Die Wand

Buch von Marlen Haushofer

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Wand

Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!
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Bewertungen

Die Wand wurde insgesamt 113 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.

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Meinungen

  • Grandiose, sehr atmosphärische Sozialkritik mit einem wirklich offenen Ende, das dennoch absolut stimmig ist!!

    towonder

  • Ruhig, aber düster; fast depressiv machendes Werk über das Überleben in einer Ausnahmesituation. Nachhallend.

    Lavendel

  • Ruhiges und düsteres Werk, fast ein Abenteuerroman.

    Kapo

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Wand

    Mir hat "Die Wand" auch sehr gut gefallen. Ich mochte sowohl die Beschreibung der ganzen Tätigkeiten der Frau als auch ihre Gedankengänge über die Welt und das Leben in allgemeinen. Mir wurde das Buch als sehr düster und hoffnungslos empfohlen und ich muss sagen, dass ich das letztendlich nicht einmal so empfunden habe. Die Frau hat sich nie aufgegeben, hat immer weitergemacht, egal was passiert ist und war unter dem Strich wohl zeitweise sogar zufriedener mit sich und der Welt als sie das in ihrem normalen Leben gewesen wäre. Wirklich bewundernswert, ihr Überlebenswille. Etwas befremdlich war für mich, dass sie ihre Kinder so schnell vergessen und nie wirklich vermisst hatte. Der Schreibstil war flüssig und hat mir gut gefallen. Anfangs hat mich etwas gestört, dass da nun einfach diese Wand da war und wohl nicht aufgeklärt wird, woher diese kommt, aber das hat sich schnell gelegt. Genauso haben mir die vielen Vorgriffe der Erzählerin bald nicht mehr viel ausgemacht. Man konnte als Leser zusammen mit der Protagonistin im Hier und Jetzt verweilen. Es war sicherlich nicht immer ein Genuss für die Frau, aber es gab immer etwas zu tun. Genauso empfand ich als Leser das auch: Es ist nicht immer viel passiert und trotzdem war jedes Wort interessant und an der richtigen Stelle.
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  • Rezension zu Die Wand

    ich habe den Roman heute Nachmittag beendet. War heute Nacht mal längere Zeit wach (Durst aufgrund der scharfen Pizza abends ) und habe gelesen um müde zu werden. Nach dem Frühstück ging's dann weiter und da heute sonst nix anstand, habe ich das Buch auch beenden können. Es las sich flüssig und ich fand die Story interessant. Natürlich habe ich auch ein paar Kritikpunkte, aber die überwiegen nicht.
    Zum einen fand ich es unrealistisch, dass die Protagonistin immer weiß, welcher Tag bzw. welcher Monat gerade ist. Sie sagt zwar später, dass sie sich unter Anderem an den Bauernregeln orientiert, aber dass sie noch eine so genaue Vorstellung vom Datum hat, kann ich mir eher nicht vorstellen. Und auch dieses Vorwegnehmen der Geschehnisse, wenn sie zum Beispiel schreibt: "Jetzt, da xxx tot ist", obwohl er während der aktuellen Handlung noch lebt, hat mich gestört. Den Schluss habe ich nicht so ganz verstanden: sie kann nicht von der Wiese weg aber es kommt jemand drauf? Mmh, ok, finde ich kurios.
    Gut fand ich, dass es eine Ich-Erzählung ist. Somit fiel es mir nicht schwer, mich ins Geschehen hineinzuversetzen.
    Es soll kein Verriss sein, auch wenn ich einige Kritikpunkte anmerke - das Buch hat mir wirklich gefallen. Es bleiben für mich einfach ein paar Fragen offen.
    Und eines muss man mir bitte unbedingt erklären: Einmal schreibt sie, dass sie 'nie wieder lesen möchte', sollte sie ihrem Gefängnis je entfliehen. Den Sinn dieses Satzes verstehe ich nicht. Kann mir das jemand in 'Büchersüchtigdeutsch' erklären?
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  • Rezension zu Die Wand

    Klappentext
    Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.
    Meine Meinung
    Tja, wo fange ich da an - ich bin bei diesem Buch irgendwie selber gegen eine Wand gelaufen ...
    Ein Literaturklassiker, dem ich nicht wirklich viel abgewinnen konnte.
    Die Handlung klang für mich total interessant, denn wie reagiert man, wenn man plötzlich von der Gesellschaft abgeschnitten wird und isoliert von der Außenwelt auf sich allein gestellt ist?
    Die Protagonistin, deren Namen man nicht erfährt, erzählt aus der Ich-Perspektive, wie sie ums Überleben kämpft. Es ist ein Bericht und auch genauso abgefasst, eine Aneinanderreihung von Ereignislosigkeit, die natürlich sehr gut die Einsamkeit widerspiegelt und die Hoffnungslosigkeit, die sich immer mehr einschleicht - die mich aber leider nicht erreicht hat.
    Die Gefühle bleiben hier völlig auf der Strecke.
    Da die Geschichte im Rückblick erzählt wird zeigt es vielleicht auch einfach den Versuch einer Frau, irgendetwas von sich noch zu erhalten, bevor sie sich völlig verliert und die mittlerweile verlernt hat, ihre Gefühle auszudrücken oder auch zu empfinden. Mir war es einfach zu objektiv und nüchtern und hat zu wenig von dem transportiert, was ich mir erwartet hatte.
    Sie beschreibt oft, dass sie den Gedanken an "die Welt da draußen" aus dem Weg gehen möchte, was ich sehr gut nachvollziehen kann, aber diese Gedanken kommen und die wären ja gerade das interessante gewesen! Zumindest hab ich das erwartet, nachdem das Buch aufgrund seiner Einsichten auf die menschliche Psyche so gelobt wird. Vielleicht hab ich es auch einfach nicht verstanden ...
    Einige kleine Lichtblicke gab es, die aber fast schon zwischen der Eintönigkeit versteckt waren:
    ~ Die Verdrängung der Ängste
    Ein Phänomen, das wahrscheinlich jeder von uns kennt. Da sind wir teilweise ja wahre Meister, um alles, was uns Angst macht, in die verstecktesten Winkel unserer Unterbewusstseins zu verdrängen in der irrationalen Hoffnung, ihnen damit aus dem Weg zu gehen.
    ~ Was ist Freiheit?
    Ob es eine körperliche oder geistige Freiheit gibt, da haben sich ja schon viele ihren Kopf darüber zerbrochen ... aber kann man wirklich jemals frei sein, als Mensch? Oder sind wir nicht von Geburt an den vielen Vorurteilen, Moralvorstellungen, gesellschaftlichen Regeln und Zwängen ausgesetzt, aus denen wir uns sowieso nie vollständig befreien können?
    ~ Was ist wirklich wichtig im Leben?
    Was braucht man tatsächlich zum Überleben? Reichen Wärme und Nahrung aus oder brauchen wir Gesellschaft - und welcher Art davon? Hier zumindest wird der Bezug zu den Tieren, die die Protagonistin durch ihre Einsamkeit begleiten, sehr deutlich gemacht. Und sehr oft hat man den Eindruck, dass ein treues Tier an seiner Seite einen sehr höheren Wert hat - denn es akzeptiert einen so, wie man ist, mit all seinen Stärken und Schwächen.
    Zu dem Punkt gehört auch, dass die Protagonistin immer versucht, sich ihre Menschlichkeit zu bewahren und einen gewissen Grad an "Ordnung" beizubehalten, der ihr Leben strukturiert - wie ein roter Faden, an dem sie sich festklammert, der aber jeden Moment reißen kann, wenn sie nicht aufpasst.
    Fazit
    Vielleicht liegt es an der Zeit und dem Stil, in dem es geschrieben wurde - das Denken funktionierte damals zwar gleich, aber auch anders, mich hat es leider nicht wirklich erreicht. Meine Erwartungen waren höher und hab wohl einfach nicht in die Gedankengänge gefunden, durch die mich Marlen Haushofer führen wollte. Auch wenn manche kleinen Momente mich aus der Lethargie dieser eher monotonen Erzählung gerissen haben.
    Die Verfilmung werde ich mir aber anschauen - vielleicht gefällt mir das ganze in Bild und Ton besser ...
    © Aleshanee
    Weltenwanderer
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  • Rezension zu Die Wand

    Ich habe dieses Buch heute in einem Rutsch durchgelesen und es hat mich einfach schwer beeindruckt. Ich weiß, dass ich es vermutlich zu schnell gelesen habe und ich möchte es irgendwann wiederlesen.
    Die Geschichte war spannend, obwohl über weite Strecken des Buchs nicht viel passiert, der Erzählstil sehr neutral war und es keine Kapitel gab. Nachdem ich mich an den Erzählstil gewöhnt hatte, konnte ich irgendwie nicht aufhören zu lesen. Zu sehr fesselte mich die Situation der namenlosen Frau, die von einer einsperrenden, aber auch schützenden Wand, umgeben war.
    Mich hat ihre Situation und ihr Umgang mit dieser einfach stark beeindruckt. Am Anfang war ich noch eher wütend auf die Frau - warum sie nicht nach einem Ausweg suchte, aber je weiter ich das Buch las, desto unbedeutender wurde die Wand und ich verstand diese auch eher als Metapher. Es war ja auch deutlich zu erkennen, dass es außerhalb der Wand kein Leben gab.
    Mich störte am Anfang auch, dass die Frau in ihrer Erzählung oft Dingen vorgriff - man wusste, was früher oder später passieren würde und ich fragte mich die ganze Zeit, warum sie das tat. Ich hatte das Gefühl, sie würde ihre Erzählung von vornherein selbst zerstören, aber Richtung Ende wurde mir klar, dass es ein sehr stark spannungsförderndes Element war. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, bis ich wusste, was tatsächlich passieren würde.
    Das Buch wird mir wohl in Erinnerung bleiben und ich werde noch viel darüber nachdenken.
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  • Rezension zu Die Wand

    In diesem Buch gibt es nur eine Person, eine Ich-Erzählerin, die rückblickend aufschreibt, was ihr widerfahren ist. Die namenlose Frau reflektiert ihre Erinnerungen seit dem Tag, an dem plötzlich die gläserne Wand auftauchte und sie zu einem Leben in Einsamkeit zwang.
    Von Anfang an hat mich die besondere Stimmung des Buches erfasst. Der ruhige, fast schon sachliche Tonfall mit dem die Erzählerin ihre Erlebnisse schildert, ist spannender und fesselnder als viele Abenteuerromane. Faktisch passiert - abgesehen vom Auftauchen der Wand - nicht viel und dennoch habe ich jede Seite verschlungen. Schon beim Lesen war ich fasziniert wie die Autorin dies fertigbringt.
    Die Erzählerin kämpft sich durch den Alltag, lernt, sich mit der Natur zu arrangieren und das Beste aus ihrer Situation zu machen. Am Anfang habe ich mich manchmal gefragt, warum sie nicht viel mehr gegen die Wand rebelliert, versucht, sich hindurchzugraben oder soweit zu laufen, bis sie auf das Ende trifft. Diese Gedanken verflogen aber recht schnell. Denn eigentlich wird auch dem Leser schnell klar, dass es wichtigeres gibt, als nach einem unerreichbaren, hoffnungslosen Ziel zu suchen. Das Hier und Jetzt ist entscheidend. Ganz auf sich allein gestellt erkennt die Frau, dass es die ganz einfachen Dinge sind, die jeden Tag gemacht werden müssen. Eine ganz wichtige Rolle spielen dabei die Tiere. Ihre Persönlichkeit oder besser ihre Natur wird dem Leser sehr nahe gebracht - ich glaube, dass die Autorin selbst ein sehr tierlieber Mensch gewesen sein muss.
    Das Verhältnis zwischen der Erzählerin und ihren Tieren spielt in weiten Teilen des Buchs eine wichtige Rolle. Man kann sich sehr gut hineinversetzen, den Schmerz und das Entsetzen über den Tod einiger Gefährten nachempfinden.
    Für mich war dieses Buch ein besonderes Leseerlebnis, das mich auch jetzt, Tage später, noch beschäftigt. Vielleicht ist das Buch nicht für jeden Leser geeignet - ich kann es trotzdem nur wärmstens empfehlen.
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  • Rezension zu Die Wand

    So fertig gelesen.
    Meinung:
    Die Geschichte handelt von einer Frau, die auf einmal allein in einer Jagdhütte in den Bergen leben muss. Eine gläserne Mauer umgibt sie und von dort wegkommen ist unmöglich.
    Es wird erzählt, wie eine Frau sich allein mit ihren Tieren ein Leben aufbaut, bei dem sie immer wieder an Grenzen stößt, Mutlosigkeit sich breit macht, Depressionen und Krankheiten vorkommen, Rückschläge aber auch Erfolge sich einstellen. Sie rafft sich jeden Tag immer wieder neu auf, schon allein, weil sie gottseidank für die Tiere zuständig ist und sich ihr Überleben sichern muss. Ihre geliebte Kuh muss jeden Tag gemolken werden, das Kalb umpflegt werden, der Hund braucht seine Wanderungen in die Umgebung und auch die Katzen brauchen ihre Liebe und Zuneigung. So steht sie Tag für Tag auf (auch bei Krankheit) und meistert den Alltag so gut es geht. Sie braucht Ideen um zu überleben, genauso muss sie manches riskieren, um zu testen, ob es glückt. Den Pflanzanbau, die Geburt des Kälbchens, die heftigen Unwetter im Gebirge sind Herausforderungen, die sie meistert. Ins Grübeln kommt sie nur, wenn es mal nichts zu tun gibt oder sie Unwetterperioden abwarten muss. Sie hadert nicht mit ihrem Schicksal.
    Eine Geschichte die anregt, auf das wirklich Wichtige im Leben zu achten und auch vom Alltag mal eine Pause zumachen. Warum denn mal nicht, für eine gewisse Zeit irgendwo allein sein. (Muss ja nicht gleich so extrem sein, wie in dieser GEschichte). Aber mal den Zeitdruck, Stress aus dem Alltag nehmen und zur Ruhe kommen. Das wäre mal eine schöne Sache.
    Ich bin es eigentlich gewohnt, THriller oder Krimies zu lesen und liebe Spannung und Rästel. Das findet man hier natürlich nicht. Es reicht mir einfach nicht aus beim Lesen , dass die Geschichte so vor sich hindüttelt. Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe :
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Ausgaben von Die Wand

Taschenbuch

Seitenzahl: 288

Hardcover

Seitenzahl: 320

E-Book

Seitenzahl: 290

Hörbuch

Laufzeit: 00:02:30h

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