Das Kaleidoskop des Lebens

Buch von Rohinton Mistry

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Bewertungen

Das Kaleidoskop des Lebens wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das Kaleidoskop des Lebens

    Das Kaleidoskop im Titel passt ziemlich gut auf diese Kurzgeschichtensammlung, durch die sich als roter Faden der Wohnkomplex Firozsha Baag in Bombay zieht, in dem die Protagonisten wohnen (oder einmal gewohnt haben). Mit jeder Drehung des Kaleidoskops rückt eine andere Person in den Fokus, wird die Hauptfigur aus der einen Geschichte zur kleinen, aber wichtigen Nebenfigur in der anderen und zur kurz erwähnten Randerscheinung in der dritten.
    Da ist zum Beispiel das Kindermädchen, das sich vor dem Geist fürchtet, der es nächtens heimsucht und sich damit zum Gespött des ganzen Wohnblocks macht, oder der Teenager Jehangir, der wegen seiner Liebe zum Lesen von den Gleichaltrigen ausgelacht wird und sich mit dem Briefmarken sammelnden Tierarzt Dr. Mody anfreundet, bis diese Freundschaft ein jähes Ende findet. Der pfiffige Kersi Boyce träumt davon, Kricketstar zu werden, während sich alle die Mäuler über die Miniröcke der kessen Schwestern Dolly und Vera zerreißen. Eine Witwe möchte eigentlich nur in Ruhe und auf ihre eigene Weise um ihren Mann trauern, sieht sich aber ständig mit Beileidsbesuchern konfrontiert und einer Nachbarin, die ihr dauernd vorschreiben will, wie sie sich nun zu verhalten hat.
    Hinzu kommen noch zwei oder drei Kapitel, die sich mit ehemaligen Bewohnern von Firozsha Baag beschäftigen, die mittlerweile im Ausland leben und zwischen zwei Identitäten hin- und hergerissen sind.
    Nicht alle Geschichten konnten mich gleichermaßen begeistern. Nach den ersten dreien hatte ich sogar so meine Zweifel, ob ich überhaupt Lust haben würde, das Buch zu beenden - zuviel Verdauung in der einen, zu wenig Sympathieträger in der anderen und zu verworrenes Geistergerede in der dritten. Dann aber hat mich Mistry mit dem Kapitel über die Witwe gepackt, das mich sehr berührt hat, und die weiteren Geschichten konnten mich - abgesehen von ein bisschen arg viel Kricket, von dem ich nun mal nichts verstehe, in einer Episode - dann eigentlich durch die Bank begeistern.
    Obwohl das Buch in den 50er und 60er Jahren in Indien spielt, wo man gerade die Kolonialherrschaft der Briten losgeworden ist und sich neu orientieren muss, geht es im wesentlichen um ganz universelle Themen: Liebe und Tod, Neid und Missgunst, Träume und Pflichten - und natürlich das Verhältnis verschiedenster Nachbarn untereinander. Somit gibt es auch für westliche Leser genügend Berührungspunkte, die sich für Indien als Schauplatz eher weniger interessieren, wobei ich gerade auch die Einblicke in die indische Lebenswelt von damals ziemlich spannend fand.
    Zwei kleine Kritikpunkte habe ich speziell an der deutschen Ausgabe: zum einen gibt es zwar ein Glossar, das indische Begriffe, wenn auch recht knapp, erläutert, allerdings deckt dieses bei weitem nicht alle verwendeten Wörter ab, und zum anderen fand ich die Übersetzung häufig holprig und umständlich. Im Original hätte ich wahrscheinlich noch mehr Spaß am Buch gehabt.
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Ausgaben von Das Kaleidoskop des Lebens

Taschenbuch

Seitenzahl: 288

E-Book

Seitenzahl: 288

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 286

Das Kaleidoskop des Lebens in anderen Sprachen

  • Deutsch: Das Kaleidoskop des Lebens (Details)
  • Englisch: Tales from Firozsha Baag (Details)

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Besitzer des Buches 7

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