Die Totengräberin

Buch von Sabine Thiesler

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Totengräberin

»Mein Liebster, schlaf gut. Schlaf für immer.« Wenn einer den anderen betrügt, ist das Leben zu Ende. Das hat sie schon als Kind gelernt. Und deshalb steht ihr Entschluss fest: Sie kann ohne ihn nicht leben, aber sie kann vor allem mit ihm nicht mehr leben. Es ist ein warmer Sommermorgen in der Toskana. Heute soll er sterben. Sie hat alles vorbereitet, er wird nichts spüren. Jedenfalls nicht in den ersten Minuten.
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Serieninfos zu Die Totengräberin

Die Totengräberin ist der 3. Band der Commissario Donato Neri Reihe. Sie umfasst 13 Teile und startete im Jahr 2006. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2023.

Über Sabine Thiesler

Im Jahr 1957 wurde die deutsche Schriftstellerin Sabine Thiesler in Berlin geboren. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaften und nahm zeitgleich Schauspielunterricht. Mehr zu Sabine Thiesler

Bewertungen

Die Totengräberin wurde insgesamt 58 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Totengräberin

    „Die Totengräberin“ ist der zweite Band um Commissario Neri, dessen Handlung wie schon beim ersten Buch in der Toskana angesiedelt ist. Obwohl es wieder viele Punkte gibt, die mir nicht so gut gefallen haben, fand ich den vorliegenden Krimi etwas besser als seinen Vorgänger.
    Statt einer Vorgeschichte wird der Leser im ersten Kapitel sogleich mit Magdas Plan und dem Mord an Johannes konfrontiert. Zunächst war ich dadurch etwas irritiert, doch dann wuchs die Spannung auf das, was noch kommen mochte, z. B. darauf, ob die Polizei oder jemand anders den Leichnam finden würde, wie lebt Magda mit der Schuld weiter, wird es noch mehr Opfer geben usw. Alle Fragen wurden im Verlauf des Krimis beantwortet, wenn auch meistens auf eine Weise mit der ich nicht gerechnet habe. Was zunächst zur Verschleierung von Johannes‘ Abwesenheit diente, nämlich dass er sich in Rom aufhielte und dann plötzlich spurlos verschwunden sei, wird für Magda zur Realität. Im Laufe der Zeit entwickelt sie eine derart starke Psychose, dass sie tatsächlich glaubte, ihrem Mann sei etwas zustoßen. Doch Magda ist nicht erst seit ihrer Tat psychisch belastet, denn Erlebnisse in ihrer Vergangenheit, die erst nach und nach ans Licht kommen, beweisen, dass ihre Seele vor langer Zeit tief verletzt wurde. Die Geschichte fand ich ziemlich unglaubwürdig, doch trägt der allgemeine Zustand dazu bei, Magdas Verhalten nachvollziehen zu können. Da die menschliche Psyche oft unbegreiflich ist, fand ich den psychischen Aspekt des Krimis glaubwürdig und sehr interessant zu verfolgen.
    Die Figuren selbst fand ich teils flach, teils zu klischeebehaftet. Lukas‘ Verhalten, allgemein blind vor Liebe, aber vor allem in Bezug auf die Fotos und seine weiteren Entdeckungen ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Charakter des Kritikers Stephano Topo trieft regelrecht vor Klischees und war mir unsympathischer als Magda und Lukas zusammen, weshalb mich sein Ableben kaum getroffen hat. Auch mit Commissario Donato Neri kann ich mich immer noch nicht anfreunden. Für mich hat der Mann schlichtweg den falschen Beruf. Für Verbrecher wäre sein Zuständigkeitsbereich das wahre Paradies, so wenig Spürsinn wie er besitzt. Selbst seine Frau beweist mehr Kompetenz im Bereich der Verbrechensbekämpfung wie er. Glücklicherweise spielt Neri nur eine Nebenrolle, denn sonst hätte ich dieses Buch wohl abgebrochen.
    Sprachlich ist die Geschichte einfach gehalten, wodurch sie sich schnell und flüssig lesen lässt. Die Spannung ist zwar nicht überragend, aber durchgehend auf einem konstanten Niveau vorhanden, sodass das Interesse beim Leser stets wach gehalten wird. Einzig und allein die oberflächlichen Charaktere stören mich an Sabine Thieslers Romanen, die ich bisher gelesen habe.
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  • Rezension zu Die Totengräberin

    Sabine Thieslers Schreibstil kann man gut lesen, deswegen habe ich bei meinem zweiten Versuch mit diesem Buch auch nicht lange gebraucht, um es zu beenden. Die Kapitel sind ebenfalls kurz, und auch das gefällt mir bei Thrillern, vor allem dann, wenn unterschiedliche Erzählperspektiven eingenommen werden.
    Doch nun zum Inhalt. Am Anfang fand ich den Thriller noch interessant, er beginnt ziemlich direkt mit dem Mord und erläutert im weiteren Verlauf dann die Hintergründe und erzählt gleichzeitig weiter, was dieser Mord für weitere Ereignisse nach sich zieht. Das ist nicht schlecht gemacht, aber leider wird die Geschichte irgendwie immer abstruser. Mir hat außerdem irgendeine Figur gefehlt, die ich mal hätte mögen können. Magda kommt nicht in Frage, auch ihr Schwager Lukas nicht – welcher Bruder denkt denn so ziemlich als erstes, wenn sein Bruder verschwunden ist, daran, ob mit ihm und dessen Ehefrau noch was gehen könnte? Nun gut.
    Dass Magda Briefe an ihren Sohn schreibt und dass sich daraus später noch ein weiterer Handlungsstrang ergibt, fand ich auch gut. Aber mehr und mehr wurde das doch alles ziemlich unglaubwürdig. Mich würde mal interessieren, ob es so eine Psychose, wie Magda sie haben soll, überhaupt gibt, oder ob die Autorin sich hier einfach ein bisschen was zurechtgebogen hat, denn die Erklärungen für Magdas Verhalten sind dann doch immer etwas einfach.
    Es ist schwer, das zu erklären, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten, aber insgesamt kann man sagen, Magda ist als Figur sehr unglaubwürdig und auch das Verhalten der Eltern von Johannes konnte ich überhaupt nicht glauben. Lukas schien mir am Anfang noch halbwegs zurechnungsfähig, doch zum Ende hin hatte ich immer mehr das Gefühl, wenn es zwei Möglichkeiten gibt, sich zu verhalten, eine passende und eine unpassende – Lukas würde sich unpassend verhalten. Dann gibt es anfangs noch besorgte Nachbarn und die Frau von Kommissar Neri, die etwas mitermitteln oder sich fragen, was los ist, aber all das verschwindet irgendwann sang- und klanglos. Sehr merkwürdig.
    Das Ende passt zwar irgendwie, und ist prinzipiell auch so konzipiert, wie ich es bei Krimis liebe, aber auch hier war alles etwas sehr übertrieben und einfach nicht wirklich glaubhaft.
    Es gibt tolle Bücher von Sabine Thiesler – “Die Totengräberin” gehört für mich leider nicht dazu.
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  • Rezension zu Die Totengräberin

    Klappentext:
    Magda und Johannes haben sich mit ihrem Haus in der Toskana einen Traum erfüllt. Sie verbringen dort jedes Jahr mehrere Wochen und sind im Dorf bei den Einheimischen gut integriert. Doch in diesem Sommer ist alles anders: Magda fährt allein voraus und wartet auf ihren Mann, der ein paar Tage später aus Berlin nachkommen will. Sie weiß, dass er die Zeit bei Carolina, seiner Geliebten, verbringt. Magda ist nicht mehr bereit, dies zu ertragen. Johannes hat ihre Liebe zerstört, und jetzt ist die Zeit ihrer Rache gekommen. Sie geht ihren mörderischen Plan immer wieder in allen Einzelheiten durch und empfindet dabei unglaubliche Ruhe und tiefe Zufriedenheit. An einem warmen Sommermorgen tötet sie ihren Mann, vergräbt ihn und meldet ihn als vermisst. Als ihr Schwager Lukas zu Besuch kommt, eskaliert die Situation. Er liebt Magda und erkennt erst viel zu spät, in welch tödlicher Gefahr er sich befindet.
    Nach "Der Kindersammler" und "Hexenkind" ist dies Sabine Thieslers dritter Krimi. Wieder spielt er bei Deutschen in der Toscana, aber einzig verbindendes Glied ist der erfolglose Polizist Neri, der bereits seit dem ersten Buch davon träumt, wieder nach Rom zurück versetzt zu werden. Dafür braucht er allerdings einen spektakulären Fall, denn die bisherigen hat er in den Sand gesetzt.
    Weil dieser Neri jedoch nur eine unwichtige Nebenrolle spielt, ist es egal, welches Buch man zuerst liest.
    Ich empfehle: Dieses nicht.
    Der Klappentext lässt vermuten, dass das Buch mit der Vorgeschichte zum Mord beginnt; es steigt jedoch mit der Mordszene ein. Der Plot ist nicht schlecht, ein paar überraschende Momente, aber es gibt nichts, was nicht andere Autoren früher schon spannender und eingängiger geschrieben hätten. Die Figuren sind flach, eindimensional und leblos.
    Magda wird eine Art Küchenpsychologie übergestülpt, um ihr sonderbares Verhalten zu erklären.
    Der Karrierist Stefano Topo, Kulturjournalist, ist durch und durch ein Fiesling, er verreißt Bücher, die er nicht gelesen hat, und Theaterstücke, weil die Hauptdarstellerin auf seine Avancen nicht reagiert; der Tod seiner Mutter ist nur ein blöder Termin, den er nicht eingeplant hat, usw.
    Lukas verhält sich, vor allem im letzten Drittel, dumm und einfältig - natürlich aus lauter Liebe.
    Die Atmosphäre des Dorfes, seine Einwohner, die Küche und der Kaffee in der Bar verbinden sich zu einem Dolce Vita, wie es ein Urlauber in einem Paradies-Italien erwarten darf.
    Passend zum Inhalt: Die Sprache. Wie schon in den ersten beiden Krimis sind Thieslers Sätze einfach, überschaubar und lesen sich flüssig herunter. Hier hat sie zugelegt in Richtung Umgangssprache, Beziehungsfehler und steife Dialoge.
    Mir hats gar nicht gefallen:
    ACHTUNG: Die Produkt-Beschreibung aus der Amazon-Redaktion verrät den gesamten Inhalt, sogar die Überraschungen im Detail, bis auf den Schluss.
    Marie
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Ausgaben von Die Totengräberin

Taschenbuch

Seitenzahl: 528

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 512

E-Book

Seitenzahl: 513

Besitzer des Buches 195

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