Eine Insel

Buch von Terry Pratchett

  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Eine wunderbare, sehr philosophische Geschichte mit viel Pratchett-Humor - ein großartiges Lesevergnügen.
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Zusammenfassung

Über Terry Pratchett

Sir Terence David John Pratchett war ein britischer Schriftsteller von Fantasy Romanen, der 1948 in Beaconsfield in Buckinghamshire geboren wurde. Schon im Alter von 13 Jahren verfasste er seine erste Kurzgeschichte, die in einer Schülerzeitung veröffentlicht wurde. Mehr zu Terry Pratchett

Bewertungen

Eine Insel wurde insgesamt 37 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Meinungen

  • Eine wunderbare, sehr philosophische Geschichte mit viel Pratchett-Humor - ein großartiges Lesevergnügen.

    Hirilvorgul

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Eine Insel

    Was für ein wunderbarer Roman! Pratchett ist immer philosophisch, aber in dieser Geschichte tritt es sehr deutlich zutage.
    Ein Junge, der glaubt, dass er es noch nicht geschafft hat, zum Mann zu werden und ein gut erzogenenes Mädchen aus adligen Kreisen - beide allein nach einer Flut auf einer abgelegenen Insel zurückgeblieben bzw. gestrandet. Der eine versucht, die Reste seiner Welt irgendwie zusammenzuhalten und die andere lernt sehr schnell, dass selbstständiges Denken in Notsituationen wichtiger ist, als gutes Benehmen. Die beiden treffen aufeinander und lernen miteinander, die Welt zu verstehen und zu beherrschen, nein - besser heißt es wohl "sie zu meistern". Wie ihnen das gelingt, wie die richtigen Fragen zu interessanten Antworten und Erkenntnissen führen - bei den Protagonisten wie auch beim Leser - und wie all das mit feinem Pratchett-Humor gewürzt wird ... es ist ein großes Vergnügen.
    Und ich finde, dass dies keineswegs ein Buch über Religion und Glauben ist, auch wenn Mau so einige Diskussionen mit seinen Vorfahren, einen hilflosen Priester und sich selbst über die Existenz der Götter und ihre Absichten führt. Es ist ein Buch über Fragen, Erkenntnisse und Ideen darüber, was den Menschen zum Menschen macht und wie gut es sein kann, mal den Horizont zu erweitern (auch wenn Daphne das für eine wissenschaftlich völlig abwegige Vorstellung hält )
    Für mich eins der Highlights dieses Lesejahres mit vollen
    So einfach, wie bestechend logisch. Aber was für eine Erkenntnis für einen jungen Mann, dessen Welt bisher aus ein paar Inseln bestand. Und vielleicht auch eine Wahrheit, die wir uns in übertragenem Sinne immer wieder mal vor Augen halten sollten, wenn wir zu neuen Ufern aufbrechen.
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  • Rezension zu Eine Insel

    Durch eine riesige Welle werden sämtliche Bewohner von Maus Heimatinsel getötet, Mau selbst überlebt nur, weil er sich auf einer anderen Insel aufhielt. Durch die selbe Welle wird das Schiff „Sweet Judy“ auf der Insel angespült, auch auf ihr gibt es nur eine Überlebende: Ermintrude Fanshaw, eine junge englische Adelige. Nach und nach landen Überlebende auf der Insel, alle müssen versuchen, mit der Katastrophe fertig zu werden und ihr Leben weiter zu leben.
    Ein ungewohnt ernster Roman Terry Pratchetts, dem selbst eine persönliche Katastrophe wiederfuhr, als bei ihm 2007 Alzheimer diagnostiziert wurde. „Eine Insel“ wurde im Original 2008 veröffentlicht, ich habe mich beim Lesen mehrmals gefragt, ob der Autor hier auch seine eigene Trauer verarbeitet.
    Vor allem Mau, der alles verloren hat, muss neben dem Überleben auch viel Trauerarbeit leisten. Der Roman nimmt das sehr ernst, bietet aber auch Hoffnung und macht Mut. Mau meistert sein Leben mit Einfallsreichtum, Nichtaufgeben, Mut, Verantwortungsbewusstsein (auch für andere), gleichzeitig stellt er auch manche überkommene Traditionen in Frage. Hier hat mich der Roman auch immer wieder an die Tiffany-Weh-Romane erinnert, die immer ernster wurden und vor allem auch zunehmend schwierigere Themen anpackten.
    Trotz all der ernsten Töne gibt es auch humorvolle Passagen, vor allem rund um Ermintrude, die sich nun Daphne nennt, denn dieser Name hat ihr schon immer besser gefallen und auf der Insel kennt niemand ihren richtigen Namen. Sie, die viktorianisch erzogen wurde, muss auf der Insel ihre ganze Erziehung in Frage stellen. Allerdings war sie schon immer sehr wissensdurstig, was in ihrer Kindheit von ihrem Vater unterstützt wurde, so dass es ihr letztlich nicht wirklich schwer fällt. Trotzdem gibt es zwischen ihr und Mau einige kulturelle Missverständnisse, die einen schmunzeln lassen.
    Viktorianische Erziehung? Spielt der Roman etwa in der realen Welt? Ein kurzer Blick auf die abgedruckte Weltkarte lässt das zunächst vermuten, ein zweiter dann nicht mehr: „Wiedervereinigte Staaten“? „Großer Südlicher Peleagischer Ozean“? „Hinter- und Vorderaustralien“? Ganz offensichtlich befinden wir uns in einem Paralleluniversum, das aber dem unseren sehr ähnlich ist, Vieles kommt einem sehr bekannt vor.
    Pratchett findet sich ausgesprochen gut in die Gefühlswelt seiner jungen Protagonisten ein, aus deren Perspektive der Roman fast durchgehend erzählt wird. Besonders gut gelungen sind ihm Maus Gefühle, als er nach Hause kommt und das Ausmaß der Katastrophe erkennt, sich aber (noch) nicht seiner Trauer hingeben kann, da er sich erst noch um die Toten kümmern muss.
    Das Buch ist äußerst liebevoll gestaltet, neben der schon erwähnten Weltkarte (die übrigens hinten auf dem Kopf steht, was erst durch die Lektüre des Romans verständlich wird …), und einer Karte der Insel, gibt es zu jedem Kapitel eine passende Illustration, und auch das Cover passt sehr gut zum Roman. Terry Pratchett liefert ein Nachwort und natürlich gibt es auch (wenn auch nicht ganz im üblichen Maß) seine typischen Fußnoten. Das letzte Kapitel blickt, von der Erzählung aus gesehen, in die Zukunft und beantwortet letzte offene Fragen.
    Ein sehr gelungener Roman für Jugendliche und Erwachsene, der zum Nachdenken anregt und Mut macht. Ich wünsche dem Roman viele Leser und empfehle ihn uneingeschränkt. Für Terry-Pratchett-Fans, die vorwiegend seine Scheibenwelt-Romane lesen, dürfte der Roman zunächst etwas ungewohnt sein, doch, wer dranbleibt, wird auch hier den Autor wiederfinden.
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  • Rezension zu Eine Insel

    Wäre das Buch nicht von Pratchett gewesen, hätte ich es nicht gekauft bzw. gelesen. Und ich hätte sicherlich auch etwas verpasst:
    Eine schöne, stimmungsvolle Erzählung, die mit den typischen Merkmalen seiner Erzähl- und Fabulierkunst daherkommt. Allerdings muß ich ausdrücklich dem zustimmen, was weiter oben bereits erwähnt wurde, hier ist Pratchett leiser, nicht so knallig und verrückt wie in den Scheibenwelt-Romanen, sondern in feineren und sensibleren Tönen. Philosophisch und ironisch kommt er allerdings wie gehabt daher, seine Phantasie blitzt immer wieder auf, wenn es um Ideen zum Geschichtsverlauf und Beschreibungen der exotischen Welt des pelargischen Ozeans geht. Die Charaktere muss man einfach mögen, so symphatisch und liebevoll sind sie gestaltet. Sowohl Mau und Daphne, als auch die zahlreichen anderen Gestalten, die im Verlaufe der Geschichte eine Rolle spielen.
    Um was es geht, ist in den Inhaltsangaben vorher bereits genug erwähnt worden, so dass ich mit einem Satz den Kern des Buches zusammenfassen möchte (natürlich mit den Worten des Autors): "Der Glaube ist etwas, das nur schwer zu glauben ist, nicht wahr ?"
    Um diesen Zweifel begleitet von allen ideologischen und ganz konkreten Aufgaben, die eine Gemeinschaft in der (Neu)entstehung prägt drehen sich die knapp 450 Seiten der Erzählung.
    Fazit: Eine schöne Geschichte aus der Feder eines phantastischen Erzählers unserer Zeit, die mir gute wert ist.
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  • Rezension zu Eine Insel

    Obwohl Terry Pratchett hier ein Paralleluniversum geschaffen hat – der Ort und die Insel sind seiner Fantasie entsprungen – scheint seine Erzählung so wahr und unmittelbar, dass einen das Buch schon nach ein paar wenigen Seiten nicht mehr loslässt.
    Terry Pratchett beleuchtet in „Eine Insel“ unsere Kultur durch die Augen Maus, eines ‚Wilden‘. Es macht unheimlich viel Spaß, sich selbst auf diese Weise zu betrachten, halten die Inselbewohner uns ‚Hosenmenschen‘ im Großen und Ganzen wohl schlichtweg für verrückt. Zudem gelingt es Pratchett vorzüglich, die sprachlichen Schwierigkeiten vor allem zwischen Mau und Daphne darzustellen, wobei sie sich anfangs durch Strichmännchen im Sand Abhilfe schaffen, die im Buch auch abgebildet sind. Und genau hier zeigt sich auch der Humor von Terry Pratchett, den man von seinen fantastischen Scheibenwelt-Romanen gewöhnt ist, nur etwas leiser.
    Die beiden Hauptprotagonisten hinterfragen in dieser Ausnahmesituation, was sie in ihren unterschiedlichen Erziehungen, als unumstößliche Wahrheit beigebracht bekommen haben.
    Mau zweifelt an den Göttern und verletzt Tabus. Daphne hingegen befreit sich aus den Zwängen, die ihr die Etikette der adligen Herkunft auferlegt haben.
    Nichts, was Pratchett schreibt, ist belanglos. Nichts, ist Zufall, alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht.
    Dazu gehören eine eigene, faszinierene und manchmal auch komische Tierwelt (allen voran die eigenwilligen „Großvatervögel“ oder die „Baumkrake“) wie auch die Kultur und die Umgebung der Menschen. Oder auch die Tatsache, dass einhundertachtunddreißig von Daphnes Verwandten das Zeitliche segnen müssen, damit sie Prinzessin wird.
    „Eine Insel“ ist so reich an Geschichten und fesselnden Momenten, dass es noch zahlreiche Begebenheiten zu erwähnen gäbe.
    Trotzdem der Tod häufig thematisiert wird, kommt die Geschichte mit erstaunlich wenig Gewalt aus.
    Spannend ist sie trotzdem und das auch in einem Sinne, der einen immer mit dem Unerwarteten rechnen lässt.
    Ein ungewöhnlicher Terry Pratchett aber ein ganz wunderbarer!
    Gehört zu meinen besonderen Büchern und hat mehr als verdient.
    "Eine Insel" könnte durchaus ein lehrreiches Schulbuch sein.
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  • Rezension zu Eine Insel

    Es war nicht ganz einfach, die Geschichte einem Genre zuzuordnen. Bei dem Autoren würde man auf Fantasy tippen, aber ist "Glaube" Fantasy? Ich denke nicht ... Da die Geschichte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielt, habe ich es unter Historische Romane einsortiert.
    Aus der Amazon.de-Redaktion
    Eine Riesenwelle braust über eine Insel im Pelagischen Ozean hinweg. Nur zwei Halbwüchsige scheinen den gewaltigen Sturm zu überleben – Inselbewohner Mau sowie die Europäerin Daphne, deren Segelschiff von der Riesenwelle auf das Eiland geworfen wird. Auch wenn es sogleich ums nackte Überleben geht, steht der eigentliche Todeskampf erst noch bevor.
    Ähnlich wie Robinson und Freitag und ein wenig wie Adam und Eva begegnen sich Mau und Daphne auf der fiktiven Inselkette am anderen Ende der Welt. Umrahmt wird die Geschichte mit Versatzstücken aus der Realität. Denn es ist das England der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, von wo aus die „Hosenmenschen“ über die Meere fahren. Die Figurenwahl des Autors spricht sowohl Teenager als auch Erwachsene jeden Alters an, dem Leser begegnen selbst speiende Großvatervögel oder eine strenge Großmutter. So erweist sich Terry Pratchett als fesselnder Erzähler, der sehr schnell Fahrt aufnimmt und das Tempo weitgehend halten kann. Wer anfängt, sein Buch zu lesen, legt es jedenfalls so schnell nicht wieder weg, sondern will wissen, wie es weitergeht, wenn es in der Inselhöhle zu knistern und zu knacken beginnt.
    Nicht nur wenn ignorante koloniale Attitüden hinterfragt werden, brilliert der englische Geschichtenerzähler mit Witz und philosophischer Doppelbödigkeit, etwa wenn Mau vorgehalten wird: „Erst stampfst Du mit den Füßen und schreist heraus, dass es keine Götter gibt, und im nächsten Moment reckst du die Faust in den Himmel und beschimpfst sie dafür, dass sie nicht existieren.“ Kein Wunder also, dass Terry Pratchett nach der Schöpferin von Harry Potter, Joanne K. Rowling, derzeit als zweiterfolgreichster englischer Autor gilt. Und das beweist der Meistererzähler mit diesem königlichen Fantasy-Roman über ein mutiges Mädchen und einen Jungen, der versucht, die ganze Welt auf seinen Schultern zu tragen, einmal mehr eindrucksvoll. – Herwig Slezak
    Über den Autor (von Amazon.de kopiert)
    Terry Pratchett, geboren 1948, fand im zarten Alter von 13 Jahren den ersten Käufer für eine seiner Geschichten. Heute zählt der kleine Mann mit dem großen schwarzen Schlapphut zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und ist einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt. Seit 1983 schreibt er Scheibenwelt-Romane. Inzwischen widmet er sich ganz seiner Schöpfung, und seine Gemeinde wird täglich größer. Dabei ist er zweifellos der Autor mit dem skurrilsten ehemaligen Beruf: Er war jahrelang Pressesprecher für fünf Atomkraftwerke beim Central Electricity Generating Board. Nach eigener Auskunft hat er nur deshalb noch kein Buch darüber geschrieben, weil es ihm ja doch keiner glauben würde. Seinen Sinn für Realsatire hat der schrille Job jedenfalls geschärft. Ansonsten wohnt der Große Terry, wie ihn seine Fans zu nennen pflegen, mit seiner Frau Lyn in der englischen Grafschaft Wiltshire. Dort schreibt er an seinem nächsten Scheibenwelt-Roman oder diskutiert mit seinen Fans im Internet. Stefan Kaminski, geb. 1974 in Dresden, hat an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" sein Schauspielstudium absolviert. Der beliebte Sprecher ist vor allem durch seine Live-Hörspiele am Deutschen Theater Berlin und sein "Stimmen-Morphing" bekannt.
    Meine Meinung:
    Ich habe zuerst fast nicht in die Geschichte reingefunden. Die wunderbare Lesestimme von Stefan Kaminski hat mich durchhalten lassen und nach etwas 1,5 Stunden begann für mich das große Hörvergnügen. Zuerst denkt man, ah, eine neue Robinson-Geschichte. Aber Eine Insel ist viel mehr. Im Vordergrund steht immer wieder der Glaube, der Glaube an Gott? an Götter? an die Natur? an die Menschen? Daphne ist als einzige Überlebende auf der Insel gelandet und tritt Mau erst verschreckt und ängstlich gegenüber, sagt sich aber bald "Mach das beste aus der Sache und freunde Dich mit ihm an". Beide sprechen natürlich nicht die gleiche Sprache, was am Anfang ihrer Begegnung zu teilweise lustigen Erlebnissen führt. Für Mau ist sie ein "Hosenmensch", ein "Geistermädchen" und auch er hat zuerst Angst vor ihr ... doch die beiden freunden sich an. Nach und nach kommen weitere Überlebende auf die Insel, darunter auch ein Priester, der sagt, Mau habe keine Seele und wäre ein Dämonenjunge. Die Ureinwohner der Insel glauben an ihre Götter und Imo, der alles erschaffen hat und erscheinen auf den ersten Blick für uns Europäer sehr primitiv ... doch hinter ihren Göttern steckt viel mehr, was am Ende der Geschichte zu einer - wie ich finde - wundervollen Auflösung führt.
    Daphne ist besonders begabt im Umgang mit den Menschen und freundet sich schnell mit allen an. In ihr steckt viel Kraft und eine Gabe andere zu führen. Die Frauen der Ureinwohner verehren sie bald sehr und auch Mau kommt ihr immer näher. Doch die beiden sind noch sehr jung.
    Gefahr zieht auf, als noch andere "Hosenmenschen", böse Menschen auf die Insel kommen und die Kannibalen mitbringen. Werden Mau und Daphne es schaffen, die neuen Bewohner der Insel vor diesen Angreifern zu schützen? Kommt es zum Kampf oder siegt die Intelligenz? Sehr spannend ...
    Immer wieder taucht im Roman die Frage auf, welche Menschen denn nun die besseren sind. Die "ungebackenen" also die hellen Menschen oder die Ureinwohner der Inseln? Auch auf die Kolonialisierung hält Pratchett einen kritischen Blick. Werden die Bewohner der "Nation" (so heißt die Insel) im Empire aufgenommen? Wollen sie das überhaupt?
    Ich möchte nicht zu viel verraten. Mich hat die Geschichte nach Anfangsschwierigkeiten gepackt und ich habe heute den ganzen Nachmittag des Rest gehört, weil es so schön war.
    Am Ende wird es sehr traurig, zart besaitete sollten - wie ich - ein Taschentuch parat haben
    Weil mich der Anfang nicht wirklich überzeugt hat, gibt es einen Punkt Abzug und somit
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Eine Insel

    Produktvorstellung bei Amazon
    Ein grandioser Abenteuer-Spaß
    Der junge Mau findet sich nach einer gewaltigen Flutwelle mutterseelenallein auf einer einsamen Insel mitten im Ozean wieder. Und als ob das nicht genug des Elends wäre, steht plötzlich dieses höchst seltsame Mädchen vor ihm. Als Nachfahrin des britischen Königshauses hat sie einige Schwierigkeiten, sich mit ihrem neuen Schicksal als Schiffbrüchige abzufinden und stellt sich furchtbar zickig an. Aber als Daphnes Vater mit ihrer Rettung auf sich warten lässt, raufen die beiden sich zusammen. Langsam fassen die beiden Vertrauen zueinander und erkennen: Gemeinsam können sie dem Schicksal die Stirn bieten und eine neue Welt schaffen. Doch dann tauchen plötzlich Piraten auf und ihre Insel steht ein zweites Mal kurz vor dem Untergang …
    Eigene Beurteilung (Eigenzitat aus amazon.de)
    Zur Initiation in die Reihen der Männer der Nation muss der Junge Mau nackt und ohne Werkzeuge auf einer abgelegenen Insel ein Kanu bauen und heimfinden, bevor er verhungert oder verdurstet. Dabei bekommt er unerwartete Hilfestellung und einen wichtigen Tipp fürs Leben.
    Auf der Rückfahrt gerät er in eine erstaunlich große Welle. Eine Welle, die die Nation von der Erde spült. Und nun ist Mau eine Ein-Mann-Nation und versucht alle Regeln und Bräuche seines Volks beizubehalten.
    Dabei ist das plötzlich auftauchende Geistermädchen ohne Schuhe sowohl Hilfe, vwie auch Hindernis, bis die beiden einen Weg finden miteinander zu kommunizieren, etwas, das die wissenschaftliche virgeprägte Daphne sehr systematisch angeht - wie überhaupt alle Probleme als Schiffsbrüchige, deren Schiff durch die bereits erwähnte Welle in den Urwald der Insel der Nation hineingehämmert wurde.
    Schnell lernen die beiden, dass sue zum Überleben nicht nur zusammenarbeiten müssen, sondern auch viele Glaubenssätze und Konventionen ihrer jeweilugen Herkünfte hinterfragen. Herkünfte, deren Vertreter*innen auch bald zu ihnen stoßen und die immer wieder neue Anpassungen erfordern.
    Dies ist ein wirklich kritisches Buch: Imperialismus- und Religionskritik, Kritik an Rasdismus, Nationalismus und fehlendem Hinterfragen von Fragwürdigem, Sexismus, etc. pp.. Terry Pratchett hat die Scheibenwelt kurz verlassen um seine höchst eigene Variante von Shakespeares 'Sturm' mit etwas 'Herr der Fliegen' aufs Papier zu bringen und es klappt erstaunlich gut. Mau und Daphne sind die hinterfragenden Stimmen der Vernunft zu allerlei festgefügten Haltungen, Denkweisen und Welterklärungsmodellen.
    Ganz große Empfehlung.
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Ausgaben von Eine Insel

Taschenbuch

Seitenzahl: 448

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 448

Hörbuch

Laufzeit: 00:04:40h

E-Book

Seitenzahl: 448

Eine Insel in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 86

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