Der Vorleser

Buch von Bernhard Schlink

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Vorleser

Königs Erläuterungen zu Bernhard Schlink: Der Vorleser – Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen alles , was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Das spart Zeit bei der Vorbereitung! Alle wichtigen Infos zur Interpretation... - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Aufbau, Personenkonstellation, Stil und Sprache bis zu Interpretationsansätzen - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download ... sowohl kurz als auch ausführlich ... - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor und Analyse zusammen.- Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick – ideal auch zum Wiederholen.- Das Stichwortregister ermöglicht dir schnelles Finden wichtiger Textstellen. ... und klar strukturiert ... - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen.- Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen ermöglichen dir eine bessere Orientierung. - Klar strukturierte Schaubilder verdeutlichen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick. ... mit vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.
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Über Bernhard Schlink

Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" gehört zu den literarischen Standardwerken in deutschsprachigen Schulen. Der deutsche Schriftsteller wurde 1944 in Großdornberg geboren und wuchs in Heidelberg auf. Mehr zu Bernhard Schlink

Bewertungen

Der Vorleser wurde insgesamt 265 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Vorleser

    Inhaltsangabe:
    Michael Berg ist 15 Jahre alt, als er die wesentlich ältere Hannah Schmitz kennen lernt. Noch unsicher in seinen Gefühlen, zieht es ihn stets zu ihr. Sehr schnell entwickelt sich eine Liebesgeschichte der besonderen Art: Er soll ihr vorlesen, bevor sie miteinander schlafen!
    Michael verliert sich in ihr, fühlt sich jedoch gleichzeitig gedemütigt, denn sie gibt kaum etwas von sich preis. Plötzlich verschwindet sie eines Tages, ohne ein Wort zu sagen und hinterlässt ihn mit all seinen Enttäuschungen und Gedanken.
    Während seines Jura-Studiums sieht Michael sie wieder: Sie ist Angeklagte in einem Ausschwitz-Prozeß und soll das Leben von unzähligen Juden auf dem Gewissen haben.
    Mein Fazit:
    Das Buch ist genauso eindringlich wie der Film. Und genauso wie nach dem Film war ich nach der Lektüre innerlich aufgewühlt und verstört. Was der Regisseur im Film schon so gut rüber brachte, konnte der Autor genauso – noch viel intensiver.
    Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und birgt die tiefsten Gedanken eines jungen Mannes, der nicht damit klar kommt, das seine einzige große Liebe (denn das blieb sie) etwas ganz anderes ist, als sie vorgab zu sein. Zwar hatte ihn ihre geheimnisvolle Aura stets angezogen und auch verwirrt, aber wer rechnet schon damit, das dieser Mensch, einst geliebt, plötzlich verantwortlich sein soll für den Tod vieler Juden im KZ.
    Dabei wird Hannah Schmitz als Mensch betrachtet, die zwar “ihre Arbeit” gewissenhaft und mit aller Sorgfältig absolvierte, aber auch irgendwo ein bißchen Menschlichkeit insich barg, indem sie junge und geschwächte Mädchen vorlesen ließ. Sie erkennt ihre Schuld nicht wirklich an, denn hat sie nur aus Gehorsam und Pflichtbewußtsein gehandelt. Dabei musste ich mir als Leserin selbst die Frage gefallen lassen, was ich getan hätte. Kann man einen Menschen freisprechen, weil dieser nur in Ausübung seiner Tätigkeit gehandelt hat oder hätte das menschliche Gewissen und die moralische Verpflichtung siegen müssen? Eine Frage, die kaum einer beantworten kann, am wenigsten Michael Berg.
    Der Autor hat mit aller Eindringlichkeit diese Frage nach der Schuld oder Unschuld von allen Seiten beleuchtet und fordert vom Leser eine ebensolche Betrachtung. Jeder wird wohl selbst für sich klären müssen, wie er gehandelt hätte. Mich hat die Geschichte um Hannah und Michael zutiefst berührt und bewegt.
    Es bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen.
    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2009.
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  • Rezension zu Der Vorleser

    Meine Meinung:
    Viel wurde schon geschrieben über das Buch und es gibt dem wenig hinzuzufügen dem Inhalt nach, ich gebe hier nur noch meine Meinung wieder, wieso ich das Buch toll fand und es zu meinen TOP-Büchern aufgenommen habe. Interessanterweise ist es mal wieder eine sehr kurze Geschichte, mit wenig Seiten, aber auch diesesmal spielt sich auf den wenigen Seiten sehr interessantes ab. Ich habe das Buch nicht in der Schule gelesen und dementsprechend auch nicht wortdetailiert mich damit auseinander gesetzt, aber die Liebe die sich zwischen den beiden anbahnt ist schon sehr interessant beschrieben, vor allem aus der Sicht des Jungen. Das fand ich schon interessant, für mich persönlich sind die Symphatien für Hanna auch relativ schnell weg gewesen, denn auch wegen ihrer "Behinderung" musste ihr klar gewesen sein, das diese Liebe auf gar keinen Fall klar geht. Das andere mit dem vorlesen fand ich schon nachvollziehbar und auch den Übergang vom Autor von der Liebesgeschichte zum tragischen Teil, ist mehr als gelungen. Der Film steht bei mir noch aus zum gucken, aber schriftlich ist es schon sehr gut. Interessant auch für mich das ich das Buch so interessant fand, denn ich stufe dieses Buch mal als Klassiker ein. Und diese Klassiker sind meist eher nichts für mich. Vielleicht ist es auch etwas hochgesteckt dieses Buch als Klassiker zu sehen, aber da es gern auch in der Schule als Schullektüre genommen wird und das Cover auch irgendwie auf mich den Eindruck macht das es ein Klassiker ist, denke ich schon das man es als Klassiker sehen kann. Ich finde das Ende ist auch gut gewählt und sicherlich kann man über das Buch auch vortrefflich diskutieren gerade auf die Liebe hin oder auf Schuld, Sünde und Vergebung oder halt Nichtvergebung.
    Ein klasse Buch welches volle Punktzahl von mir bekommt:
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  • Rezension zu Der Vorleser

    Ich bin beeindruckt, was man nicht alles in ein Büchlein von knapp 200 Seiten packen kann.
    Was wie eine Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem Drama und auch Trauma für Michael Berg.
    Das Erlebnis einer großen Liebe, von der er für seine Persönlichkeit sehr profitiert und die er dennoch verleugnet wird gefolgt vom Schuldgefühl, verantwortlich für das plötzliche Verschwinden der Frau zu sein.
    Das Wiedersehen im Gerichtssaal lässt diese alten Schuldgefühle wieder auflodern, doch auch hier kann sich Michael Berg nicht überwinden, aus seinem Schatten zu treten, selbst als ihm klar wurde, dass offensichtlich Ungerechtigkeit geschieht.
    Michael wird als der klassische Mitläufer charakterisiert. Obwohl er die Ungerechtigkeit erkennt, wagt er es nicht, aufzustehen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Lieber den Mund halten, lieber verleugnen und irgendwelche Ausflüchte, Rechtfertigungen und Ausreden suchen.
    Eine Unmenge von Themen wird in diesem Buch behandelt. Es geht um persönliche Schuld genauso wie um kollektive Schuld, es geht um Mitläufertum, um Vergangenheitsbewältigung genauso wie um Verantwortungsgefühl und Zivilcourage, um Opfer und Täter.
    Das Buch bietet Ansätze für alle möglichen Diskussionen und ich kann sehr gut verstehen, dass es immer öfter als Schullektüre angeboten wird.
    Dem Vorwurf, Bernhard Schlink würde in diesem Buch das Mitläufertum verharmlosen, kann ich nur bedingt zustimmen.
    Die unbewältigte Vergangenheit und auch seine Feigheit liegen wie ein Schatten über dem Leben des Michael Berg. Er flüchtet in eine Ehe, die unglücklich verläuft, er findet keinen Beruf, der ihn ausfüllt und immer wieder sucht er nach Rechtfertigungen für sein Benehmen. Bis zuletzt schafft er es nicht, Zivilcourage zu zeigen und wird deshalb seines Lebens nicht mehr froh.
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  • Rezension zu Der Vorleser

    Bei Amazon kopiert:
    Buch der 1000 Bücher
    Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
    Der Vorleser
    OA 1995 Form Roman Epoche Moderne
    In dem zuerst in den USA erschienenen Roman, in dessen Mittelpunkt eine seltsame Liebesgeschichte steht, setzt sich Bernhard Schlink – auch aus rechtsphilosphischer Sicht – mit der Judenvernichtung im »Dritten Reich«, der Schuldfrage und dem Generationenkonflikt in den 1950/60er Jahren kritisch auseinander.
    Inhalt: Der 15-jährige Gymnasiast Michael Berg lernt Ende der 1950er Jahre in Heidelberg Hanna Schmitz kennen. Die 20 Jahre ältere Straßenbahnschaffnerin kümmert sich um ihn, als ihm, an Gelbsucht erkrankt, auf dem Nachhauseweg übel wird. Wieder gesund besucht er sie und erlebt mit ihr seine erste Liebe. Bald entwickelt sich während der heimlichen Treffen in ihrer Wohnung ein Ritual, das der zunächst rein körperlichen Beziehung eine seelische Dimension gibt: Michael muss Hanna, über deren Vergangenheit er nur wenig erfährt, stets vor dem Liebesakt vorlesen.
    Eines Tages verschwindet Hanna spurlos aus der Stadt. Erst Jahre später sieht er sie als Jurastudent in einem Auschwitz-Prozess wieder, wo sie mit anderen ehemaligen KZ-Aufseherinnen unter Anklage steht. Im Gerichtssaal findet Michael die lang gesuchte Erklärung für Hannas ungeschickte Verteidigung und für viele ihrer Handlungen: Sie ist Analphabetin, verheimlicht dies aus Scham auch im Prozess und wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihre Mitangeklagten, die ihr die Hauptschuld für ein grauenhaftes, schriftlich dokumentiertes Verbrechen zugeschoben haben, erhalten nur geringe Freiheitsstrafen.
    Michael, der sich mitschuldig fühlt, schickt ihr regelmäßig Kassetten ins Gefängnis, die er mit Weltliteratur besprochen hat. Anhand der Kassetten lernt Hanna autodidaktisch lesen und schreiben und beginnt sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinander zu setzen. Nach 18 Jahren Haft nimmt sie sich kurz vor ihrer Entlassung das Leben.
    Wirkung: Mit seinem Roman gelang Schlink ein internationaler Sensationserfolg, wie ihn die deutsche Gegenwartsliteratur seit dem Erscheinen R Der Blechtrommel von Günter Grass nicht mehr erlebt hatte. Der Vorleser, der in 27 Sprachen übersetzt eine Millionenauflage erreichte und mit zahlreichen Preisen (u. a. Prix Laure Bataillon, Ehrengabe der Heinrich Heine-Gesellschaft) ausgezeichnet wurde, prägte wesentlich das Deutschlandbild im Ausland. C. H.
    Kurzbeschreibung
    Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.
    Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder.Auf dem Nachhauseweg gerät der fünfzehnjährige Michael Berg in eine heikle Situation. Eine Frau, Mitte Dreißig, kümmert sich um ihn. Später...
    Meine Meinung:
    Ich bin es ja gewöhnt, dass die Sprache in Büchern eigentlich nie mit Th. Mann mithalten kann. Das zur Sprache.
    Zur Thematik: Ich bin unvorbereitet in den „Vorleser“ eingetaucht, ich hatte keine Ahnung worum es geht, und war vom ersten Teil sehr überrascht, da es sich ja um Schullektüre handelt. (Zu meiner Zeit hätten wir so was nie im Leben gelesen; reine Mädchenklasse und sehr konservativ). Erst im zweiten Teil offenbarte sich dann, warum „Der Vorleser“ Pflichtlektüre ist. Die Auseinandersetzung von Schuld und Scham im Vergleich zu , ist Schlink sehr gut gelungen. Diese Brücke, die er aufschlägt, um Schuld und Sühne nachvollziehbar zu machen, ist fast schon genial, man bekommt einen besseren Zugang zur Problematik.
    Nein, ich konnte das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, immer wenn ich über dieses Thema lese, verfalle ich in Schwermut, und muss das Buch häufig beiseite legen.
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Ausgaben von Der Vorleser

Taschenbuch

Seitenzahl: 132

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 208

Hörbuch

Laufzeit: 00:05:00h

E-Book

Seitenzahl: 201

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