Die Glasglocke

Buch von Sylvia Plath

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Glasglocke

Die Amerikanerin Sylvia Plath (1932–1963), »die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation« (John Updike), hat mit ihrem einzigen Roman, der im Jahr ihres Selbstmordes erschien, ein Jahrhundertbuch geschrieben, das auch heute nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren hat. »Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte.« Die Collegestudentin Esther Greenwood, von Preisen und Stipendien überhäuft, verbringt im »schwarzen Sommer« von 1953 einen Monat als Volontärin einer Modezeitschrift in New York. Schonungslos protokolliert sie ihre Existenzkrise.
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Bewertungen

Die Glasglocke wurde insgesamt 42 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Glasglocke

    Ich habe mich hier ein wenig durch die Kommentare gelesen und muss ernüchternd feststellen, dass ich anscheinend als einzige meine Probleme mit dem Buch hatte. Ich habe es häufig in Empfehlungen von BookTubern gesehen und auch hier und da einige 5-Sterne-Bewertungen gelesen und hatte hohe Erwartungen.
    Bereits zu Beginn des Buches, war ich überrascht von der Sprache, die auf mich direkt, teilweise etwas verwirrend bzw. unverständlich, aber vor allem untypisch, fast schon rebellisch für die Zeit der 50er Jahre wirkte. Ich hatte so meine Schwierigkeiten, jedes einzelne Wort mit voller Aufmerksamkeit zu lesen und merkte, wie ich oftmals mit den Gedanken abschweifte. Nach den ersten 10 Seiten war mir klar, dass das nicht einfach wird. Ich kann mir nicht genau erklären, woran es lag, aber ich glaube, ich konnte mich mit den "Belanglosigkeiten" der Protagonistin nicht anfreunden. Nach circa 20 Seiten musste ich es tatsächlich auch erst einmal zur Seite legen und habe mich einem anderen, einfacheren Genre gewidmet. Danach gab ich ihm mit neugewonnener Motivation eine zweite Chance.
    Nach etwa der Hälfte der Handlung entwickelte sich das Ganze erst so richtig. Ich konnte mich besser in Esthers Verschrobenheit hineinversetzen, fand sogar etwas Gefallen daran, und allmählich interessierte mich auch ihre weitere Entwicklung.
    Der Schluss hingegen enttäuschte mich wiederum. Ich hätte gern mehr über ihre Behandlung erfahren, denn so ohne weiteres wirkte es auf mich, als war ihre Depression gar nicht so schlimm, wie angenommen.
    Ich vergab 3,5 von 5 Sternen. Es war okay, das Thema interessant, aber die Umsetzung überzeugte mich leider nicht so sehr.
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  • Rezension zu Die Glasglocke

    Seit fünf Jahren gab es von den letzten zwei Beiträgen abgesehen keinen Kommentar zu diesem Buch ; dabei wünschte man ihm aufmerksame und gute Leser.
    Wohl ein Buch, von dem man früher oder später irgendwo einen Hinweis liest, ein (moderner) Klassiker, wie dieses Buch auch zurecht hier eingeordnet ist. Und so nahm ich es mir nun vor.
    Ich war von Anfang an fasziniert von der Sprache der Ich-Erzählerin Esther, die auf den ersten Blick so locker-flockig daherkommt, mit einer Menge Witz (man lacht doch sehr viel!), aber dann auf den zweiten Blick auch mit viel Ernüchterung, ja, auch einer Distanzierung, beschreibt. Ich fand woanders den Hinweis einer sprachlichen Verwandtschaft mit Salinger ; das schien mir gar nicht so abwegig.
    Man kann sicherlich die Kapitel aufgliedern nach Handlungsorten, doch was zB den Geist anbetrifft (New York – Abenteuer ; Provinz – Frust und Depression, Klinikaufenthalt)), so bin ich mit dieser scharfen Abtrennung nicht ganz einverstanden, denn bei genauem Hinsehen wird Esther von jeher von ihren Erlebnissen mit falschen Erwartungen, Rollenspielen, Täuschungen etc konfrontiert.
    Einige fragten sich hier im Thread nach der « Schuldfrage ». So wahrscheinlich eine unmögliche Frage. Und was die Hauptperson am Ende des Buches von ihrer Doktorin zum Falle Joan vernimmt, mag auch für sie zutreffen : « Niemand ist verantwortlich. Sie selber hat es getan. » Man könnte sicherlich die « Umwelt » anklagen oder aber eine Anlage. Und... noch viel mehr. Ich war sehr beeindruckt, dass Plath auf sehr anspielende Weise zB davon erzählt, wie Esther als Schülerin auch getäuscht hat (man erinnere sich über den Physik-, bzw Chemieunterricht). Sie spielt also « mit », in gewissem Sinne. Auch während des Aufenthaltes in NY macht sie ja die verschiedensten Wettbewerbe mit trotz allem « es eigentlich besser wissen ». Und so könnte man sich fragen, ob man dann also auch bei einem bewußt empfindenden, denkenden Menschen von « Mitlaufen » reden kann, soll ?
    Durch den Rosenberg-Hinweis kann man die Handlung auf 1953 datieren, Zeitpunkt, an dem auch im Leben Sylvia Plaths es ähnlich aussah. Und so wird im Nachwort meiner französischen Ausgabe von Lois Ames auch herausgearbeitet, inwieweit die hier herausgearbeiteten Themen jene von Plath selber sind, und sogar die biographischen Parallelen zwischen Esther und ihr selber zahlreich sind. Sie hat an den Personen in ihrem Umfeld kaum etwas « verändert » und viele erkannten sich wieder:dafür setzte es herbes Unverständnis oder Traurigsein.
    Man könnte sicherlich sehr viel über dieses Buch hinzufügen, doch irgendwie nimt man es im Lesen so an, wie es ist, bewundert ihre Sprache, leidet aber auch an der versteckten Lebensangst hinter allem Witz.
    Eine dicke Empfehlung !!! Und nach einiger Zeit für mich mal wieder: ein
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Ausgaben von Die Glasglocke

Taschenbuch

Seitenzahl: 262

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 262

E-Book

Seitenzahl: 263

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