Zwei alte Frauen

Buch von Velma Wallis, Heinke Both, Christel Dormagen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Zwei alte Frauen

Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die beiden ältesten Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten …
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Bewertungen

Zwei alte Frauen wurde insgesamt 48 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Meinungen

  • Sehr kurzweilig und unterhaltsam

    Nilu

  • Eine unglaubliche Legende, ein bewegender Kampf und eine Sicht auf das Leben, über die man nachdenken sollte.

    CrazyAnn89

  • Eine wunderbare Legende über den Überlebenskampf zweier alter Frauen, aber auch die Frage nach dem Umgang mit den Alten.

    Lucivarsadi

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    Ich habe diese kleine Geschichte jetzt auch gelesen und gerne gelesen. Allerdings ...
    […]
    ... hatte ich auch genau dies vor Augen: es ist die Niederschrift einer Legende und ich hab die Zusatzinformationen im Buch auch so verstanden, dass es der Autorin nicht um mehr ging. Sie hat aufgeschrieben was bisher mündlich weitergegeben wurde, um so diese schöne Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Daher hatte ich auch nicht mit tiefergehenden Charakterisierungen von Personen gerechnet.
    […]
    Warum sollten ausgerechnet Legenden eines Volkes, das seit Menschengedenken sein Leben in Alaska lebt, die Natur romantisieren? Auch damit hab ich nicht gerechnet - ich denke, dass diese Menschen die Natur einfach nehmen wie sie ist: im Sommer ein Geschenk, im Winter ein Überlebenskampf.
    […]
    Und "wir haben aufgrund unserer Erfahrungen ein reiches Wissen, das uns hilft zu überleben". Zwar muss in unserer westlichen Gesellschaft dieses Wissen meist nicht mehr zum Überleben benutzt werden, aber oft genug wird dieses Wissen von Alt wie Jung vergessen. Die einen haben ihr Wissen verdrängt und die anderen fragen nicht danach in unserer technisierten Welt. So sehe ich die zwei Grundthemen des Buches.
    Eine schöne Lektüre für zwischendurch.
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  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    Auch ich gehöre zu denen, die das Buch sehr gern gelesen haben. Ja, es ist nicht literaturpreisverdächtig. Aber was für eine Geschichte! Vielleicht hätte ein/e ambitioniertere/r Autor/in mehr "herausgeholt", was auch immer "mehr" an dieser Stelle bedeutet. Ich fühle mich an Geschichten aus dem Umkreis der nordischen Sagas erinnert, zum Beispiel "Viga-Ljot und Vigdis" von der norwegischen Nobelpreisträgerin Sigrid Undset. Was mir da an holzschnittartigen Figuren, völlig fehlender Darstellung ihrer Motive und dafür umso blecherneren Dialogen untergekommen ist... - aber die Autorin hat etwas zu sagen! Sie hat eine Geschichte zu erzählen, die es wert ist, dass man über sie nachdenkt. (Und bei einer etablierten Nobelpreisträgerin findet man diesen Stil dann auch eher authentisch, kraftvoll, urwüchsig usw. )
    Ähnlich erging es mir nun mit Velma Wallis. Die Legende über die beiden alten Frauen und wie sie es geschafft haben, ihrem drohenden Schicksal zu trotzen, hat mich einen Nachmittag und einen halben Abend lang atemlos lesen und meine Umwelt nahezu komplett vergessen lassen. Und das ist mir um Welten lieber als Geschichten, denen man in jeder Wendung das Bemühen um Auffallen und Originellsein anmerkt - diese vielen Bücher, die hektisch zwischen verschiedenen Zeitebenen herumspringen, voller unausgeführter Andeutungen, weitschweifiger Dialoge und unaufgelöster Pseudo-Spannung stecken, damit man nur bloß nicht bemerkt, dass die Geschichte selbst in ihrem nackten Kern eigentlich nicht trägt. Ich nenne dafür jetzt mal keine Beispiele...
    Was ich geschrieben habe, bedeutet nicht, dass ich die Leseerfahrungen anderer Menschen, die sich an der sprachlichen Schlichtheit dieser Legende gestört haben, kritisieren möchte. Mich hat es bei dem oben erwähnten Werk von Undset auch sehr genervt, bei diesem hier jedoch nicht - ich habe es als passend zur erzählten Geschichte wahrgenommen und mir direkt das andere Werk der Autorin bestellt:
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  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    Danke insbesondere an schoenchen für die Buchvorstellung. Ich hatte mir das Buch lange vorgemerkt und jetzt war es endlich dran!
    Ich hole den Thread nach lange Zeit nochmals hervor und denke mir, dass es so für einige eine Entdeckung sein könnte. Eigentlich wurde hier ja vieles angesprochen und ich werde wohl nicht einfach nochmals von Null anfangen.
    Von mir nur erneut die Betoung darauf, was einige ebenfalls herausgehoben haben und was ja nicht nur im deutschen Untertitel, sondern auch im Begleitwort erwähnt wird : es handelt sich um eine mündlich überlieferte Tradition, « Legende ». Hat man dieses Genre akzeptiert wird man hier nicht etwas vom Buch verlangen, was nicht dessen Rolle, Aufgabe und Berufung ist. Solche « vereinfachten » Geschichten, in relativ zugänglicher Sprache und ohne Komplizierung der Persönlichkeiten wurden zwar aufgrund eines konkreten Umstandes, einer konkreten Situation erzählt, doch wurden quasi zum Träger einer allgemein gültigen Weisheit, die das Verhalten künftiger Generationen prägen sollte.
    DANACH sollte man sein Urteil und seine Erwartung ausrichten. Und findet hier doch eine schöne « Geschichte ». Ich habe sie gerne gelesen. Beeindruckend, dass entgegen allgemein gültiger Klischees (insbesondere was Indianer anbetrifft), die Natur nicht romantisiert wird. Sie erscheint nahezu als Gegener, dem man sich kämpferisch zu stellen hat unter diesen Extrembedingungen.
    Das Buch besteht neben den 8 Kapiteln in der deutschen Ausgabe ja auch aus dem begleitenden Vorwort, einer Landkarte, Zeichnungen, einer Danksagung, einigen Infos, dem Nachwort und einer Widmung (ziemlich viel für ein Büchlein).
    Die Moral ist nicht nur Überlebenswille und Tapferkeit, sondern ganz schlicht »auch wir haben ein Recht zu leben ! » Aussage, die SO auch für uns in unserer Gesellschaft zutrifft. Ob wir da unsere Opfer sehen, ob alt oder jung ?
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  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    Dieses dünne Büchlein erzählt eine indianische Legende, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.
    Die Geschichte spielt im hohen Norden von Alaska. Ein eiskalter Winter führt zu einer Hungersnot. Der Häuptling eines Nomadenstammes beschließt, die beiden ältesten Frauen zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Das heißt, sie dem unausweichlichen Tod auszusetzen.
    Die Frauen sind entsetzt, wagen es aber nicht, aufzubegehren, aus Angst, dass dann noch etwas Schlimmeres passiert. Allein zurückgelassen, besinnen sie sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten und sie beginnen, um ihr Überleben zu kämpfen.
    Und während die Frauen im kommenden harten Winter rausbekommen, welche Fähigkeiten noch in ihnen stecken, ergeht es dem Volk wesentlich schlechter. Der Häuptling lässt das Volk zurückkehren. Eine leise Hoffnung schlummert in ihm.
    Wird sie sich erfüllen? Sollten es die Frauen tatsächlich geschafft haben? Und wenn ja, werden sie wieder Vertrauen zu dem Volk finden, das sie so verraten hat?
    Velma Wallis Schreibstil lässt mich an Agota Kristof denken. Die Geschichte ist auf das Allerwichtigste reduziert. Nichts Überflüssiges ist an den Sätzen. Das Buch ist gespickt mit stimmungsvollen Illustrationen von Heinke Both.
    Sehr interessant auch im Nachwort der Herausgeberin zu lesen, welche Schwierigkeiten es machte, dieses Büchlein herauszubringen.
    "Eine Legende von Verrat und Tapferkeit" - so der Untertitel. Und eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und Vergebung.
    Ich kann dieses Büchlein nur empfehlen.
    Ich habe diese Ausgabe:
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  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    @ Marie: dem kann ich mich nur anschließen
    Ich habe das Buch gerade beendet und irgendwie bin ich auch gespalten. Mir gefällt die Legende und deren Botschaft sehr gut. Ich habe beim lesen viele Bilder gesehen, den kalten Winter gespürt und auch die Botschaft des Buches hat sich gut vermittelt. Wirklich eine liebevoll erzählte Geschichte, auf die der Untertitel -eine Legende von Verrat und Tapferkeit- sehr gut passt.
    Ich hätte mir jedoch -wie Marie- gewünscht, dass die zwei alten Frauen schärfer charakterisiert werden. Die Autorin umreißt zwar die Umstände sehr gut, aber auf die Charaktere hätte sie meiner Meinung nach noch genauer eingehen können. Ich habe desöfteren beim lesen gedacht: oh..das finde ich jetzt aber oberflächlich abgespeist. Ein wenig mehr Tiefe hätte den Protagonisten ganz gut getan.
    Dennoch, eine schöne und lesenswerte Geschichte, aus der man viel mitnehmen kann. Dazu muss man nicht mal groß "dahinter" schauen, auch wenn man noch mehr hätte rausholen können, hätte man einige Situationen nicht so schnell und einfach abgehandelt.
    Was ich allerdings toll finde ist, dass es eine überlieferte Legende ist, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und dank Velma Wallis auf Papier festgehalten wurde. Ich denke, dafür, dass es eine überlieferte Geschichte ist, hat sie dann doch sehr detailliert gearbeitet.
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  • Rezension zu Zwei alte Frauen

    Peinlicherweise habe ich keine Ahnung mehr, wie dieses Buch in meinen Besitz gekommen ist. Geschenkt? Gekauft? Kein Plan. Eine Bekannte wollte es mir vor einiger Zeit ausleihen (da hatte ich noch keinen SuB und nichts mehr zu lesen ), aber ich habe es abgelehnt. Dachte, das sei nichts für mich, weil ich sonst ja nur Krimis und Thriller las. Inzwischen hat sich mein Lese-Horizont ein wenig erweitert, und aus einer Laune heraus, habe ich mich heute Abend das Buch geschnappt.
    Zu erst war ich erstaunt, wie dünn dieses Buch doch ist. Ich hatte es wesentlich dicker in Erinnerung. Und dadurch, dass noch Zeichnungen dabei waren, wurde der Lesestoff noch weniger. Das hat aber dem Inhalt nicht an Tiefe genommen. Es ist eine Sage, aus der die Zuhörer eine Lehre ziehen sollen. In Zeiten des größten Hungers beschließt das Volk, zwei alte Frauen, die immerzu nörgeln - auch wenn eigentlich alles gut ist - zurück zulassen, als es weiter zieht. Dem Häuptling und dem Rat fällt die Entscheidung nicht leicht, und auch das restliche Volk schämt sich ob dieser Entscheidung. Der Hunger und die Angst sind jedoch größer, und keiner widerspricht. Die Frauen aber besinnen sich auf ihr altes Wissen und nehmen alle Kraft zusammen, und überleben diesen schweren Winter tatsächlich. Dem Volk dagegen ergeht es sehr schlecht. Am Ende treffen die alten Frauen und das Volk wider zusammen, und die Frauen zeigen wahre Größe, in dem sie dem Volk in seiner Not helfen.
    Ich weiß noch nicht genau, wovor ich mehr Respekt habe: Dass die Frauen trotz der Kälte, der Schmerzen und des Hungers nicht aufgaben und den Winter tatsächlich gut überstanden, oder dass sie dem Volk, das sie verraten hat, helfen und verzeihen.
    Das Nachwort der Verlegerin in diesem Buch ist auch sehr lesenswert. Es war gar nicht so einfach, dieses Buch zu finanzieren. Erst einige Zeit, nach dem das Manuskript bei Verlag war, konnte es dank privater Spenden veröffentlicht werden.
    Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch!
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Ausgaben von Zwei alte Frauen

Taschenbuch

Seitenzahl: 128

Hardcover

Seitenzahl: 128

E-Book

Seitenzahl: 113

Hörbuch

Laufzeit: 00:02:42h

Zwei alte Frauen in anderen Sprachen

  • Deutsch: Zwei alte Frauen (Details)
  • Englisch: Two Old Women: An Alaska Legend of Betrayal (Details)

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