Die Rose von Salerno

Buch von Dagmar Trodler

Zusammenfassung

Serieninfos zu Die Rose von Salerno

Die Rose von Salerno ist der 1. Band der Ima von Lindisfarne Reihe. Diese umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2007. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2009.

Bewertungen

Die Rose von Salerno wurde insgesamt 5 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Rose von Salerno

    Ende des 11. Jahrhunderts:
    Die junge Heilerin Ima von Lindisfarne begibt sich auf Pilgerreise gen Santiago de Compostela, zusammen mit ihrem Großvater Frère Lionel, ihrer verstummten Schwester und dem jungen Aidan, dem Bruder ihres verunglückten Verlobten Stephen.
    Einerseits will sie dem unglückseligen Elternhaus entfliehen, denn ihre Mutter Alienor von Sassenberg verlor den Verstand über das spurlose Verschwinden des Ehemannes Erik von Uppsala- beide kennt man als tragisches Liebespaar aus der Trilogie um "Die Waldgräfin" .
    Andererseits hofft sie, obwohl dem Glauben an Gott eher abgeneigt, auf Trost und Zuflucht.
    Doch dann schließt sich der naive Aidan dem raubeinigen Ritter Gérard de Hauteville als Knappe an und Ima begibt sich alleine auf die Suche nach dem ihr anvertrauten Jungen, um ihn wieder zurückzuholen.
    Auf ihrer Reise lernt sie eine Gruppe Gaukler um den Franzosen Sylvain kennen, im italienischen Salerno trifft sie auf die mildtätige Ärztin Trota von Salerno und natürlich ein weiteres Mal auf Gérard, den ritterlichen Bastard, der weit unter ihrem Stand und ihrer Würde steht, sie ihn aber aus ihren Gedanken und Träumen nicht vertreiben kann.
    Doch ihre Reise geht von Salerno weiter nach Rom- unfreiwillig.
    Historische Persönlichkeiten streifen ihren Weg, bestimmen ihren Weg- im Guten wie im Schlechten.
    Grausamkeit, Unglück, Hunger, Not, Verzweiflung und Einsamkeit leiten ihren Pfad, der sie immer weiter ins Verderben führt.
    Dagmar Trodler schafft es wieder einmal das Mittelalter lebendig werden zu lassen.
    Nicht nur vor den Augen des Lesers, sondern auch in der Nase.
    Bildhaft und olfaktorisch schwört sie Elend, Hunger, Schmutz und Gewalt herauf.
    Sie gestaltet Bilder von sturmumtobten englischen Küsten, von flirrenden italienischen Nächten, von mit Gesang erfüllten französischen Gauklerlagern, von Liebe, Leid und Trauer, von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit.
    Ein paar Klischees sowie ein bißchen schwülstiger Kitsch dürfen auch nicht fehlen, sind sie nunmal für historische Romane so üblich.
    Die Lust am Erzählen, am Geschichten spinnen und weben, am Bilder heraufbeschwören, läßt Dagmar Trodler auch in ihren vierten historischen Roman sprudelnd einfließen.
    Der dramatische, schwelgerische, gar poetische Schreibstil sorgt für pures Lesevergnügen, für lautes Auflachen, wenn es mal wieder zu derbe oder zu schwülstig wird, aber das gehört nunmal dazu und deshalb muss man die Romane von Dagmar Trodler einfach lieben.
    Andere Leser halten den Schreibstil sicherlich für zu kitschig und zu blumig, aber es passt einfach zu ihren Geschichten und ihren Figuren.
    Vielleicht ist "Die Rose von Salerno" nicht mehr so tiefgründig und herzergreifend wie Dagmar Trodlers Romandebüt "Die Waldgräfin", aber "Die Rose von Salerno" sorgt mit der nahezu greifbaren Brutalität in Alltag und in Schlacht für Angst und Schrecken, mit dem Hin und Her zwischen Ima und Gérard für Lacher und Herzflattern.
    Das Mittelalter wird lebendig und spürbar mit seinen Gerüchen, Alltäglichkeiten, dem gesellschaftlichen Gefüge und den Unterschieden in Rang und Stand, dem Kampf um Leben und Tod, dem Ringen um Stolz und Anerkennung, dem Ertragen von Demütigung und Verlust.
    Kräuterkunde, die ersten Schritte von weiblichen Ärzten, der Ritterstand, das Pilgertum, historische und gesellschaftliche Hintergründe und politische Ereignisse werden nicht nur beleuchtet, sondern farbenfroh und eindringlich geschildert und zelebriert.
    Dagmar Trodler ist einfach durch und durch eine gute Geschichtenerzählerin, der man gerne lauscht, weil man sich in ihre Geschichten sinken lassen kann und ihre Figuren ins Herz schließt.
    Unerwartete, unerreichbare, leidenschaftliche Liebe, Spannung und unerwartete Wendungen machen ihre Romane aus, vielleicht auch ein paar herkömmliche Klischees oder allzu große, unglaubliche Zufälle, da die Protagonistin halsstarrig und allzu stolz und selbstbewusst manchmal auch von einem Schlamassel in den nächsten schlittert, aber man lässt sich immer wieder gerne überraschen und von dem blumigen Schreibstil verzaubern, wenn nicht sogar verführen.
    Langsam beschleicht mich Wehmut, da es sich bei "Die Rose von Salerno" eigentlich um den vorletzten von insgesamt fünf Bänden um Alienor von Sassenberg und den Wikinger Erik von Uppsala und ihren Kindern handelt, wenn man die Trilogie um "Die Waldgräfin" miteinbezieht-
    die man zwar nicht gelesen haben muss, aber um Imas Vergangenheit und Charakter besser verstehen zu können, wäre das natürlich von Vorteil.
    Freuen würde ich mich über einen weiteren Band von Dagmar Trodler über Imas stumme jüngere Schwester...
    Aber erst einmal findet diese Mittelalter- Reihe leider mit "Die Totenfrau des Herzogs" ihr Ende...
    Hier gehts noch zu Homepage und Blog der Autorin: >>>Klick<<< .
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Ausgaben von Die Rose von Salerno

Taschenbuch

Seitenzahl: 416

Hardcover

Seitenzahl: 416

E-Book

Seitenzahl: 416

Besitzer des Buches 22

Update: