Die Schattenfrau
Buch von Åke Edwardson, Wolfdietrich Müller
Titel: Die Schattenfrau
Åke Edwardson (Autor) , Wolfdietrich Müller (Übersetzer)
Band 2 der Erik Winter-Reihe
Verlag: Claassen
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 527
ISBN: 9783546002356
Termin: August 2000
Aktion
Zusammenfassung
Serieninfos zu Die Schattenfrau
Die Schattenfrau ist der 2. Band der Erik Winter Reihe. Diese umfasst 15 Teile und startete im Jahr 1997. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2016.
Über Åke Edwardson
Der 1953 in Vrigstad geborene Åke Edwardson zählt in seiner Heimat Schweden zu den erfolgreichsten Krimi-Autoren. Vor seiner Zeit als Schriftsteller war er jahrelang als freier Journalist im Auftrag der UNO tätig, und bereiste dabei unter anderem den Nahen und Mittleren Osten, sowie die Insel Zypern. Mehr zu Åke Edwardson
Bewertungen
Die Schattenfrau wurde insgesamt 22 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Die Schattenfrau
- birgitk
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21. Oktober 2012 um 13:43
Klappentext:Weiterlesen
Es ist Spätsommer in Schweden. In Göteborg sind die Menschen auf den Beinen, um an einem der zahlreichen Festivals teilzunehmen oder ihren Urlaub im Ferienhaus auf dem Land zu verbringen. Auch Kommissar Winter genießt ein paar freie Tage, als an einem See am Stadtrand von Göteborg eine junge Frau ermordet aufgefunden wird - ein Frau ohne Papiere, ohne Namen. Aus dem Urlaub zurückgerufen, macht sich Winter an die Aufklärung des mysteriösen Falls, doch wo soll er seine Suche beginnen, wenn keiner die Frau kennt, niemand sie vermisst? Auch die gerichtsmedizinische Untersuchung hilft nicht weiter. Nur eines ist sicher: DIe Frau hat bereits einmal ein Kind bekommen. Als die Kollegen von der Verkehrspolizei Kontakt mit Winter aufnehmen, schöpft er neue Hoffnung: Bei einer Verkehrskontrolle in der Nähe des Tatorts ist mit einer Spezialkamera ein Film aufgenommen worden, auf dem das Fahrzeug des mutmaßlichen Täters zu erkennen sein könnte. Doch erst eine alte Frau und eine Kinderzeichnung, die vor langer Zeit entstanden zu sein scheint, weisen den Weg zur Lösung.
Der Autor:
Der schwedische Autor Ake Edwardson, Jahrgang 1953, lebt in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete er als erfolgreicher Journalist und Sachbuchautor und war im Auftrag der UNO im Mittleren Osten tätig. Ake Edwardson ist Professor an der Universität von Göteborg. Zwei seiner Kriminalromane wurden mit dem Crime Writer´s Award der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.
Krimi, 528 Seiten
Meine Meinung:
Nachdem ich von Ake Edwardson den Roman "Der Jukebox-Mann" gelesen hatte, habe ich beschlossen, mir weitere Romane des Autors aus der Bücherei auszuleihen und zusammen mit meinen eigenen Büchern verfolge ich somit im Moment die Serie um Erik Winter. Leider habe ich die Bücher nicht vollständig, aber das ist nicht so schlimm, denn ich glaube, man kann jedes Buch auch ohne Vorkenntnisse für sich lesen. Dabei ist es aber sicher nicht verkehrt, chronologisch vorzugehen, aber wenn zwischendurch ein Buch fehlt, schadet das wohl auch nicht. Jedenfalls habe ich schon bei diesem zweiten Fall der Serie gemerkt, dass ebeso wie bei dem Kommissar Wallander von Mankell, die Figur des Serienhelden älter wird und eine sehr interessante Entwicklung durchmacht.
Mir persönlich gefällt der Schreibstil und das Figurenensemble von Ake Edwardson sehr gut. Er hat einen leicht zu lesenden lakonischen Schreibstil und verwendet als hauptsächliches Stilmittel die feine Ironie, die besonders in den herrlichen Dialogen zum Tragen kommt. Dabei übt er aber durchaus auch Kritik an einigen sozialen Mißständen in Schweden, wie in diesem Roman z.B. die zunehmende Vereinsamung von vielen Menschen und ein bestehender Rassismus. Es wird nämlich seiner Kollegin auf dem Stadtfest von einigen Rowdies der Kiefer gebrochen, weil sie schwarz ist. Ihr Kollege Fredrik Halder, mit dem sie im Team zusammenarbeitet, spart sonst auch nicht mit entsprechenden Bemerkungen, was ihre Hautfarbe angeht, aber nach diesem Vorfall erweist sich dann doch, das ihm mehr an seiner Kollegin liegt, als er zugeben möchte.
Im Gegensatzt zu seinem Schriftstellerkollegen Henning Mankell, schafft Ake Edwardson trotz Sozialkritik ein eher freundliches Gesamtbild. Er schreibt nicht so düster. Das liegt an seinem Humor, der eher mit Hakan Nesser vergleichbar ist. Wenn wir denn schon bei den Schweden sind.
In diesem Fall muss die Kripo einen äußerst kniffligen Fall lösen, bei dem eine unbekannte junge Frau ermordet wurde und höchstwahrscheinlich irgendwo ihr Kind sein muss. Wenn dieses dann noch am Leben ist. Schließlich kommt man ihrer Identität doch noch auf die Spur, aber dennoch wird es gleichzeitig immer rätselhafter. Ein Ansatzpunkt führt nach Dänemark, so dass Kommissar Winter wieder einmal mit ausländischen Kollegen zusammenarbeiten darf. Im ersten Band hatte er bereits das "Vergnügen", in London ermitteln zu dürfen. Aus dieser Zeit hat er einen Freund gewonnen, den Ermittler Steve Macdonald, mit dem er auch in diesem Buch noch sporadisch Kontakt hält. Wenn auch nur, um Platten zu tauschen. Denn als Jazzfan lässt sich Erik Winter von Macdonald auch gerne mal zum Rock´n Roll bekehren.
Privat hat Winter sich mit seiner Freundin Angela auseinanderzusetzen, die gerne eine festere Beziehung führen möchte, am liebsten mit Haus und Kind. Und in Spanien haben sich seine Eltern als Steuerflüchtlinge niedergelassen. Irgendwie scheinen sie unerwartet zu Geld gekommen zu sein und Erik Winter kann ihr Verhalten nicht gutheißen. Ebenso wenig wie seine Schwester Lotta, die sich aber etwas toleranter zeigt. Was genau dahnintersteckt, ist noch nicht ganz klargeworden und wird wahrscheinlich in den Nachfolgebänden weiterverfolgt werden. Ich bin gespannt.
Mein Fazit: Mir gefällt der lakonisch, ironische Schreibstil des Autors und ich mag seine Figuren sehr gerne. Besonderes Vergnügen haben mir immer wieder die herrlichen Dialoge und die Schilderung des privaten Umfeldes bereitet.
Meine Bewertung:
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Besitzer des Buches 93
Update: 16. November 2024 um 14:38






