Der Fürst des Nebels

Buch von Carlos Ruiz Zafon

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Fürst des Nebels

Carlos Ruiz Zafóns legendärer erster Roman - neu übersetzt und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Der erste Schauerroman des spanischen Meistererzählers. In »Der Fürst des Nebels« fliehen Max und seine Familie vor dem tobenden Krieg. Ein altes Haus am Meer verheißt Frieden und Sicherheit. Doch schon bald legt sich ein dunkler Schatten über den Zufluchtsort, als Max erfährt, dass der Sohn der ehemaligen Bewohner unter mysteriösen Umständen ertrunken ist. Eine geheimnisvolle Macht bedroht nun auch das Leben seiner Familie. Als er mit seinem neuen Freund Roland zum Wrack der Orpheus taucht, kann Max förmlich fühlen, wie etwas Schreckliches in der Tiefe lauert. Gibt es eine Verbindung zum finsteren »Fürst des Nebels«, von dem der Leuchtturmwärter erzählt? Und hat der ihnen wirklich alles gesagt? Als Max erkennt, welch grauenvolle Gefahr wirklich droht, hat sich bereits ein Sturm zusammengebraut: etwas lange Totgeglaubtes erhebt sein Haupt und macht sich auf die Jagd. Der spanische Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafón, der mit »Der Schatten des Windes« Millionen von Lesern auf der ganzen Welt begeisterte, ist ein Meister des Unheimlichen, ein Meister des Schauerromans. ›Der Fürst des Nebels‹ ist Zafóns erster fesselnder Gänsehautgarant.
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Serieninfos zu Der Fürst des Nebels

Der Fürst des Nebels ist der 1. Band der Nebel Reihe. Sie umfasst 3 Teile und startete im Jahr 1993. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 1995.

Über Carlos Ruiz Zafon

Die Jesuitenschule Sarrià in Barcelona inspirierte Carlos Ruiz Zafón nach eigenen Aussagen zum Erzählen von Geschichten. Die in einem gotischen Schloss beheimatete Schule voll geheimer Gänge weckte die Phantasie des jungen Carlos, der dort seine Ausbildung genoss. Mehr zu Carlos Ruiz Zafon

Bewertungen

Der Fürst des Nebels wurde insgesamt 43 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Fürst des Nebels

    (Erstveröffentlichung der Rezension im März 2010)
    Ich kann mein Glück kaum fassen. Auch für „Der Fürst des Nebels“ - ein Jugendbuch und das mit dem spanischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Erstlingswerk des inzwischen international bekannten spanischen Autors Carlos Ruiz Zafón - hatte ich mich mit einem Leseeindruck zu der mich wirklich neugierig zurück gelassenen Leseprobe beworben und wurde aus dem Lostopf gezogen.
    „Der Fürst des Nebels“ erschien bereits 1993 in Originalsprache und 1996 im Münchener dtv-Verlag in der Übersetzung von Ulrike Schuldes. Im März 2010 brachte der Frankfurter S. Fischer-Verlag das Buch in neuer Übersetzung wieder auf den deutschen Buchmarkt. Ich persönlich kannte bislang nur das Werk des 1964 in Barcelona geborenen und inzwischen in Los Angeles lebenden Autors, mit dem ihm der internationale Durchbruch gelang: „Der Schatten des Windes“. Da ich von diesem jedoch auch schon mehr als begeistert war, freute ich mich unbändig darauf, seinen allerersten Roman so schnell lesen zu dürfen.
    Mit meinen 40 Lenzen zähle ich in der Rubrik Jugendbuch zwar nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe. Allerdings konnten mich schon viele Jugendbücher regelrecht begeistern und letztendlich bin ich ja auch diejenige, die in unserer Familie den meisten Lesestoff für die Jugend kauft. Und dass ich dafür meistens ein goldenes Händchen habe, beweisen die massiven Bitten um Nachschub.
    Ein neues Leben
    Im Sommer 1943 flieht die Familie von Max aus der Stadt. Sie ziehen in ein kleines Dorf am Meer und wollen damit den Krieg hinter sich lassen. Anfangs gefällt Max dieser Gedanke überhaupt nicht, muss er doch von vielem, was ihm bisher lieb und teuer war, Abschied nehmen. So muss er seine Schulfreunde und den Comicladen an der Ecke zurücklassen und es beginnt ein neues Leben.
    Doch schon als sie in ihrer neuen Heimat ankommen und er das erste Mal in seinem Leben das Meer sieht, legt sich seine Trauer. Allerdings bemerkt er auch schon kurz nach seiner Ankunft einige Merkwürdigkeiten, die es zu ergründen gilt…
    Schaurig schön
    Die Geschichte beginnt mit dem Umzug der Familie in das kleine Dorf am Meer. Dabei schildert der Autor kurz und knackig die Umstände, die dazu führten und stellt in teilweise lustig liebenswerten Dialogen die Familienmitglieder vor. Auch der neuen Umgebung widmet er in seiner wunderschönen Sprache treffende Beschreibungen, so dass sich der Leser nicht nur als Zuschauer fühlt, sondern schnell selbst mitten im Geschehen ist.
    Als die Familie angekommen ist, geschehen anfangs fast wie nebenbei die ersten Merkwürdigkeiten. Da ist eine ungewöhnlich fette Katze, die sich sofort an Irina, die achtjährige Schwester von Max, hängt, allen anderen aber äußerst ungeheuerlich vorkommt, dann die seltsame Bahnhofsuhr, die rückwärts geht. Außerdem entdeckt Max einen Garten mit Skulpturen, der einem Friedhof ähnelt, auf dem ihm und auch dem Leser die Nackenhaare zu Berge stehen. Dazu noch die Geschichten um die ehemaligen Eigentümer des Hauses und das vor vielen Jahren gesunkene Schiff, dann der böse "Unfall" von Irina und das Grauen wird greifbar.
    Die schaurige und trotzdem so schöne Geschichte um Max, seine Familie, Freundschaft, junge aufkeimende Liebe und den geheimnisvollen Fürst des Nebels hatte mich durch den flüssigen, ausdrucksstarken Schreibstil des Autors und das erst unterschwellige und dann stetig, bis zu Höhepunkt wachsende Grauen, komplett in ihren Bann gezogen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, bis die Geschichte zu Ende war.
    Und doch hat mich das Ende an sich dann nicht hundertprozentig zufrieden gestellt. Es ist zu einen sehr traurig, zum anderen bleibt meiner Meinung nach zu viel offen. Gut man könnte das dann vielleicht mit der Tatsache assoziieren, dass es auch im richtigen Leben Verluste zu beklagen gibt und es immer weiter geht. Eine Botschaft könnte lauten, dass Versprechen nicht gebrochen werden dürfen, der Tod daran nichts ändert und der Kampf zwischen Gut und Böse ein nie endender ist. Oder, worauf die Ankündigung am Ende des Buches schließen lässt, es geht weiter? Dort steht jedenfalls, dass im November 2010 von Carlos Ruiz Zafon "Der Mitternachtspalast" erscheint und eine Leseprobe unter carlosruizzafon.de zu finden ist.
    Für mich ein Grund nachzuschauen: Also, eine Leseprobe ist bisher noch nicht veröffentlicht. Der Klappentext zeigt allerdings, dass es sich bei diesem Buch um komplett andere Hauptfiguren dreht, die es aber mit einem wahnsinnigen Widersacher zu tun haben. Bei Wikipedia erfuhr ich dann, dass „Der Fürst des Nebels“ (Original 1993), „Der Mitternachtspalast“ (Original 1994) und das bereits 2009 erschienene Buch „Der dunkle Wächter“ (Original 1995) zu Zafóns Nebel-Trilogie gehören.
    Gut, da habe ich einige Informationen erhalten und ich weiß, dass ich die anderen beiden Teile der Nebel-Trilogie auch lesen möchte. Aber über das Ende des gerade gelesenen Buches denke ich immer noch nach. Und wenn es genau das war, was der Autor wollte?
    Alles in allem habe ich eine fantastische, schaurig-schöne Geschichte gelesen, die es schaffte, alles um mich herum vergessen zu lassen. Der Autor verstand es grandios in einem sprachlich sehr schönen, interessanten Erzählstil alltägliches und wissenswertes zu berichten und nebenbei dem Leser immer wieder Schauer des Gruselns über den Rücken laufen zu lassen. Und dabei erzeugte er das Grauen relativ unblutig, nur mit Andeutungen und Weglassungen. Dass ich mit dem Ende jetzt immer noch ein bisschen hadere liegt vielleicht auch nur an mir selbst. Vielleicht nehmen jüngere Leser das alles sogar viel eher als gegeben hin. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass dieses Buch bei den Teenagern in meiner Familie auch die Runde machen und gelesen wird. Eine Kaufempfehlung für fantasiebegeisterte Jugendliche und jung gebliebene im Erwachsenenalter spreche ich hiermit aus.
    Übersetzung: Lisa Grüneisen
    270 Seiten
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Der Fürst des Nebels

    Klappentext:
    In »Der Fürst des Nebels« fliehen Max und seine Familie vor dem tobenden Krieg. Ein altes Haus am Meer verheißt Frieden und Sicherheit. Doch schon bald legt sich ein dunkler Schatten über den Zufluchtsort, als Max erfährt, dass der Sohn der ehemaligen Bewohner unter mysteriösen Umständen ertrunken ist. Eine geheimnisvolle Macht bedroht nun auch das Leben seiner Familie. Als er mit seinem neuen Freund Roland zum Wrack der Orpheus taucht, kann Max förmlich fühlen, wie etwas Schreckliches in der Tiefe lauert. Gibt es eine Verbindung zum finsteren »Fürst des Nebels«, von dem der Leuchtturmwärter erzählt? Und hat der ihnen wirklich alles gesagt?
    Als Max erkennt, welch grauenvolle Gefahr wirklich droht, hat sich bereits ein Sturm zusammengebraut: etwas lange Totgeglaubtes erhebt sein Haupt und macht sich auf die Jagd. – Amazon
    Zum Autor:
    Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. »Der Schatten des Windes«, »Das Spiel des Engels«, »Der Gefangene des Himmels« und »Das Labyrinth der Lichter« waren allesamt internationale Bestseller. Auch »Marina«, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen »Der Fürst des Nebels«, »Mitternachtspalast« und »Der dunkle Wächter«. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und lebt heute vorwiegend in Los Angeles. (kopiert bei fischerverlage)
    Allgemeine Informationen:
    Originaltitel El príncipe de la niebla
    Erstmals erschienen 1993 bei Edebé, Barcelona
    Aus dem Spanischen übersetzt von Lisa Grüneisen
    5 CDs
    Hördauer 5:47
    Sprecher: Rufus Beck
    Meine Meinung:
    Zafóns erste Bücher waren allesamt Schauermärchen nach einem bewährten Muster: Sympathische Leute geraten in Gefahr durch übernatürliche Kräfte eines bösen Wesens.
    Besonders prägnant sind die netten Personen nicht gezeichnet; sie kommen ohne Ecken und Kanten aus, ebenso wie die bösen Taten des unheimlichen Wesens keine Erklärung brauchen. Sie sind halt so. Die Guten ebenso wie der Böse.
    Die Spannung entsteht aus permanenten Gefahrensituationen, in die Max, seine Schwester Alicia und sein Freund Roland geraten, durch Horror-Erscheinungen und die Erzählungen von Rolands Großvater, dem Leuchtturmwärter, der bereits als Junge schlimme Erfahrungen mit dem Nebenfürst gemacht hatte und vor ihm an diese Küste geflüchtet war.
    Am Ende gibt’s keine Lösung, keine Ausdeutung und keine Erläuterung, warum der Geist nach so vielen Jahren aufersteht und seinen Rachefeldzug durchzieht.
    Grusel um des Grusels willen. Auf Zusammenhänge zwischen einzelnen Schauerelementen wird auch verzichtet.
    Zwischen Schauergeschichten wie dieser und „Der Schatten des Windes“ klaffen Welten.
    DER Lichtblick des Hörbuchs: Sprecher Rufus Beck. Über ihn braucht man nichts mehr zu sagen. Er gehört zur ersten Gilde der deutschsprachigen Vorleser. Nur eins machte mich stutzig: Warum liest Beck den Leuchtturmwärter, einen alten spanischen Seemann, mit Hamburger Zungenschlag?
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Ausgaben von Der Fürst des Nebels

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 240

Taschenbuch

Seitenzahl: 240

E-Book

Seitenzahl: 273

Hörbuch

Laufzeit: 00:05:50h

Der Fürst des Nebels in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Fürst des Nebels (Details)
  • Englisch: The Prince of Mist (Details)
  • Polnisch: Ksiaze Mgly (Details)
  • Spanisch: El Príncipe de la Niebla (Details)

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