Paris

Buch von Ernest Hemingway

  • Kurzmeinung

    Leila2002
    Ein Lesegenuss der besonderen Art. Macht auf jeden Fall Lust noch mehr vom Autor zu lesen

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Paris

«DAS IST BESTER HEMINGWAY; NIEMAND HAT DAS PARIS DER ZWANZIGER JAHRE EINDRUCKSVOLLER BESCHRIEBEN ALS ER.» THE NEW YORK TIMES Als Hemingway 1956 nach Paris zurückkehrte, ließ er sich aus dem Keller des Hotels Ritz seine alten Koffer bringen. Sie enthielten Tagebücher und Aufzeichnungen aus den Zwanzigern, seiner Zeit als Auslandskorrespondent. Hemingway nahm sich diese frühen Notizen vor und formte daraus den Roman seiner Pariser Jahre. Für ihn war es eine glückliche, prägende Zeit, als er an der Seine angelte, bescheidene Gewinne beim Pferderennen in Champagner umsetzte, mit Gertrude Stein, James Joyce, Ezra Pound und F. Scott Fitzgerald zusammentraf. Hemingways letztes Buch führt zu seinen Anfängen zurück: Es ist eine Feier des Lebens und des Schreibens, ein Erinnerungsbuch voll jugendlicher Kraft und melancholischem Humor, das nun, neu übersetzt, erstmals in der vom Autor hinterlassenen Fassung vorliegt.
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Bewertungen

Paris wurde insgesamt 18 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

  • Ein Lesegenuss der besonderen Art. Macht auf jeden Fall Lust noch mehr vom Autor zu lesen

    Leila2002

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Paris

    Hallo Sommerregen,
    Da hast du dir ein schwieriges Thema ausgesucht. Das Verhältnis zwischen Hemingway und Gertrude Stein war nur anfangs problemlos, da er sich in der ersten Zeit des kennenlernens noch sehr zurückgehalten hat. Wohl aufgrund der Tatsache, dass sie ihm auch durch ihren literarischen Erfolg mit seiner Karriere weiterhelfen konnte. Ich denke, das im Laufe der Zeit sicher Spannungen entstanden sind. Genau wie
    Gertrude Stein war auch Hemingway ein exzentrischer und zeitweise sehr schwieriger Zeitgenosse. Um da geaueres zu erfahren müsste man allerdings mal eine Biografie über Hemingway oder Gertrude Stein zu Rate ziehen. ich werde das mal googeln
    Zu der Szene die du beschreibst, kann ich nur sagen dass sie sich mir genau so wenig erschlossen hat wie dir. Katzi war wohl der Kosename ihrer Freundin und Geliebten. Das Privatleben von Frau Stein war so weit ich da informiert bin auch nicht einfach. Wohl aufgrund ihrer
    Dominanz (nicht nur bei literarischen Fragen).
    Ich will aber hier nicht zu viel spekulieren, sondern mich mal um ein paar Informationen kümmern. Sobald ich genaueres weiß, schreib ich was dazu.
    lg taliesin
    Ps: Deine Rezension hat mir sehr gut gefallen und auch bei mir neue Fragen aufgeworfen.
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  • Rezension zu Paris

    Ich hab das Buch nun auch gelesen.
    Hier meine Rezension.
    Ein Mensch, der mir sehr am Herzen liegt, ist ein großer Fan Hemingways. Ich hatte bisher noch nichts von dem Autor gelesen und als ich von diesem Buch erfuhr, war mein Interesse schnell geweckt. Ich bin fasziniert von Paris und ich bin fasziniert von dem Menschen, dem Hemingway so gut gefällt. Das Buch selbst war für mich allerdings sehr ... Unerwartet.
    Klappentext
    Als Hemingway im Jahre 1956 mit seiner Frau Mary im Hotel Ritz in Paris abstieg, ließ er sich aus dem Keller seine alten Koffer holen, die dort mehr als zwanzig Jahre gelagert hatten. Sie enthielten Tagebücher und Aufzeichnungen aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, als Hemingway Korrespondent einer kanadischen Zeitung in Paris war. Dieses Buch ist das Ergebnis seiner Arbeit an jenen Notizen - humorvoll und aus intimer Kenntnis beschreibt der Schriftsteller Menschen wie Gertrude Stein, Ezra Pound, James Joyce und viele andere, die ihm während seiner Zeit in Paris begegneten.
    Der Autor
    Ernest Hemingway wurde am 21. Juli des Jahres 1899 in Oak Park, Illionois, geboren. Nachdem er 1917 mit 18 Jahren seine Laufbahn als Lokalreporter in Kansas City begonnen hatte, meldete er sich im Ersten Weltkrieg freiwillig als Fahrer einer Sanitätstransportgruppe an der norditalienischen und deutsch-französischen Front. Im Laufe des Ersten Weltkrieges machte Hemingway unter anderem die Bekanntschaft von J. D. Salinger und wurde zweimal schwer verwundet.
    Nach Ende des Krieges zog es ihn zurück in die USA und von dort aus weiter nach Paris. Zu dieser Zeit war Hemingway bereits mit seiner ersten Frau Hadley verheiratet und hatte sich der Schriftstellerei verschrieben. Seine Pariser Jahre waren geprägt von Bekanntschaften mit weiteren dort lebenden Amerikanern wie Scott Fitzgerald, Gertrude Stein oder Ezra Pound, allesamt Sinnbilder der sogenannten Lost Generation. Der Ausdruck selbst bezeichnet junge amerikanische Schriftsteller, die den 1. Weltkrieg miterlebten und während dieser Zeit oder kurz danach nach Europa kamen. Maßgeblich geprägt wurde er von Gertrude Stein und dem Patron einer Autowerkstatt, der sich über seinen jungen Angestellten ärgerte und ihm vorwarf: "Ihr seid alle eine génération perdue."
    Geprägt durch die Zeit, in der er lebte, waren die Themen Hemingways vor allem Tapferkeit, Treue, Krieg und Männlichkeit oder das Verhältnis zwischen Männern und Frauen.
    Er selbst war insgesamt 4 Mal verheiratat, avancierte zu einem der bedeutendsten Schriftsteller der Moderne und erhielt mit seiner berühmten Erzählung Der alte Mann und das Meer den Pulitzer- und 1954 sogar den Nobelpreis.
    Am 2. Juli 1961 erschoss sich Ernest Hemingway nach Depressionen und diversen Klinikaufenthalten in seinem Haus in Ketchum.
    Persönlicher Eindruck
    Kennt jemand das Gefühl, dass einem das Gelesene zwar wie etwas sehr Faszinierendes vorkommt, zeitgleich aber auch von einer solchen Schwere ist, dass man kaum weiterlesen kann?
    Ungefähr so erging es mir mit Hemingways Paris. Ich würde nicht sagen, dass ich seine Art zu erzählen nicht mag, ganz im Gegenteil. Ich fand sie interessant und neu, ungewohnt und von einer künstlerischen Schlichtheit. Dennoch hatte sie irgendetwas an sich, das ihn zu einem anstrengenden Schriftsteller machte. Ich sehe mich unfähig, diese Eigenart genauer zu definieren.
    Das Buch selbst (kein Roman, eher Erinnerungen und die Aufarbeitung einer Vergangenheit) beeindruckte durch seinen Inhalt, der einem so real vorkam wie selten zuvor. Das mag zum einen an der Detailliebe des Autors liegen, zum anderen an den Alltäglichkeiten, die Hemingway beschreibt:
    Straßen, geografische Lagen, Cafés, Gebäude, Flüsse, Restaurants, Hotels und später dann auch die Berge und den Schnee. Man hat das Gefühl, durch seine Augen auf das Paris der 1920er Jahre zu blicken und mehr bedarf es hier nicht, um mich zu faszinieren. Neben seinem literarischen Können ist es bei Hemingway vor allem auch die Zeit, in der er lebte, die mich als heutigen Leser so sehr fesselt.
    Mit ihm konnte man auf den 183 Seiten seiner Pariser Erinnerungen glücklich sein, sich ein wenig melancholisch stimmen lassen und vor allem aber auch lächeln. Sehr gelungen fand ich die Anekdote mit Scott Fitzgerald, der sich zum Scheine des Sterbens ins Hotelbett legt und den nur im Pyjama bekleideten Hemingway rigoros auf die weite Suche nach einem Thermometer schickt.
    Erfährt man wenige Seiten später von der Krankheit seiner Frau Zelda und seinem eigenen Hang zum Alkohol, der ihm gar nicht bekommt, erscheint das Ganze von einem Moment auf den anderen wieder tieftraurig, nicht amüsant.
    Als ich in meinem Literaturforum nachgefragte, welches Werk Ernest Hemingways am besten als Einstieg in seine literarische Schaffenswelt geeignet wäre, hatte man mir dieses hier empfohlen und hinzugefügt, dass es vielleicht eine Weile dauern könnte, bis man den richtigen Zugang zum Autor und seiner Kunst gefunden hätte.
    Das kann ich so nur bestätigen. Paris hat sich schwer lesen lassen, auch wenn der Stil nicht schwer zu verstehen war. Aber es reichte aus, um mein Interesse an dem Autor, seiner Schriftstellerei und auch den Menschen zu wecken, die an seiner Seite waren. Ich wusste vorher nichts über Menschen wie Ezra Pound oder Gertrude Stein und musste im Laufe des Lesens auch immer wieder recherchieren, wer in den 1920ern wer war, um verstehen zu können, warum Hemingway sie so beschrieb, wie er es letztlich tat. Manches erstaunte mich, anderes weckte mein Interesse. Es war zum Beispiel befremdlich über Ezra Pounds Hang zum antisemtitischen Denken und Faschismus zu lesen, während er einem in Hemingways Erzählung als gütiger Freund und Liebhaber der Kunst begegnete. Da ist eine Diskrepanz zwischen mir, die ich nur die negativen Lebensfakten lese und Hemingway, der Pound als Menschen und Freund beschreibt. Diese Szene hat Konzentration erfordert und sie ist nur eine von vielen ähnlicher Art.
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich verstehe, warum dieser Mensch, der für mich so wichtig ist, so fasziniert von Hemingway ist. In ihm ist so eine Ruhe- und Rastlosigkeit, die sich auch in den Schriften des Autors wiederfindet. Aber sie gefällt mir, weil sie schön ist.
    Nun möchte ich gerne noch viel mehr von ihm lesen.
    Und noch eine Frage, die ich vorsichtshalber vielleicht als Spoiler setze. Ich muss zugeben, ich hab nicht jede Szene aus Paris verstanden, weil ich nicht alle Personen kannte. Vielleicht muss ich das Buch mehrmals lesen, damit sich mir noch mehr erschließt.
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Ausgaben von Paris

Taschenbuch

Seitenzahl: 336

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 320

E-Book

Seitenzahl: 301

Paris in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 47

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