Leyla
Buch von Feridun Zaimoglu
Titel: Leyla
Feridun Zaimoglu (Autor)
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783596176212
Termin: Januar 2008
Aktion
Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Leyla
Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land, aus dem er mit seinen Eltern kam. Ein Land, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen, den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist - und in dem all das ins Wanken gerät.
Er lässt die heranwachsende Leyla ihren Alltag erzählen. Leylas Vater hat keinen Erfolg und schlägt sich mit immer windigeren Geschäften durch. Die Brüder gehen ihrer Wege, die Schwestern warten auf den Mann, der für sie ausgesucht wird, und hoffen auf die große Liebe. Leyla erobert sich kleine Freiheiten, die sie wieder verliert, als sie zur Frau wird. Und sie kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur.
Erst der Umzug der Familie nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla lernt einen Mann kennen und verliebt sich, doch die beiden haben keine Zukunft in der Türkei.
Mit epischer Kraft und einer sinnenfrohen, farbenprächtigen und archaischen Sprache erzählt Feridun Zaimoglu vom Erwachsenwerden eines Mädchens, dem Zerfall einer Familie und von einer fremden Welt, aus der sich viele als Gastarbeiter nach Deutschland aufmachten.
»... sein Staunen über Sinnlichkeit und Gewalt der Wörter, der leichte Akzent, die sanfte Stimme, der kurze Atem geben ›Leyla‹, dem viel gelobten neuen Roman über die Kindheit seiner Mutter in einer anatolischen Kleinstadt, eine Dringlichkeit, der man sich schwer entziehen kann.«
Tages-Anzeiger
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Bewertungen
Leyla wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Leyla
- serjena
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5. Mai 2008 um 12:05
Kurzbeschrieb:fischerverlagWeiterlesen
Feridun Zaimoglu wendet den Blick zurück auf das Land, aus dem er mit seinen Eltern kam. Ein Land, in dem ein strenger Glaube den Alltag durchdringt, die Familien dem Vater unterstehen, den Frauen ein bescheidener Platz zugewiesen ist – und in dem all das ins Wanken gerät.
Er lässt die heranwachsende Leyla ihren Alltag erzählen. Leylas Vater hat keinen Erfolg und schlägt sich mit immer windigeren Geschäften durch. Die Brüder gehen ihrer Wege, die Schwestern warten auf den Mann, der für sie ausgesucht wird, und hoffen auf die große Liebe. Leyla erobert sich kleine Freiheiten, die sie wieder verliert, als sie zur Frau wird. Und sie kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur.
Erst der Umzug der Familie nach Istanbul eröffnet neue Möglichkeiten: Leyla lernt einen Mann kennen und verliebt sich, doch die beiden haben keine Zukunft in der Türkei.
Mit epischer Kraft und einer sinnenfrohen, farbenprächtigen und archaischen Sprache erzählt Feridun Zaimoglu vom Erwachsenwerden eines Mädchens, dem Zerfall einer Familie und von einer fremden Welt, aus der sich viele als Gastarbeiter nach Deutschland aufmachten.
Inhalt
Mit den Eltern und fünf Geschwister wächst Leyla in einer anatolischen Kleinstadt auf. Halid Bey der Vater, ist ein gnadenloser Despot welcher sowohl mit Worten „armenische Nutte“- so nennt er seine Frau, „Hundebrut“- seine Kinder, wie auch mit Schlägen, über der Familie herrscht. Er ist zudem arbeitsscheu, tritt jedoch in der Öffentlichkeit selbstherrlich auf, und somit lebt die Familie in bitterer Armut.
Das Leben in der Kleinstadt ist geprägt von alten Sitten und Aberglauben, in der die Tradition immer und überall gewahrt werden muss.
Die tragenden Personen sind die Frauen, welche trotz aller Widrigkeiten das Band der Familie zusammenhalten.
Ab und zu erobert sich Lelya kleine Freiheiten und erlebt mit ihren Freundinnen sehr schöne Zeiten.
Auch wie die Familie nach Istanbul übersiedelt, ändert nichts an dem tristen Alltag. Die beiden Brüder von Leyla Djengis und Tolga sind voller Selbstzweifel und vor allem sind sie Romantiker, welche sie ab und zu in heikle Situationen bringt.
Beide beschützen so oft es ihnen möglich ist ihre Mutter vor ihrem Mann. Nach einem unschönen Vorfall, zwischen Vater und seiner Tochter Yasmin, wagt es Djengis diesen in die Schranken zu weisen.
Leyla verliebt sich in Metin den sie nur den „Schönen“ nennt und erreicht mit Hilfe der „Verwandten“, dass der Vater in die Heirat einwilligt.
Zwar hat sie es als Erste geschafft dem Vater zu entkommen, jedoch ist die Ehe nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Ihr Ehemann entpuppt sich als notorischer "Fremdgeher". Obwohl ihre Träume wie Seifenblasen zerplatzen, gibt Leyla nicht auf.
Da Metin für sich keine Zukunft in der Türkei sieht, begibt er sich nach Deutschland und nach einiger Zeit holt er Leyla, den Sohn der keinen Namen hat und nur „Sohn“ genannt wird nach.
Meine Meinung
Zu Beginn liest es sich etwas harzig. Feridun Zaimoglu bedient sich einer verschwenderisch preziöser Sprache, in die man sich erstmals einlesen muss.
Leicht ist diese Lektüre nicht, und oftmals schwierig nachzuvollziehen, ob dieser Gewalt und des Patriarchismus der der Unterdrückung der Familie dient, erschrickt man doch einige Male.
Eine fesselnde Geschichte, die ich nur empfehlen kann.
Ausgaben von Leyla
Besitzer des Buches 17
Update: 29. Juni 2025 um 13:23






