Schimmelreiter

Buch von Theodor Storm

Anzeige

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Schimmelreiter

Hauke Haien ist ein Mann des Fortschritts und baut einen modernen Deich. Das ehrgeizige Projekt weckt jedoch den Aberglauben der Dorfbewohner, die hinter dem neuartigen Damm Unglück wittern. Schon bald sehen sie in Hauke und seinem weißen Pferd einen gespenstischen Schimmelreiter, die Verkörperung des Dämonischen, der Unglück über das Dorf bringen wird …
Weiterlesen

Bewertungen

Schimmelreiter wurde insgesamt 92 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,7 Sternen.

(29)
(32)
(19)
(9)
(3)

Meinungen

  • Klassiker mit vielen Details rund um Deichbau, aber auch abergläubigen Elementen

    ManuH

  • Nicht so mein Fall dennoch unterhaltsam

    SirPleasant

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Schimmelreiter

    Der Schimmelreiter – Graphic Novel (Theodor Storm - Jens Natter)
    Erschienen:
    01. Oktober 2014
    Seitenzahl: 100
    Verlag: Boyens Verlag
    Hardcover: 12,95€
    ISBN: 9783804214033
    Der Autor
    Jens Natter, geboren 1975, wohnt als Sozialarbeiter und Künstler mit seiner Familie in Hamburg Eimsbüttel. Er illustrierte bereits mehrere Bücher, wie zuletzt das Bilderbuch „Jung mit`n Tüdelband“. Für seine Illustrationen erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen. Des Weiteren betreibt Jens Natter einen Karikaturenservice. Informationen dazu und weitere aktuelle Arbeiten sind zu finden unter: www.bildernatter.com.
    Der Schimmelreiter
    "Der Schimmelreiter", den Storm noch kurz vor seinem Tod vollendete, ist die herausragendste Novelle des Dichters. In ihr zeigt Theodor Storm den Aufstieg des Hauke Haien zum Deichgrafen. Dieser will seine Fähigkeiten durch den Bau eines neuartigen Deiches unter Beweis stellen, weil es heißt, er habe die Position nur seiner Frau zu verdanken. Spannungen und der Kampf mit seiner Umwelt lassen Hauke Haien schließlich zugrunde gehen: Als er eine schwache Stelle im Deich nicht genügend absichert, ertrinkt bei einer Sturmflut zuerst seine Frau mit dem Kind. Daraufhin stürzt er sich mit seinem Schimmel an der durchbrochenen Stelle des Deiches ins Meer, um seine Schuld zu tilgen.
    Fazit
    Die vorliegende Ausgabe des „Schimmelreiter“ ist ein Graphic Novel, welcher einen neuen Zugang zur Novelle von Theodor Storm ermöglicht. Der Stoff um den Aufstieg und das Scheitern des nordfriesischen Deichgrafen Hauke Haien, der bei einer Sturmflut an der Nordseeküste sein Leben hergibt, weil sein ehrgeiziges Deichprojekt gescheitert ist, wird hier in Comicform präsentiert. Besonders ansprechend ist bereits die Covergestaltung, welche durch eine düstere Atmosphäre durch Schrift und Illustration besticht. Sie gibt bereits einen Vorgeschmack auf das Innenleben des Novels.
    Der Schreib- und Erzählstil ist einem Comic angemessen. Allerdings ist die Schrift sehr groß und häufig sehr stark im Fokus des Betrachters. Damit wird erreicht, dass die Augen nicht nur an den zahlreichen und stark illustrierten Bildern hängen bleiben, sondern auch die Texte dazu gelesen werden. Der Text beschränkt sich zudem nicht nur auf Sprechblasen, sondern integriert auch Einzelsätze. Der Zeichner Jens Natter verwendet fast ausschließlich Originalzitate aus Storms „Schimmelreiter“ und behält den chronologischen Ablauf bei. Seine bildliche Darstellung der damaligen Begebenheiten, insbesondere der Kleidung, Häuser und Landschaften, versetzt die Betrachter direkt in das Nordfriesland des 18. und frühen 19. Jahrhunderts sowie in die innere Dramatik des zerrissenen Menschen.
    Mir hat besonders gut die Illustration selbst gefallen. Sie ist in einer Art Aquarell-Stil gehalten, wirkt sehr düster und damit dem Thema des Schimmelreiters angemessen. Die Zeichnungen sind nicht scharf, sondern zeichnen sich durch eine besondere Strichtechnik aus.
    An der ein oder anderen Stelle hätte mir dieser Graphic Novel noch etwas tiefgründiger sein können. Da er jedoch als Ergänzung zum Original zu sehen ist, finde ich ihn gerade im Unterricht, als Einstieg oder ähnliches, äußerst passend.
    http://immer-mit-buch.blogspot…himmelreiter-graphic.html
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schimmelreiter

    Da wir genau am "Hauke-Haien-Koog" Urlaub gemacht haben, musste ich mir vorletzte Woche auch den Schimmelreiter auf den Reader laden (gibt es ja kostenlos bei Amazon) und habe es auch direkt passenderweise im Urlaub gelesen. Ich habe früher schon oft an der Nordsee Urlaub gemacht und so waren mir die Begriffe über den Deich auch nicht fremd. Dazu kam dann jetzt noch die direkte landschaftliche Verbindung und sogar unser Urlaubsort "Fahretoft" wurde erwähnt, da hier der auch im Buch genannte "Hans Momsen" geboren ist.
    Die Geschichte an sich ist jetzt nicht so sonderlich spannend und ich hätte sie mir gerne etwas gruseliger gewünscht. Wenn ich vor der Lektüre des Buches vom Schimmelreiter gehört habe, habe ich eher immer an so einen kopflosen Reiter wie in "Sleepy Hollow" oder so gedacht Dabei ist er ein guter Kerl, der nur das beste für die Leute der Umgebung wollte, heute aber wohl als "Nerd" bezeichnet werden würde und daher von den anderen Leuten, die nicht so viel Ahnung hatten, ziemlich "gemobbt" wurde. Etwas gruseliges war dann doch noch dabei, wenn es um das Gerippe ging, das hätte der Autor gerne noch ausbauen können.
    Dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und Hauke ist eine schöne tragische Figur, gerade wegen des bedauerlichen Endes Wir hatten im Urlaub auch ziemliches Schietwetter, und so hat es perfekt gepasst. Von mir gibt es von 5 Sternen.
    Was ich mich jetzt noch frage: Wurde der Hauke-Haien-Koog erst nach dem Buch so benannt oder hat Theodor Storm sich den schon bestehenden Namen genommen und darum diese Geschichte gesponnen? Da muss ich wohl nochmal googeln.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Schimmelreiter

    Zum Autor:
    Theodor Storm (geboren am 14.09.1817 in Husum, gestorben am 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen) war ein bedeutender deutscher Lyriker und Schriftsteller des bürgerlichen Realismus. Sein Werk umfasst unter anderem 58 Novellen und die wohl bekannteste seiner Erzählungen ist „Der Schimmelreiter“, ein Spätwerk, welches im April 1888 veröffentlicht wurde.
    Storm stammte aus einer alten holsteinischen Patrizierfamilie, der Vater war Advokat. Er besuchte die Gelehrtenschule in Husum, dann ein Gymnasium in Lübeck. Anschließend studierte er von 1837-1842 Jura in Kiel und Berlin und wurde 1843 Rechtsanwalt in Husum. Storm wurde 1867 Amtsrichter und 1879 Amtsgerichtsrat.
    Zum Inhalt:
    Bereits als Kind zeigt der ungewöhnlich begabte Hauke Haien Interesse an der Deichbaukunst. Er verdingt sich als Kleinknecht beim alten Deichgrafen und wird bald zu dessen rechter Hand. Kurz nachdem der alte Deichgraf gestorben ist, heiratet Hauke die Tochter. Dadurch gelingt ihm der gesellschaftliche Aufstieg vom einfachen Knecht zum neuen Deichgrafen, doch das schafft ihm einige Neider. Als er den umfangreichen und kostspieligen Bau eines sichereren Deiches durchsetzt, der ein verbessertes, von ihm ersonnenes neuartiges Profil erhalten soll, schlägt ihm aus dem Dorf Konservatismus entgegen. Während des Deichbaus verstärkt sich der Widerstand. Aberglaube läßt ihn und seinen Schimmel in den Augen der Dorfbevölkerung zu einer unheimlichen Gestalt werden.
    Zermürbt von der Feindseligkeit, versäumt er es, einen Schaden am Deich reparieren zu lassen. Die nächste Sturmflut bringt die Katastrophe,
    Meine Meinung:
    Diese Geschichte ist durch und durch geprägt von nordfriesischen Elementen: die Landschaft (insbesondere die Deiche und das Drumherum), die oft bedrohliche Natur und die damit verbundenen Bestrebungen, die konservative und bockige Bevölkerung im Dorf vor zukünftigen Sturmfluten zu schützen. Was ich faszinierend fand, ist die Zusammenführung von verschiedenen Grundthemen: das Mystische, Gespenstische und oftmals auch Grausige und auf der anderen Seite die technischen, rechnerisch kühlen Aspekte, die beim Deichbau eine Rolle spielen. Genauso zerrissen ist die Hauptfigur des Deichgrafen Hauke Haien. Einerseits gut zu Frau und dem geistig behindertem Kind, aber dann oft übertrieben aggressiv gegenüber Mensch und Tier. Ein Getriebener, der stets auf der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung und Bewunderung ist. Sei es die Durchsetzung des Riesenprojektes (Deichbau) und später dann der einwandfreie Erhalt des Wunderwerkes und der Schutz der Familie bzw. Dorfbewohner – Hauke Haien gibt alles, auch im Angesichts von Anfeindungen und sonstigen Widerständen. Dabei ist er ein überaus arroganter Mann, der sich stets seiner Umwelt gegenüber geistig überlegen sieht und der schließlich
    Ich bin nun wahrlich kein Novellen-Experte, kann aber sagen, dass ich diese Erzählung rundum als stimmig und in sich geschlossen empfunden habe und sie mich bis zum Schluss auf keiner Ebene enttäuscht hat. Die friesische Atmosphäre, die Charaktere, die Dramatik und schließlich das verheerende Ende – alles hat mich in seinen Bann gezogen!
    Gerade die Zwiespältigkeit des Deichgrafen und der zuvor erwähnten technischen/mythischen Thematik hat es mir angetan.
    Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht immer gut nachvollziehen konnte, wo sich Haien draußen in der Natur gerade befunden hat, weil mir die vielen Begriffe, die die Stellen rund um den Deich bezeichnen, nicht vertraut sind. Das hat aber das Lesevergnügen kaum gestört.
    Weiterlesen

Ausgaben von Schimmelreiter

Taschenbuch

Seitenzahl: 143

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 100

E-Book

Seitenzahl: 122

Hörbuch

Laufzeit: 00:00:54h

Schimmelreiter in anderen Sprachen

  • Deutsch: Schimmelreiter (Details)
  • Englisch: Schimmelreiter, Der (Details)

Ähnliche Bücher wie Schimmelreiter

Besitzer des Buches 291

  • Mitglied seit 12. Mai 2020
  • Mitglied seit 22. Juli 2010
  • Mitglied seit 21. März 2022
  • Mitglied seit 10. März 2022
  • Mitglied seit 24. Juni 2019
  • Mitglied seit 21. Februar 2010
  • Mitglied seit 15. Oktober 2009
  • Mitglied seit 17. August 2019
Update:

Anzeige