben kann. Allerdings sind aus meiner Sicht zu viele Schwachstellen im Bezug auf Umgebung, Hintergrundinformationen, Magie und Antagonisten vorhanden, sodass dieses Buch kein Meisterwerk genannt werden kann. Der Fokus dieses Buches ist also mehr auf Action gelegt, auch wenn die Charakterentwicklung und Elemente im Bezug auf Gesellschaft und Sprache sehr gut sind. Wenn man sich einfach nur zurück lehnen möchten ohne sich groß Gedanken zu machen und die Action über sich ergehen lassen möchte so ist dies eine klare Kaufempfehlung.
    ---> 3 von 5 Sterne <---
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  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Ja. Dabei handelt es sich, wie du schon sagtest, um Novellen (Kurzgeschichten). Peter V. Brett bringt sie alle paar Jahre auf den Markt, um seine Geschichte zu ergänzen bzw. auch um neue Charaktere einzuführen.
    Die neueste Novelle heißt Messenger's Legacy und ist bereits auf Englisch erschienen. Die deutsche Übersetzung erscheint am 14. April 2015 unter dem Titel Das Erbe des Kuriers. In ihm wurde mit Briar ein neuer Charakter eingeführt, der im Band 4 eine wesentliche Rolle spielt. Es wird daher empfohlen es vorher zu lesen.
    Was Der große Basar betrifft, so handelt es sich hier um eine Novelle, die zeitlich zwischen Das Lied der Dunkelheit und Das Flüstern der Nacht anzusiedeln ist. Hier findest du eine Übersicht und auch die von Peter V. Brett empfohlene Buchreihenfolge.
    Auch wenn Die Flammen der Dämmerung anfangs von den ersten beiden Büchern abweicht, so ist das Buch dennoch richtig gut. So etwa nach dem zweiten Drittel kommen dann auch verstärkt wieder Arlen und die anderen Charaktere zum Zuge, weil Jardir mit Inevera nach Norden zieht, um Krieg zu führen. Ich empfehle es daher zu lesen.
    Liebe Grüße
    El Novelero
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  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Wow! Ich bin noch ganz außer Atem von der Schlacht im Tal der Holzfäller!
    Peter V. Brett kann wirklich erzählen - beinah so gut wie Rojer, der Jongleur Ich bin völlig fasziniert von dieser Geschichte und vor allem von den 3 Hauptfiguren. Und ich werde etwas tun, was ich sehr selten mache: ich werde sofort den nächsten Teil lesen. Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht.
    Das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ich wäre gern dabei gewesen, als aus Arlen der Tätowierte Mann wurde. Vor allem möchte ich gern wissen, wer ihm geholfen hat. Denn er kann sich ja schwerlich selbst auf dem Rücken tätowiert haben... Nun hoffe ich darauf, dass in den Folgebänden in Rückblenden noch darauf eingegangen wird. Was für eine Wandlung! Arlen mochte ich gern, ich hab ihn erst bedauert, dann bewundert. Aber als Tätowierter ist er einfach atemberaubend. Vor allem, weil er unter der extrem rauen Schale des Kämpfers mehr Menschlichkeit bewahrt hat, als er sich selbst eingesteht. Das könnte noch kompliziert werden in den folgenden Abenteuern.
    Das habe ich so gar nicht empfunden. Diese Erfahrungen und Schilderungen haben Leesha zu dem gemacht, was sie heute ist. Auch, dass die alte Bruna kein Blatt vor den Mund genommen hat, hat dem jungen Mädchen sehr geholfen. Ich fand diese Szenen weder übertrieben ausführlich noch überflüssig. In einer kleinen Dorfgemeinschaft wie dieser ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu Übergrifen kommt (die Auswahl an Frauen ist halt nicht groß und in einer unserem Mittelalter nicht unähnlichen Gesellschaft ist es halt so, dass die Männer sich nehmen, was sie wollen). Und dass jeder alles über den anderen zu wissen glaubt, ist in Dörfern heute noch so Auf jeden Fall sind es ganz normale Erfahrungen für Kinder und Jugendliche, die viel zu schnell erwachsen werden mussten.
    Ich bin sehr gespannt, wie es mit den 3 Helden weitergehen wird. Besonders fasziniert hat mich übrigens auch Rojers Fähigkeit, die Dämonen mit Musik in Schach zu halten - was für eine wunderbare Idee. Und zum wiederholten Mal in meinem Leben stelle ich mir die Frage, warum ich meinen Geigen-Unterricht als Kind abgebrochen habe...
    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Fantasy-Fans und
    Edit: nachdem kurz die Rezesion von @pesel überflogen habe, werde ich als nächstes zu "Der große Basar" greifen.
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  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Jede Nacht steigen Dämonen aus der Erde hervor und die Menschen verkriechen sich in ihren Häusern, die von Siegeln geschützt werden, die allerdings nicht immer Sicherheit bringen.
    Der Roman erzählt die Geschichte dreier junger Menschen, die versuchen, mehr aus ihrem Leben zu machen: Arlen, der seine Mutter bei einem Dämonenangriff verloren hat und der Meinung ist, dass man sein Leben nicht den Dämonen unterordnen sollte, Leesha, die sich gegen das, was ihre Zukunft sein soll, auflehnt und Kräutersammlerin wird und Rojer, der erst dreijährig beide Eltern und zwei Finger verloren hat, von einem Jongleur aufgezogen wird und zeigt, dass er diesen Beruf trotz seiner Behinderung auch beherrschen kann.
    Der Roman ist der ersten Band einer geplanten fünfteiligen Serie und hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen. Peter V. Brett hat eine düstere und bedrückende Welt erschaffen, in der die Menschen jede Nacht in Lebensgefahr schweben. Diese Welt ist schon im ersten Band gut ausgereift. Vor allem mit Arlen bereisen wir einen großen Teil davon und lernen die verschiedenen Gebiete kennen, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten haben. Auch der kulturelle, religiöse politische und soziale Hintergrund ist schon gut, aber noch nicht umfassend ausgebaut (wir wollen ja auch noch weitere Bände lesen). Gut hat mir die Karte gefallen, die man auch öfter zu Rate zieht, will man doch wissen, ob Arlen, Leesha und Rojer sich womöglich treffen werden.
    Auch die Charaktere sind gelungen, nicht nur die drei Protagonisten, der Autor zeichnet tiefgründige Figuren, manchmal – vor allem in der Antagonisten-Fraktion – etwas überzeichnet, aber nur wenige Personen sind eindimensional dargestellt. Und auch hier gibt es noch genug Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die nächsten Bände. Die Dämonen, zunächst einfach nur schreckliche Monster, werden im Laufe des Romans etwas enträtselt, hier gibt es noch viel zu entdeckendes Potential, ich bin gespannt, was noch alles aufgedeckt werden wird.
    Der Autor erzählt flüssig und spannend aus den Perspektiven der drei Hauptcharaktere und setzt die Perspektivewechsel so geschickt, dass es immer wieder zu kleinen Cliffhangern kommt, die einen, so man die Zeit hat, immer weiter lesen lassen, die 800 Seiten des Romans sind flott gelesen. Die Handlung spielt in einem Zeitraum von 15 Jahren und zeigt die Entwicklung der drei von Kindheit an, Zeitsprünge (in beide Richtungen) sind klug gesetzt und die Entwicklungen der Figuren immer nachvollziehbar.
    Sehr gut gefallen hat mir die Widmung „Für Ötzi ...“, am Ende des Romans erhält sie einen Sinn, der direkt auch meine Phantasie anregte … Sehr schön auch die „Siegel“ zwischen den einzelnen Abschnitten, wobei jeder Teil des Buches ein eigenes hat.
    Die Geschichte ist relativ in sich abgeschlossen. Natürlich bleiben Fragen offen und am Ende gibt es eine Entwicklung, die man noch nicht so recht einzuschätzen weiß, aber man kann das Buch einigermaßen zufrieden aus der Hand legen, auch wenn man auf jeden Fall wissen will, wie es weiter geht.
    Insgesamt ein sehr gelungener Roman, der Lust auf mehr macht und allen Genrefans ans Herz gelegt werden kann. Zwei weitere Bände sind bereits erschienen (und werden von mir zeitnah gelesen werden).
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  • Rezension zu Das Lied der Dunkelheit

    Ich habe das Buch vor etwa einem Jahr in einer Buchhandlung entdeckt und es hat mich rein optisch, wie einige andere hier auch, ein bisschen an die Bücher von Patrick Rothfuss erinnert. Deswegen dachte ich, was man ja bekanntermaßen auch nicht machen sollte, ähnliches Cover, ähnliche Geschichte. Außerdem hatte ich den Namen Peter V. Brett schon von einigen positiven Zungen gehört.
    Vor ein paar Tagen hatte ich dann endlich mal Zeit und Lust, in das Buch reinzulesen. Und ich muss sagen, dass ich bis jetzt maßlos enttäuscht bin. Ich habe mir, auch auf Grund der meisten Rezensionen bei amazon.de wirklich mehr von dem Buch versprochen und es in der Annahme es sei ein wirklich epischer High-Fantasy-Epos angefangen zu lesen. Der Anfang war auch noch recht vielversprechend, aber nachdem ich einige Kapitel gelesen hatte, fielen mir mehr und mehr Sachen auf, die mir unangenehm aufgestoßen sind, sage ich mal.
    Zunächst mal ist mir aufgefallen, dass selbst die Hauptcharaktere recht gefühlsarm sind. Besonders aufgefallen ist mir das zum ersten Mal, als Arlens Mutter gestorben ist. Und wenn ich so darüber nachdenke, gab es auch davor schon Abschnitte, wo der Autor wesentlich mehr hätte herausholen können. Von den Nebencharakteren will ich gar nicht erst anfangen. Die sind ja wirklich nur absolut am Rande erwähnt, man entwickelt überhaupt kein Interesse an deren Leben oder generell den Geschehnissen in den Dörfern entwickelt. Es grenzt - böse ausgedrückt - an ein Wunder, dass die Nebencharaktere überhaupt Namen bekommen haben.
    Weiterhin wirken die Dämonen zwar am Anfang recht bedrohlich und man fühlt ein bisschen mit den armen Dorfbewohnern mit. Aber nachdem man als Leser merkt, dass die sogenannten Horclinge jede Nacht das gleiche abziehen, wird es nach etwa der dritten Nacht irgendwie auch ernüchternd.
    Aber der Grund, weswegen ich das Buch jetzt schlussendlich abgebrochen habe, ist der Abschnitt der Geschichte, in dem der Leser Leesha kennenlernt. Zunächst kam mir ihre Geschichte nur vor, wie ein einfaches Klischee: Mädchen wird von ihrer Mutter schlecht behandelt, weil die sich eigentlich einen Jungen gewünscht hätte und so weiter.
    Aber in den letzten...sagen wir 2o Seiten ging es eigentlich fast ausschließlich ums - verzeiht mir den Ausdruck - vögeln. Und zwar nicht unbedingt die treue Variante zwischen Eheweib und Ehemann, sondern das ganze Dorf, in dem Leesha lebt, scheint miteinander fremdzugehen. Und die Kräuterhexe klärt das dreizehnjährige Mädchen jetzt haarklein darüber auf, was da eigentlich genau passiert. Und wir als Leser dürfen daran teilhaben. Dankeschön dafür.
    Ich meine, ich habe nichts gegen einen Hauch Erotik in einem High-Fantasy-Buch. Aber meiner Meinung nach sollte doch die Handlung und das eigentliche Ziel der Hauptcharaktere (nämlich die Bekämpfung der Dämonen) im Vordergrund stehen und nicht eine ausführliche Erklärung darüber, wo die Babys herkommen.
    Die einzige Stelle, die mir bis jetzt (etwa 180 gelesene Seiten) wirklich gefallen hat, war als der Kurier mit dem Jongleur ins Dorf kam. Das hat Brett wirklich schön dargestellt. Leider reicht das nicht, um mich weiter für das Buch zu begeistern. Schade eigentlich, aber ich kann in sämtlichen Punkten der Userin Scarlett O'Hara zustimmen, die im Jahr 2o1o schon eine ähnliche Rezi über das Buch geschrieben hat.
    Für die einzige bisher gelungene Szene gebe ich daher Stern, alles andere war leider - in meinen Augen - Mist.
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Ausgaben von Das Lied der Dunkelheit

Taschenbuch

Seitenzahl: 800

E-Book

Seitenzahl: 798

Hörbuch

Laufzeit: 00:23:43h

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 560

Das Lied der Dunkelheit in anderen Sprachen

  • Deutsch: Das Lied der Dunkelheit (Details)
  • Englisch: Painted Man (Details)

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