Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Buch von Kai Hermann

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Im Alter von zwölf Jahren kommt Christiane F. in einem Jugendheim zum Haschisch, kurz darauf in einer Diskothek zum Heroin. Sie wird süchtig, geht vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo. Die Berlinerin Christiane F. erzählt mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit ihre traurige Geschichte. Ein Buch, das in den 70er Jahren Deutschland erschütterte - und bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.
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Serieninfos zu Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo ist der 1. Band der Christiane F. Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 1977. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2013.

Bewertungen

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo wurde insgesamt 193 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,3 Sternen.

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Meinungen

  • Eine bewegende Geschichte, die einen nicht kalt lässt

    Emili

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    Tonbandaufnahmen, die zwei Reporter von Christiane F. erstellten, waren die Grundlage, die diesem autobiographischen Werk zu Grunde liegen. Es gewährt einen eindrucksvollen Einblick in das Berliner Drogenmilieu der 70er Jahre und hat thematisch bis heute nichts an Aktualität verloren. Der schonungslose Bericht des jugendlichen Mädchens schockiert und entsetzt die Leser damals wie heute gleichermaßen, trotzdem hat dieses Buch meiner Meinung nach nur bedingt eine abschreckende Wirkung und ich kann verstehen, warum es mir meine Mutter im jugendlichen Alter verboten hat zu lesen.
    Menschen, wie Christiane leiden unter psychischen Problemen, die unter anderem durch ihr soziales Umfeld hervorgerufen wurden. Dies beginnt schon im Elternhaus, wo die Kinder und Jugendlichen eigentlich ihren Halt im Leben bekommen sollen, was aber unmöglich ist, wenn Gewalt und Lieblosigkeit vorherrschen. Immer wieder müssen sie mit Enttäuschungen zurechtkommen, haben niemanden bei dem sie sich aussprechen können und sehen irgendwann keinen anderen Ausweg mehr als in der Wirkung von Rauschgiften ihre Probleme wenigstens kurzzeitig vergessen zu können. Christiane gibt die Schuld eindeutig ihren Eltern und dem Staat, der es unter anderem versäumt hat, Präventionsmaßnahmen und geeignete Entziehungseinrichtungen bereit zu stellen. Ihrer Ansicht nach blieb ihr keine andere Wahl, als zu Drogen zu greifen. Meiner Meinung nach hatte sie allerdings eine Wahl. Christiane wurde zum Konsum nicht gezwungen, die letztendliche Entscheidung, ohne die äußeren Umstände außer Acht zu lassen, hat sie aber immer noch selbst getroffen. Mir war auch von vornherein klar, dass sie es nie schaffen wird, komplett zu entziehen. Innerlich hat sie nämlich mit ihrem Leben schon abgeschlossen und daher fehlte ihr auch jegliche Motivation einen Entzug mit aller Ernsthaftigkeit durchzuziehen. Und wie man sieht hat Christiane F. den Drogen bis heute nie ganz abgeschworen.
    Viele Leser sehen in dem Buch eine Warnung vor Drogen und empfinden die darin enthaltenen detailreichen Beschreibungen z. B. das Spritzen von Heroin als abschreckend. Ja, für mich war dies alles abschreckend, aber auch ohne das Buch gelesen zu haben, würde ich nie auf die Idee kommen zu Drogen zu greifen. Allerdings denke ich, wie schon einige meiner Vorschreiber, dass psychisch labile (junge) Menschen, die vielleicht schon mit diesem Gedanken gespielt oder sogar schon etwas Erfahrung mit Rauschgiften gemacht haben, sich mit der Person Christiane F. identifizieren und sich von ihren Schilderungen angesprochen fühlen können. Die Autorin berichtet aus ihrer eigenen, subjektiven Sicht, sie wird weder in ihrem Verhalten kritisiert, noch wird ihr widersprochen und genau in dieser Erzählweise liegt für mich die Gefahr, dass dieses Buch eher zum Konsum von Drogen verleitet als davon abschreckt, da Christiane F. keinerlei Selbsterkenntnis zeigt. Mein Mitleid ihr gegenüber hielt sich daher in Grenzen.
    Dennoch möchte ich betonen, dass ich Menschen wie Christiane für ihre Sucht keinesfalls verurteile - ganz im Gegenteil. Diesen Personen muss um jeden Preis geholfen werden, aber dies gelingt nur, wenn auch die betroffene Person Einsicht zeigt und ihren Anteil zu einem erfolgreichen Entzug beiträgt. Wichtig ist selbstverständlich auch die notwendige Unterstützung dafür, die zu Christianes Zeit von seitens der überforderten Eltern und des Staates allerdings leider mehr als dürftig war.
    Aufgrund der Gefahr, die das Buch unterschwellig beinhaltet, hat "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" meiner Meinung nach keine höhere Bewertung verdient:
    Dem kann ich nur zustimmen! So wird auch meine Mutter damals gedacht haben, als sie mir das Buch "verboten" hat.
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  • Rezension zu Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    Der Schreibstil des Buches war anfangs sehr ungewohnt, doch nach knapp 100 Seiten habe ich endlich in das Buch rein gefunden und es gestern beendet.
    Was Christiane erlebt hat, fand ich sehr interessant. Erschreckend war es eher weniger, weil Christiane von "echten Freundschaften" gesprochen hat, die es wohl nur unter Fixern gibt und alles sehr erlösend beschrieben hat. Trotzdem bleibt etwas im Kopf hängen. Schaut man sich das Leben der Personen dort realistisch an, sieht man deren wahre Welt.
    Ich denke für Jugendliche ist das Buch nicht unbedingt zur Aufklärung geeignet. Es könnte zum Ausprobieren anstacheln und Neugier wecken. Eben weil Christiane dieser Droge verfallen ist und deshalb nicht objektiv davon berichten kann. Das könnte Jugendliche stark beeinflussen.
    Immer wieder hat sich Christiane widersprochen und für mich bleibt auch fraglich, ob sie sich tatsächlich noch an so viele Details erinnern kann, nach ihrem starken Drogenkonsum.
    Auch das Ende klingt sehr positiv, obwohl
    Was mich noch sehr interessiert hat, was aus Detlef geworden ist. Leider habe ich kaum was dazu gefunden. Nur das hier:
    Auch über Stella und Frank alias „Hühnchen“, konnte ich etwas finden:
    Das Buch bekommt von mir Sterne, weil es einen Einblick in die Welt der Drogenabhängigen gibt und einige Eindrücke im Kopf bleiben. Trotzdem sollte man das Buch kritisch lesen. Der Schreibstil war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und das Ende war mir einfach zu positiv dahingestellt. Deshalb gibt es leichte Abzüge. Trotzdem fand ich die Geschichte der Kinder vom Bahnhof Zoo sehr interesannt und würde das Buch weiterempfehlen.
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  • Rezension zu Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

    Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch wirklich in die Kategorie gehört, aber im Buchladen steht es auch in der Kinder- und Jugendbücher-Ecke, deswegen hab ichs auch einfach mal hier reingestellt.
    Ich war ja schon ein wenig verwundert, dass es noch keine Rezension zu diesem Buch gibt. Für mich ist es so ein Buch, das jeder mal gelesen haben sollte. Am besten wäre es natürlich, wenn es Pflichtlektüre in der Schule wäre. Und auch den Film sollte jeder mal gesehen haben.
    Ich selbst hab das Buch schon mehrmals gelesen und finde es immer wieder aufs neue erschreckend, beängstigend und auch ziemlich abschreckend.
    Es erzählt das Leben von Christiane F., die in Berlin aufwächst und bereits im Alter von 12 Jahren Erfahrungen mit Drogen macht. Zunächst sind es nur "weiche" Drogen, doch auch sie landet am Ende beim Heroin und auf dem Strich um das nötige Geld zu beschaffen. Christiane schafft es mehrmals zu entziehen, doch ihr Weg führt immer wieder zurück zu den Drogen.
    Ein sehr ergreifendes Buch...
    LG,
    Gänseblümchen
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Ausgaben von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Taschenbuch

Seitenzahl: 368

E-Book

Seitenzahl: 307

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 256

Hörbuch

Laufzeit: 00:07:28h

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