Hirnforschung und Meditation

Buch von Wolf Singer, Matthieu Ricard, Susanne Warmuth

Cover zum Buch Hirnforschung und Meditation

Titel: Hirnforschung und Meditation

, , (Übersetzer)

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Suhrkamp

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 133

ISBN: 9783518260043

Termin: April 2008

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Hirnforschung und Meditation

Wolf Singer ist einer der weltweit führenden Hirnforscher. Matthieu Ricard war Molekularbiologe, wurde dann buddhistischer Mönch – und Bestsellerautor. Für dieses Buch treten beide in einen Dialog über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewußtseinstraining. Sie sprechen darüber, welche mentalen Zustände mit meditativen Praktiken herbeigeführt werden sollen, welche neuronalen Vorgänge diesen zugrunde liegen, und sie fragen, ob regelmäßiges Meditieren zu nachweisbaren Veränderungen von Hirnfunktionen führt. Ihr Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Austausch zwischen Naturwissenschaften und den kontemplativen Wissenschaften anzuregen, denn Buddhismus wird hier als eine "Wissenschaft über den Geist" verhandelt und nicht als eine Religion. Ein Thema, das in der Diskussion zentral behandelt wird, sind die Methoden, mit denen der Geist und menschliche Werte trainiert werden können, zum Beispiel Aufmerksamkeit, Altruismus, emotionale Ausgeglichenheit und Glück. Darüber hinaus sprechen Singer und Ricard über die Langzeitwirkungen solchen Trainings. Die Fähigkeit des Gehirns, sich an veränderte Umstände anzupassen, wird meist im Kontext sich verändernder Außenbedingungen untersucht, aber bei der Meditation kommen die Impulse von innen und sollen eine systematische Veränderung der eigenen mentalen Dispositionen bewirken, und folgerichtig wird die Frage gestellt, ob sich zentrale Fragen über die menschliche Natur überhaupt mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden lassen.
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Hirnforschung und Meditation

    • 4. Juli 2008 um 19:09
    Klappentext:
    Wolf Singer ist einer der weltweit führenden Hirnforscher. Matthieu Ricard war Molekularbiologe und wurde dann buddhistischer Mönch - und Bestseller-Autor. Für dieses Buch treten beide in einen Dialog über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewußtseinstraining. Und sie wagen einen Versuch, zentrale Fragen über die menschliche Natur mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden.
    Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main.
    Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch in Katmandu, zuvor Molekularbiologe am Institut Pasteur in Paris.
    […]
    Eigene Beurteilung:
    Der „reine“ Naturwissenschaftler bringt seine Art der Fragestellung dem ehemaligen Kollegen und jetzigen Vertreter der anderen Art zu lernen entgegen und so entsteht ein Gespräch, als dessen Zeugen die Leserinnen und Leser eine Idee davon bekommen können, was Neurobiologen eigentlich den ganzen Tag tun und inwiefern dies nutzbare Erkenntnisse zum menschlichen Denken und Handeln erbringt. Schnell fällt eine interessante Diskrepanz auf. Die „Geisteswissenschaft“ des Buddhismus ist um einen großen Faktor älter als die modernen Wissenschaften und viele Erkenntnisse der Neurologie und Psychologie der letzten Jahrzehnte sind durchaus in anders formulierter Form in Traditionstexten dieser Denk- und Forschungsformen wieder zu finden. Und so ist der meditierende Ex-Naturwissenschaftler keineswegs durch die neuesten Überlegungen und Fragen seines Gegenübers zu irritieren. Diese Art des Dialoges hat natürlich didaktischen Wert, denn durch Herr Singers Fragen – und auch durch die eher wenigen, aber sehr pointierten Fragen Herr Ricards – werden die Leserinnen und Leser immer mehr in diese doch sehr komplexe Thematik eingeführt. Und auch grundlegende Fragen, wie „Ist der Mensch von Natur aus gut oder schlecht“ werden dabei kurz noch einmal angerissen. Das Buch hat ein erstaunliches thematisches Spektrum auf vergleichsweise wenigen Seiten und muss notwendigerweise einige Thesen eher nur andiskutiert im Raum stehen lassen (z.B. das Altruismus im buddhistischen Sinne eine intelligente Form des Egoismus darstellt, da altruistisches Handeln im Handelnden positive Wirkungen hervorruft), was aber folgerichtig ist, denn die Forschungen sind bei Weitem noch nicht abgeschlossen und entsprechend wird der Dialog zu diesen Themen noch lange weitergehen.
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Update: 13. Januar 2026 um 21:07