Der Seelenbräu

Buch von Carl Zuckmayer

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Seelenbräu

    Autor: Carl Zuckmayer
    Titel: Der Seelenbräu, erstmals veröffentlicht 1945
    Seiten: 154 Seiten unterteilt in 4 Kapitel
    Verlag: Rowohlt
    ASIN: B00320KNS4
    Der Autor: (von der Fischer-Verlagsseite kopiert)
    Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim am Rhein geboren. »Der fröhliche Weinberg« brachte ihm 1925 den Durchbruch und den renommierten Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Zuckmayer zog sich daraufhin nach Henndorf bei Salzburg zurück. 1938 floh er weiter in die Schweiz, ein Jahr später in die USA. 1958 kehrte er in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er bei Visp (Wallis) gestorben.
    Inhalt:
    In dem beschaulichen, kleinen Örtchen Köstendorf sind der sture Dechant, «Seelenbräu» genannt, und der vermögende Brauherr («Leibesbräu») die beiden Machthaber. Sie schätzen sich zwar, sind aber selten einer Meinung. So vergehen die Jahre, bis die Nichte des Brauwirts Gesangsunterricht beim Kirchenoberen nimmt – und ein junger Gesangslehrer die mürbe gewordenen Machtverhältnisse aufwirbelt…Spuk, Klamauk und allerlei Spässe und Intrigen später kommt es zu einem vorhersehbaren Happy End.
    Meinung:
    Im Frühling des Jahres 1945 lebte Zuckmayer in seinem Exil in Vermont (USA) wohin er vor den Nazis flüchten musste. Dort in der Ferne trieb ihn die Sorge um das Salzburger Land; er lebte zuvor in Henndorf und hatte brennendes Heimweh dorthin. So schreibt er es in seinen Memoiren «Als wärs ein Stück von mir», und sozusagen als Gegenmittel verfasst er diese Erzählung, übrigens im gleichen Jahr, wie er «Des Teufels General» schrieb.
    Er beschwört hier «das verlorene Paradies», ein idyllisches Städtchen, in dem die grösste Aufregung der Streit um die schönste Interpretation von Kantaten geht. Es ist eine unterhaltsame Komödie um ein junges Liebespaar, um ein paar Verwirrungen und Unbeschwertheit. Völlig unpolitisch und naja, trivial.
    Das erste Kapitel gefiel mir noch sehr gut: es wird eine zeitlose Atmosphäre heraufbeschworen, die beiden Kontrahenten werden mit ihren jeweiligen Eigenheiten beschrieben – sprachlich hervorragend und sehr komisch. Aber als dann die Nichte ihren Auftritt hat und spätestens als der neue Lehrer ins Dorf kommt, wurde es mir zu klamaukig. Dieser Schwank, bei dem eine lustige Situation nach der anderen gereiht wird, ist meine Sache nicht. Vielleicht lag es auch an mir, da ich etwas völlig anderes erwartet hatte. Vielseitig war er halt, der Carl Zuckmayer, aber offensichtlich kann ich nicht mit allem etwas anfangen.
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