Liebessabotage

Buch von Amélie Nothomb, Wolfgang Krege

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Liebessabotage

Amelie Nothomb hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten in China und Japan verbracht. Ihr Roman, der monatelang auf den französischen Bestsellerlisten stand, erzählt von einem 'Weltkrieg', der unbeachtet von der Öffentlichkeit von 1972 bis 1975 im Pekinger Diplomatenghetto tobte. Während sich die Eltern um Frieden bemühten, gehörte es zum liebsten Zeitvertreib ihrer Sprößlinge, Krieg zu spielen. Jüngste dieser Kinderarmee war die siebenjährige Ich-Erzählerin, die ein Leben ohne Feinde langweilig fand - bis sie der wunderschönen zehnjährigen Italienerin Elena begegnete und sich unsterblich in sie verliebte.
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Bewertungen

Liebessabotage wurde insgesamt 7 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Liebessabotage

    Klappentext:
    Man nehme eine Horde Kinder jeglicher Nationalität und sperre sie ohne Aufsicht ein, zum Beispiel im Diplomatenghetto San Li Tun in Peking. Wer meint, die Gören würden nun mit ausgestreckter Freundeshand aufeinander zugehen, ist ein bißchen naiv. Schon bald haben die Diplomateneltern keine Zeit mehr, sich um den internationalen Frieden zu bemühen, denn ein Weltkrieg wütet unter ihren Kindern. (von der Verlagsseite kopiert)
    Zur Autorin:
    Amélie Nothomb, 1967 in Kobe geboren, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in 39 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l’Académie française. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel. (von der Verlagsseite kopiert)
    Allgemeines:
    Originaltitel: Le sabotage amoureux
    Erstmals erschienen 1993 bei Editions Albin Michel S.A. Paris
    Übersetzt von Wolfgang Krege
    Erzählt aus der Ich-Perspektive der anfangs 5-, am Ende 8jährigen Protagonistin. Handlungsort ist Peking zur Zeit der Viererband Ende der 1970er Jahre.
    147 Seiten, aufgeteilt in kurze Handlungsabschnitte
    Inhalt:
    Sie hat einen älteren Bruder und eine ältere Schwester, und ihre Eltern sind Diplomaten. Bisher lebte die Familie in Japan, was die kleine Erzählerin offenbar genoss. Von China und vor allem vom Kommunismus hat sie eine fest gefügte, schlechte Meinung, obwohl sie sich für die Arbeit der Eltern nicht interessiert. Die Diplomaten leben in San Li Tun, einem von den chinesischen Stadtvierteln abgeschotteten Ortsteil. Getreu den realen Allianzen des 2. Weltkriegs schließen sich die englischen, französischen Kinder gegen die deutschen (in Ermangelung der westdeutschen nur ostdeutschen) Kinder zusammen und führen Krieg. Ziel ist es, bei den Gegnern Gefangene zu machen und diese drakonischen Strafen zu unterwerfen. Die Erzählerin, das kleinste Kind in der Truppe, das die anderen zunächst als untauglich zur Kriegsführung erklären, verschafft sich eine Position als Aufklärer und fühlt sich wichtig und bedeutsam. Bis Elena, Tochter einer italienischen Diplomatenfamilie, in die Nachbarschaft zieht. Die Erzählerin verliebt sich, versucht, deren Freundschaft zu gewinnen, was nicht leicht ist, denn Elena zeigt sich am Krieg völlig desinteressiert, ebenso an Mädchenfreundschaften.
    Eigene Meinung / Beurteilung:
    Nothomb lässt eine schillernde Persönlichkeit ihre Geschichte erzählen, ein Kind mit Durchblick, Weitblick, Erfahrung und Phantasie. Seine Gedanken ähneln denen eines Erwachsenen, dennoch bleibt es Kind.
    Der Kinderkrieg entlarvt Kriege. Von außen betrachtet erscheint er belanglos, ein Zeitvertreib, weil man nichts Besseres zu tun weiß. Trotzdem zieht das Kind daraus Schlüsse auf die Kriege der Welt. Nicht reflektiert, wie es ein Erwachsener tun würde, sondern spielerisch. Der Krieg der Kinder unterliegt denselben Gesetzen wie die realen Kriege und die mythologischen. Man amüsiert sich beim Lesen, gleichzeitig gehen Lichter auf.
    Das trifft auch für das Eingreifen der Eltern zu: Ein von außen diktierter Friedensvertrag kann nicht zum Erfolg führen, solange die Parteien noch verstrickt sind, und sich einem neuen Feind zuwenden, sobald der alte unter Quarantäne steht. Als Leser vernimmt man es mit Vergnügen.
    Aber alles ist nichts gegen das persönliche Elend, die unerwiderte Liebe. Wo aber Zuneigung nicht weiter führt, muss man sich auf das besinnen, was man im Krieg gelernt hat: List, Tücke und Sabotage, denn auch hier, bei den Kindern gilt: Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.
    Sicher kein „politisch korrektes“ Buch, aber ein kurzweiliges, anregendes Lesevergnügen, das man jedem empfehlen kann, der sich mit schwarzem Humor aus dem Mund eines altklugen, abgeklärten Schulkindes anfreunden kann.
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Ausgaben von Liebessabotage

Taschenbuch

Seitenzahl: 160

Hardcover

Seitenzahl: 146

E-Book

Seitenzahl: 108

Liebessabotage in anderen Sprachen

  • Deutsch: Liebessabotage (Details)
  • Französisch: Le Sabotage Amoureux (Details)

Besitzer des Buches 13

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