Der Fall Jane Eyre

Buch von Jasper Fforde

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Zusammenfassung

Serieninfos zu Der Fall Jane Eyre

Der Fall Jane Eyre ist der 1. Band der Thursday Next Reihe. Sie umfasst 7 Teile und startete im Jahr 2004. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2012.

Über Jasper Fforde

Der britische Autor Jasper Fforde wurde 1961 in London geboren. Nach seiner schulischen Laufbahn stieg er als Kameraassistent ins Filmgeschäft ein und wirkte unter anderem an den Filmen "James Bond - Golden Eye" und "Die Maske des Zorro" mit. Mehr zu Jasper Fforde

Bewertungen

Der Fall Jane Eyre wurde insgesamt 76 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Meinungen

  • Eine verrückte Welt voller Liebe zur Literatur, skurrilen Figuren, Action und schrägen Humor

    Ambermoon

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten... (Klappentext)
    ❃❃❃❃❃
    "Der Wachmann, der im Haus seinen Rundgang machte, hörte Acheron nicht kommen. Sein lebloser Körper wurde später unter dem Ausgußbecken gefunden. Lautlos stieg Hades die Treppe hinauf. Dabei hätte er soviel Lärm machen können, wie er nur wollte. Er wußte, dass ihm die Wachleute mit ihren 38ern nichts anhaben konnten, aber mir nichts, dir nichts hineinzuspazieren und sich zu bedienen machte einfach keinen Spaß."
    (S. 270)
    Dies ist der 1. Band einer ganz besonderen Buchreihe, welche einem in eine abgefahrene Parallelwelt der 80er Jahre katapultiert.
    Eine Welt, in der zwar die Computer erfunden wurden, es aber Luftschiffe gibt, eine Welt in der England seit 130 Jahren Krieg mit den Russen um die Krim führt, in der manche Spezialisten durch die Zeit reisen können und, und das ist das Wichtigste, eine Welt in der sich alles um Literatur dreht. So werden z.B. von Kindern Sammelkarten mit AutorInnen getauscht, die Baconiers klopfen an Türen und wollen die Menschen bekehren zu glauben, dass Francis Bakon die Shakespeare-Werke geschrieben hat und es gibt natürlich Spezialeinheiten, welche sich der literarischen Kriminalität entgegenstellen.
    Zu einer dieser Einheiten gehört auch Thursday Next, die Protagonistin. Genauer gesagt arbeitet sie als Literaturagentin und sie macht Jagd auf den Superschurken unter den Kriminellen - Acheron Hades. Diesem wird zur Last gelegt das Originalmanuskript "Martin Chuzzlewit" von Charles Dickens aus dem Museum entwendet zu haben.
    Da der Täter keinerlei Spuren hinterließ und nicht einmal von den Kameras entdeckt wurde, kann es nur Acheron Hades gewesen sein. Doch was will er mit diesem Manuskript?
    Thursday war ihm knapp auf den Fersen, doch dieses Zusammentreffen überlebte sie nur knapp. Für sie ist klar - bei diesem Mistvieh von Schurken muss sie härtere Geschütze auffahren, denn Acheron Hades scheint nicht nur Meister der Manipulation und Täuschung zu sein, sondern nahezu kugelsicher. Wie will man so einen zur Strecke bringen? ... Und die Jagd beginnt.
    ">>Er verfügt über bemerkenswerte Fähigkeiten. Deshalb dürfen wir auch seinen Namen nicht laut aussprechen. Ich nenne das die Regel Nummer Eins.<<
    >>Seinen Namen? Warum nicht?<<
    >>Weil er seinen Namen - selbst wenn man ihn nur flüstert - im Umkreis von mindestens tausend Meilen hören kann. Mit seiner Hilfe nimmt er sozusagen unsere Witterung auf.<<"
    (S. 32)
    Mit dem Einstieg tat ich mir anfangs etwas schwer, da man von der ersten Seite an in diese irre Parallelwelt geworfen wird. Nach ca. 50 Seiten gewöhnte ich mich jedoch an diese Welt und begann sie so richtig zu genießen.
    Im Verlauf lernt man diese Welt immer besser kennen, genau wie auch die Protagonisten selbst. Mit ihr erlebt man nicht nur völlig skurrile Grundgesetze, die in dieser Welt herrschen, sondern auch ebenso skurrile Personen. Dabei nimmt der Autor häufig Bezug auf die Literatur, vorzugsweise britische Klassiker. Da hätten wir z.B. Onkel Mycroft und Tante Polly. Na? Kommen Euch diese Namen nicht irgendwie bekannt vor?
    Es gibt hier für bibliophile Nerds also unheimlich viel zu entdecken, vor allem, wenn man den ein oder anderen Klassiker kennt, was für zusätzlichen Lesespaß sorgt.
    ">>Er könnte ja in das Buch auch vorsätzlich hineingesprungen sein. Und dann hat es ihm in dem Roman so gut gefallen, dass er einfach dortgeblieben ist.<<
    Victor blickte mich argwöhnisch an. Aus Angst für einen Springer gehalten zu werden, hatte er es nicht gewagt, jemanden von seiner Theorie zu erzählen, und nun kam auf einmal eine Londoner Literatur Agentin daher, kaum so alt wie er, und ging weiter, als er es sich je hätte vorstellen können. Da traf ihn die Erkenntnis.
    >>Sie haben es selbst schon mal gemacht, stimmt's?<<"
    (S. 213)
    Der Schreibstil ist flüssig und der Autor weiß Spannung zu erzeugen. Zudem hat er eine einzigartige Welt erschaffen, die voller Liebe zur Literatur steckt und in der alles anders ist als in unserer Welt.
    Dies war anfangs für mich etwas verwirrend, da man, wie schon erwähnt, in diese Welt hineingestoßen wird ohne Zeit zu haben sich auf diese einzustellen. Gleichzeitig beschreibt er diese Welt, als wäre es für ihn das Normalste auf der Welt und das machte es schließlich zu einem kleinen Erlebnis diese Welt zu entdecken.
    Die Kapitel sind zudem kurz und werden durch Anekdoten aus Sach- und Fachbüchern aus dieser Welt eingeleitet, wie z.B. aus verschiedenen Geschichtsbüchern oder Biographien, die einem ebenso Einblick in diese verrückte Welt werfen lassen.
    Die Figuren und allen voran die Protagonistin Thursday Next, sind wunderbar und facettenreich gezeichnet. Man begegnet hier nicht nur Schurken und Figuren, die man sofort ins Herz schließt, sondern auch skurrilen und nicht ganz durchschaubaren Figuren.
    Auch für Spannung und Action wird hier gesorgt, inklusive überraschender Wendungen und äußerst schrägen und trockenen Humor. Und so stürzt man sich mit der einzigartigen und selbstbewussten Thursday in irrwitzige Missionen und Abenteuer.
    "Der Geruch von versengter Kleidung stieg mir in die Nase. Ich wich zurück, als eine grelle, orangerote Flamme aus seinem Jackett schlug. Sie setzte seinen Körper in Brand, und wir räumten eilig das Feld, während er in der starken Hitze bis zur Unkenntlichkeit verkohlte; das Ganze dauerte keine vierzig Sekunden..."
    (S. 261)
    Leider nimmt jedoch Jane Eyre selbst nur eine untergeordnete Rolle ein und wird erst gegen Ende präsent, was mich persönlich ein kleines bisschen enttäuschte. Für das Buch wäre wohl der Titel "Der Fall Martin Chuzzlewit" passender gewesen.
    Fazit:
    Für einen Buchnerd wie mich, der auch die klassische Literatur liebt, war dieses Buch ein ganz besonderes Erlebnis.
    Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten lernte ich rasch diese schräge Welt kennen und vor allem lieben. Am Ende wollte ich daraus überhaupt nicht mehr auftauchen und daher ist für mich klar, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde. Denn was gibt es Schöneres, als in eine verrückte Welt einzutauchen, die sich ganz der Literatur verschrieben hat?
    © Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Autoren-Info und Rezept zum Buch "Stanfords berühmtes Krabben-Sandwich")
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  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Thursday Next ist Literaturagentin bei den SpecOps. Sie ist hinter Acheron Hades her, der bereits einige Literatur-Verbrechen begangen hat und nur sehr schwer zu fassen ist – nicht nur Thursday kommt dabei mehrmals in Lebensgefahr.
    Jasper Ffordes Reihe um die Thursday Next spielt in einer Parallelwelt zu unserer, der Krimkrieg tobt auch im Jahr 1985, in dem dieser Band spielt, noch, Wales ist eine Volksrepublik und Thursdays Onkel Mycroft hat gerade eine Maschine erfunden, mit der man sich in Bücher transferieren lassen kann. Der Autor erzählt vor dem Hintergrund dieser Welt eine bizarre und manchmal verworrene, aber sehr unterhaltsame Geschichte, wie es nur ein Engländer kann. Um eine solche Geschichte genießen zu können, muss man sich auf sie einlassen, auch ein bisschen literarisches Wissen kann nicht schaden, damit man versteht, worüber gesprochen wird, die im Titel genannte Jane Eyre sollte man z. B. kennen, um den Roman komplett würdigen zu können.
    Thursday war mir schnell sympathisch, obwohl sie nicht immer einfach ist. Da sie selbst in Ich-Form erzählt, lernt man sich recht gut kennen. Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen aus anderen Perspektiven, die in der 3. Person erzählt werden, z. B. wenn der Fokus auf Acheron schwenkt. Mir gefallen auch andere Personen gut, wie z. B. Thursdays Onkel, der im Erfinden zwar ein Genie ist, hin und wieder aber wie ein zerstreuter Professor wirkt, oder Thursdays Partner Bowden, der ein bisschen verliebt in sie ist. Manche Charaktere sind recht oberflächlich gezeichnet, z. B. auch der Antagonist Acheron, der vor allem eines ist: Böse.
    Man muss aufmerksam lesen, sonst läuft man Gefahr, dass die Gedanken etwas abschweifen, zumal, wenn man als Leser noch nicht in der Welt der Reihe angekommen ist. Es gibt ein paar überraschende Wendungen und einige Tote, aber auch einiges an Humor. Auf die im Titel und im Klappentext erwähnte Jane Eyre muss man recht lange warten, aber es lohnt sich.
    Sehr gut haben mir die (fiktiven) Kapiteleingangszitate gefallen, die z. B. aus Thursdays Tagebuch, aber auch aus Interviews, Briefen und wissenschaftlichen Werken, und die die Geschehnisse im jeweiligen Kapitel ergänzen oder Erklärungen liefern, manchmal aber auch zum Teil vorwegnehmen.
    Dieser Roman ist der erste einer Reihe, von der bereits mehrere Bände veröffentlicht wurden. Ich werde auf jeden Fall noch mindestens einen Band lesen, mal sehen, ob und wie sich die Reihe weiterentwickelt. Wer Romane von Ben Aaronovitch, Terry Pratchett, Douglas Adams u. ä. mag, sollte zumindest einmal in die Reihe hineinlesen. Ich vergebe 4 Sterne.
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  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Das Buch habe ich vor einigen Jahren auf einem Bücherflohmarkt gefunden. Das Cover (habe eine etwas andere Ausgabe mit dem Namen "Auf der Jagd nach den Zeitfälschern", da es sich um ein Leseexemplar handelt) mit einer Kickboard fahrenden Ente hat mich sofort angesprochen, so dass ich es für ein paar Euro mitgenommen habe. Ich habe es dann in einem Rutsch gelesen und bin seitdem von Jasper Ffordes Universum und seiner Heldin Thursday Next begeistert. Sehr gut fand ich auch die Idee von einem England in den 80iger Jahren, welches doch vollkommen anders ist, als uns die Geschichtsschreibung lehrt. Auch die Fähigkeit in Bücher zu springen und so für Verwirrungen in der Buchwelt zu sorgen, fand ich genial. Vor dem Lesen dieses Buches sollte m.E. auf jeden Fall "Jane Eyre" gelesen haben, sonst hat der Leser es ws. schwerer der Handlung zu folgen. Außerdem bringt man sich somit um das Vergnügen die Umgestaltung des Endes von "Jane Eyre" in die bekannte Fassung mitzuverfolgen.
    Natürlich habe ich auch die Folgebände gelesen und hoffe sehr, das "Irgendwo ganz anders" nicht das letzte Abenteuer mit Thursday Next ist. Da ich bei den letzten 2 Bänden nicht auf die dt. Version warten wollte, habe ich hier zuerst die englischen Ausgaben gelesen. Hier kommt der Wortwitz / Anspielungen / Zitate des Autors noch besser durch. Vor allem gibt es zu den Ausgaben auch auf seiner Homepage Upgrades.
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  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Das erste tolle Abenteuer der Protagonistin.
    Eine Frau in einer Spezialeinheit zur Rettung von Büchern, damit diese nicht umgeschrieben oder vollständig gelöscht werden. Hört sich vielleicht ziemlich abgedreht an, ist es auch, mit jedem kleinen Detail. Man reibt sich schon mal verdutzt die Augen, wo denn der Autor diese verrückten Ideen her hat. Viele tolle Charaktere und Handlungen, die einen das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Allerdings sollte man in der Literatur ein wenig bewandert sein, sonst gehen wohl manche witzigen Seitenhiebe und Pointen leider ganz unbemerkt an einem vorbei. Ich rate daher, sich über die im Roman vorkommende Literatur (hier: Jane Eyre) zu informieren und dann die "Vorlage" zu lesen, zumindest aber eine Zusammenfassung wie im Kindler's Literaturkexikon. Wer jetzt eine billige Kopie von Jane Eyre erwartet, aus dem nach Strich und Faden abgekupfert wurde, der wird enttäuscht sein. Dieses Buch ist etwas komplett eigenständiges in einem vollständig anderem Genre.
    Insgesamt sehr schön geschrieben und beschrieben mit sehr vielen verrückten Details. Vor allem aber auch sehr sauber übersetzt. Ich empfehle aber trotzdem auch gerne das englische Original, das auch für einen Leser mit Durchschnitts-Englisch-Kenntnissen recht gut verständlich ist.
    Ein absoluter Tipp!
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  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Ich werde die übrigen Bücher auch alle auf jeden Fall noch lesen. Nicht direkt, weil sie noch nicht in meinem Besitz sind, aber lesen werde ich sie 100%.
    Ich kann auch gar nicht sagen, was mir an dem Buch am besten gefallen hat.
    Der etwas trockene und eigenwillige Humor ist mit Sicherheit erwähnenswert. Die Dialoge fand ich teilweise echt zum kaputt lachen! Wobei man auch wirklich einen Sinn für diese Art von Humor haben muss.
    Die generelle Idee, eine Welt zu erschaffen, in der Literatur so ernst genommen wird, gefällt mir auch total gut. Generell mag ich gerne Bücher, in denen sich die Liebe zur Literatur widerspiegelt. Und hier ist das, finde ich, sehr kreativ umgesetzt.
    Auch die ganzen anderen Ideen, finde ich einfach großartig. Z.B. die Erfindungen von Mycroft, die Namensgebungen, die Dodos etc. Ich finde es total toll, wenn man ein Buch liest und sich immer wieder sagen kann: Wow, auf die Idee wäre ich nicht gekommen.
    Auch die Aufteilung der Kapitel und dass vor jedem Kapitel ein Artikel und so was in der Art steht um Allgemeines zusammenzufassen oder die Handlung weiter fortzutreiben, hat mir sehr gut gefallen.
    So, dass sind jetzt nur mal ein paar Beispiele, warum mir das Buch so gut gefallen hat.
    @Fezzig: Hast Du die anderen Teile gelesen? Werden die wirklich noch besser? Und kennst Du Bücher, die vergleichbar wären?
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Der Fall Jane Eyre

    Der Fall Jane Eyre:
    Thursday Next 1
    Autor: Jasper Fforde
    Sprecherin: Elisabeth Günther
    Verlag: Audible Studios
    Zeit: 12 Std. 25 Min
    ASIN: B00IGDV72I
    In der Welt, in der Thursday Next lebt, wird Literatur so wichtig genommen, dass es eine eigene Spezialeinheit gibt, die gefälschte Werke aufspürt. Als eine solche LitAg arbeitet die Protagonistin Thursday.
    Eines Tages wird sie von einer Sondereinheit um Hilfe gebeten. Der Superschurke dieser Welt hat ein Originalmanuskript gestohlen. Und er wäre nicht der Superschurke, wenn es ihm einfach nur ums Geld gehen würde.
    Achtung! Der Klappentext spoilert wesentliche Inhalte des Buches!
    Fantasy, Magie, Zeitreisen, Steampunk und Krimi Was für ein skurriler Roman. Eine Mischung aus Fantasy/Magie, Zeitreisen, Steampunk und Krimi.
    Der Weltenaufbau
    Der Roman spielt in den 1980ziger Jahren in England. Doch es ist wenig so, wie wir es kennen. Die Realität ist völlig verdreht, was mir im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht hat.
    Tiere können aus altem Erbgut geklont werden. So ist es normal, dass die Menschen sich Dodos, oder andere ausgestorbene Tiere, als Haustiere halten. Auch Neandertaler können geklont werden.
    Es gibt Luftschiffe, die als Beförderungsmittel dienen. Auch Vampire und Werwölfe sind mit dabei, auch wenn sie nur am Rande eine Rolle spielen.
    Thursdays Onkel ist ein genialer Erfinder und hat unter anderem eine Maschine gebaut, mit der man in Bücher rein hüpfen kann bez. Protagonisten heraus holen kann.
    Wales ist von England unabhängig und beide sind eine Republik.
    Des weiteren liegt England mit Russland im Krieg. Beide streiten um die Krim.
    SpecOps
    Kontrolliert wird England von der Organisation Special Operations Network, kurz SpecOps, bei der auch die Protagonistin Thursday arbeitet.
    Thursday arbeitet bei den LitAgs, deren Aufgabe es ist, gefälschte Bücher oder illegal gedruckte Ausgaben aufzuspüren.
    Eine andere SpecOps Einheit, die ChronoGarde, ist dafür zuständig, Zeitreisen zu überwachen, ebenso wie die Stabilität der Zeitabläufe.
    Thursdays Vater hat bei der ChronoGarde gearbeitet und wird wegen einem Vergehen, das nicht erwähnt wird, nun von den selben gesucht. So reist er durch die Zeit, um nicht gefunden zu werden und kommt nur ab und zu bei Thursday für ein paar Minuten vorbei. Dabei kann er die zeit stoppen.
    Goliath Corporation
    Die Goliath Corporation half England nach dem zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau. Noch immer mischt sie heimlich in allen politischen Bereichen mit und hat das Recht, jede polizeiliche Untersuchung zu übernehmen.
    Meine Meinung: Ich fand es schwer, einigen Abläufen zu folgen. Vielleicht lag es am Hörbuch. Es ist beim Hören natürlich schwieriger, so Wörter wie „Special Operations Network“ oder „Goliath Corporation“
    richtig einzuordnen.
    Dann gab es ein paar Handlungen, die ich einfach nicht verstanden habe. Warum ist England mit Russland im Krieg? Was soll der Unsinn?
    Jetzt im Nachhinein habe ich den Text auf Wikipedia zu der Reihe gelesen. Dort steht, dass es von 1853-1856 einen realen Krimkrieg gab. Der Krimkrieg im Buch fing zeitgleich mit dem realem Krieg an und dauert bis heute fort.
    Mir ist trotzdem nicht klar, für was diese Handlung im Buch wichtig ist. Ja, der Krieg wird zwar mit in den zu lösenden Fall eingezogen, aber das fand ich nicht überzeugend. Mich hat das ziemlich genervt.
    Ebenso wie das Wales nun eine Republik ist. Da erfährt man, wenn man nicht walisisch spricht, kann man nicht durch das Land reisen. Aber warum das so ist, erfährt man nicht.
    Doch der Rest, der auch nicht immer logisch war, hat mir ausgesprochen gut gefallen.
    So viele verrückte Ideen!
    Acheron Hades, hinter dem Thursday her ist, hat auch ausgesprochen einzigartige Eigenschaften, die es auch so enorm schwer machen, ihn zu fassen. Ich fand es direkt schade, dass wir ihn nicht näher kennen lernen konnten. Das wäre sicher sehr spannend gewesen.
    Thursday Next mochte ich, auch wenn es Situationen gab, gerade die Liebe betreffend, wo ich mir die Haare gerauft habe. Doch so Unzulänglichkeiten machen eine Figur ja oft erst rund.
    Generell sind die Figuren alle nicht besonders tief gezeichnet waren. Doch es machte mir nichts, da es in dieser Parallelwelt einfach so viel zu erleben gab.
    Literatur: Wie der Titel schon sagt, geht es um das Buch „Jane Eyre“ von Charlotte Brontes.
    Wer „Jane Eyre“ noch lesen will, dem empfehle ich, das auf jeden Fall vor diesem Buch hier zu machen. Denn hier wird das Ende gespoilert.
    Ich selbst kenne „Jane Eyre“ nicht, bin aber trotzdem gut mitgekommen.
    Auch Martin Chuzzlewit von Charles Dickens spielt hier eine Rolle.
    Sprecherin: Elisabeth Günther gehört definitiv zu meinen Lieblingssprecherinnen. Neben den Büchern von Charlotte Roth spricht sie weitere Bücher mit Parallelwelten („Die unsichtbare Bibliothek) und Zeitreisethemen, wie z.B. „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O“.
    Ganz sicher ist meine Zuneigung zu Thursday Next auch Elisabeth Günther geschuldet.
    Fazit: Sehr skurril und crazy, mit einer bunten Mischung durch alle Genre durch. Bis auf wenige Ausnahmen hat mir das Buch großen Spaß gemacht und es gab immer wieder Situationen, wo ich laut auflachen musste.
    4
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Ausgaben von Der Fall Jane Eyre

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

E-Book

Seitenzahl: 379

Hörbuch

Laufzeit: 00:12:25h

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 384

Der Fall Jane Eyre in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Fall Jane Eyre (Details)
  • Englisch: The Eyre Affair (Details)

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