Septembergewitter

Buch von Friedo Lampe

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Septembergewitter

Nachmittags um vier beginnt unsere Geschichte, und sie endet abends. Wie ein Kreisel zieht die Handlung am Leser vorüber. Der Großvater, der Totengräber ist, und seine Enkelinnen. Der böse Emil, der den Kindern die Drachenschnüre durchschneidet, weil er nicht will, dass sie in den Himmel fliegen. Der kleine Martin, der in die Bubenbande des starken Jan aufgenommen werden möchte, aber eben nicht so stark ist, wie es sein verstorbener Vater war. Der junge Leutnant Charisius, der beschließt, nach Kamerun zu gehen, weil man dort so schön sterben kann. Seine Geliebte, Marie, die vor einer Woche ermordet aufgefunden wurde. Wer war der Täter? Die Buben werden ihn später aufspüren, die Überraschung ist groß … Es kann viel passieren an einem heißen Septembertag in der kleinen Stadt. „Man muss’n bisschen lachen dabei, aber es ist doch auch traurig. Natürlich geht das Ganze schief aus.“ Friedo Lampes lyrische Prosa, die filmartige Erzähltechnik, mit der er seine Szenen miteinander verwebt, erweist sich in „Septembergewitter“ als gelungenes Beispiel eines magischen Realismus, dem Sachlichkeit und Wunder nicht als Gegensätze gelten.
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Bewertungen

Septembergewitter wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 5 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Septembergewitter

    ZUM BUCH: Septembergewitter ist im Jahre 1937 veröffentlicht worden und stellt das Zentrum der Geschichte in einen Rahmen eines Ballonüberfluges im Sommer 1914. Das was von da oben so idyllisch erscheint, ein Städtchen mit seinem Grün und in der Nähe des Meeres wird dann näher betrachtet: Verschiedene Menschen stellt uns der Autor vor, verwickelt in mehr oder weniger großen Tragödien und Anfechtungen, teils miteinander verbunden. Und tatsächlich entspannt sich eine ganze Palette an Untaten, Übeln, die man nur zu unterscheiden lernen muss. Nur bei genauem zweiten (oder dritten?) Hinsehen mag man unterscheiden, dass es einen Ansatz der Hoffnung, oder des Endes des Dramas, gibt. Vielleicht drückt er sich in der abschließenden Feststellung der Ballonfahrer aus, dass sie irgendwie das schwere Gewitter durchquert hatten, trotz alledem?
    Dabei mag man im Zusammenhang einerseits an den ersten Krieg denken oder aber auch, in Betracht auf die Verfassungszeit (1937!) schon an die Untaten des III.Reiches und die heraufziehende Bedrohung!
    Bemerkenswert ist wohl die einerseits einfache, teils in den Dialogen fast mundartlich gefärbte, doch irgendwie sehr beeindruckende, schöne Sprache!
    ZUM AUTOR: Friedo Lampe (siehe weiter unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Friedo_Lampe ) wurde 1899 in Bremen geboren, er starb im Mai 1945 in Berlin, als ihn, aus Versehen, eine russische Patrouille erschoss, weil er seinem Passbild gar nicht mehr ähnlich sah. Er hatte 1934 einen Band mit romanhafter Prosa veröffentlicht, «Am Rande der Nacht», Skizzen, die, fast zusammenhanglos aneinander gereiht, einen nächtlichen Reigen von Personen vorführen, alte Leute, junge Leute, Schausteller, Seefahrende, liebende Paare, Schwule; es gibt kleine Verbindungen zwischen ihnen, aber der eigentliche Zusammenhang ist die Nacht, in der sie sich alle bewegen, eine Sommernacht in Bremen. Die Bremer Bürger waren nicht sehr amüsiert, die gleichgeschalteten Kulturbehörden waren es noch weniger, Lampe kriegte eine Menge Ärger. Davon wusste natürlich dann diese arme russische Patrouille nichts. (Aus der Züricher Zeitung)
    Taschenbuch: 120 Seiten
    Verlag: Dtv (2004)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3423132337
    ISBN-13: 978-3423132336
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Ausgaben von Septembergewitter

Taschenbuch

Seitenzahl: 128

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 180

Besitzer des Buches 4

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