Das verborgene Wort

Buch von Ulla Hahn

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Das verborgene Wort

Der Traum vom Erwachsenwerden und die Suche nach der Freiheit Die junge Hilla Palm ist voller Neugier und Lebenswille. Doch sie sieht sich in den Lebensgewohnheiten einer katholischen Arbeiterfamilie in einer rheinischen Dorfgemeinde gefangen und stößt an die Grenzen einer Welt, in der Sprache und Phantasie nichts gelten. Fast zerbricht sie an der Verständnislosigkeit der Eltern, die sie in den eigenen Anschauungen festhalten wollen. Im Deutschland der Fünfziger- und frühen Sechzigerjahre sucht das Mädchen seinen Weg in die Freiheit: die Freiheit des verborgenen Worts. Ein mitreißender Entwicklungsroman, ein unübertroffenes Sittengemälde der Fünfzigerjahre, ein großes sprachphantastisches Epos.
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Serieninfos zu Das verborgene Wort

Das verborgene Wort ist der 1. Band der Hildegard Palm Reihe. Sie umfasst 4 Teile und startete im Jahr 2001. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2017.

Bewertungen

Das verborgene Wort wurde insgesamt 30 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Das verborgene Wort

    Ein wunderbares Buch, auf dessen Fortsetzung "Aufbruch" ich mich schon sehr freue.
    Gelesen habe ich es schon vor 4-5 Jahren, aber es hallt immer noch ganz schön nach, wenn ich daran denke.
    Damals habe ich es folgendermaßen rezensiert:
    Hildegard ist anders als die Leute in dem kleinen, erzkatholischen und -konservativen Dorf im Rheinland, in dem sie aufwächst. Schon als Kind fällt sie durch ihre lebhafte Phantasie auf, mit dem Lesenlernen schließlich taucht sie in eine ganz neue Welt der Buchstaben, Wörter und Geschichten ein, die sie über alles fasziniert.
    Für die Eltern ist das alles Firlefanz, "dat Kenk" (das Kind) soll was Anständiges lernen, schon die Realschule, die sie sie widerstrebend besuchen lassen, ist ihnen "zuviel", zu abgehoben. In den Ferien arbeitet sie in der Fabrik, erlebt die Komplikationen der ersten Liebe und stellt zwischendurch immer wieder sehr schön formulierte Betrachtungen über das Lesen an.
    In dem Buch passiert eigentlich nichts, was man nicht schon mal gehört hat, wenn man aus einer kleineren Gemeinde stammt, wo jeder jeden kennt: Festgottesdienste, Skandälchen, Liebeleien, Prügelstrafe, Bigotterie, Alkoholsucht, uneheliche Kinder, Fabrikarbeit...
    Aber Ulla Hahn schildert das alles in einer so eindringlichen, lebendigen, glaubhaften Sprache, dass man richtig in die Geschichte hineingezogen wird, mit Hildegard fühlt, leidet, sich freut, hofft, sie interessiert durch Kindheit und Jugend begleitet.
    Ein sehr schönes, lebensechtes und trotz der alltäglichen Thematik fesselndes Buch mit vielen genau beobachteten und fein gezeichneten Szenen.
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  • Rezension zu Das verborgene Wort

    Hildegard „Heldejaad“ Palm wächst im streng katholischen Arbeitermilieu in einem kleinen Dorf bei Köln in den 1950er Jahren auf.
    Ulla Hahn gewährt dem Leser in ihrem Buch, strikt aus der Sicht eines Kindes, einen Einblick in die kleinbürgerliche Enge, in das Fühlen und Denken in dieser Zeit. Besonders der große Einfluss, den der katholische Glauben auf den Alltag ausübte, wird erschreckend deutlich. Gott, vor allem das von Hildegards Großmutter vermittelte Gottesbild, ist eine strenge und strafende Instanz.
    Schon früh entflieht Hildegard vor der streng gläubigen Großmutter, dem gewalttätigen Vater und der alles ohnmächtig hinnehmenden Mutter in ihre reiche Fantasie. Nur ihr liebevoller Großvater, der mit ihr Spaziergänge am Rhein macht, mit ihr Buch-, Märchen- und Wutsteine sammelt, ihr Geschichten erzählt, gibt Hildegard Halt.
    Mit Schuleintritt und dem Lesen lernen öffnet sich für Hildegard eine neue Welt. Buchstaben werden Laute, die Laute bekommen einen Sinn, die geformten Worte lassen Geschichten entstehen. Im Elternhaus ist der Wissensdurst der Tochter nicht gern gesehen und nur mit Unterstützung eines Lehrers wird der Weg zur Realschule frei.
    Hildegard legt ein Buch für schöne Wörter und Sätze an, ihr Umfeld denkt abfällig, dass „sie sich für etwas besseres hält“. Je mehr Widerstand Hildegard erfährt, umso wichtiger werden ihre Fluchten in die Welt der Bücher. Für Friedrich Schiller, den sie besonders verehrt, errichtet sie sogar einen kleinen Altar.
    Nach dem Realschulabschluss zum Schulabgang gezwungen, beginnt Hildegard eine Lehre in der Papierfabrik, sich selbst dabei beinahe verlierend.
    Ulla Hahns klare, lebendige und authentische Sprache macht es dem Leser leicht, sich in Hildegard hineinzuversetzen, mit ihr zu fühlen. Dazu gehört auch die Einbindung des rheinischen Dialekts. Auch wenn man sich als Nicht-Rheinländer erst einlesen muss, ist die Verwendung des Dondorfer Platt wichtig für die Geschichte. So werden die bedrückende Enge, die Auswüchse des Glaubens, die strikte Trennung der katholischen, „echten“ Dondorfer von den „Anderen“, den „Evangelischen“ und den „Müppen“ (Flüchtlinge und Gastarbeiter) unmittelbar greifbar.
    Ulla Hahn ist mit diesem Roman eine eindringliche Milieuschilderung der 1950er Jahre Deutschlands gelungen. Im Ringen um Eigenständigkeit zeigt die Autorin die Entwicklung eines Mädchens zu einer selbstbewussten, jungen Frau. Trotz Zweifel und Rückschlägen vermittelt dieser Roman Hoffnung – Hoffnung auf eine selbst bestimmtes Leben.
    Da ich doch etwas brauchte, um mich einzulesen und es mir dafür zum Schluss etwas schnell ging ,5 Sterne von mir.
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  • Rezension zu Das verborgene Wort

    Das ist wohl das erste Buch dass mich wirklich interessierte, an dem ich so lange las. Bedingt durch die Sprache quälte ich mich oftmals durch die Passagen, denn wenn man des Dialekts nicht mächtig ist, liest es sich etwas mühselig. Es ist mir klar, die Geschichte steht, und fällt mit dem Dialekt, welcher unabdingbar ist, leider gehen dadurch oftmals wichtige Elemente verloren (durch die Konzentration die einzelnen Sätze zu verstehen.)
    Wie Hildegard sich bemüht Hochdeutsch zu sprechen; und wie zu Hause darauf reagiert wird. Die häusliche Gewalttätigkeit die eigentlich ständig präsent ist. Die Grossmutter mit ihrem „Jott“, mehr Angst und Schrecken verbreitend als Liebe und Geduld. Die herrschenden Vorurteile, geprägt durch den Katholizismus. Der Grossvater, eine durch und durch liebevolle Person, welcher die Kinder an den Rhein nimmt, ihnen wunderbare Geschichten erzählt.
    All dies liest man, berührt jedoch kaum, der Zugang zur Geschichte wird sehr erschwert, wie schon erwähnt, durch die Sprache.
    Diesem Buch nur drei Punkte zu geben mag nicht fair sein, allerdings hätte sich die Autorin bewusst sein müssen dass die Geschichte auch von des Dialekts nicht mächtigen Lesern, gelesen wird.
    Es hat zwar im Anhang Begriffserläuterungen, aber diese jedes Mal nachzulesen ist für den Lesefluss nicht unbedingt förderlich.
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  • Rezension zu Das verborgene Wort

    Aus der Amazon.de-Redaktion
    Im Wettstreit um das katholischste Milieu einer Romanhandlung hat sie dem unerreichbar führenden Heinrich Böll einige Punkte abgenommen: Ulla Hahn, Rheinländerin wie Böll, schildert in Das verborgene Wort eine Nachkriegskindheit, die so bedrückend katholisch ist, dass man Mühe hat, sich ins Gedächtnis zurückzurufen: Ja, genauso war es. So wird der Ich-Erzählerin Hildegard als Kleinkind nach ihren ersten vier Worten ("Mama", "Wauwau", "Bäbä" und "Hamham") gleich ein Gebet beigebracht; die Nachbarin rechnet sich derweil aus, dass sie dreieinhalb Jahre lang täglich einen schmerzensreichen Rosenkranz und fünf Vaterunser beten muss, um ihrer Schwiegermutter, die ohne letzte Ölung gestorben war, aus dem Fegefeuer in den Himmel zu helfen. Es fällt schwer, das zu glauben, aber so ging es wohl wirklich mal zu in Deutschland.
    Das heranwachsende Mädchen, ein neugieriges, aufgeschlossenes Kind, wird beinahe erdrückt von dieser muffigen Enge. Die Verständnislosigkeit der Eltern und die unnachgiebige Strenge der gottesfürchtigen Großmutter lassen Hildegard fast zerbrechen -- wäre da nicht der Großvater, der ihr mit verwunschenen Geschichten das Tor zum Reich der Fantasie öffnet. Sie tritt ein in die Welt der Bücher und in dieser Welt findet sie ihr Zuhause, hier ist sie so frei, wie sie es im echten Leben nicht sein kann.
    Ulla Hahn, als Lyrikerin eher die knappe literarische Form gewohnt, lässt beim Erzählen dieser (ihrer?) Kindheitsgeschichte alle Selbstbeschränkung fahren -- durch fast 600 Seiten hat man sich zu kämpfen. Das ist nicht immer einfach, denn die sehr poetische Sprache und vor allem der Versuch, den rheinischen Dialekt wiederzugeben, verlangen dem Leser einiges ab. Doch es lohnt sich: Das verborgene Wort ist eine wunderschöne emotionsgeladene Hymne auf die Kraft der Fantasie. --Christoph Nettersheim
    Meine Meinung:
    Es ist nicht so ganz leicht zu lesen, da gerade die erste Hälfte des Buches viel "Kölsch" also platt gesprochen wird. Und wer das nicht gewöhnt ist (so wie ich), hat schon seine Probleme damit
    Aber das Buch ist fesselt, und geht unter die Haut!
    Jetzt weiß ich was es bedeutet, gut in der Schule sein, aber kein Geld für die höhere Schule. Wie gut es unser Jahrgang hat/hatte, wird einem erst einmal klar, wenn dieses Buch gelesen hat.
    Bin begeistert
    Heidi
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Ausgaben von Das verborgene Wort

Taschenbuch

Seitenzahl: 608

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 608

E-Book

Seitenzahl: 605

Besitzer des Buches 87

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