Ein Leben
Buch von Guy de Maupassant, Elyette Roussel
Titel: Une Vie
Guy de Maupassant (Autor) , Elyette Roussel (Herausgeber)
Verlag: Distribooks Intl Inc
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 63
ISBN: 9782090319781
Termin: Mai 1998
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Bewertungen
Ein Leben wurde insgesamt 4 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,9 Sternen.
Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Ein Leben
- Wirbelwind
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25. August 2008 um 01:20
Seitenzahl: 238Weiterlesen
Inhalt:
Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Jeanne beginnend 1819 in Frankreich.
Endlich frei - nach Jahren in der Klosterschule Sacré-Coeur, wartet das Leben auf sie, die Geborgenheit des Elternhauses. Romantisch und verträumt sieht sie der Zukunft entgegen. Schon kurze Zeit später lernt sie den mittellosen Adligen Julien de Lamare kennen. Nun glaubt sie sich am Ziel ihrer Wünsche. Ihrem Vater Baron Simon-Jacques le Perthuis des Vauds, einem gütigen Edelmann, dem das Glück seiner Tochter am Herzen liegt, sagt ihr Verehrer zu und eine Hochzeit im kleinen Rahmen ist angesagt. Die Hochzeitsreise führt sie nach Korsika.
Nach ihrer Heimkehr erkennt Jeanne aber bald ein anderes Gesicht ihres Mannes, der ihr Dienstmädchen Rosalie schwängert und sie in tiefe Depression stürzt. Erst durch die Geburt ihres Sohnes Paul findet sie wieder einen Sinn im Leben, ihm gilt ihre ganze Kraft. Nach dem abenteuerlichen Tod ihres Mannes, geht jedoch auch er ohne Rücksicht auf die Mutter eigene Wege, verliert das Vermögen der Eltern, sodaß Jeanne den Besitz verkaufen muß und in sehr bescheidenen Verhältnissen leben.........
Meine Meinung:
Egal wie ich die Inhaltsangabe schreibe, es klingt ein wenig kitschig, aber die Geschichte ist es durchaus nicht. Sie zeigt im Gegenteil wie es vielen jungen Frauen damals erging. In unrealistischer Verträumtheit jahrelang von der Aussenwelt abgeschnitten blicken sie der rosa Welt mit Traumprinz entgegen. Außer dem Vater und dem Pfarrer noch nie einem Mann gegenübergetreten, sind sie gar zu schnell Opfer. Die Ernüchterung folgt schnell. Bei Julien handelt es sich zusätzlich noch um ein sehr egoistisches Exemplar, dem Selbstkritik fern liegt.
Guy de Maupassant beschreibt Scheinwelt und Realität in erzählerischer Höchstform, zeigt Wolken und Sonne gleichermaßen, bietet Hoffnung und Trost. Zwar fehlt mir in heutiger Zeit mit beiden Beinen auf der Erde stehend, die Erfahrung von damals, aber der Autor versteht es mich mitten ins Geschehen zu rücken.
Und sind wir Frauen tatsächlich so weit von jener Zeit entfernt? In wievielen Ländern ist auch heute noch die Frau ohne Rechte. Somit doch kein veraltetes Thema sondern fast zeitlos.
Am besten gefällt mir der Schlußsatz:
Das Leben ist nie so gut oder so schlimm wie man meint
Er hat auch heute noch seine Berechtigung.
Ein großer Roman, den ich euch wie alle Guy de Maupassant Bücher sehr empfehlen möchte.
Liebe Grüsse
Wirbelwind
Emile Zola, Nana
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Besitzer des Buches 24
Update: 17. Januar 2026 um 12:46





