Die Wolke

Buch von Gudrun Pausewang

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Wolke

Wenn die Ängste unserer Zeit wahr werden. Eine todbringende Wolke über Deutschland. Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen Super-GAU. Die 14-jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und landet selbst im Lazarett. Wichtig für den Schulunterricht: Seitenzählung unverändert! Zu diesem Buch gibt es „Materialien zur Unterrichtspraxis“ des Ravensburger Buchverlags.
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Bewertungen

Die Wolke wurde insgesamt 94 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Meinungen

  • Lebhafte Schilderung eines möglichen Ablaufs als Folge eines Super-GAUs.

    SirPleasant

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Wolke

    Ich kann mich noch dunkel an die Tschernobyl-Katastrophe erinnern. Damals war ich noch im Kindergarten, aber ich weiß noch, dass nach dem Unglück für eine lange Zeit eine bedrückte und verängstigte Stimmung in Deutschland geherrscht hat. Am Thema "Atomkraft" kam man bis Anfang der 90er Jahre nicht vorbei und auch heute ist dieses Thema noch sehr brisant und wichtig, auch wenn es ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist. Wahrscheinlich weil es glücklicherweise in der jüngsten Vergangenheit keine größeren Katastrophen mehr gegeben hat.
    Das Buch an sich fand ich allerdings nicht gerade überragend. Und auch wenn das Primärziel von Gudrun Pausewang das Aufrütteln der Bürger und nicht das Erzählen eines Romans war, habe ich die Geschichte an sich nur als mittelmäßig empfunden. Kann vielleicht auch daran liegen, dass das Buch schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat und ich in den letzten Jahren eine große Anzahl an Katastrophenfilmen gesehen und an Endzeitbüchern gelesen habe, so dass ich dafür nicht mehr ganz so empfänglich bin. Ich mochte die neunmalkluge Protagonistin Janna-Berta nicht und auch ihre Familie mit dem Hippie-Touch konnte ich nicht ausstehen. Gudruns Pausewangs "Die letzten Kinder von Schewenborn" fand ich da weitaus gelungener.
    Fazit: Wichtiges Thema, durchschnittliche Umsetzung.
    P.S.: Wir haben das Buch in den alten Schulsachen meiner Frau gefunden und sie hatte es doch tatsächlich bereits in der 6. Klasse als Lektüre. Ich finde, dass das eindeutig zu früh ist!
    Ich muss noch dazu sagen, dass ich sogar etwas verwundert bin, dass das Buch auch im rabenschwarzen Bayern eine typische Schullektüre geworden ist. Es zielt ja eindeutig auf die Ignoranz der Politiker ab und wer zu diesem Zeitpunkt an der Macht war, ist ja bekannt.
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  • Rezension zu Die Wolke

    Es ist ein sehr bedrückendes und erschütterndes Buch, das Gudrun Pausewang ihren Lesern anbietet. Aber ebenso erschreckend und beängstigend sind gerade auch die Erlebnisse der Hibakusha, der Überlebenden von Tschernobyl, deren Geschichte die vierzehnjährige Janna-Berta exemplarisch durchmacht.
    Schonungslos und ehrlich berichtet die Autorin von den Folgen eines atomaren Super-GAUS. Nüchtern und sachlich werden Krankheit und Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Massenhysterie bildhaft verdeutlicht.
    Der Stil der Autorin ist kurzweilig und fesselnd, drängt zum Weiterlesen. Die 223 Seiten des Buches beschäftigen während des Lesens nicht lange, bleiben aber nach Schließen des Buches im Kopf und stimmen nachdenklich.
    "Die Wolke" ist ein wichtiges Buch, und ebenso wichtig ist, dass es gelesen wird. Kinder bzw. Jugendliche sollte man damit wahrscheinlich nicht allein lassen und so kann ich mir dieses Buch gut als Schullektüre vorstellen. An die Hand genommen von einem Lehrer lässt sich so manche grausame Szene des Buches sicherlich leichter verarbeiten.
    Sehr gut gelingt es der Autorin, dem Buch Glaubhaftigkeit und Authentizität zu verleien. So finden sich Befürworter und Gegner der Atomkraft in diesem Buch, die ihre Positionen auf mehr oder weniger sachliche Art und Weise vertreten. So wird ein umfassendes Bild von der Atomenergie erzeugt, dass nicht nur einseitig polarisiert.
    Vorangestellt ist der eigentlichen Erzählung eine Anzeige, die am 23.05.1986, vier Wochen nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, in der Zeitung DIE ZEIT erschien. Diese Anzeige ist sehr anklagend und fordernd und der Autorin gelingt es gut, diese Stimmung in ihrem Roman ebenfalls zur Geltung zu bringen.
    Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Satz "Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewusst."
    Mein Fazit:
    Ein wichtiges und authentisches und leider auch zeitloses Buch, das hervorragend als Schullektüre geeignet ist, aber auch Erwachsenen nicht entgehen sollte.
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  • Rezension zu Die Wolke

    Ich habe das Buch in den letzten Tagen wiedergelesen. Das letzte Mal war vor ca. 15 Jahren - in der Zwischenzeit hatte ich doch einiges vergessen.
    Obwohl "Die Wolke" ein Jugendbuch ist und es ganz klar im Zusammenhang mit der Zeit, in der es geschrieben wurde, bewertet werden muss, hat es mich wieder tief berührt. Es ist ein wichtiges Buch mit dem Appell, sich mit der politischen Wirklichkeit auseinanderzusetzen.
    Gudrun Pausewang plädiert, meiner Meinung nach, nicht unbedingt dafür, Atomkraft komplett abzuschaffen, sondern vielmehr für einen verantwortungsbewußten Umgang damit. Sie betont bei ihrer Schilderung der Super-GAU-Folgen wiederholt, dass das Unglück nicht allein Schuld der Politiker und Kraftwerkbetreiber ist, sondern auch von den Bürgern zu tragen ist, die sich nicht stärker gegen die Atomkraft gewehrt haben, ohne ausreichend informiert zu sein. Immerhin kam das Anschalten der Kraftwerke durch einen "demokratischen Beschlussprozess" zustande. FAZIT: Wer besser informiert wäre, hätte versucht, den Bau zu verhindern. Ihre Kritik bezieht sich auch auf die zu erwartenden Schuldzuweisungen, -abweisungen und damit einhergehende Ablenkung von den eigentlichen Problemen.
    Die Schilderung des Egoismus, der Rücksichtslosigkeit und der einsetzenden Massenhysterie finde ich sehr gelungen, zumal man diese Schilderungen auch aus anderen Krisensituationen kennt. Spontan kamen mir die Bilder aus dem New Orleans im Ausnahmezustand vor Augen...
    Nachdem ich letztens einen Film über die "Unterwelt" Hannovers gesehen habe, in dem auch Bunker gezeigt wurden, die zur Evakuierung bei ABC-Alarm benutzt werden sollen, erscheint mir eine Hysterie nicht allzu weit hergeholt, falls eine Evakuierung tatsächlich irgendwann Realität wird... Viel zu wenig Plätze, mangelhafte Aufklärung über die Maßnahmen des Katastrophenschutzes und die weiten Wege...
    Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die helfen wollen und aktiv demonstrieren und somit Menschlichkeit beweisen. Und diejenigen, die lieber weggucken, den Geschädigten zu verstehen geben, dass sie ihre sichtbaren Verletzungen verdecken sollen, sind ebenso real gezeichnet.
    Zwei Dinge sind mir negativ aufgefallen:
    1. Der Name "Janna-Berta". Das ist natürlich ein Trend der 80er-Jahre gewesen, aber dennoch heutzutage unmöglich. :-&
    2. Es wird ausführlich über die Auswirkungen des Super-GAU gesprochen, lahmgelegtes Verkehrsnetz, Stromausfall, Abschaltung andere Kraftwerke, Demonstrationen in Frankreich gegen deren Kraftwerke usw. Aber nach nur 4 Monaten funktioniert bereits in den geschädigten Zonen der Strom wieder, wie die Heimkehrer bei ihrer (zu frühen) Heimkunft feststellen. Wo kommt denn der Strom her?! Ich hätte mir gewünscht, wenn sie dieses Thema auch noch angesprochen hätte.
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Ausgaben von Die Wolke

Taschenbuch

Seitenzahl: 224

Gebundene Ausgabe

 

E-Book

Seitenzahl: 224

Hörbuch

Laufzeit: 00:00:48h

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