Chronik eines angekündigten Todes

Buch von Gabriel García Márquez

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Chronik eines angekündigten Todes

Ironisch, komisch, zärtlich und grausam. Eine ›klassische‹ Erzählung von weltliterarischem Format des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Ein ganzes Dorf feiert Hochzeit. Es ist ein rauschendes Fest. Doch noch in der Nacht schickt der Bräutigam die Braut zurück ins Elternhaus. Sie war nicht mehr unberührt. Um die befleckte Ehre ihrer Schwester wieder herzustellen, ziehen die Brüder der Braut noch in derselben Nacht los, mit geschliffenen Messern. Der mutmaßliche »Täter« Santiago Nasar muss sterben. Die Apathie eines ganzen Dorfes und eine Reihe unglücklicher Zufälle weben das Netz der Fatalität, aus dem es für das Opfer kein Entrinnen mehr gibt.
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Bewertungen

Chronik eines angekündigten Todes wurde insgesamt 27 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Chronik eines angekündigten Todes

    Inhaltlich ist die Geschichte ja recht einfach, zu etwas Besonderem wird sie aber, zumindest in meinen Augen, wenn Gabriel Garcia Marquez sie erzählt. In seiner unvergleichlichen Art lässt er seiner Fantasie freien Lauf, erfindet märchenhaft anmutende Figuren und verbindet alles miteinander zu einem fantastischen Kunstwerk.
    Allerdings glaube ich, dass die reale Grundlage für diese kurze Erzählung durchaus in der kolumbianischen Heimat des Nobelpreisträgers zu finden ist (oder war). Blutrache ist ja kein seltenes Thema in der Literatur, und bei dieser Geschichte hatte ich den Eindruck, dass Marquez nichts anderes wollte, als zu zeigen, wie das Schicksal in einer eingeschworenen Gemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln lebt, unerbittlich seinen Lauf nimmt. Prinzipiell will keiner der Dorfbewohner wahrhaben, dass etwas Schreckliches passieren wird, und auch den Rächern der Ehre ihrer Schwestern wäre wohl lieber gewesen, die Braut wäre unbefleckt in diese Ehe gegangen. Und doch läuft alles nach einem uralten, ungeschriebenen Gesetz ab. Jeder spielt seine Rolle, wie es hier sicher seit Jahrhunderten üblich ist, ein Entrinnen ist ganz und gar unmöglich, ein Abwenden des Unvermeidlichen undenkbar.
    Marquez erzählt so spannend und mitreißend, haucht seinen Protagonisten so viel Leben ein, verliert sich auf wunderbare Weise in so vielen Details, dass ich zwischendurch fast vergessen hatte, dass es ja um unerbittliche Rache geht. Obwohl von Anfang an absehbar ist, wie die Geschichte endet, habe ich dennoch bis zum Schluss auf ein Wunder gehofft - und war doch nicht enttäuscht, als es nicht eintraf.
    Wer sich ganz große Literatur auf ganz wenigen Seiten zu Gemüte führen will, dem sei dieses Büchlein wärmstens empfohlen.
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  • Rezension zu Chronik eines angekündigten Todes

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:
    In diesem Buch wird die Geschichte von einem Drama erzählt, das hätte verhindert werden können, aber keiner tat es.
    Eine Braut wird noch in der Hochzeitsnacht zu ihrem Elternhaus zurückgebracht, weil sie keine Jungfrau mehr ihre. Ihre Brüder sinnen auf Rache und warten bis zum Morgengrauen auf den Mann, der ihr die Unschuld geraubt habt, Santiago Nasar! Jeder aus dem Dorf weiß schon nach wenigen Minuten, das sein Leben in Gefahr ist. Aber durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wird er zu spät gewarnt.
    Mein Fazit: Gabriel García Márquez schafft es, mit wenigen Seiten ein Drama zu beschreiben, das den Leser fesselt. Dramatisch und mit einem Hauch von Ironie wird dieses Ereignis erzählt, das nur wenige Stunden eines Lebens umfaßt. Dabei weiß der Autor zu jeder genannten Person eine kurze Geschichte zu erzählen und gibt somit einen verständlichen Hintergrund des Dramas. Zugegeben, die vielen Namen verwirrten mich schon zuweilen!
    Márquez hat immer wieder sehr lange Sätze forumliert, die derart ineinander verschachtelt sind, das man sie schon sehr aufmerksam lesen muss. Auch das kann dann doch schon etwas verwirren, aber die Art, wie er es tut, ist besonders interessant und zeugt von hoher Schreibkunst.
    Ein Buch, das ich vor Jahren schon einmal gelesen habe und des Re-Read nicht bereut habe. Ich habe den Film dazu auch schon gesehen und hoffe, das ich dieses Film-Vergnügen irgendwann noch mal haben werde!
    Veröffentlicht am 04.10.08!
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  • Rezension zu Chronik eines angekündigten Todes

    In der Nacht nach dem rauschenden Hochzeitsfest schickt Bayardo San Román seine schöne Braut nach Hause zurück. Es ist mit seiner männlichen Ehre unvereinbar, daß Angela Vicario nicht mehr unberührt war. Als ihre Brüder sie zwingen, den Namen des ersten Mannes in ihrem Leben zu nennen, gibt das Mädchen eine Antwort, die dem jungen Santiago Nasar Verderben bringt. Denn Pedro und Pablo fühlen sich wiederum durch ihre männliche Ehre verpflichtet, ihn büßen zu lassen. Bald weiß das ganze Dorf von dem Mordplan. Nur das Opfer - schuldig oder unschuldig - bleibt ahnungslos. Die Mörder können nicht mehr zurück. Schreitet niemand ein? Auch der Priester nicht? - "Nachher waren sie alle nicht schuld, konnten sie alle nicht verhindern, was geschehen ist. Um diese Schuld aller, auch derer, die guten Willens waren, die lieber nicht gemordet hätten wie die Brüder Pedro und Pablo, geht es", schrieb Walter Boehlich im "Spiegel".
    In gewisser Weise ist der Roman irritierend. Ganz zu Anfang hatte ich erwartet einen Kriminalroman in der Hand zu haben, einen der Klarheit schafft, was den Mord angeht. Womöglich hätte ich die Kurzbeschreibung lesen sollen - dann hätte ich mir vielleicht das Vergnügen geraubt das zu glauben. Aber auch so, als klar war, dass dieser Roman das nicht ist - sondern, dass er die Beziehungen eines Dorfes aufdeckt - das die Täter deckte, dass es quasi ein kleines Sittengemälde ist, hat sich meine Irritierung nicht gelegt. Irgendwie erwartete ich zu erfahren, wer denn nun der Schuldige war und die Unschuld raubte. Irgendwann wurde auch das erledigt: man wird es nie erfahren. Und ich erwartete zu erfahren, warum keiner das Opfer rettete und warum er vor der eigenen Haustür verblutete. Es war einfach eine Kette von Zufällen. Gewissermaßen ist also das Verbrechen losgelöst von der Tat, von dem Hintergrund der diese Tat erzwang ("Ehrenmord" gibts & gabs ja auch bei Christen) und so der Roman, nur der Roman über ein Unglück.
    Worüber ich mir nicht so klar bin und gerne auch die Meinung anderer Leser hören würde: schwingt da nicht so nen bisschen als Motiv Rassismus mit? Mord an einem exponierten Mitglied einer Minderheit - weil gerade eben so nen Anlaß gefunden wurde?
    Der Roman bietet zwar keine Spannung - der Titel ist ja Programm - aber hinterlässt & stellt wohl genügend Fragen. Dennoch; so ganz begeistert er mich nicht - allerdings reizt er mich durchaus zum nochmals lesen: allerdings auf Spanisch.
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Ausgaben von Chronik eines angekündigten Todes

Taschenbuch

Seitenzahl: 128

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 144

Hörbuch

Laufzeit: 00:03:05h

E-Book

Seitenzahl: 149

Chronik eines angekündigten Todes in anderen Sprachen

  • Deutsch: Chronik eines angekündigten Todes (Details)
  • Englisch: Chronicle of a Death Foretold (Details)
  • Spanisch: Cronica de Una Muerte Anunciada (Details)

Besitzer des Buches 86

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