Der Name der Rose

Buch von Umberto Eco

Anzeige

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Der Name der Rose

Das Buch zum TV-Serien-Ereignis des Frühjahrs Italien, 1327. In einem abgeschiedenen Benediktinerkloster kommt es innerhalb kürzester Zeit zu unheimlichen Todesfällen: Ein Mönch ertrinkt im Schweineblutbbottich, ein anderer springt aus dem Fenster und ein dritter liegt tot im Badehaus. Der Abt bittet den für seinen Scharfsinn weithin bekannten William von Baskerville um Hilfe. Bei seinen Nachforschungen schafft sich der ehemalige Inquisitor einen ebenso gnadenlosen wie mächtigen Feind. Die Spuren führen William und seinen jungen Adlatus in die labyrinthische Klosterbibliothek, über die der blinde Jorge von Burgos wacht …
Weiterlesen

Serieninfos zu Der Name der Rose

Der Name der Rose ist der 1. Band der Name der Rose Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 1980. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 1983.

Über Umberto Eco

Der Schriftsteller Umberto Eco wurde 1932 in Allessandria in der italienischen Region Piemont geboren und starb 2016 in Mailand. Das erste seiner Bücher mit dem deutschen Titel "Der Name der Rose" erschien 1980 und machte den Philosophen, Medienwissenschaftler und Kolumnisten Eco auf einen Schlag weltberühmt. Mehr zu Umberto Eco

Bewertungen

Der Name der Rose wurde insgesamt 161 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

(100)
(50)
(7)
(2)
(2)

Meinungen

  • Ein mittelalterlicher Krimi: Spannend, lebendig und brandaktuell.

    Aladin1k1

  • Großartige Geschichte großartig gelesen.

    Hirilvorgul

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Name der Rose

    ### Inhalt ###
    Im Jahre 1327 reißt William von Baskerville, ein Franziskaner-Mönch zusammen mit seinem Adlatus Adson von Melk zu einer Abtei im Nordwesten Italiens. Als Gesandter des Königs hat er die Aufgabe ein Treffen zu begleiten zwischen der Gesandtschaft des Papstes und den Anhängern des Benedektiner-Ordens, um eine wichtige Frage des Glaubens zu klären. Nebenbei hat ihn der dortige Abt mit der Aufgabe betraut den Mord an dem Miniaturenmaler Adelmus aufzuklären. Doch es bleibt nicht bei diesem Mord. Im Laufe der kommenden sieben Tage geschehen weitere Morde. Diese scheinen alle im Zusammenhang zu stehen mit Gottes Strafen aus Johannes Offenbarung. William stellt mit Adson weitere Untersuchungen an und es ergeben sich immer wieder Hinweise durch Befragung der Mönche, dass der Wissensdurst der Mönche nach einem verbotenen Buch aus der Bibliothek der Abtei die Ursache für all die Tode sein könnte. Die beiden Ermittler müssen in die Bibliothek, um mehr über das Buch und sein Geheimnis herauszufinden, doch der Zutritt zur Bibliothek wurde vom Abt für alle strengstens verboten.
    ### Meinung ###
    Ein toller Kriminalroman! Die Abtei irgendwo versteckt in den Ausläufern des Apennin, die Gebäude und die dort lebenden Mönche, die umliegenden Dörfer und die dort lebenden Menschen treten plastisch zutage. Viele Dialoge der Figuren treiben die Handlung spannend voran, auch immer wieder durchsetzt mit Darstellungen des damaligen religiösen Glaubens und der vielen Geschehnisse und Auseinandersetzungen der Anhänger verschiedener Glaubensrichtungen, was zu Ketzer-Verfolgungen durch Inquisitoren führte. Vieles im Roman dreht sich um die Bibliothek, sodass die Erwähnung vieler damaliger Bücher Eingang in die Geschichte finden. Auch fand ich die Hinweise Williams über die geistigen Errungenschaften seines Vorbildes Francis Bacon, einem Mönch des vorigen Jahrhunderts, der die Brille erfand und Flugmaschinen prophezeit hat , immer wieder spannend. Diese eingestreuten Darstellungen über die damalige Geschichte sind zahlreich, ich weiß nicht, was davon alles wissenschaftlichen Tatsachen entspricht, in jedem Fall ruht der Roman auf einem enormen geistigen Unterbau, was mich zum Teil manchmal abgeschreckt hat, da ich die Fülle an dargestellten Akteuren und Geschehnissen nicht gänzlich erfassen konnte, mich aber insgesamt sehr beeindruckt hat.
    Das Ende bleibt trotz der umfangreichen Hinweise bis zum Schluß unvorhersehbar und offenbart eine zeitlose Erkenntnis, die nichts an Aktualität verloren hat.
    ### Fazit ###
    William von Baskerville klärt als Sherlock Holmes des Mittelalters Mordfälle einer Abtei in Italien auf, die sich alle um ein mysteriöses verbotenes Buch aus der Bibliothek der Abtei ranken, dass eine gefährliche Wahrheit enthält.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Der Name der Rose

    Originaltitel: Il nome della rosa
    Rezension: Viel kann man eigentlich nicht mehr rezensieren, aber dennoch das Buch welches ich besitze umfasst 654 Seiten, darunter zwei Lagepläne der Abtei, einmal ganz vorne und einmal ganz hinten. Sie zieren die Buchdeckelinnenseiten, sowie die folgende Seite. Desweiteren ist bei Umberto Eco ein Anhang zu finden bei dem die wichtigsten lateinische Passagen übersetzt wurden, desweiteren ist der Inhalt noch wiedergegeben. Im Vorwort steht drin wie es zu diesem Buch kam und welche Geschichte sich dahinter verbirgt, hier möchte ich nur einmal zitieren:
    Meinung:
    Nachdem ich das Buch entstaubt hatte und es noch lange auf mein SUB habe verweilen lassen und wieder entstaubt hatte, dachte ich nun ist es an der Zeit ein Klassiker in Angriff zu lesen und ich dachte mir, da ich schon zuvor ein Eco gelesen habe, das ich dies wenn in einer Leserunde machen will, was im Nachhinein sich auch als sehr gute Möglichkeit herrausgestellt hat. Der ironische Satz fiel mir auch gleich ins Auge, sowie allgemein sein Schreibstil. Dadurch das die Leserunde doch zahlreicher besetzt war als ich dachte, war eine gewisse Vorfreude schon vorhanden. Beim Lesen merkte ich allerdings schon auf den ersten Seiten was mich erwartet, doch mit Hilfe der Leserunde hat es sehr viel Spass gemacht und auch wenn die detailreichen Ausführungen sprachlich sehr gewandt waren, so sind diese Repetitionen schwer zu lesen gewesen. Die lateinischen Passagen haben mir nicht viel ausgemacht, denn ich konnte die längeren Passagen hinten nachlesen und die kurzen lateinischen Wörter wusste ich noch selbst zu übersetzen. Es entwickelte sich bei mir ein Lesefluss bei dem ich interessiert war wie die Handlung weiterging und fasziniert war, in welcher Art und Weise Umberto Eco es versteht Historie mit Krimi und eigenen Gedanken zu verflechten. Wie andere schon schrieben ist das Werk nicht "einfach" zu lesen, vor allem folgendes Zitat trifft zu:
    An der Stelle habe ich mich geweigert das Kapitel zusammenzufassen. Ich fande das er diesen Traum hätte weglassen können, aber nun gut, darüber kann man ja diskutieren. Letztlich bin ich zu der Erkenntnis gekommen das dies ein sehr gutes Werk ist, dem ich viele schöne Seiten entnommen habe und in welchem ich ein Zitat gefunden habe, welches mich sehr anspricht:
    Ein kleiner Abzug bleibt dennoch, wegen der vielen Wiederholungen und des Coena Cypriani, ich weiß das ich die Wiederholungen auch als sprachliche Stilfigur nehmen könnte/sollte, doch für mich als Leser sind andere Stilfiguren einfach schöner und lesenswerter und es soll auch keine Entschuldigung sein, sondern obliegt einfach meinem, eventuell harten, subjektiven Empfindungen mit einfließendem Bewertungssystem.
    Fazit:
    Weiterlesen
  • Rezension zu Der Name der Rose

    Ein italienisches Benediktinerkloster im Mittelalter. Der Franziskaner William von Baskerville und sein Novize Adson aus Melk sind in diplomatischer Mission unterwegs. Kaum dass sie im Kloster angekommen sind, geschieht ein Mord. Doch er bleibt nicht der einzige, eine ganze Mordserie folgt. Der erfahrene William wird beauftragt, sie aufzuklären. Er macht sich auf die Suche nach Spuren. Dabei stößt er auf eine mysteriöse Bibliothek und den greisen Jorge de Burgos, den rätselhaften Herrn der Bücher. Was hat er mit den Morden zu tun? Und was ist das für ein einzigartiges Buch, das er so eifersüchtig bewacht, als habe es geradezu magische Kräfte?
    Was der Klappentext andeutet, aber nicht sagt: von der Geschichte her ist "Der Name der Rose" ein Kriminalroman - die Anleihen an Sherlock Holmes sind ja auch recht offensichtlich. Ebenso ist es natürlich ein historischer Roman; der Einbau zahlreicher real existierender historischer Personen in den Roman, sowie die eindrucksvolle und glaubwürdige Schilderung mittelalterlichen Lebens bestätigen das. Auch die Elemente der Glaubensstreitigkeiten innerhalb und außerhalb der Kirche, reformatorische Bewegungen im Christentum etc. vermitteln, ebenso wie die immer wiederkehrende Erwähnung des Aufstiegs der Städte und der sichtliche Verfall des Klosters, der ja in diesem Roman auch exemplarisch abgehandelt wird, ein realistisches Bild des Spätmittelalters; das ja mitunter schon auf die Renaissance hinweist. So findet sich hier mit der Hauptfigur William von Baskerville ja im Endeffekt bereits einen frühen Verfechter der (Rück-)Orientierung auf antikes Wissen. Ich denke nicht, dass ich da zuviel in das Werk hineininterpretiere, wenn ich sage, dass sich in der Einstellung William von Baskervilles die in (bester) humanistischer Tradition stehende Weltsicht Ecos widerspiegelt. Als weiteres wichtiges Thema wird das Buch als Quelle des Wissens behandelt; die Beziehung zwischen Büchern untereinander - und auch die Beziehungen zwischen "der Name der Rose" und anderen Büchern sind ja mannigfaltig; es finden sich Unmengen an Verweisen - und das Verhältnis des Menschen zum Wissen (bewahren; so die konservative Position des Klerus - oder verbreiten und anwenden) und dergleichen mehr. Wer sich bewusst ist, dass die katholische Kirche jahrhundertelang eine Liste verbotener Bücher führte, der kann auch kaum das/ein Wesen der Kirche im Verhalten der christlichen Fundamentalisten verkennen.
    Unterm Strich war es ein überaus aufschlußreiches Buch (über gewisse historische/theologische Zusammenhänge und Kontroversen im Spätmittelalter), das auch durchaus spannend ist; die Kriminalgeschichte funktioniert. Nicht ganz so aufregend und großartig wie die Kontroversen des Spätmittelalters, ist die Sprache; die aber durchaus zu überzeugen weiss. Nichtsdestotrotz: bisweilen ist das Buch etwas schwer zu lesen - manche Abschnitte sind etwas zu schwer einzuordnen und zu verstehen (z.B. der geträumte "Coena Cypriani"). Trotz alledem überaus empfehlenswert; jedenfalls wenn man etwas mehr als "nur" Spannung will.
    Weiterlesen
  • Rezension zu Der Name der Rose

    Nachdem ich vor ca 15 Jahren einen ersten Anlauf genommen habe und das Buch nach 50 Seiten entnervt zur Seite legte, schien jetzt die richtige Zeit für dieses Buch gekommen zu sein.
    Unbeschreiblich, welche Fülle an Wissen und Material Eco in diesem Buch über das Mittelalter geteckt hat. Ich kann normalerweise den mittelalterlichen Dingen nicht allzuviel abgewinnen, aber die Art, wie Eco hier die Zustände, Umstände und Missstände beschreibt, hat selbst mich gefesselt.
    Die gewisse Portion Ironie (die schon im Epilog augenscheinlich wird), wunderbar geschilderten Charakteren, vielen kirchengeschichtlichen und philosophischen Einschüben, verpackt in einer doppelten Rahmenhandlung, extrem logischem Aufbau und logischer Lösung der Mordserie fand ich dieses Buch rundum perfekt!
    Den Film habe ich auch gesehen, er kommt (wie so oft) an das Buch nicht heran und ersetzt die Lektüre des Buches keinesfalls. Die Schwerpunkte des Buches stimmen mit den Schwerpunkten des Filmes keinesfalls überein, vieles wurde imFilm aufgebauscht, vieles (natürlich) weggelassen und v.a. das Ende extrem abgeändert (was mich eigentlich schon störte).
    Allerdings ist auch der Film als Ergänzung absolut empfehlenswert, die Person des William von Baskerville mit Sean Connery perfekt besetzt.
    Weiterlesen

Ausgaben von Der Name der Rose

Taschenbuch

Seitenzahl: 784

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 816

E-Book

Seitenzahl: 794

Hörbuch

Laufzeit: 00:26:10h

Der Name der Rose in anderen Sprachen

  • Deutsch: Der Name der Rose (Details)
  • Englisch: Name of the Rose (Details)
  • Französisch: Le Nom de la rose (Details)
  • Italienisch: Il Noma Della Rosa (Details)
  • Spanisch: El Nombre De La Rosa (Details)

Ähnliche Bücher wie Der Name der Rose

Besitzer des Buches 606

Update:

Anzeige